Hätte nicht gedacht, dass mich Death Metal noch mal groß catchen könnte. Nach 30 Jahren sollte da eigentlich alles gesagt sein. Und trotzdem fand ich in den letzten zwei Jahren viel geile Musik in dem Splatter-Splitter Death Metal. Zwar hat man gefühlt alles auch schon gehört, aber spannend wird es ja dann, wenn das, was früher geil war, lange nicht gehört heute dann immer noch....geil ist. Nur anders. Weißt du wie ich mein‘? Tomb Mold, Blood Incantation, Deserted Fear, Beast, Undergang, Temple Of Void......alles nix wirklich neues. Aber dennoch spannend, weil diese Art des Sounds Erinnerungen weckt. Und etwas liefert, was schon in Vergessenheit geriet, bei all dem Elan möglichst immer fresh und anders klingen zu wollen.
‚Años En Inferno‘ kann man, wie auch bereits den vorausgegangenen Alben, kaum eine Wunderwaffenmentalität andichten, Innovation ist wohl etwas anderes. Und trotzdem sorgt der Mix aus sludgig-doomigen Parts, wirklich brutalen Breakdowns, an Bolt Thrower und Asphyx erinnernde Gitarrenwände und sogar gelegentlichen Ausbrüchen in Richtung NY Hardcore, immer wieder für miese Erheiterung und fröhlich angepisste Laune.
Diese Mixtur ist für Xibalba jetzt aber auch nicht wirklich ungewöhnlich. Überrascht und hoch erfreut stelle ich aber fest, dass der Death Metal und 90s Thrash Anteil weit größer und streckenweise auch dominanter ausfällt. Geil. Das gilt auch für das ziemlich runtergestimmte und aggressiven Gebelle von Shouter Nate Rebolledo. Xibalba bleiben eingängig, auch wenn die wie Sau groovenden Tracks manchmal dann doch ein wenig komplexer als bekannt ausfallen. Komplex im Sinne von vielschichtig intensiv, was in dem 13-minütigen ‚El Abismo I & II‘ eindrucksvoll veranschaulicht wird.
‚Años En Inferno‘ setzt wie bereits der Vorgänger ‚Tierra Y Liberta‘ von 2015 mehr auf den Metalzug und verlässt den in der Vergangenheit doch manchmal zu stereotypen Hardcore-Sound, setzt diesen nach wie vor aber sparsam-akzentuierter ein. Xibalba wirken dadurch reifer und in ihrem dennoch vorhandenen Korsett experimenteller. Denn sie bleiben rotzig und asozial, boshaft und brutal. So oder so. Nur jetzt mit noch mehr Wums. Das ist gut. Metal lebt!
Nach jeder Dosis Xibalba steigt die Lust irgendjemand Reudigen richtig umsemmeln zu wollen. Mit vollem Einsatz. Natürlich nur aus Spaß. Aber auch mit. Langt vollkommen zur Beurteilung einer guten Doom-Death-Scheibe, alter Schule. ‚Stone hearts are hard to break‘.
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