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AUFBRECHEN!: Warum wir eine Exzellenzgesellschaft werden müssen Gebundene Ausgabe – 26. Januar 2010
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- Seitenzahl der Print-Ausgabe224 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberEichborn Verlag
- Erscheinungstermin26. Januar 2010
- Abmessungen15.8 x 2.8 x 22.8 cm
- ISBN-103821865148
- ISBN-13978-3821865140
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Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Produktinformation
- Herausgeber : Eichborn Verlag; Aufl. 2010 Edition (26. Januar 2010)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 224 Seiten
- ISBN-10 : 3821865148
- ISBN-13 : 978-3821865140
- Abmessungen : 15.8 x 2.8 x 22.8 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 842,659 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 1,177 in Gesprächsführung (Bücher)
- Nr. 1,930 in Bildungspolitik (Bücher)
- Nr. 22,152 in Job & Karriere (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Gunter Dueck ist 1951 in Hildesheim geboren und lebt heute mit seiner Frau Monika in Waldhilsbach bei Heidelberg. Ihre Kinder Anne und Johannes sind "schon groß" und promovierten in Biochemie bzw. Mathematik.
GD studierte in Göttingen Mathematik und BWL, danach folgten Promotion (1977) und Habilitation (1981) an der Universität Bielefeld, wo er bis 1987 als Professor für Mathematik lehrte. Dann trat er ins IBM Wissenschaftliche Zentrum der IBM ein, betrieb Forschungen in der Optimierung von Industrieproblemen, war mit seinen Finanzrisikobetrachtungen damals hoffnungslos zu früh dran, baute das Data Warehousegeschäft der IBM auf und legte in neuester Zeit das Fundament für IBM Cloud Computing. Zuletzt war er bis 2011 Chief Technology Officer der IBM Deutschland. Heute arbeitet er als Schriftsteller und Keynotespeaker nach seiner Pensionierung weiter.
Gunter Dueck ist IBM Distinguished Engineer Emeritus, Fellow des amerikanischen Ingenieurverbandes IEEE, Fellow der Gesellschaft für Informatik und korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Er war je acht Jahre Mitglied der Präsidien der Gesellschft für Informatik und der Dt. Mathematikervereinigung. Er schreibt seit 1999 in jedem Heft des Informatik-Spekrtrum eine lange Kolumne und alle vierzehn Tage ein "Daily Dueck" auf seiner vielbesuchten Homepage "omnisophie.com", wo auch Videos von Reden, viel mehr Infos als hier und alles zu finden ist, was man so über ihn wissen kann.
Seine Bücher sind zum größeren Teil philosophisch und ranken sich um sein großes Thema der "artgerechten Haltung des Menschen". Die nichtartgerechte Haltung geißelt er so herrlich beißend-gallig-satirisch in seinen Büchern "Lean Brain Management" (Financial Times Deutschland: "Management Buch des Jahres 2006") und "Direktkarriere", dass etliche Leser die Bücher wörtlich bierernst nehmen und mit schlechten Rezensionen bei Amazon bedenken. Sein großer Versuch einer neuen Wirtschaftsdeutung "Abschied vom Homo Oeconomicus" wurde vom Handelsblatt zu den zehn wichtigsten Wirtschaftsbüchern 2007 gezählt, ebenso das 2013 erschienene Buch "Das Neue und seine Feinde", in dem es um Innovation geht, und auch zum Dritten der Bestseller von 2015, "Schwarmdumm".
Und sonst? "Ich bin schon ziemlich alt, aber eigentlich Digital Native. Ich frage mich, ob ich nicht Botschaften bei YouTube hochladen sollte statt lange an Büchern zu feilen. Ich bin beeindruckt vom Echo auf Videobotschaften! Am liebsten wäre ich reiner Dichter geworden. Mein mir am meisten am Herzen liegendes Buch ist mein Vampirroman "Ankhaba". Darf ich das hier einmal sagen? Ich habe einen ziemlich offiziellen Beruf und würde anderswo mit so einem Bekenntnis ausgelacht. Den Roman würde ich gerne verfilmen, ich schreibe bestimmt noch Fortsetzungen! Ach ja, jeder hat seine Träume, oder?"
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Einen „Ausweg" aus dieser schwierigen Situation (Existenz!) sieht er in einer radikalen Steigerung der Bildungsaktivitäten. Schulen seien aber - was ein Wunder - auf diese Herausforderungen nicht vorbereitet, dort würde man sich noch um den eindimensionalen Menschen bemühen, d.h. dort geht es primär um die Befüllung der mentalen Festplatte mit Fakten. Genau diese Faktenkompetenz sei aber nicht das, was in einer Gesellschaft der Professionellen (Wissensgesellschaft) gebraucht würde! Unter Professionalität versteht er das Zusammenspiel sehr unterschiedlicher Kompetenzen, wobei er nicht das Begriffsgerüst der wissenschaftlichen Diskussion aufnimmt, sondern unterschiedliche Ansätze wie Kreativität, Teamkompetenz, Willensbildung, Begeistung, Empathie, emotionale Kompetenz etc. „mischt", so wie es eben in der (Wirtschafts)Praxis gebraucht werde und wie es praktisch handhabbar sei. Obwohl ihm die Unterschiede der Menschen, deren Charakter und mentalen Vorlieben, sehr bewusst sind (in seinem Buch Empirische Philosophie unterscheidet er 16 Typen mit Untergruppen) pendelt sich das Bildungssoll doch irgendwo bei einem „entrepreneur" ein, der Probleme kreativ lösen, Teams empathisch leiten und Produkte/ Dienste mit guter „Perfomance"verkaufen kann. Vor dem Hintergrund dieser anspruchsvollen Zielfunktion misstraut er allen klassischen Bildungsinstitutionen. Vielmehr sieht er neue Bildungsmöglichkeiten „im Netz", die viel mit Video zu tun haben, dem neuen Leitmedium der jungen Menschen.
Was soll man nun davon halten, vom ehemaligen Chief of Technology (bei IBM), von seinen Thesen zur Dienstleistungsgesellschaft, den Forderungen nach einer radikal anderen Bildung, dem „Aufbruch"? Die Analyse zur Dienstleistungsgesellschaft ist echt lesenswert, mir waren die Abhängigkeiten, (Optimierungs-)Mechanismen und Folgen vorher nicht so klar. Der Aufruf zu einer anderen Bildung (multiple Kompetenzen) ist von der Stoßrichtung nicht neu, neu ist die skizzierte Bedrohungslage und die geforderte Radikalität nach dem Motto: Wenn wir das nicht schaffen, gibt es sehr viele Verlierer. So bleibt Duecks Ansatz für mich unterm Strich "düster" (hmm, passt auch nicht so recht): einerseits weil er die Entwicklung in dunklen Farben zeichnen (ok, das ist die nüchterne Analyse), andererseits weil seine Vision von der neuen Bildung, der „Exzellenz für alle!", neben den Forderungen nach multiplen Kompetenzen (s.o.) und Netzinfrastruktur in der UMSETZUNGSperspektive dünn bleibt. Es fehlen Strategien für die JETZIGE Schule, die JETZIGE Universität oder aber Transformationsstrategien. Transformation? Machmal - so Duecks - ist es besser, wenn man ganze Teile eines Systems zerstört; dann, so sein mathematisches Kalkül, wird sich das System effizienter neu „einpassen".
Iich verlasse Duecks Analysen und Visionen mit gemischten Gefühlen. Seine Bücher (es gibt noch mehr, eher philosophisch z.B. seine Trilogie) stecken voller Anregungen. Ich nehme Vieles mit von diesem „Wild Duck", z.B. den Mut, das Nichtmessbare ins Zentrum aller Bildungsbemühungen zu stellen.
Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren macht sich der Autor Gedanken über einen langfristigen Wandel der Gesellschaft. Aus der zunehmenden Bedeutung von Internet und Knowhow folgert er, dass mehr Bildung für alle und ein schneller Ausbau von Internetverbindungen nötig sind. Von 1950 bis heute sei der Anteil der in der Landwirtschaft Tätigen von rund 50% auf 2% gesunken (S. 16). So ändern sich die Verhältnisse, doch unser politisches System passt sich nur mit Verzögerung an.
Der Trend der letzten Jahre zur Rationalisierung von Arbeitsplätzen und der Bildung führt zu einer Verschlechterung der Qualität, argumentiert Dueck einleuchtend. Das 12-Jahre-Abitur ist kein besseres Abitur, und nötig wäre stattdessen ein Abitur für alle. Für manche mag das utopisch klingen, aber nach der Lektüre dürfte klar sein, dass gerade dieser Ausbau des Bildungssystems der einzige Weg ist, der Zukunft gerecht zu werden. Knowhow-Träger sind selten arbeitslos.
Hinweis zum Begriff "Luxemburger Deutsch" auf S. 119: In Luxemburg wird sowohl Deutsch als auch Luxemburgisch gesprochen.
Gunter Dueck weist darauf hin, dass Faktoren wie Highspeed-Internet über den Erfolg in den nächsten Jahrzehnten entscheiden. Autobahnen und Elektrifizierung reichen in Deutschland nicht mehr aus:
- Warum müssen etwa Millionen von Fluggästen ihre Zeit am Flughafen mit Warten vertrödeln, was sich durch bessere Organisation vermeiden ließe?
- Wie kann es sein, dass viele Schüler in der Oberstufe so unter Druck gesetzt werden, dass sie keinen Spaß und kein eigenständiges Interesse mehr am Lernen entwickeln? Gleichzeitig ist Bildung die entscheidende Kompetenz in der Zukunft.
- Technologien wie Umwelttechnik und Informationstechnik werden erheblich an Bedeutung gewinnen, daran gibt es kaum einen Zweifel. Doch in Deutschland werden diesen Entwicklungen eher Steine in den Weg gelegt, etwa bei Internetsperren oder dem Verbot freier WLANs.
Das Buch ist voll mit Jargon-Begriffen wie Effizienz, Ressourcen, Multi-Kompetenz, Innovation, Partizipation usw.. Einen Haken hat Dueck selbst erkannt und als "Fat Smoker Syndrome" charakterisiert: Der dicke Raucher weiß, dass er ungesund lebt, aber lebt trotzdem unverändert weiter. Ähnlich zeigt Dueck Schwächen der aktuellen Politik und Gesellschaft auf, ohne dass dies Wirkung haben muss.
Die Erkenntnisse aus dem Buch müssen also noch politisch durchgesetzt werden.


