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ADAC Reisemagazin, Thailand Taschenbuch – 1998

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Der Verlag über das Buch

Reisen mit Lust und Laune. Das ADAC reisemagazin erscheint alle zwei Monate. In jeder Ausgabe wird ein Land oder auch eine Region mit aufregenden und ungewöhnlichen Reisezielen vorgestellt. Für das ADAC reisemagazin arbeiten die besten Reporter und Fotografen der Welt. Durchschnittlich sind mehr als 20 Journalisten für ein Heft unterwegs - allesamt Spezialisten und Kenner der Region.

Jede Geschichte, jede der etwa 300 Adressen wird exklusiv vor Ort recherchiert. Mit 12 bis 14 Reportagen, vielen kurzen Geschichten und ausführlichen Infoteilen sind die ADAC reisemagazine nicht nur spannende Lektüre für alle, die vom Reisen träumen möchten, sondern auch Ratgeber und Anleitung für einen gelungenen Urlaub. In jeder Ausgabe finden Sie auch zahlreiche Karten und viele nützliche Hinweise zu Restaurants, Hotels, Sport- und Freizeitvergnügen.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Auszug aus der Reportage "Zehn Tage sitzen, atmen und nicht reden" von Bernhard Schmidt:
Allein bin ich nicht in meiner Zelle. Es gibt noch ein paar Spinnen, einen zackig hüpfenden, ungemein häßlichen Käfer, eine Eidechse, die mir eben, als ich hereinkam, vor Schreck auf den Fuß gesprungen ist (worauf ich strampelte, was sie noch mehr erschreckte), und drei bis vier Moskitos, die gerade vom Aufklärungsflug zum Angriff übergegangen sind. Ich aber sitze frohlockend unter einem Moskitonetz und beglückwünsche sie, daß sie es ausgerechnet hier versuchen. Denn hier werde ich sie - ganz gegen meine bisherige Gewohnheit - nicht umbringen. Im Buddhismus ist das vorsätzliche Töten nämlich untersagt, und sei es bei Blutsaugern.
Die Einrichtung meiner Drei-mal-drei-Meter-Zelle besteht aus grauen Zementwänden, grauem Zementboden und einem grauen Zementbettpodest mit einer ungefähr zwei Millimeter dicken Strohmatte drauf, einem vergitterten, glaslosen Fenster, einer Brettertür mit Vorhängeschloß, einer Glühbirne und einem Moskitonetz, quietschgrün und ziemlich klein. Ich habe es gegen ein weißes, großzügiges ausgetauscht. Es ist eines meiner mitgebrachten Luxusgüter. Ein zweites ist die 50 Zentimeter breite Isomatte, dann ein winziges Kopfkissen und zwei Bettlaken. Ich schwelge sozusagen im Wohlleben. Tatsächlich - nach ein paar Tagen habe ich dieses seltsame Zuhause sogar lieb, was aber genaugenommen ein Fehler ist.
Ich lerne nämlich, daß alles Festklammern an Dingen, Menschen oder Ideen, auch alle Wünsche und alles Verlangen die Ursache von Dukkha, dem Leiden, sind. Und der Buddhismus wurde von Buddha entwickelt, um das Leid zu überwinden. Ein freier Geist lebt unabhängig von Komfort und Ästhetik und hängt sein Herz an keine Isomatte.
Vier Uhr morgens schlägt die Glocke, melodisch, doch streng. Es ist stockfinster. Ich reibe meinen großen Zeh, wünsche ihm einen guten Tag und blinzele durch Moskitonetz und Fenster nach draußen. Der Mond grüßt über den Klos, und Rauch sticht in die Nase. Er stammt von dem irrwitzigen Abbrennen von Feld und Wald in Südostasien und der nächtlichen Windstille. In drei Stunden wird der Rauch von der Morgenbrise weggeblasen sein.
Ich wasche mich am Mandi, dem "Badezimmer" (das heißt, ich kippe mir mit einer Schale Wasser über den Kopf), reibe Moskitochemie auf unbedeckte Körperteile und trotte schweigend mit etwa 100 anderen Taschenlampenträgern (wegen der Schlangen) zur großen Halle.
Um 4.30 Uhr ist Start zum täglichen Meditationsmarathon: "Beobachte deinen normalen Atem. Ist er kurz, ist er lang? Welchen Geschmack hat er, welche Struktur?" Okay, okay, ich versuch's. Doch meine Gedanken toben schon jetzt wie die Affen über die Bäume. Immer wieder muß ich mich zusammenreißen, zu ihm zurückzukehren. Der Geist ist aufsässig. Warum soll ich auf den verdammten Atem achten? Er funktioniert doch seit Jahren ganz prima, auch ohne daß ich drauf achte.
"Und nun mache deinen Atem ein klein wenig länger. Verfolge ihn von der Nasenspitze bis hinunter in den Bauch und wieder zurück." Ja, ja, schon gut, ich bemühe mich ja!

Dies ist die erste Stufe der sogenannten Anapanasati-Meditation. In den nächsten zehn Tagen wird sie mir bis zur 16. und letzten Stufe beschrieben, geübt wird bis zur sechsten, ich komme dreimal bis zur vierten, meist bleibe ich bei der ersten hängen. Der Zirkus im Kopf verhindert mehr "Erfolg" - und auch meine Rückenschmerzen.
Ich habe da ein Problem, das mir vorher unbekannt war. 555 Minuten (neuneinviertel Stunden) Meditationshaltung am Tag bringen körperliche Schwachstellen erbarmungslos ans Licht. Sie kommen vom ewigen Am-Schreibtisch-Hocken und In-den-Bildschirm-Starren. Fünf bewußte Atemzüge sind ungefähr das Maximum. Der Rückenschmerz ist viel interessanter, und erst das Selbstmitleid!
Ist dieser Schmerz vielleicht nur ein Trick des Geistes, um das Meditieren zu verhindern? Ich verdächtige ihn, daß er gar nicht meditiert werden will, er ist kein Freund der Disziplin. Lieber albert er herum, der Kindskopf. Zum Beispiel schlägt er vor, beim Stillsitzen ein paar Eier zum Ausbrüten unterzuschieben. Mit dem Meditieren klappe das ja sowieso nicht und ich würde dann wenigstens in der langen Zeit des Herumlungerns am Boden etwas Vernünftiges tun. "Herumlungern" hat der Geist gedacht. Man sieht: Ein Meditationsanfänger hat nicht unbedingt friedvolle Zeiten im Oberstübchen.
In den 555 Minuten sind zwei Vorträge auf Englisch inbegriffen, einer über Praxis und Theorie der Meditation von Mönch Tan Sucitto, einer über den Buddhismus von Mönch Ajarn Santikaro. Beide sind Amerikaner, kahlgeschorene Asketen in braunorangefarbener Robe, doch keineswegs weltfremde, vergeistigte Träumer, sondern glasklar in Ausdruck und Gedanken. Brillante Redner, wache Köpfe, völlig gelassen und locker, sogar humorvoll und charmant, die beste Werbung für ihre "Firma". Die ist das International Meditation Center des Wat Suan Mokkh, eines der einflußreichsten Klöster in Südostasien. Hier im Süden Thailands bei Surat Thani kann jedefrau und jedermann jeweils ab Monatserstem zwei der größten Errungenschaften der Menschheitsgeschichte kennenlernen: Meditation, in diesem Fall die Anapanasati-Version, und Buddhismus, hier den Theravada-Buddhismus, also die ursprüngliche Version der Lehre des Siddhartha Gautama, der später Buddha genannt wurde. Das stammt von bud - erwachen, einem alten Pali-Wort. Pali ist der indische Dialekt, den Buddha vor 2500 Jahren sprach.
Anapanasati ist auch ein Pali-Wort. Es bedeutet "Achtsamkeit beim Ein- und Ausatmen". Buddha vervollkommnete diese Meditation, um Einsicht in die Zusammenhänge des Daseins bis zur Erleuchtung zu erlangen. Um die Ursache von Dukkha, dem Leiden, zu erkennen. Und wie man es überwinden kann - völlig ohne Gott oder andere sagenhafte Wesen, die wir für unser Schicksal verantwortlich machen können. Auch ohne das christliche Prinzip der Sünde, das uns Schuldgefühle aufzwingt, klein und zusätzlich unglücklich macht. Schon deswegen ist der Umgang in diesem Land so unbeschwert: Man muß nicht ständig mit Anschuldigungen und Vorwürfen rechnen. ...


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am 11. Mai 2001
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