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Kundenrezensionen

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am 22. Mai 2005
Heute lag ich krank im Bett mit ziemlichem Trauergefühl über alles mögliche .. und habe dies Buch gelesen und mich fast totgelacht: Vier Menschen treffen sich beim Geplanten Suizidieren und müssen kein Blatt mehr vor den Mund nehmen. Es bildet sich nach dem Sterbe-Treff eine Art Selbsthilfetrupp heraus, der nicht wirklich helfen kann, aber was besseres haben sie auch nicht vor gerade. Ist eh' alles sinnlos. Also kann man auch sich auch zusammensetzen und sich gegenseitig die Meinung geigen. Oder sich eben annähernd wie eine humanistische Gesellschaft verhalten. Dabei kommt viel Weisheit über das Leben - gemischt mit viel Humor heraus. Typisch Hornby eigentlich und wieder so geschrieben, das es ein Film werden wird. Wetten? Die vier Figuren reflektieren viel über sich und ihr Leben und haben einiges zu tun, um auch was zu ändern. Wann läßt sich mehr ändern, als bei einer Krise?
Vielleicht hält das Buch niemand wirklich vom Sterben ab, aber es zeigt mir, das Leben auch Mut erfordert und Planung.
Also Glück und einen schönen Ausflug muß man halt auch planen und nicht warten, das es von allein passiert.
Man kann sich auch immer wieder fragen, was würde ich tun, damit ich lieber lebe ... und es dann einfach mal machen. Oder?
Soviel bringt das Buch MINDESTENS rüber!
Es liest sich richtig gut. Schade nur, das die englischen Schimpfwörter übersetzt wurden.
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am 11. Mai 2015
Das Buch stand schon recht lange auf meiner Wunschliste, dementsprechend war ich auch sehr neugierig, was Nick Hornby denn für seine Leser bereithält.
Für mich ist es der erste Roman von ihm gewesen und ob ich je einen zweiten lesen werde, das steht auch noch in den Sternen.

Zum Inhalt:
Jesse, JJ, Maureen und Martin. Auf den ersten Blick haben diese vier Personen rein gar nichts gemeinsam. Unterschiedliches Alter, andere Interessen, Herkunft, verschiedene Persönlichkeiten.
Nur eins ist ihnen gemein: An Sylvester wollen alle vier, die sich da noch nicht kennen, von einem hohen Wohnkomplex stürzen und so Selbstmord begehen. Hier treffen sie auch das erste Mal aufeinander, doch statt nacheinander runterzuspringen, beginnen sie miteinander zu reden- und springen in dieser Nacht nicht.

Meine Meinung:
Die Thematik Selbstmord ist ja sehr sensibel und muss immer mit Handschuhen angefasst werden. Darum hat Hornby sich auch bemüht, doch beispielsweise durch Jesse, wird klar, dass einige den Selbstmord nicht gründlich überlegen und es einfach tun (würden). Er zeigt hier also nicht nur die ernste Seite, sondern auch die komischere, die abstrusere. Das ist ein sehr schmaler Grat zwischen „akzeptabel“ und „makaber“.
Ich möchte zuerst auf die positiven Aspekte des Romans eingehen:

-Alle vier Protagonisten sind individuell. Das kann ich nicht leugnen. Ich konnte von Anfang alle vier voneinander unterscheiden, da sie alle ausgeprägte Charaktereigenschaften hatten, die sie als Person kennzeichnete. Das ist in einem Roman wie diesem sehr wichtig, denn die Protagonisten stellen gleichzeitig auch die Handlung dar- es gibt nicht viel Handlung drumherum, sie beschränkt sich vor allem auf die Beschreibung und Entwicklung der einzelnen Charaktere.
Beispielsweise habe ich Maureen sehr gemocht, die irgendwie so unschuldig wirkte und gleichzeitig so geplagt. Sie, die einen behinderten Sohn hat, war diejenige, die mich am meisten mit ihrer Geschichte überzeugen konnte. Sie war schockierend ehrlich, hat Dinge ausgesprochen, die man eigentlich nicht sagen würde, wenn man ein behindertes Kind hat. Und genau diese Ehrlichkeit hat sie zu einem einzigartigen Charakter gemacht und sie mir als Leser sehr nahe gebracht.
Mit Jesse hingegen konnte ich nicht so viel anfangen- zumindest zu Beginn der Geschichte. Frech, unsympathisch, verzogen- das ist Jesse. Aber im Laufe der Geschichte entwickelt sie sich weiter und lässt zu, dass der Leser ihre Geschichte erfährt. Diese Entwicklung fand ich sehr gut dargestellt, da man beobachten konnte, wie ein junger Mensch wie Jesse gewisse Schwierigkeiten meistert (oder auch nicht meistert).
JJ ist der Protagonist, der mir am wenigsten im Gedächtnis bleiben wird- seine Geschichte ist vergleichsweise unspektakulär und bei ihm war ich mir auch nie sicher, wie ich ihn einschätzen sollte und welche Eigenschaften ich ihm zuschreiben konnte. Er blieb- leider- sehr vage und unentwickelt und machte auf mich eher den Eindruck einer Statistenrolle. Schade!
Martin hatte wohl eine der spektakuläreren Geschichten. War gleichzeitig sehr unsympathisch und ich konnte auch nicht mit ihm mitfühlen. Doch im Verlauf der Geschichte lernt der Leser ihn besser kennen, erfährt seine Fehler, seine Geschichte und seine Gedanken.
Hornby gab sich sehr viel Mühe, die vier Hauptcharaktere darzustellen und auch eine Entwicklung offenzulegen, die sie alle vier mitgemacht haben.

-Was mir auch sehr gut gefallen hat, war diese „Weisheiten“, die eingebaut wurden. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, vielleicht ergeben sie sich im Deutschen nicht so, aber es gab so wunderschöne Sätze, wo ich immer mal innehielt und sie noch mal las.
Auch verschiedene Gedankengänge waren so erfrischend ehrlich und offen, wie beispielsweise Maureens Gedanken über ihren Sohn, dass sie einem in Gedächtnis bleiben werden.
Hornby hat sich viel Mühe gegeben, den vier Charakteren Individualität einzuflößen. Jeder hatte seine eigenen Ideen und mir gefiel sehr gut, dass er manchmal ein wenig philosophisch wurde. Es passte sehr gut zur Geschichte, der Autor bemühte sich aber, das Ganze nicht allzu schwer und deprimierend, mit der Frage nach dem Sinn des Lebens, zu gestalten, obwohl sich das bei einem Thema wie Selbstmord immer anbietet.
Hornby hat hier neue Aspekte reingebracht, die ich sehr interessant fand und die das Buch auch nie zu „schwer“ wirken ließen.

Das waren auch schon leider die positiven Punkte des Romans, denn leider hat er mich schlussendlich doch nicht überzeugen können.

Ich habe mich sehr durch die Geschichte kämpfen müssen, nachdem die Silvesternacht für die vier vorbei war. Ich hatte sehr oft das Gefühl, dass Hornby selber nicht so richtig wusste, wie er weiterschreiben soll. Oft ging irgendwie der Faden verloren beziehungsweise es gab überhaupt keinen Faden.
Die Handlung ist wirklich sehr schwach gewesen, es gab dann immer so Entwicklungen, die mit den Haaren herbeigezogen schienen. Plötzlich machten sie Urlaub, später gab es eine Intervention…keine Ahnung, alles schien so verworren und ohne Zusammenhang, so, als wolle Hornby die Seiten füllen.
Das Ende hat sich mir noch immer nicht erschlossen und ehrlich gesagt hab ich es auch schon wieder vergessen (obwohl ich das Buch gestern Abend zu Ende gelesen habe). Das finde ich sehr schade, hier hätte man viel mehr daraus machen können, leider ist dies dem Autor nicht gelungen.
Er hat den Fokus vor allem auf die Personen gelegt, während die Handlung an sich in der Schwebe bleibt. Ich habe selten ein Buch gelesen, dessen Handlung so ohne roten Faden ist und ohne jeglichen Zusammenhang (und ich lese extrem viel!)
Das hat mich dann auch sehr gestört, weil es teilweise wirkte, als würde man Kurzgeschichten von Autoren lesen, die rein gar nichts miteinander zu haben und deren Story auch nichts gemein haben.
Ich habe auch erstaunlich lange für das Buch gebraucht, da ich zwischendurch immer wieder eine Pause brauchte- es war ermüdend und es gab so einige Durststrecken.

Fazit:
Mir hat das Buch nicht so gut gefallen. Hornby hat seine Charaktere sehr gut ausgearbeitet, das möchte ich an der Stelle hervorheben, trotzdem konnte es mich nicht überzeugen.
Es fehlte einfach ein roter Faden in der Geschichte und das Ende ist so unspektakulär, dass ich es heute schon vergessen hab.
Empfehlen würde ich es dementsprechend nicht, es sei denn, man mag Hornby und seinen Schreibstil.
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am 27. November 2008
Nick Hornby ist ein Meister der Milieustudien. So auch in diesem Buch, das er aus vier verschiedenen Sichtweisen erzählt. Der Leser ist immer der Angesprochene, die jeweiligen Personen erzählen ihm die Dinge aus ihrer Sicht. Es ist Sylvesterabend in London. Ende des Jahres und damit auch Zeit Bilanz über sein Leben zu ziehen - und dann eben einen Selbstmord zu planen. Ein dafür beliebter Ort ist das Hochhaus TopperŽs House. Zuerst trifft Martin ein, ein vormals erfolgreicher Fernsehmoderator, der durch den erwischten Beischlaf mit einer 15-jährigen sein Leben ruiniert, seine Ehe und seine Familie dadurch verloren hat. Bevor er zur Tat schreiten kann trifft Maureen ein, durch die Pflege ihres völlig behinderten Sohnes überfordert will auch sie den Sprung wagen. Während sie fast um die Ausführung streiten erscheint Jess, die 18-jährige ausgeflippte Tochter eines Ministers- ihr Freund hat sie verlassen und sie will das Leben verlassen. Und dann stösst auch noch JJ dazu, amerikanischer Pizzaboote aber im Herzen Musiker, dessen Band und seine Liebe auseinandergebrochen ist. Das gibt natürlich vorerst keinen Selbstmord- die vier so unterschiedlichen Personen, die sich, hätten sie sich anderswo getroffen, niemals zueinandergefunden hätten finden immer mehr widerwilligen Gefallen aneinander-das vermeintlich verpfuschte Leben und der geplanten Selbstmord bindet sie immer mehr aneinander. Sie vereinbaren den Valentinstag als nächsten Treff - um sich darüber klar zu werden ob einer von ihnen doch springen will. Wunderbar, herrlich direkt und ironisch witzig schildert Hornby die Geschichte aus der Sicht jedes Einzelnen. Man kann sich so richtig in die Personen hineinfühlen, leidet und lacht mit.
Ein Buch um es (so man die Zeit hat bei über 300 Seiten ) in einem durchzulesen. Man kann dem Kommentar auf der Rückseite nur zustimmen - Hornby at his best
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am 23. April 2006
Um es vorwegzunehmen, ich habe A Long Way Down gerne und schnell gelesen. Auch wenn es um ein eher ernstes Thema geht, und auch die Verzweiflung deutlich wird, ist es doch eine Komödie. Aber am verlockendsten an diesem Buch ist eigentlich noch die Grundidee: 4 Leute treffen sich in der Silvesternacht auf dem Dach eines Londoner Hochhauses, .. (s.o.) Interessant ist auch die Schreibweise, denn es wird nicht aus einer Perspektive erzählt, sondern alle 4 erzählen die Ereignisse in kurzen Abschnitten aus ihrer Sicht, in ihrer eigenen Sprache. Letztlich bleibt aber oft die Sympathie auf der Strecke, ich bin mit keinem so richtig warm geworden, vielleicht war der ständige Wechsel daran schuld, vielleicht aber auch, da die Figuren eher ihre menschlichen Schwächen offenbaren als ihre Stärken und ehrlich gesagt, wenn mir mittendrin jemand das Buch weggenommen hätte, hätte ich nichts vermisst. Vielleicht auch, weil das Ende eher vorhersehbar ist.

Selbstmord wird durch diese Komödie nicht verlacht, aber neue Erkenntnisse bietet sie auch nicht.
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Vier völlig unterschiedliche Menschen treffen zufällig in der Silvesternacht aufeinander. Was die Typen verbindet? Sie sind Lebensmüde und stehen sich nun auf einem Londoner Hochhausdach bei der Ausführung des Suizids im Weg...

Der Autor greift ein ernsthaftes Thema auf und verarbeitet es, ohne die ganze Zeit den mahnenden Zeigefinger der Erkenntnis in den Himmel zu recken. Schwarzer Humor nimmt den individuellen Problemen hin und wieder deren Schärfe, jedoch ohne die Figuren der Lächerlichkeit preis zu geben. Es entsteht eine Stimmung, in der man als Leser mitfühlt, schmunzelt, lacht, die ein oder andere Träne verdrückt und sich Gedanken macht.

Allein die letzten 50 Seiten ziehen sich wie Kaugummi - wofür ich einen Stern abziehe. Hornby hätte einfach ein Stück früher aufhören sollen - das lahme Ende wäre vermeidbar gewesen.

Eine Bemerkung zur Verfilmung sei gestattet:
"A Long Way Down" - Ein Buch, bei dessen Lektüre man die Verfilmung vor Augen hat, incl. der zu besetzenden Schauspieler; Pierce Brosnan gehörte in meiner Phantasie nicht dazu. Der Film ist übrigens ein schwacher Abklatsch der Romanvorlage. Man sollte sich das gewonnene Bild der Romanvorlage bewahren und die Finger vom Film lassen. Der Film ignoriert ganze Passagen des Romans, verkürzt manch wichtige Szene und löst sich mitunter komplett von der Handlung des Romans, so z.B. auch am Ende.
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am 23. Oktober 2006
At first - an "High Fidelity" oder "About a Boy" kommt dieses Buch nicht heran. Das Buch handelt von vier Selbstmordkandidaten, die sich an einem Sylversterabend zufällig auf demselben Hochhausdach begegnen und - durch ein langes Gespräch vorerst geläutert - beschließen, dem Leben eine zweite Chance einzuräumen. Die Grundidee fand ich wirklich toll, deshalb habe ich es auch gekauft. Aber nach einigen Seiten ist dieser schon aufgebraucht. Danach "quält" sich meiner Meinung nach Hornby bis zum Ende des Buches. Die Protagonisten sind nervend (vorallem Jesse mit ihrer rumflucherei) und wirken zu konstruiert. Ab und zu lässt Hornby zwar sein Humor aufblitzen, doch ist dies einfach zu wenig in Summe.
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am 29. November 2010
'Ein wunderbares Buch, man lacht, denkt nach ' und am Ende kommen einem sogar die Tränen.' Galore

Rezeption:

Zum größten Teil kann ich Galore Recht geben; in 'A Long Way Down' stecken viel Sarkasmus und Elemente zum nachdenken ' eigentlich eine gute Mischung. Aber obwohl ich nah am Wasser gebaut bin, kamen mir nicht die Tränen. Aber zunächst mal von vorn, bevor ich jetzt schon über den Schluss schreibe.

Das Buch wird aus Sicht der vier Hauptpersonen, Maureen, Jess, JJ und Martin, erzählt. Es wird sich immer abgewechselt, man könnte das Abwechseln wohl auch als Kapitel bezeichnen, und so setzt sich die Geschichte zusammen. Die jeweiligen 'Kapitel' ähneln Tagebucheinträgen, wie ich finde, und so liest sich das Ganze sehr flüssig und angenehm und man bekommt einen Einblick in die Gedanken der vier.

Die Charaktere der Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und das konnte der Autor wunderbar umsetzen. Maureen ist schon etwas älter, gläubig und eher ruhig, wohingegen die 18jährige Jess extrem launisch, spontan und ausfallend ist. JJ ist eher der nachdenkliche Musiker und Martin regt sich ziemlich schnell auf und gerät deshalb immer wieder mit Jess aneinander. Normalerweise würden solche Leute sich wohl eher kaum zusammentun, aber sie treffen sich an Silvester auf diesem Hochhausdach und beschließen aufeinander aufzupassen.

'A Long Way Down' ist nicht sonderlich spannend und (leider) ist das Ende ist eher lasch, bedeutungslos und nichtssagend, aber im Großen und Ganzen hat mir das Buch trotzdem gut gefallen, weil man eben merkt, dass Leute aus den unterschiedlichsten Schichten aus verschiedensten Gründen depressiv sein können. Und obwohl es keine großen Ereignisse im Verlauf der Geschichte gibt, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und sog die Gedanken der Hauptpersonen förmlich auf.

Fazit:

Wer Sarkasmus gepaart mit einem ernsten Thema mag wird dieses Buch lieben. Auf die Tränendrüse wird übrigens nicht gedrückt.
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am 13. August 2011
Silvester, auf dem Dach eines Hochhauses: Pech, dass gleich vier Menschen auf die Idee gekommen sind, sich dort das Leben
zu nehmen. Da man sich schlecht umbringen kann, wenn einem andere dabei zusehen, steigt die seltsame Gruppe vom Dach, um das Problem der jüngsten Kandidatin Jess, die nicht weiß, warum ihr Freund sie verlassen hat, zu lösen.
Nach und nach erzählen sie sich ihre Geschichten. Da ist die altjüngferliche Maureen, deren Sohn Matty schwerstbehindert
ist und die diese Belastung allein tragen muss; da ist Martin, der berühmte Talkmaster, den nach einem Gefängnisaufenthalt
keiner mehr auf dem Bildschirm sehen will, und JJ, der von seinem besten Freund im Stich gelassen wurde. Die vier verabreden, mit dem finalen Sprung bis zum Valentinstag zu warten - und so findet eine Gruppe von Menschen zueinander,
die unterschiedlicher nicht sein könnten und die einander doch auf wundersame Weise zu helfen wissen.
Das Werk "A Long Way Down" von Nick Hornby ist mit viel schwarzem Humor gespickt, ohne dass es ihm je an Ernsthaftigkeit gegenüber dem Thema fehlt. Seine Figuren wirken ebenso individuell wie authentisch, obwohl Hornby überdem lebhaft ausgemalten Hintergrund und den Dialogen die seelische Befindlichkeit seiner Helden an einigen Stellen vernachlässigt.
Oftmals bleibt diese schemenhaft. Schon auf den ersten Seiten wird dem Leser klar, dass die vier im Grunde nur leben wollen. Das Lesen ist "A Long Way Down" alle Male wert und vielleicht wirkt er bei einigen Lesern wie ein Rettungsboot auf weiter See. Nach unten ist es eben doch ein langer Weg.
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am 23. August 2006
"A Long Way Down" ist herausragend. Und dabei klingt die Geschichte erst mal etwas konstruiert: Vier Leute begegnen sich zufällig, als sie sich in der Silvesternacht von Toppers House runterstürzen wollen. Sie kommen ins Gespräch und helfen einander, nun doch nicht zu springen - und beschließen, sich auch noch die kommenden Wochen zu unterstützen... Und daraus macht Nick Hornby eine einmalig gelungene, mitreißende, bewegende und oft komische Geschichte - mit so manch einfallsreicher Wendung!

Die Protagonisten sind so verschieden, wie man sich das nur vorstellen kann: der ex-Talkmaster und Straftäter Martin, Maureen, die Mutter mit einem schwerstbehinderten Kind, die rebellierende junge Jess, die ihre Schwester verloren hat, sowie der gescheiterte Musiker JJ. Und die Dynamik zwischen diesen so unterschiedlichen Charakteren bringt die Emotionen (und die Handlung!) in Wallung! Jede/r hat eine unterschiedliche Stimme und Sichtweise, und die Interaktionen zwischen den Protagonisten sind herrlich. Ich persönlich fand Maureen und Martin am überzeugendsten, aber als Jess einen Engel erfindet, der wie Matt Damon aussieht, konnte ich mich vor Lachen nicht mehr halten.

Hornby gelingt es, das tragische Schicksal der einzelnen Personen von tränenrührender Sentimentalität freizuhalten. Stattdessen zeigt er mit Einsicht und Humor die tragischen Härten des Lebens, und macht sich's auch mit den Antworten nicht leicht. So verzichtet er auch auf ein tränenreiches Friede-Freude-Eierkuchen-Happy-End, sondern bleibt hier dem Realistischen mit einem heiterem Unterton treu.

Ein rundum gelungener Roman, im englischen Original eine ganz besondere Freude. 5 wohlverdiente Sterne.
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am 10. Juni 2005
Was der Titel des neuen Romans verrät, trifft vor allem auf Hornby selbst zu. Der einst so hoffnungsvoll schimmernde Stern am modernen Literatenhimmel verblaßt mit jedem neuen Buch zusehends...
Die Geschichte ist einfach zu konstruiert, als das sie den Leser wirklich mitnimmt. Die Handlungen wirken völlig hanebüchen und die Dialoge oft unnatürlich und affektiert. Hornbys Leichtigkeit aus „HighFidelity" und auch „About A Boy" ist einem verkrampften Minderwertigkeitskomplex gewichen. Alle vier ProtagonistInnen dieses Romans sind in irgendeiner Weise Alter-Egos des Autors und nicht einer kommt wirklich sympathisch rüber..
A Long Way Down ist ein Buch, das schnell gelesen und genauso schnell wieder vergessen ist.
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