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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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am 23. Januar 2005
Wenn man von diesem Film redet so denkt man entweder an Henry Maske oder Flop an den Kinokassen. Ersteres ist eher positiv weil wer jene Musik mochte wird in diesem Film davon nur so umgarnt und wohl eher begeistert sein. Der Soundtrack dieses Films ist (wie so oft von Vangelis) einfach ausgezeichnet und trägt ungemein viel zu der abenteuerlichen Atmosphäre bei. Sei es die Aufbruchstimmung im Hafen, die Entdeckung der Neuen Welt oder das Konquistadorenfeeling beim Angriff auf ein Indianerdorf, es passt einfach und ist unverzichtbar für den Film. Die Zusammenarbeit zwischen Vangelis und Ridley Scott war schon in Blade Runner unersetzlich, denn beide sind wahre Meister in ihren Gebieten wenn es um das erschaffen der passenden Atmosphäre geht. Der Film ist zwar nicht so bildgewaltig wie Scott's Gladiator, aber die Bilder sind dennoch beeindruckend, man fühlt sich teils wie in jene Zeit zurückversetzt. Was mich zur Atmosphäre bringt, denn das kann ich gar nicht oft genug betonen, der Film lebt davon und ist vermutlich auch gerade daran gescheitert, weil das vielen Zuschauern einfach nicht reicht. Denn im Gegensatz zu einer Story wie in Gladiator, handelt der Film eher Momente ab und probiert zu vermitteln wie es sich abgespielt haben könnte und wohl auf jene die dabei gewesen waren, insbesondere Kolumbus, gewirkt haben muss. Es ist halt kein Popcornfilm wie Fluch der Karibik und im Gegensaz zu Blade Runner oder Alien spielt er auch in keiner Zeit nach der sich all zu viele Menschen hinsehnen. Der Film ist in der "mittelalterlichen" Hinsicht zwar nicht so bedrückend wie zB "Der Name der Rose" aber dieser konnte wenigstens mit einem spannenden Krimi aufwarten und solche Storyfäden fehlen 1492 halt. Auch hält er sich nicht immer an die historischen Fakten womit er sich auch als Geschichtsfilm disklassifiziert. Daher würde ich ihn als Abenteuerfilm betrachten, weniger im actionlastigen Stil sondern im klassischen (leicht romantischen) Sinne mit Entdeckung, Courage und dem Aufbruch in das Unbekannte und dem Reiz von eben diesem. Wer halt was für derartige Abenteuer und jene Zeit der grossen Entdecker übrig hat oder einfach die Arbeit von Scott und Vangelis mag dürfte diesen Film wahrlich geniessen, denn es ist wirklich ein guter Film aber halt keiner des Mainstream.
Was die DVD betrifft so kann ich nur kurz sagen das diese zur Abwechslung mal für eine deutsche Produktion nicht all zu schlecht ist. Die Bildqualität hinkt zwar manchen ausländischen Prdodukten immer noch hinterher aber es gibt massig Features zum Film und der Cast, Geschichtshintergründen, Wallpapers und Bildschirmschoner für PC Besitzer, diverse Sprachen etc. Normal empfehle ich immer den Originalton zu verwenden aber den finde ich in diesem Film nicht so toll, da Depardieu's französischer Akzent doch ein wenig unpassend wirkt. Schauspielerisch ist er hingegen top in diesem Film, was man auch von den anderen Darstellern sagen kann, besonders der spanische Schatzmeister Sanchez gespielt von Armand Assante und dessen Rivalität zu Kolumbus gefällt mir gut.
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am 10. August 2012
1492 ist ein Meisterwerk von Ridley Scott!Sehr Bildgewaltig und optisch beeindruckend wurde die Geschichte von Columbus in Szene gesetzt.Auch der grandiose Soundtrack(Vangelis) weiss zu beeindrucken und sorgt hin und wieder für Gänsehaut!Ein toller Film der nichts von seiner Wirkung im laufe der Jahre verloren hat.
5 Sterne

Nun zur Blu ray:

Die Bildquallität ist an sich sehr gut gelungen.Das Bild hat einen guten Schärfewert.Besonders Nahaufnahmen wirken sehr detailreich.Auch die Farben wirken satt aber nie zu übertrieben.Besonders in hellen Aufnahmen kommt richtig HD Feeling auf.Da gibt es eigentlich nichts zu kritisieren.Allerdings gibt es auch ein Kehrseite die machmal echt nervig ist.In vielen dunklen Szenen ist ein starkes Rauschen,kriseln zu erkennen.Dies trübt manchmal die HD Presentation.Aber abgesehen davon ist die Bildquallität wirklich gut gelungen und weiss zu beeindrucken.
4 Sterne

Der deutsche Ton liegt erfreulicherweise in DTS HD 5.1 vor!
Doch leider muss man auch hier einige Apstriche machen!
Wer also ein Sounderlebnis ala Gladiator oder Robin Hood(2010)erwartet wird allerdings enttäuscht!
Der Ton klingt für ein 20 Jahre alten Film wirklich nicht schlecht aber man ist schon besseres gewohnt von Filmen gleichen Alters oder darüber hinaus!
Positiv zu erwähnen ist die Stimmwiedergabe.Es werden auch viele Effekte auf die hinteren Kanäle gelegt und bilden somit ein räumliches Soundbild.Bei vielen älteren Filmen spielt sich überwiegend alles im Frontbereich ab dies ist hier nicht der Fall.Was am besten bei der Tonspur rüberkommt ist allerdings die Musik.Der Score wird räumlich und sehr sauber wiedergegeben.
Was aber leider nicht so gut rüberkommt ist die Dynamik und die Effekte! Besonders deutlich merkt man dies in den Kampfszenen.z.B die Gewehrfeuer Gefechte kommen sehr unspektakulär rüber und hätten mehr Dynamik und Bass vertragen können.Aber auch der Rest hätte ein wenig mehr Druck gut getan.
Man ist halt verwöhnt von den spektakulären Tonspuren heutigen Filmpröduktionen.Wo im direkten Vergleich ältere Filme logischerweise da nicht ran kommen.
Man hätte dennoch etwas mehr rausholen können aber es hätte auch viel viel schlimmer sein können.An sich bekommt ein guten Soundmix geboten!Nicht mehr aber auch nicht weniger!
3,5 Sterne

Bei den Extras hat man aber auch kräftig gespart! Ein Making of,ein Kinotrailer und eine Trailershow! Das wars!
Finde ich wirklich schwach.Bei einem Film wie 1492 hätte man einige Features mehr gewünscht.Schade!
Immerhin verfügt die Blu ray über ein Wendecover was das häßliche FSK Logo verschwinden lässt!
2 Sterne

Ich kann eigenlich jeden Fan des Films oder auch Diejenigen die Ihn noch nicht gesehen haben sehr empfehlen!
Der Film liegt in guter Quallät vor und kann überzeugen!
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am 12. März 2001
Ein Mitreißendes Feuerwerk an epischen Bildern erwartet den Zuschauer bei dieser aufwendigen Produktion. Eine perfekt auf die Story abgestimmte dramaturgische Kameraführung, mit tollen Lichteffekten, grandios in Szene gesetzt. Man könnte sagen es wurde ein zweites mal ein Zeitalter beendet, nicht nur mit der Entdeckung der neuen Welt. Traumhafte Kulissen, Landschaftsaufnahmen und Schiffsrepliken machen die Welt des 15ten Jahrhunderts wieder lebendig. Und wer kennt nicht die archaische musikalische Untermalung von Vangelis. Gerard Depardieu in der Rolle des Entdeckers Kolumbus, der sich nicht nur mit den Problemen der entbehrungsreichen Atlantiküberquerung in Nußschalen und der Kritik der Zeitgenossen, sondern auch mit Meuterei und Intrigen von Neidern auseinandersetzen muß. Der Plot der Inszenierung ist gut umgesetzt worden und die Charaktere wirken trotz der Masse an Stoff vielschichtig und glaubwürdig. Dramatisch verdeutlicht die Inszenierung wie hart die 'Eroberung des Paradieses' und der Umgang mit der Macht doch warscheinlich gewesen sein müssen - nicht der leichte Spaziergang nach Amerika und die Beiläufige Entdeckung Amerikas wie uns Geschichtsbücher oft verleiten zu denken, sondern eine pionierische Meisterleistung in Geografie, Seefahrt und politischem Aktionismus. Durchaus gelungen und packend umgesetzt.
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TOP 500 REZENSENTam 17. August 2012
Zum Film sag ich gar nichts mehr außer, dass es mein absoluter Lieblingsfilm ist und auch nach 20 Jahren kann ich keinerlei Abnutzungserscheinungen in der Qualität dieses Meisterwerks erkennen.

Lange musste wir warten diesen Film endlich in einer ansprechenden Qualität im Heimkino erleben zu dürfen. Die DVD ist leider unter aller Sau. Vor allem im direkten Vergleich.

Leider ist aber auch die Blu-ray nicht gerade perfekt. Ich bin etwas hin- und hergerissen denn das Bild ist vor allem eines: Wechselhaft!

Es gibt einige Szenen, vor allem Außenaufnahmen bei Sonnenlicht, oder auch Close-ups, die sehen richtig fantastisch aus, dass man meinen könnte man sieht hier einen Film aus den letzten zwei drei Jahren. Doch leider gibt es auch sehr viele Szenen, insbesondere welche, die in dunklen Räumen spielen, die richtig grausig aussehen. Ein extrem aufdringliches Rauschen, verharmlosend könnte man es auch Filmkorn bezeichnen, verdirbt dann leider den Gesamteindruck. Hinzu kommen ein paar Einstellungen bei denen viele kleine horizontale verrauschte Streifen zu sehen sind. Man könnte fast schon von einem Masteringfehler sprechen. Dies betrifft aber immer nur einzelne Kameraeinstellungen - ein Cut zu einer anderen Position und schon sind diese Streifen weg. Man sieht sie vor allem ab einer gewissen Bilddiagonalen. Also am Beamer auf der Leinwand. Am Fernseher konnte ich diese Streifen kaum erkennen.

Der Ton ist gut, vor allem der O-Ton bietet sogar richtigen Druck in einigen Szenen (Musik, Unwetter), kann sich aber natürlich nie an dem Sound einer aktuellen Produktion messen. Was die Räumlichkeit und die Differenzierung der einzelnen Kanäle betrifft so merkt man dem Film das Alter leider schon an. Das ist aber schon noch im akzeptablen Bereich. Ein großer Unterschied zur DVD kann man hier nicht feststellen.

Das Bonusmaterial ist angesichts der Entstehungsgeschichte und des Aufwands leider mager. Immerhin befindet sich nun ein "Making of" neueren Datums von knapp einer halben Stunde Laufzeit auf der Disk. Allerdings handelt es sich dabei um gar kein richtiges Making of. Dieses Feature besteht fast ausschließlich aus Interviews mit der Drehbuchautorin und dem Produzenten(französisch mit deutschen Untertiteln). Sehr interessant. Dank Wendecover muss man sich auch nicht unnötig über das FSK Logo ärgern.

Trotz der qualitativen Einschränkungen empfinde ich diese BD als Must-Have Titel. Zum einen weil der Film selbst einfach grandios ist und zum anderen weil es fürs Heimkino wohl in absehbarer Zeit keine Alternative geben wird. Vielleicht erscheint ja in 5 Jahren zum 25 jährigen Jubiläum eine Supi-Dupi-Edition.
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am 6. Januar 2015
Über den Film brauche ich definitv nichts mehr schreiben, ein Meisterwerk. Leider nimmt mir diese Bluray den Spaß am schauen. Die Bildqualität geht gar nicht. Ganz schlimm finde ich in dunklen Abschnitten das Bildrauschen. Kann sein das ich eine fehlerhafte Kopie erhalten habe. Der Film hätte von mir 5 Sterne bekommen, die beiden Abzüge mache ich nur wegen des Bildes
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am 30. Januar 2016
1492 - Die Eroberung des Paradieses ist ein auf historischen Ereignissen basierender, zweieinhalbstündiger Abenteuerepos mit Gerard Depardieu als (den Milliarden Menschen schon seit ihrer Schulzeit bekannten) Christoph Kolumbus. Dabei sieht er seinem historischen Ebenbild gar nicht mal so unähnlich - große Nase, scharfer Blick, Lockenkopf...zusätzlich verschafft Depardieu Coumbus in diesem Film eine große, kräftigere Statur, die seine Hauptrolle bei den Geschehnissen um ihn herum nochmals unterschreicht.

Ich habe mir die Originalfassung angesehen und war von ihr ziemlich enttäuscht worden - Depardieu hat im Original einen starken französischen Akzent, und viele Nebendarsteller sprechen weniger verständlich als in der deutschen Fassung, welche ich daher als Bilingualer eigentlich unvoreingenommen als die beste Fassung bezeichne.

Ich besitze den Film, der mich damals als kleiner Teenie sehr beeindruckt hat, nun endlich im Blu-ray Format und denke, dass er nicht besser aussehen wird als hier. Von der Bildqualität her bleibt noch zu bemängeln, dass in gewissen Szenen der Kontrast nicht der ist, was er sein sollte (Schwärzungsgrad, Farbsättigung etc. im Vergleich mit moderneren Filmen), was aber wahrscheinlich vielmehr an der damaligen Technik und Kameras liegt, als an einem Fehler beim Transfer in den Blu-ray Format.

Zum Film selber kann man sagen, er ist einmalig und gehört auf jeden Fall in die Sammlung jedes Historienfilmliebhabers, da nun mal kein anderer nennenswerter Film, der dieselbe Geschichte mit derartigem Budget, Kulissen und musikalischer Untermalung erzählt, existiert! Wer sich also einen guten Spielfilm über Christoph Columbus ansehen möchte, der ist mit diesem Ridley Scott Streifen bestens bedient. Vangelis hat für den Film ikonische Tracks produziert, allen voran zwei: die Hymne beim Aufbruch, und die kriegerische Melodie am Anfang des Films und bei den Kampfszenen. Ich habe gelesen, dass Hans Zimmer Interesse bei den Dreharbeiten gezeigt hatte...wer weiß, was uns da für ein schöner alternativer Soundtrack entgangen ist...

1492 war Ridley Scotts (soweit ich weiß) erster, großer Historienfilm, und man merkt schon die Anfänge des Meisters in diesem: Gewisse Szenen bildgewaltig festhalten (Hexenverbrennung; Aufbruch im Morgengrauen; Paradies hinter der Nebelwand, die sich lichtet,...), sowie sehr opulente königliche Gewänder und Schauplätze (die maurischen Palasträume sind wirklich ein Blickfang, vor allem auf Blu-ray, wo die Muster und Verzierungen an den Wänden und Säulen besonders scharf zum Vorschein kommen). Dieses visuelle Talent, was Schauplätze und Kostüme betrifft, wird Scott mehr als ein Jahrzehnt später in den Palästen im Film Königreich der Himmel zur Blüte bringen.

Von der Handlung her bezeichnen viele 1492 als einen langatmigen Film, da der spannendste Teil (die Reise und Entdeckung) etwa nach einer Stunde vorbei ist und nachher eigentlich kaum mehr was beeindruckendes passiert, aber da muss ich entgegenhalten. Ich fand die Errichtung der Stadt La Isabela ebenso schön anzusehen, wie alle an einem Strang ziehen um das Unmögliche möglich zu machen, und schließlich deren Vernichtung durch den Tropensturm (aber auch symbolisch als Folge der Vernichtung des Paradieses und guten Beziehungen mit den Eingeborenen) genauso beeindruckend. Dazwischen bleibt noch viel Zeit, um den Charakteren Tiefe zu verschaffen: Einerseits die Gutmütigkeit, aber politische Unfähigkeit von Columbus und seinen Brüdern, andererseits die Blutrünstigkeit von Moxica, der Opportunismus von Sanchez, der Columbus Reise erst möglich macht, und die unersättliche Goldgier der ironischerweise doch wesentlich wohlhabenderen Konquistadoren, im Vergleich zu den doch recht mittellosen Eingeborenen.

1492 ist eben nur dies, im Sinne der Story. Es gibt keine epischen Schlachten oder derartiges, was man von Historienfilmen sonst gewohnt ist, weil es diese eben hier nicht gab. Wer Spektakuläreres sehen will, muss auf die 200 Millionen Dollar Verfilmung der Geschichte des Hernan Cortes und seine blutige Eroberung der blühenden Metropole Tenochtitlan, Hauptstadt des Aztekenreiches, warten. Oder auf die Eroberung des riesigen Inkareiches durch Francisco Pizarro. Warum Hollywood diese Streifen noch immer nicht produziert hat, weiß nur Gott allein.

Alles in allem ist 1492 ein gelungener Scott-Streifen, der seine Handlung sehr gut erzählt und eigentlich für Liebhaber langer Filme von Anfang bis Ende unterhaltend ist. Nicht zu vergessen ein ikonischer Streifen über diese historische Zeit. Daher 5 von 5 Sternen.
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am 16. September 2012
Es ist ein waschechter Ridley Scott.
Das heißt, er beschränkt sich nicht nur auf die Reise an sich. Sondern er nimmt sich Zeit die Personen wachsen zu lassen und den Seher ein Porträt von den Hauptpersonen erstellen zu lassen.
So ist die Story gut durchdacht, wenngleich auch nicht ganz geschichtsgetreu. Gerard Dépardieu spielt eine tolle Kür. Auch Michael Wincott macht hier richtig Spaß.
In nur 2,5h Laufzeit schafft es Scott eindrucksvoll, kurzweilig vier Akte bestehend aus Aufbau, erste Tour, zweite Tour und Fall von Columbus darzustellen. Zusätzliche Handlungsstränge vermisse ich dabei nicht. Die Story ist so wie sie released wurde, sehr harmonisch und gut abgerundet.
Der Soundtrack von Vangelis weiß zudem die gezeigten Szenen eindrucksvoll und mit Nachdruck zu untermalen und zu verstärken.

Spannend ist sicherlich die Qualität des aufgelegten Blu-ray Releases .....

Bildlich bin ich enttäuscht. Während in Tageslicht-Szenen die vorgenommenen Filter kaum bis garnicht auffallen und ein sehr schönes, ausgewogenes und scharfes Bild vorherrscht; findet die Freude am sehen abrupt bei dunklen Szenen und bei Nahaufnahmen ein abruptes Ende.
Hier macht sich gleichbleibende DVD-Qualität bemerkbar, indem Weichzeichner sichtbar werden, die unschöne Grauschleier auf den dunklen Passagen hinterlassen. Die Nahaufnahmen wirken sehr grobkörnig, und die Schärfe lässt sichtbar nach.
Da wurde nicht viel gekonnt, bzw. sich mit dem Master nicht viel Mühe gegeben.

Akustisch bin ich mit dem O-Ton dafür sehr zufrieden. Der tolle Vangelis-Soundtrack kommt voluminös und teilweise sogar bombastisch auf die Lautsprecher. Effekte erwirken ein sehr ausgewogenes Mittendrin-Gefühl, indem sie sauber auf alle 5 Kanäle gelegt wurden.
Zudem klingen die Dialoge schön klar und sauber. Ein Grundrauschen ist nicht zu vernehmen.

Fazit:
Wer die DVD hat, muss nicht unbedingt neu kaufen. Allerdings machen die Schnäppchenpreise den Kauf erschwinglich.
Wer den Film nicht kennt, der sollte sich dieses Seefahrer-Abenteuer nicht entgehen lassen. Die Story und Darstellung dieser durch die Schauspieler ist hochwertig und verspricht durchaus einen unterhaltsamen Kinoabend.
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TOP 500 REZENSENTam 7. Februar 2016
Auch in der Wikipedia-Enzyklopädie wird Christoph Kolumbus als umstrittener Held beschrieben, dessen Entdeckerdrang und Mut, in unbekannte Gewässer vorzustoßen, Greueltaten und die Versklavung der indianischen Bevölkerung gegenüberstehen. Dort heißt es: "Wie die Spanier in den Jahrzehnten nach Kolumbus mit den Indianern umgingen, ist in den Aufzeichnungen des Dominikanermönchs Bartolomé de Las Casas beschrieben, der von 1512 bis 1547 in Spanisch-Amerika lebte. Las Casas berichtet in seiner Streitschrift Kurzbericht über die Verwüstung Westindiens (1542) von Massenmorden, Verbrennungen, Vergewaltigungen und Zerstückelungen, wobei auch Kinder, Schwangere oder Alte nicht verschont wurden. Ob Kolumbus auch selbst für derartige Taten direkt verantwortlich war, ist unklar".

In letztem Punkt unterliegt Wikipedia einem schweren (kollektiven) Irrtum. Erstens war Kolumbus Kolonial-Gouverneur und zweitens muß man nur das Zeugnis seines Sohnes Fernando heranziehen, der alles andere als ein Apostel der Indianer war und sich daher zwar vorsichtiger als Las Casas ausdrückte, trotzdem aber eindeutig genug (s. Kirkpatrick Sales Buch Das verlorene Paradies. Christoph Kolumbus und die Folgen S. 186f).

GÉRARD DEPARDIEU UND MICHAEL WINCOTT SPIELEN KOLUMBUS
Die Drehbuchautorin Rose Bosch und der Regisseur Ridley Scott meistern das Dilemma eines Helden und Menschenschinders in einer Person (nicht durch Vorschützen angeblicher Unklarheiten in der Forschungslage wie im Wikipedia-Artikel), sondern indem sie die negativen Charakterzüge Kolumbus' in die Person seines adligen Gegenspielers Moxica (Michael Wincott ) verlegen. Das historisch belegte Abhacken von Händen als Bestrafung der Indianer für zu geringe Abgabenleistungen wird im Film also Moxica zur Last gelegt. Das war auch um 1900 noch eine gängige europäische Bestrafungspraxis in Afrika. Fotos des Missionarsehepaars John und Alice Seely Harris, die wie seinerzeit der Mönch Las Casas den Verbrechen durch Veröffentlichung Einhalt gebieten wollten, bewiesen, daß die belgischen Kolonialherren im Kongo sogar einem fünfjährigen Mädchen wegen zu geringer Arbeitsleistung eine Hand und einen Fuß abtrennten. Vierhundert Jahre zuvor hatte der Karibik-Gouverneur Kolumbus für Eingeborene ab 14 Jahren Zwangsarbeit und grausame Bestrafung bei Minderleistung dekretiert .

FAZIT
Mit großen Schauspielern ist es Ridley Scott zum 500jährigen Jubiläum der Entdeckung der Neuen Welt gelungen, einen versöhnlichen, massentauglichen Blick auf den großen Entdecker Kolumbus zu werfen, ohne jedoch auf die Verurteilung seiner ungeheuerlichen Kolonialverbrechen ganz zu verzichten. "Die Eroberung des Paradieses" ist also ein sehenswertes Geschichtsdrama über Kolumbus, dem trotz seiner Fiktionalisierung quasi eine größere Wahrheit innewohnt als dem Wikipedia-Artikel. Wer noch mehr wissen will, dem sei Das verlorene Paradies - Christoph Kolumbus und die Folgen bzw. The Conquest of Paradise: Christopher Columbus and the Columbian Legacy (Plume) zur Lektüre empfohlen.
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am 8. Oktober 2004
Ja, Ja. Es gibt von Anfang bis Ende des Films unschöne Szenen, aber im Mittelalter ging es tatsächlich so zu und der Film ist nicht umsonst erst ab 16 Jahre. Geschichtlich gesehen ist es also in jedem Fall glaubwürdig. Im Mittelalter gab es weiß Gott genug Brutalität für König oder Kirche. Massig...
Um zu dem Film zurück zu kommen. Ich finde ihn sogar sehr harmonisch, wegen der Musik, wegen Gerard Depardieu (und es gibt tatsächlich Portraits von Columbus, auf denen er lange, blonde Haare hat) und der Film im Großen und Ganzen bleibt mir sehr harmonisch in Erinnerung. Von Anfang an, wo Columbus in das Kloster kommt bis zu den letzten Szenen, wo er sich zurückerinnert an die alten Zeiten. Das Mittelalter-Flair und der Adel, als auch die Regenwald-Szenen mit den Indianern ergeben ein äußerst erinnerungswürdiges vielseitiges Bild ab.
Besonders gefallen mir natürlich die Regenwald-Szenen vom Anfang. Ebenso unglaublich inspirierend finde ich, wo gleich bei der ersten Fahrt Columbus Mendez den Kompass vorführt, um ihm zu zeigen, wie man nach den Sternen navigiert. Das hat schon fast ein magisch-märchenhaftes Flair, finde ich zumindest.
Fazit: Äußerst harmonisch (abgesehen von den unschönen Szenen, die man geschichtlich gesehen in Kauf nehmen kann), sinnlich, abenteuerhaltig (mit Depardieu, der einen entführt) und immer wieder gut für einen gemütlichen Filmabend mit einer Kanne Tee...
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am 19. Mai 2014
...um eine "Klassiker" handelt es sich ja inzwischen. Die Jahre vergehen im Flug, gerade noch im Kino gesehen und nun im Player.

Zur Story gibt's nicht zu sagen, die ist wie immer eine Sache des Geschmackes, doch zur Qualität der blu-ray sind Anmerkungen durchaus angebracht.

Die Umsetzung ist für einen so alten Film in den ersten zwei Stunden hervorragend, Ton und Bild sind nicht zu beanstanden, die Detailzeichnung ist sehr gut. Doch nach ca. zwei Stunden bekommt man den Eindruck, dass der Techniker die Lust verloren hat. Auf der rechten Seite des Bildes ist das Schwarz plötzlich nicht mehr schwarz, sondern es versinkt in einem tiefen unscharfen Blau. Details gehen verloren. Auch mehrmaliges Laden der Disk brachte keine anderen Ergebnisse. Da dies jedoch nur einen winzigen Teil des Bildes betrifft, kann man es ruhig ignorieren, den ansonsten wurde der Film in grandioser Weise umgesetzt und die Disc ist ihr Geld wert.

Trotz des kleinen Mankos eine klare Empfehlung.
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