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In 300 Jahren vielleicht Taschenbuch – 1999

3.8 von 5 Sternen 89 Kundenrezensionen

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Taschenbuch, 1999
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert.

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Tilman Röhrig wurde am 1945 in Hennweiler/Hunsrück geboren und lebt heute als freier Schriftsteller in Sielsdorf bei Köln. Nach einem Schauspielstudium erhielt Röhrig zunächst verschiedene Engagements, u.a. in Frankfurt, Bonn, Hannover, ehe er für sieben Jahre an die Städtischen Bühnen der Stadt Köln ging. 1965 erschien Tilman Röhrigs erstes Hörspiel im WDR. Seither veröffentlichte er mehr als zehn weitere Hörspiele sowie über 40 Filmdrehbücher. 1973 erhielt er den ersten Hörspiel-Förderpreis von Radio Bremen für Buch und Regie. Ab 1972 erste Buchveröffentlichungen. 1984 erhielt Tilman Röhrig für seine Erzählung „In dreihundert Jahren vielleicht“ den Deutschen Jugendliteraturpreis. 1990 wurde Röhrig als erster Autor mit dem „KölnLiteraturPreis“ ausgezeichnet, zwei seiner Titel standen auf der Auswahlliste zum Katholischen Kinderbuchpreis. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Eggebusch im Oktober 1641: Hunger, Elend und Furcht bestimmen das Leben in dem kleinen Ort. Nur wenige Menschen können sich noch an die Zeit vor dem Krieg erinnern. Gegen die Not, den Krieg mit seinen plündernden Soldatenhorden und die Angst vor der pest setzt der 15-jährige Jockel seine Liebe zu Katharina und die Hoffnung, daß irgenwann wieder Friede sein wird: in dreihundert Jahren vielleicht.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 20. Juli 2004
Format: Taschenbuch
Hatte mir dieses Buch als 16-jährige selbst gekauft (ist schon einige Jahre her ...) Ausgezeichnet mit d. Jugendbuchpreis, was natürlich schon eine Aussage ist. Der Klappentext hat mich so beeindruckt, daß ich mir dieses Buch herausgesucht hatte. Der Buchhändler war zwar erst kritisch, hatte dann aber keine weiteren Bedenken. Er wieß darauf hin, daß dieses Buch ein sehr ernstes Thema behandelt. Das Thema ist Krieg und es geht um einen Jugendlichen im 30jährigen Krieg. Der 30jährige Krieg war für mich davor nur eine Zahl von bis. Mehr nicht. Wie es damals wohl wirklich zugegangen sein musste, beschreibt dieses Buch. Sehr eindrücklich, atmosphärisch, bedrückend, kraftvoll. Aber auch sehr niederschmetternd. Und dennoch gefällt die Sprache, die Stimmung und es ist anschaulich und eindrucksvoll. Man fiebert mit dem jungen Jockel mit und ist froh im Frieden aufwachsen zu können. Das Buch zeigt: Kriege sind zu allen Zeiten furchtbar. Und es gibt immer noch keinen Frieden auf der Welt, wenngleich wir heute in Deutschland zum Glück friedlich leben! Und hoffen, daß es ganz lange Zeit so bleibt ...!
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Format: Broschiert
Dieses Buch spielt im Oktober 1641 in einem Dorf namens Eggebusch, irgendwo im geschundenen Deutschland des Dreißigjährigen Krieges. Beleuchtet wird das Schicksal der gepeinigten Landbevölkerung, und insbesondere der Familie des 15 Jahre alten Jockel, die jenseits des Hungers, jenseits der Angst nach neuer Hoffnung sucht. Doch alles, auch der Wunsch nach Frieden, den die jungen Menschen dieser Zeit nicht kennen konnten, ist mit einem großen "VIELLEICHT" überschrieben. Bedrückend gut. Ich habe das Buch selbst im Alter von 13 Jahren gelesen und denke, dass die im Buch enthaltenen Schilderungen für Jugendliche dieses Alters durchaus angemessen sind, da Röhrig trotz der Brutalität, die dargestellt wird, so behutsam wie möglich an das Thema Gewalt im Krieg herangeht.
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Format: Taschenbuch
„ In dreihundert Jahren vielleicht" wurde von Tilman Röhrig geschrieben. Es ist ein Jugendbuch und soll Jugendliche ab 13 Jahren ansprechen. Der Inhalt ist interessant, denn man erhält viel Wissenswertes über das Leben und Handeln der Menschen im Krieg. Das Buch keinesfalls witzig und lustig gestaltet. Es ist recht ernst geschrieben und erzählt sachlich von der grausamen Vergangenheit. Leider ist das Buch jedoch nicht mit Bildern versehen, was jedoch unserer Meinung nach dazu gehören sollte, da oft auch Bilder (z.B. von Überfällen) sehr informativ sein können. Das Buch ist ziemlich brutal geschrieben, da es auch in Fällen von Mord nichts verharmlost. Wir finden es jedoch nicht so schlimm, da es nicht bis ins kleinste Detailt geschildert wird und die Gefühle der zu mordenden Personen nicht geschildert werden. Die Lektüre hat eine gute Wirkung gehabt. Es lässt einen über die Vergangenheit nachdenken, was man sonst wohl recht selten macht. Wir haben das Buch sehr gerne gelesen und würden es sofort weiterempfehlen. Meiner Meinung nach spricht es Jugendliche wirklich an. Wir haben jedoch auch schon die Erfahrung gemacht, dass es auch viele Jugendliche gibt, die sich nicht für die Vergangenheit interessieren und lieber ein Buch lesen, bei welchem um Probleme geht die in der Gegenwart herrschen und nicht in der Vergangenheit. Wir persönlich haben außer den sehr wenigen genannten Nachteilen keine weitere Kritik zu äußern und würden das Buch 100%-tig weiterempfehlen.
Mit freundlichen Grüßen Marina und Ramona
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Von Ein Kunde am 8. Juli 2002
Format: Taschenbuch
Eggebusch im Oktober 1641:
Es ist Krieg. Plündernde Soldaten ziehen durch die Dörfer, nehmen mit was sie brauchen und zerstören was ihnen in den Weg kommt. Unter diesen Umständen beschreibt der Autor Tilman Röhrig das Leben einer Dorfgemeinschaft im Dreißigjährigen Krieg. Spannend und informativ gibt er Einblick in deren Nöte und Ängste, Freuden und Leiden. In dem Titel „In dreihundert Jahren vielleicht" drückt sich doch noch die kleine Hoffnung auf Frieden, eine bessere Welt aus. Geeignet ist das Buch für Jugendliche und Erwachsene, geschrieben in einem einfachen aber schönen Sprachstil.
Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Da es viele Informationen über die Zeit des Dreißigjährigen Krieges enthält, ist es auch für den Unterricht gut geeignet. Die Gefühle und Empfindungen der handelnden Personen lassen das Buch jedoch nicht zum Geschichtsbuch sondern zum spannenden Roman werden.
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Format: Broschiert
Zum zweiten Mal habe ich diesen Titel in einer 8. Gymnasialklasse als Schullektüre verwendet, nachdem "Barock" im Lehrplan steht. Das Werk zeigt sehr gut die Gegensätzlichkeit im Barock auf, ständige Alternanzen zwischen Lebensfreude, Todesfurcht und wie sie im Barock eben üblich waren,halten die Spannung hoch und geben gleichzeitig einen guten Einblick in die Lebensumstände dieser Zeit - sie erlauben, das geschichtliche Umfeld im Zusammenhang mit der Lektüre lebhaft darzustellen. Auch die unerfreulichen Szenen erlauben einen Ausblick auf die damalige Realität und die bittere Armut, sowohl der Bevölkerung als auch der herumziehenden Soldatenhorden.
Die Schüler identifizieren sich schnell mit der Person des Jockel, insgesamt kommt das Werk als Lektüre gut an und erspart, "wirkliche" Barocktexte (Simplizissimus etc.d zu lesen, die den Schülern schon auf Grund der Sprache so viel Schwierigkeiten machen, dass sie bald die Lust am Lesen verlieren. In Verbindung mit einer CD mit Arbeitsmaterialien des Verlags Krapp & Gutknecht eine ideale Schullektüre für die 8. Klasse die es auch ermöglicht, begleitende Referate zu vergeben ( Gerberei - Methoden, Zentren und Geschichte, der 30-jährige Krieg, die Person des Jockel und seine wesentlichen Charakterzüge, etc.). Haupt- und Nebenhandlingen erlauben es, die Struktur eines Romanes anschaulich zu erklären, und, last but not least, gibt der Titel und der letzte Satz des Werkes, die einen Bogen zum 2. Weltkrieg spannen, Anlass für eine tiefgreifende Diskussion am Ende der Lektürebesprechung.
Insgesamt ein gelungenes, sprachgewaltiges Werk, das Jugendliche im Alter von 14 / 15 Jahren gut anspricht, ohne sie zu überfrachten oder zu überfordern, die meisten Schüler haben mit dem ersten Leseauftrag, der die ersten 30 Seiten umfasst hat, das Werk gleich ganz gelesen, weil sie davon nicht mehr losgekommen sind - ein gutes Zeichen.
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