Hier klicken May May May Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren studentsignup Cloud Drive Photos Learn More TDZ Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited Autorip longss17

Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
94
4,2 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 16. August 2015
Auch wenn ich jetzt als Banause gelten könnte (nach all den begeisterten Rezensionen), kann ich doch keine fünf Sterne vergeben... Kein Meisterwerk. Aber zweifelsohne kann McEwan gut schreiben und es ist auch ein gutes Buch.

Gerade der erste Teil mit der Beschreibung des Sommertages finde ich langatmig. Sehr viel Beschreibung, zu viel kindliche Sicht der Dinge, wenig Handlung. Die weiteren Teile, die im Zweiten Weltkrieg spielen, gefallen mir persönlich besser.

Abgesehen vom Ende... Diese Art vom Schluss (gewissermaßen wird die ganze Geschichte, zumindest Teile davon, in Zweifel gezogen) finde ich immer unbefriedigend.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Mai 2008
ich muss sagen, es ist schon lange her, dass mich ein buch so gefesselt hat!
die art zu schreiben hat mir sehr sehr gut gefallen , vor allem diese realistischen beschreibungen der geschehnisse im krieg oder auch einer migräne .
ich konnte mich noch nie so gut in die personen hineinfühlen, wie bei diesem buch !
ich bin richtig traurig, es schon ausgelesen zu haben : )
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. August 2009
Ian McEwans Roman ist einer der Romane, die auf mich bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Seine Sprache ist so schön und bildhaft, ohne langweilig, aufgesetzt oder angestrengt literarisch zu wirken. Sein Schreibstil fesselt ungemein und lässt die Emotionen der Protagonisten lebendig werden.
Ein eindrucksvoller Bilderreigen um Dinge, die Bestandteil von so vielen Leben sind: Liebe, Schuld, Vergebung.
Dieses Buch bereichert und fesselt ungemein!!
0Kommentar| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. September 2007
"Abbitte" ist sicherlich einer der besten Romane von Ian McEwan geworden, ein sprachlich meisterliches Werk über Menschen, die um ihr Lebensglück schuldlos betrogen werden.
Dennoch gestehe ich - und da stehe ich im Vergleich zu meinen Vorrezensenten ziemlich allein da - : ich habe mir das Lesevergnügen hart erarbeiten müssen. Lange klingt der erste Teil wie ein betulicher englischer Gesellschaftsroman, die Schilderung einer trägen Festgesellschaft auf einem britischen Landsitz, gefiltert durch die pubertären Empfindungen einer überspannten 13-jährigen. Sanft und sehr, sehr langsam wird die Katastrophe dieses Sommerabends dramaturgisch vorbereitet.
Der zweite Teil ist dann das Kontrastprogramm: eine auch sprachlich beinharte und schnörkellose Schilderung des Rückzugs der britischen Soldaten in Nordfrankreich im Zweiten Weltkrieg. Auch der dritte Teil bleibt in dieser Zeit: Briony, die weibliche Hauptperson arbeitet in einem Krankenhaus, das verwundete Soldaten betreut. Im unaufgeregt angefügten Epilog schließt sich dann der erzählerische Kreis; erst dann wird klar, dass all die verschiedenen Stimmungen des Romans ein kluges dramaturgisches Stilmittel waren.
Ich habe die Lektüre in weiten Strecken weder besonders spannend noch entspannend gefunden. McEwans Sprachgewalt hat mich geradezu niedergedrückt; für meine Bedürfnisse macht der Roman auch zu viele Worte. Phasen des Stillstands und der existentiellen Not wechseln ab - der Leser wird emotional ziemlich gefordert. Aber: es zahlt sich aus, sich auf "Abbitte" einzulassen, wenn es auch - auf seine Weise - ziemlich harte Kost ist.
11 Kommentar| 77 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juni 2007
In guten Büchern bedarf es eines kleinen Anstosses, um das Leben der Menschen darin zum Einsturz, zur Umkehr oder Bestätigung zu bringen. Daß die dreizehnjährige Briony imstande ist, dies durch eine unwahre Behauptung zu schaffen, indem McEwan uns behutsam auf den Punkt hin führt, an dem wir erschüttert danebenstehen und zusehen müssen, mit welch kindlicher Naivität sie ihre Macht über das Leben anderer ausübt, gehört zu den einfühlsamensten Erzählpassagen der letzten Jahre.

In Büchern wie Der Zementgarten hat der Autor bereits bewiesen, wie scharf umrissen er die Verwirrungen der Kindheit zu beschreiben versteht. Weniger überzeugend der Erste Weltkrieg, den hätte es nicht gebraucht, auch wenn McEwan auch hier zu erzählen versteht.

Der wiederum gelungene Schluß hingegen, indem eine gealterte Briony auftritt, besitzt viel von der Ironie, die Ian McEwan seinen Romanen manchmal unterzieht. Ein lesenwertes Buch mit zwei, drei Schwächen, es gibt nicht viele Romane, die das von sich behaupten können.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Mai 2012
Das Buch ist in drei Teile (+ Epilog) geliedert, wobei - grob gesagt - der erste die Schuld beschreibt und der letzte die Sühne. Der Epilog ist eine Rückschau 60 Jahre nach den beschriebenen Ereignissen. Ein zweiter Teil beschreibt den Rückzug der englischen Armee nach Dünkirchen an dem Robbie teilnimmt, die Sehnsucht der Liebenden, und verbindet die beiden Teile inhaltlich. Für mich war dieser zweite Teil der Schwachpunkt des Buches und der Grund dafür, es nur mit vier Sternen zu bewerten. Landsergeschichten in allen Ehren, aber in diesem Buch war es ein Fremdkörper (und ich habe da auch schon deutlich bessere gelesen).

Es war aber eine Freude, die beiden anderen Teile zu lesen. Stilistisch (wunderbar, zumindest im Original) aber auch inhaltlich überzeugend. Gut, äußerlich passiert recht wenig, aber dafür um so mehr im Inneren den Handelnden. Das "Innere" scheint eher seine Stärke zu sein. Wie gesagt fand ich den handlungsintensiveren Teil deutlich schwächer. Interessant ist hier eine Kritik am ersten Entwurf von Brionys Abbitte durch ein Verlagshaus, nämlich dass - sinngemäß - die psychologisierenden Elemente sehr stark sind, der geneigte Leser aber auch gerne etwas mehr Handlung und Spannung möchte. Das stimmt schon, aber wie gesagt, finde ich den handlungslastigen Teil weniger gelungen (da trifft auch auf seine handlungsintensivere Bücher wie Saturday zu, welches mir wenig gefallen hat).

Ein weiterer interessanter Aspekt sind die Auseinanderstzungen McEwans mit dem Schreiben an sich. Besonders stark ist hier der Epilog. [Achtung Spoiler] Der ganze Roman ist eine Abbitte. Robbie und Cee bekommen ihr Happy End und sind eben nicht an Blutvergiftung bzw. durch einen Bombenangriff gestorben. Briony verliert noch im hohen Alter gegen Lola - während sie stirbt, wird Lola weiterleben.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. März 2012
An einem heißen Sommertag im Jahr 1935 überschlagen sich die Ereignisse: Cecilia und Robbie kommen sich endlich näher werden jedoch von ihrer Schwester Briony erwischt, die die ganze Situation nicht richtig einzuschätzen weiß.
Am Abend verschwinden die Zwillinge nach einem Streit im Wald und alle begeben sich auf die Suche nach ihnen. Dabei wird Lola, die Schwester der Zwillinge und Cousine von Cecilia und Briony, in der Abenddämmerung vergewaltigt. Die einzige Zeugin dieses Verbrechens ist Briony, welche den Täter aber nur von hinten gesehen hat, ihn aber zu kennen glaubt. Für sie kommt nur eine Person in Frage: Robbie, schließlich hat er sich schon an ihrer Schwester vergangen. Aus dieser Mutmaßung, von deren Wahrheit Briony überzeugt ist, wird eine Aussage und Robbie wird noch am selben Abend verhaftet. Niemand glaubt Cecila, weil man wegen des Briefes, den Briony ihren Eltern übergeben hat, davon ausgeht, dass sie ihn nur schützen will. Daraufhin bricht die Familie auseinander, denn Cecilia will nichts mehr mit ihrer Familie zu tun haben, vor allem nicht mit ihrer Schwester.

Nach einigen Jahren Gefängnis bekommt Robbie die Möglichkeit seine Strafe zu verkürzen, indem er in den Krieg zieht. Gegen Ende des Krieges versucht er schwer verwundet zu Cecila zurück zu kehren, deren Briefe ihn am leben erhalten.

Nachdem ich zum ersten Mal den Trailer zum Film Abbitte mit Keira Knightley und James McAvoy gesehen hatte, war ich sehr darauf gespannt. Als ich dann erfuhr, dass es die Verfilmung eines Romans ist, wollte ich diesen sofort lesen und kaufte ihn mir.
Eigentlich hatte ich eine Art Liebesroman erwartet, das ist Abbitte jedoch ganz und gar nicht.

Ian McEwan will mit seinem Werk vielmehr zeigen, wie ein im Grunde kleines Missverständnis mehrere Leben zerstören kann. Denn genau darum geht es: Da Briony die Situation wegen ihres jungen Alters nicht richtig zu deuten weiß, muss sie für den Rest ihres Daseins mit den Konsequenzen leben, die sie erst als Erwachsene wirklich begreift.
Die Liebesgeschichte zwischen Cecilia und Robbie ist zwar schön, aber nur ein kleiner Teil des Ganzen.

Die Erzählweise ist zu Anfang etwas verwirrend und undurchsichtig, da man glaubt, dass ein und dieselbe Handlung mehrmals hintereinander erzählt wird. Mit der Zeit versteht man jedoch, dass der Autor die Erzählperspektive wechselt und die gleiche Handlung aus der Sicht verschiedener Charaktere darstellt. Der Leser kann dadurch die Gefühle der einzelnen Personen besser verstehen.

Der zweite Teil der Handlung bezieht sich inhaltlich auf den Zweiten Weltkrieg, wird vom Autor thematisch aber auf eine neue Weise erzählt. Ian McEwan möchte nicht vorwiegend auf die Grausamkeit und Sinnlosigkeit eines solchen Krieges hinweisen, sondern beleuchtet die Gefühlswelt eines Soldaten (Robbie) und seine Gedanken. Diese Erzählweise macht selbst diese Thematik wieder aufs Neue interessant.

Erwähnenswert ist auch noch der letzte Teil, in dem nun der gesamte Roman so präsentiert wird, als wäre er von einem der Hauptcharaktere selbst geschrieben.

Alles in allem ein anspruchsvolles, aber auch einzigartiges Buch, das man einmal gelesen haben sollte.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Oktober 2008
Ich habe das Buch gelesen, als der Film in die Kinos kam - und war absolut begeistert. Ian McEwan schreibt unglaublich detailliert, in einem sehr langsamen Erzähltempo. So nimmt der erste Teil, der den schicksalhaften Nachmittag und Abend im Jahr 1935 beschreibt, allein 266 Seiten ein - von denen keine einzige überflüssig ist. Nur wenige Autoren bringen dieses Kunststück fertig.
Die Umgebungen werden sehr genau beschrieben, sodass man die Orte stets quasi vor sich sieht, aber vor allem ist es das Innenleben der Charaktere, das vom Autor geradezu seziert wird. Der Leser erhält sehr intime Einblicke in Gedanken, Gefühle, Erinnerungen und Motivationen der Charaktere. Es wird deutlich, dass der Autor meint, was er schreibt; in vielen Facetten der Charaktere dürfte sich der ein- oder andere Leser wiederfinden.

Was mir außerdem deutlich aufgefallen ist: Ian McEwan urteilt nicht (oder zumindest so gut wie nicht), sondern beschreibt nur. Das macht ihn frei von stereotypen Charakterbildern oder Beschönigungen. So kann man auch als Leser unvoreingenommener an die Geschichte herantreten.

Mein Fazit: Dieses Buch ist wahrscheinlich eines der besten, die ich bisher gelesen habe, und es wird sicherlich nicht mein letzter Ian McEwan bleiben. Ich kann es absolut empfehlen. Es sollte aber klar sein, dass es sich hierbei nicht gerade um leichte Kost handelt. Wer einfach ein wenig Unterhaltung sucht, wird sich von der Detailfülle und auch der Thematik des Buches womöglich erschlagen fühlen. Wer allerdings gern Bücher liest, die zum Nachdenken einladen und im Gedächtnis haften bleiben, der sollte "Abbitte" lesen.
11 Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Oktober 2014
Dieses Buch hat es mir wirklich nicht leicht gemacht!

Inhalt:
Briony ist gerade einmal 13 Jahre alt und schon eine begabte Schriftstellerin, als sie im Sommer 1935 ihre Schwester und deren langjährigen Freund Robert Turner beobachtet. Nach anschließend furchtbaren Geschehnissen, nimmt Briony alles in die Hand und verändert es komplett. Aus Unwissenheit oder um ihre Geschichte zu perfektionieren, sie lädt eine enorme Schuld auf sich. Und dann kommt der Krieg und macht alles noch schlimmer.....

Cover:
Unsere Bibliothek hat eine Ausgabe von RM-Buch-und-Medien-Vertrieb; Auflage: Ungekürzte Lizenzausgabe (2005), also habe ich das dazugehörige Cover:
Weiß und orange harmonieren nicht unbedingt gut. Warum damit die Hälfte des Covers verschwendet wurde, weiß ich wirklich nicht.
Das Mädchen mit dem träumerisch leidenden Blick, das sich auf seinen Armen abstützt, ist doch viel verheißungsvoller und passt auch noch wunderbar zum Buch!

Meine Meinung:
Man braucht wohl etwas Zeit, um dieses Buch zu lesen und nebenher liest es sich schon gar nicht gut.
Anfangs hat die Geschichte mich dann aber schon bald in ihren Bann gezogen. Es ist faszinierend, wie der Autor die Geschichte schildert. Man fängt automatisch an sich Fragen zu stellen, man wird mit hinein gerissen in diesen Strudel.
Die Idee an sich ist schon eigen im positiven Sinn, ihre Umsetzung ist ....mir fällt kein passendes Wort dafür ein.
Die Charaktere sind perfekt, also nicht perfekt von ihren Werten, sondern perfekt struktuiert, abgestimmt und lebendig gemacht. Vielleicht ist perfekt gar nicht das richtige Wort, denn sie sind so selbstverständlich. Man kann zu ihnen durchdringen.
Der Schreibstil unterstreicht diese Eigenheit, macht das Buch einzigartig.
Der erste Teil, der Teil um Brionys Lüge, die ersten 266 Seiten, waren ein Meisterwerk, unbeschreiblich gut. Aber dann kam Teil zwei, ein Sprung in die Zukunft, der leider relativ langweilig anfing.
So viel muss ich verraten, es ging um den Krieg, die Sicht des Krieges und die Gefühle, aber auf diesem Bereich war das Buch so Mainstream, so gar nicht mehr dieses besondere Meisterwerk. Mein Interesse ist also vorerst eingeschlafen, ich habe nur weitergelesen, weil ich wissen musste zu welchem Ende Brionys Lüge führt. Zum Glück hat sich die Geschichte wieder zu ihrer Besonderheit zurück geangelt und das Ende hatte wieder diese eigene, meisterhafte Note. Ja, ein Ende, dass einen ein wenig stutzig macht und überlegen lässt. Ein Ende nach meinem Geschmack also. Sehr schön auch, dass es so einen runden Abschluss hatte.

Fazit:
Ein Buch mit Höhen und Tiefen, nichtsdestotrotz genial!
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Januar 2014
Ich habe kaum ein Buch gelesen, das mich so lange gefangen hielt! Es ist schon eine Weile her (2008), seitdem ich den Roman das erste Mal gelesen habe. Seitdem habe ich "Abbitte" mindestens dreimal gelesen und jedes Mal gefiel es mir genauso gut wie beim ersten Lesen.
Vorweg, dieses Buch ist keine leichte Kost! Wer ein Buch sucht, das unterhaltend und schnell zu lesen ist, sollte darum lieber einen Bogen machen... An die, nicht genug bekommen können von poetischen Bildern, schicksalhaften Begegnungen und gerne Bücher lesen, die auch etwas anspruchsvoller sind: Ihr seid hier genau richtig! Und ich kann euch nur raten, dieses kleine Meisterwerk in Augenschein zu nehmen, denn ihr werdet es nicht bereuen!

DIE HANDLUNG: Ein heißer Sommertag in einem englischen Landhaus im Jahre 1935, an dem das Leben dreier Menschen für immer verändert wird. Die Familie Tallis freut sich auf das Eintreffen des ältesten und einzigen Sohnes Leon und seines Freundes Marshall.
Dies soll mit einem großen Essen und der Aufführung eines selbstverfassten Theaterstückes "Die Heimsuchungen Arabellas" der jüngsten Tochter Briony gefeiert werden . Die Proben sind in vollem Gange. Leider läuft es nicht so, wie es sich die dreizehnjährige Briony vorstellt, denn ihre Cousins und ihre Cousine Lola machen nicht so mit, wie sie es gerne hätte. Es folgt der Abbruch der Proben und Briony will das Stück am liebsten absagen.
Doch dann beobachtet sie eine Szene zwischen ihrer älteren Schwester Cecilia und dem Sohn der Zugehfrau Robbie Turner. Briony glaubt, die Situation zu durchschauen. Doch dadurch begeht sie einen folgenschweren Fehler, der durch die Umstände und schicksalhaften Verkettungen an jenem Tag fatale Folgen für alle Beteiligten haben wird...

AUFBAU: Das Buch ist in drei Teile aufgebaut. Der erste Teil umfasst die Ereignisse des Sommertages 1935, geschrieben aus mehreren Perspektiven der Charaktere. Teil Zwei und Drei behandeln spätere Lebensabschnitte der Personen, die aufgrund der Folgen des besagten Tages ein völlig anderes Leben führen. Der zweite Teil widmet sich Robbies Zeit im zweiten Weltkrieg an der Front in Frankreich, während der Evakuierung der britischen Armee. Der dritte und letzte Teil beschreibt Brionys Leben als Krankenschwester zur gleichen Zeit in London. Die Teile sind jeweils aus der Sicht des gewidmeten Charakters geschrieben.

MEINE KRITIK: Wie schon erwähnt, bin ich sehr begeistert von dem Buch. Was vor allem an den Beschreibungen und der Sprache liegt. Ian McEwan hat eine Poesie in seinem Schreibstil, welche unvergleichlich ist! Er lässt dadurch eine Atmosphäre entstehen, die einen sofort in den Bann zieht und in die Zeit zurückreisen lässt zu den beschriebenen Ereignissen. Man hat das Gefühl beim Lesen, das Zirpen der Grillen zu hören und die Wärme und Schwüle des Tages auf der Haut zu spüren.
Auch hat er die Macht, die Charaktere unglaublich genau einzufangen. Ihre Beweggründe werden dadurch dem Leser sehr transparent gemacht. Und man stellt sich die Frage, wie der Autor sich so gut in ein dreizahnjähriges Mädchen hineinversetzen kann! Das Entlarvende und Besondere dabei ist meiner Meinung nach, wie er einfache kleine Handlungen der Charaktere detailliert beschreibt, bei denen man sich oft selbst ertappt fühlt. Schnell wird einem klar, dass man oft ebenso handelt mit den gleichen Beweggründen. So werden diese auf den ersten Blick unbedeutsamen Taten zu großen Schlüsselelementen im Buch.
Dies spiegelt auch stark die Intention des Buches wider: Jede ach so unbedeutsame Begebenheit kann im Gefüge des Schicksals eine ach so große Lawine an Ereignissen lostreten. Das ist auch der Grund, wieso das Buch einem so lange im Gedächtnis bleibt. Es fängt das Leben so gekonnt ein, dass man anfängt, selbst zu reflektieren. Wie oft dachten wir als Kinder, Dinge der Erwachsenen zu verstehen, nur um später festzustellen, dass es doch nicht so war. Wie oft machten wir im Leben einen kleinen Fehler, der im Nachhinein große Probleme mit sich zog...
Jedoch ist das Buch sehr anspruchsvoll, trotz der Magie des Schreibstils und der überraschenden Erkenntnisse, die man über sein eigenes Leben erhält. Das Ende ist, ohne viel zu verraten, nicht leicht zu verdauen... Es ist sehr schonunglos und doch gibt es einem Mut und Hoffnung.
Für mich selbst ist die Liebesgeschichte, die dieses Buch erzählt, eher sekundär. Auch wenn sie zu einer meiner liebsten Liebesgeschichten gehört. Denn dieses Buch ist kein einfacher Liebesroman, nein, es ist ein Roman über das Leben und die Macht der Fantasie. Deswegen möchte ich die Liebesgeschichte von Cecilia und Robbie hier auch nur am Rande erwähnen. Sie ist wunderschön geschrieben und auch ein toller Grund, das Buch zu lesen. Jedoch sollte es nicht der einzige Grund sein, "Abbitte" zu lesen, denn dann wird man mit dem Buch wahrscheinlich nicht ganz so glücklich werden...

MEIN FAZIT: Dieses Buch bleibt einem noch lange im Gedächtnis. Es gehört für mich ohne Zweifel zu den größten Werken der Literatur!
Voller Poesie und Atmosphäre. Mit traurigen, aber auch witzigen Momenten und einem Ende, das noch lange nachhallt... Mein absoluter Lesetipp für all diejenigen, die sich nicht scheuen, sich an leisere und vielleicht auf den ersten Blick "langweiligere" Bücher heranzutasten. Wer hinter die Fassade, blickt wird mit einem kleinen Meisterwerk belohnt!

Natürlich habe ich auch den Film zum Roman gesehen. Ich finde ihn trotz einiger Abänderungen sehr gelungen! Er gehört definitiv zu meinen Lieblingsfilmen. Wer den Film gesehen hat und mochte, dem kann ich das Buch nur empfehlen! Ich denke nicht, dass man enttäuscht wird. Im Gegenteil! Meiner Meinung nach ist das Buch noch besser, aber so ist es ja eigentlich immer mit allen Büchern... Umgekehrt kann ich den Film natürlich auch für alle empfehlen, die das Buch gelesen haben ;)
0Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

13,00 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken