Facebook Twitter Pinterest
Gebraucht kaufen
EUR 3,99
Gebraucht: Gut | Details
Verkauft von FatBrain
Zustand: Gebraucht: Gut
Möchten Sie verkaufen?
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

1979: Roman Taschenbuch – 1. Mai 2003

4.0 von 5 Sternen 57 Kundenrezensionen

Alle Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Taschenbuch, 1. Mai 2003
EUR 43,01 EUR 0,70
2 neu ab EUR 43,01 11 gebraucht ab EUR 0,70

Die Spiegel-Bestseller
Entdecken Sie die Bestseller des SPIEGEL-Magazins aus unterschiedlichen Bereichen. Wöchentlich aktualisiert. Hier klicken
click to open popover

Hinweise und Aktionen

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.



Produktinformation

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Christian Kracht reagiert angeblich allergisch auf das Wort "Pop". Komisch, denn immerhin hat er mit seinem Deutschlandreise-Roman Faserland vor sechs Jahren einen regelrechten Boom junger deutscher Popliteratur losgetreten. Inzwischen ist die Welle abgeflaut -- und es sieht so aus, als wolle nun niemand dabei gewesen sein. Sein Co-Modell Stuckrad-Barre macht ernste Literatur und der nach Bangkok exilierte Kracht schrieb eine ganze Weile nur Reiseglossen für die Welt am Sonntag.

Jetzt erscheint 1979, gewissermaßen das Come-back des Popliteraten wider Willen, ein erstaunliches Buch. Erstaunlich erst einmal, weil sich im Ton und in der Haltung auf den ersten Blick wenig geändert hat. Wieder geht ein obsessiv mit sich und seinen Kleidungsstücken beschäftigter "Ich-Ich-Ich-Erzähler" auf Reisen, nur diesmal eben nicht von Sylt an den Bodensee, sondern erst durchs revolutionsgeschüttelte Teheran und dann via Tibet nach China.

In Teheran dröhnt der Lärm von Panzern durch die Straßen, der Staatsstreich steht kurz bevor, doch der Erzähler interessiert sich vor allem für Innenarchitektur, insbesondere für "mit gestreifter brombeerfarbener Seide bezogene Empire-Chaiselongues". Krachts Blick auf die Welt ist der eines Dandys, der sich schnell einmal übergibt, wenn jemand im Park von "vier schwarzgekleideten bärtigen Männern" verprügelt wird und der sich sogar vor seiner eigenen Spucke ekelt. Für den deutschen Alltag zwischen Cocktailparty und Aldi-Kassenschlange war diese Wahrnehmung sehr produktiv, vor dem Hintergrund einer islamischen Revolution wirkt sie nur grotesk.

Natürlich wird es auf die Dauer langweilig, Kracht immerzu Nabelschau vorzuwerfen, und insofern ist es gut, dass der neue Roman auch eine existenziell-spirituelle Dimension bereit hält. Erst stirbt ein geliebter Freund, dann erhält die Hauptfigur von irgendwelchen Revolutionären den Auftrag, in China auf einen heiligen Berg zu steigen, um sich oder die Welt (so klar wird das nicht) zu heilen. Schließlich landet er in einem kommunistischen Straflager, wo ihn aber auch wieder hauptsächlich das Essen stört, das "heftige Blähungen" auslöst. Beim Lesen fragt man sich: Ist das Polit-Satire? Oder Literatur-Parodie? Wie gesagt: ein erstaunliches Buch, das einen ratlos zurücklässt. --Oliver Fuchs -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.

Pressestimmen

Christian Kracht hat mit ›1979‹ einen verstörenden Text geschrieben, der wie ein dunkler Granitblock in der Landschaft unserer Herbstliteratur liegt. Hart, kalt, schön, unbegreiflich, drohend.

Das ist absurd, das ist schrecklich. Das liest sich wie ein subtiler Splatterroman, wie die totale Schwindsucht, wie ein lauter Schrei nach Autorität und wie ein stiller nach Liebe.

Ein brillant geschriebenes Buch. Ein sehr konsequentes, sehr trauriges Buch.

Christian Kracht ist ein ästhetischer Fundamentalist.

Schwer zu hassen, schwer zu kopieren: ›1979‹ – der neue Roman von Christian Kracht.

Kracht ist seinem Publikum, kaum daß er es zu gutem Geschmack erzogen hat, schon wieder eine Nasenlänge voraus.

Die sozialen Überlegenheitsposen dieses wohlhabenden Taugenichts erscheinen als Protest gegen die Häßlichkeit der Gesellschaft, ihrer Menschen und Dinge, gegen das allgegenwärtige pädagogisch-moralische Geschwätz.

Mit intelligentem Zynismus nimmt Kracht eine zwar ideologiefreie doch keineswegs amoralische Position ein.

Nachhaltig verstörend und sprachlich überzeugend.

›1979‹ ist eine Überraschung. Schnell geschrieben? Unwahrscheinlich. Schnell gelesen? Unbedingt. Schnell vergessen? Auf keinen Fall.

Alle Produktbeschreibungen

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Dieses kleine Buch von 180 Seiten ist sehr rätselhaft. Am einfachsten scheint mir noch die Amazon-Bewertung zu sein. Natürlich fünf Punkte. Man könnte auch 14 oder 19 Punkte vergeben.

Beginnen wir mit einer Frage: Was treibt zwei reiche, gut ausgebildete Deutsche im Jahr 1979 zur schlimmsten Revolutionszeit in den Iran? Offenbar folgten die Lebensgefährten den architektonischen Studien des einen, der dann in Teheran in einem öffentlichen, fürchterlichen Krankenhaus seinen Drogeneskapaden erliegt.

Die zweite Frage ist schon nicht mehr so komisch: Warum begibt sich die Hauptfigur von Teheran nicht etwa zurück nach Deutschland, in die Schweiz oder nach Paris, sondern in ein unwegsames tibetanisches Gebirge? Tja, ein ominöser Rumäne hatte die Hauptfigur in Teheran dazu aufgefordert, sich mit der Bergumrundung reinzuwaschen. Das klappte jedoch nur bedingt. Die Hauptfigur wird von den Chinesen geschnappt und in ein Arbeitslager gesteckt, wo sie wohl heute noch sitzt.

Wie kommt man auf so eine Story? Wollte Kracht damit wirklich etwas ausdrücken? Hat das Buch eine Message? Ist es ein lösbares Rätsel? Vielleicht. Aber nicht für mich. Ich denke, Kracht wollte hier etwas besonders Geheimnisvolles abliefern, ein Stück raunendes Gewisper, einen opaken Finsterwald, wie auch immer. Jedenfalls ist das wirklich Kunst. Man muss nicht immer alles verstehen.
Kommentar 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Gebundene Ausgabe
Alles beginnt im Iran, Teheran, 1979. Dies verwundert nicht weiter, wer Krachts „bunten Bleistift" kennt, weiß um seine Affinität zum Orient und Nahen Osten. Es ist die Zeit des Umbruchs, der islamischen Revolution. Der Kriegszustand ist ausgerufen, und inmitten dieser Wirren der Zeit, agieren der Protagonist und sein -zu meiner Überraschung- schwuler Freund Christoph wie zwei Grotesken. Typisch Kracht steht die Politik hinten an, stattdessen werden Vorhänge kritisiert, Chaiselongues vom Ich-Erzähler und Innenarchitekten beschrieben. Wer die aus „Faserland" bekannte Barbourjacke sucht, wird nach nicht ganz zehn Seiten fündig, sie wurde lediglich durch ein Paar Berluti-Schuhe ersetzt, diese erfüllen aber ihren Zweck genauso gut, nämlich den Leser immer wieder an die Anfänge dieses wahnwitzigen Werkes zu erinnern. Das ist auch bitter nötig, denn was Kracht da in nicht einmal 180 Seiten zusammengeschrieben hat, wäre genug Stoff für andere Zeitgenossen, daraus eine sich über mehrere Jahrzehnte erstreckende Trilogie zu stricken. Ich danke Herrn Kracht für die Kurzfassung. Er bleibt sich -zumindest am Anfang- völlig Treu. Der geliebte, intelligente und hochzynische Freund des Erzählers und die ausschweifende Drogenparty, auf der die beiden in den ersten fünfzig Seiten landen ließen jedenfalls auf ein Remake von „Faserland" in Fernost vermuten, könnte doch der Verlauf der Feier genauso gut einer Szene des genannten Buches entnommen sein. Doch weit gefehlt. Ohne zuviel verraten zu wollen, wer ein von diesem Buch leichte Unterhaltung erwartet, dem wird spätestens im letzen Viertel das Lachen im Halse stecken bleiben.Lesen Sie weiter... ›
Kommentar 46 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Format: Gebundene Ausgabe
Der Roman beginnt in Teheran im Jahr der islamischen Revolution. Als Touristen sind ein Innenarchitekt, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, und sein Lebensgefährte Christopher, obwohl sie sich schon lange nichts mehr zu sagen haben, in den Iran gereist. Christopher ist ein blasierter blonder Adonis, der sich auf einer Party im Norden der Stadt hemmungslos betrinkt und zukokst, durch eine Glastür stürzt und schließlich im Krankenhaus an seiner langjährigen AIDS-Erkrankung stirbt – nur dass im Jahr 1979 noch niemand die Krankheit kennt. Christophers Tod ist das Menetekel eines noch viel universelleren Zusammenbruchs.
Auf der Party ist es auch zum ersten Zusammentreffen des Protagonisten mit dem rätselhaften Rumänen Mavrocordato gekommen, der ihn mit esoterischen Einsichten verwirrt und in verschleierter Form auch den Tod Christophers voraussagt. Eine Kassette, die ihm untergejubelt wurde und Khomeini-Reden enthält, sorgt ebenfalls für Verwirrung. Doch die Polizei entlässt den Ich-Erzähler in die deutsche Botschaft, wo er die Formalitäten für den Todesfall regelt. Als er danach in einem Café von der nächtlichen Ausgangssperre überrascht wird, schleust ihn der Wirt durch einen unterirdischen Gang zu Mavrocordato, mit dem zusammen er nachts auf einem Gebäude eine Überwachungskamera in einen »hermetischen Zustand« versetzt, indem er sie mittels eines mitgebrachten Fernsehbildschirms, die er vor ihr aufstellt, sich selbst aufnehmen lässt. Schließlich regt Mavrocordato den Erzähler zur Umrundung des heiligen Berges Kailasch in West-Tibet an und gibt ihm auch das nötige Geld dafür.
Lesen Sie weiter... ›
1 Kommentar 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden
Von turi am 15. November 2013
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Gelesen hat man das Buch in wenigen Stunden. Aufgehört darüber Nachzudenken, sich an der eleganten Sprache zu erfreuen und durch und durch beeindruckt von den wenigen aber dafür umso prächtiger konstruierten Charakteren zu sein, habe ich auch ein halbes Jahr später nicht. Mit 1979 geht Christian Kracht weit über das reine Geschichten erzählen hinaus. Ich habe noch nichts vergleichbares gelesen.
Kommentar 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein Feedback senden...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte erneut versuchen
Missbrauch melden

Die neuesten Kundenrezensionen


Ähnliche Artikel finden