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Comment: 4. Aufl. Gebundene Ausgabe Kröner, A, 1989. 520 S. Gebrauchtes Exemplar in sehr gutem Zustand. KEINE Eintragungen/Markierungen. Michels' klassische Untersuchung der Parteien hat zu Beginn dieses Jahrhunderts wesentlich zur Begründung der Politischen Soziologie beigetragen. Der Schüler Max Webers führt hier den Nachweis einer zwangsläufigen Bürokratisierung und "Verkrustung" repräsentativ-demokratischer Organisationen - ein Befund, der bis heute die Diskussion um eine Reform der "Parteiendemokratie" belebt.. - Wir versenden aus unserem deutschen Lager heraus in plastikfreien oder wiederverwendeten Polstertaschen.
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Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie (Kröners Taschenausgaben (KTA)) Hardcover

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Product details

  • Language ‏ : ‎ German
  • Hardcover ‏ : ‎ 576 pages
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3520250047
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3520250049
  • Customer reviews:
    5.0 5.0 out of 5 stars 5 ratings

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Robert Michels
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  • Reviewed in Germany on 13 June 2013
    Dieses Buch (Erscheinungsjahr 1911) ist nach wie vor ein muss für jeden politisch interessierten Menschen: Der Autor, ein enger Freund und Fachkollege von Max Weber, weist am Beispiel der SPD detailliert nach, dass politische Parteien in westlichen Demokratien in ihrer Binnenstruktur keineswegs demokratisch organisiert sind, sondern als höchst effiziente Oligarchien funktionieren: (1) Ware einwandfrei. - (2) Preis: fair. - (3) Lieferzeit erstaunlich schnell!) - (4) in summa: Geschäftsabwicklung effizient.
    5 people found this helpful
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  • Reviewed in Germany on 9 December 2007
    Robert Michels (1876 - 1936) war ein deutscher (später italienischer) Soziologe, der nicht sonderlich viel von Demokratie im Allgemeinen und von Parteiendemokratie im Besonderen hielt. Stattdessen mutierte er zu einem blühenden Anhänger des Faschismus und des italienischen Diktators Benito Mussolini. Dieser war es auch, der Robert Michels die langersehnte Professur besorgte, in dem er 1928 eigens für Michels den Lehrstuhl für "Nationalökonomie und Korporationswesen" in Perugia einrichten ließ. "Diese Professur war auf Betreiben von Mussolini eingerichtet worden, um dem faschistischen Regime auch akademische Resonanz zu verschaffen". (Vgl. Robert Michels; "Soziologie des Parteiwesens"; 4. Auflage 1989; "Einführung": XX).

    Nun wäre eigentlich alles gesagt was ausreichte um Robert Michels und das hier vorliegende Hauptwerk vollends zu diskreditieren.
    Jedoch, so leicht liegen die Dinge nicht! Das hier vorliegende Buch ist eine Studie über die Soziologie der damaligen deutschen Partei "SPD" zur Zeit des Kaiserreiches des Jahres 1911.

    Dieses Buch analysiert zunächst die Strukturen einer "Demokratie" in einem aristokratischen Herrschaftssystem (Monarchie). Sowie die spezifischen Strukturen der dortigen Herrschaftsabsicherung der Adelsschicht, durch das Prinzip der Primogenitur des Herrschertitels. Weitere wichtige Aspekte der Herrschaftsabsicherung, so z. B. die Ausgestaltung verfassungsgebender Institutionen, sowie die enorme Bedeutung des Wahlrechts zur Herrschaftsabsicherung in einer Demokratie werden ausgiebig und genüsslich vom Autor auseinandergenommen ("...; das Wahlrecht sei im eminenten Sinne des Wortes ein Herrschaftsrecht". Vgl. Robert Michels; 4. Auflage 1989: 10).

    Danach folgen Analysen über die charismatische Führerschaft. Das Verhältnis von Führung und Partei, Formalismus (Regelbindung) als Mittel der Absicherung der Parteioberen gegenüber der Masse der Parteimitglieder, usw.

    Schlussendlich bildet dann Michels die Synthese aus allem und mündet in der berühmten Postulierung: "Die Demokratie und des ehernen Gesetz der Oligarchie"

    Beurteilung:
    Robert Michels Arbeit über die Soziologie des Parteiwesens ist schlichtweg nur brillant. Seine Herleitung und Verwendung historischer Quellen ist Lehrreich und wertvoll. Seine Argumentation ist leidenschaftlich, aber die argumentative Bewertung der Quellen an sich ist wertungsfrei. Seine Arbeit ist bis heute zeitlos und sogar aktueller den je, obwohl manche Erklärungsversuche, - so zum Beispiel die soziologische Herleitung der Kontrolle des kollektiven Parteiverhaltens - mittlerweile durch die Arbeiten von Mancur Olson ("Logik des kollektiven Handelns", 1965) erschöpfend erklärt wurden.

    Der eigentliche Wert dieses Buches besteht nicht nur in der Darlegung wie die Parteikader unentwegt versuchen ihre eigene Subsistenz zu sichern (was wir ja schon immer geahnt haben), sondern wie sie dadurch sowohl den innerparteilichen Parteienwettbewerb, als auch den Wettbewerb der Parteien untereinander unterminieren. Gerade aber die angeblichen Innovationen welche durch den Parteienwettbewerb entstünden, wird von den Befürwortern einer Parteiendemokratie immer wieder gebetsmühlenartig als das innovative Moment eines solchen Systems hervorgehoben.

    Ich kann es mir nicht verkneifen Robert Michels hierzu selbst zu zitieren, der es in seiner unnachahmlichen Weise bestens formulierte:

    "In Staaten, die nach rein repräsentativer Methode regiert werden, trachtet die sogenannte konstitutionelle Opposition lediglich nach der circulation, d. h. nach der Ablösung in der Herrschaft, ohne definitive Vernichtung der Vorgängerin. Mit der gleichen einfachen, aber widerstandsfähigen Struktur versehen wie die Partei der augenblicklichen Majorität und, wie in England und Amerika, um ein klar formuliertes, aber rein praktisches und Forderungen für die engste Gegenwart enthaltenes Programm gescharrt (...). ... [um] die augenblickliche Regierungspartei zu verdrängen und, im übrigen alles beim alten lassend, sich an ihre Stelle zu setzen, mit anderen Worten eine Klique der herrschenden Klasse durch eine andere zu ersetzen, auf die später eventuell wieder die erste Klique folgen kann." (Vgl. Robert Michels, 4. Auflage 1989 (zuerst 1911): 353).

    Fazit:
    Ich kann dieses Buch jenen Lesern empfehlen die sich einerseits für historische Themen und Quellen interessieren. Und andererseits ein Faible für kritische Literatur über die sogenannte "Parteiendemokratie" haben. Anstelle die Bücher jener Autoren zu kaufen die heutzutage lediglich polemische Literatur über die sogenannte "Politikverdrossenheit" verkaufen (und damit gut Geld kassieren), rate ich zu diesem Buch, dar es bereits zu einer Zeit von jenen strukturellen Problemen der Parteiendemokratie handelte, als in Deutschland noch gar keine solche existierte. Prophetischer hätte selbst Kassandra nicht rufen können!
    24 people found this helpful
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  • Reviewed in Germany on 7 April 2003
    In diesem Werk wird von Michels sein berühmtes Gesetz der Oligarchie entwickelt, welches bis heute einen Grundpfeiler der theoretischen, sowie praktischen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Parteien darstellt. Dieses Buch vereint auf einzigartige Weise die Darstellung von Herrschaftstheorien mit der Darstellung von Parteien und führt dann zu dem schon bekannten Gestz. Eindrucksvoll schildert Michels, wieso es notwendigerweise zur Oligarchie in Parteien kommen muss.
    Dieses Werk kann man ohne Schuldgefühle jedem politisch interessierten Menschen als Plichtlektüre empfehlen.
    19 people found this helpful
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