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The Journey of Humanity – Die Reise der Menschheit durch die Jahrtausende: Über die Entstehung von Wohlstand und Ungleichheit | »Mehr Weltverständnis ist (…) kaum zu haben.« Deutschlandfunk Hardcover – 13 April 2022
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Galor ist Nobelpreiskandidat. Dies ist sein großer Wurf.
Oded Galor wagt die ganz große Theorie. Der renommierte Ökonom lüftet das Geheimnis von Wohlstand und Ungleichheit, indem er die Geschichte der Menschheit vom Beginn bis heute neu erzählt: Warum sind wir Menschen die einzige Spezies, die der Subsistenz entkommen ist? Wieso lebte die Masse noch bis Ende des 18. Jh. in Armut, wie gelang der Übergang von Stagnation zu Wachstum? Und: Warum haben wir so ungleiche Fortschritte gemacht, dass der Wohlstand der Nationen so unterschiedlich ausfällt? Galor verschmilzt Ideen aus der Wirtschaftswissenschaft mit Erkenntnissen aus Anthropologie, Geschichte und den Naturwissenschaften und liefert erstmals eine allumfassende, evidenzbasierte Theorie. Ein Big-Idea-Buch von fesselnder Originalität.
Von ›The Times‹ ausgewählt als eines der besten Bücher 2022
- Print length384 pages
- LanguageGerman
- Publisherdtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG
- Publication date13 April 2022
- Dimensions14.7 x 3.2 x 21.7 cm
- ISBN-103423290064
- ISBN-13978-3423290067
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»Seit die Menschen über sich selbst nachdenken, haben kluge Köpfe darüber sinniert, warum Nationen aufsteigen und fallen und woher Wohlstand und Ungleichheit stammen. Heute verfügen wir dank langfristiger Perspektiven, die aus jahrzehntelangen Untersuchungen hervorgegangen sind, und eines empirisch fundierten, vereinheitlichenden Analyserahmens über die Instrumente, die uns erlauben, die Reise der Menschheit in ihrer Gesamtheit zu verstehen und ihre zentralen Rätsel zu lösen.
Ich hoffe, unser Verständnis für die Ursprünge von Wohlstand und globaler Ungleichheit wird uns bei der Ausarbeitung von Maßnahmen leiten, die den Wohlstand auf der ganzen Welt fördern, und es den Lesern ermöglichen, sich die noch reichere Zukunft, die vor uns liegt, vorzustellen und nach ihr zu streben – nun, da die menschliche Spezies ihre Reise in unbekannte Gefilde fortsetzt.«
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1798 stellte der Gelehrte Thomas Malthus die These auf, dass sich die Menschheit auf lange Sicht nicht höher entwickeln könnte, da jeder Fortschritt oder materielle Zugewinn letztlich vom Bevölkerungswachstum aufgezehrt werden würde. Eine durchaus korrekte Beschreibung der Vergangenheit, die sich für die Zukunft jedoch als wenig haltbar erweisen würde. Denn gegen Ende des 18. Jahrhunderts folgte auf Jahrtausende der Stagnation ein dramatischer Anstieg des Lebensstandards weltweit. |
In unserer Zeit sind die Unterschiede in den Lebensbedingungen weltweit so gravierend, dass zahlreiche Menschen für eine kleine Chance auf Besserung ihre Heimat verlassen und dabei ihr Leben riskieren, um in die Industrieländer zu gelangen. Diese Ungleichheit hat neben den Hauptgründen Kolonialisierung und Globalisierung auch andere Ursachen, die noch tiefer wurzeln. Dazu zählen geografische, kulturelle und institutionelle Faktoren sowie die Bevölkerungsvielfalt. |
Die Ausbreitung des Homo sapiens von der Wiege der Menschheit in Afrika hat tief und unauslöschlich die weltweiten Unterschiede geprägt, die sich in der Kultur, Sprache, physischen Vielfalt und im Verhalten der Populationen manifestieren. Der moderne Mensch hat heute alle Chancen, das Bestmögliche aus dieser Diversität herauszuholen und mögliche negative Effekte abzumildern, indem er die gegenseitige Befruchtung von Ideen und die Innovationsfähigkeit fördert und für Gleichstellung der Geschlechter, Pluralismus und Toleranz eintritt. |
Product description
Pressestimmen
Eine Universaltheorie, die anders als bei Hegel, Spengler und Marx nie den Boden evidenzbasierter Wissenschaft verlässt. ― Die Zeit, Die Sachbuch-Bestenliste Published On: 2022-06-01
Ökonom Oded Galor legt die erste umfassende Theorie der Entwicklung der Wirtschaft vor. ― Die Presse am Sonntag Published On: 2022-05-15
Dieses Buch bietet eine sehr verständlich geschriebene Quintessenz jahrzehntelanger Forschungen. Mehr Weltverständnis ist auf 300 Seiten kaum zu haben. -- Wolfgang Schneider ― Deutschlandfunk Kultur, Studio 9 Published On: 2022-05-09
Das Buch ist äußerst überzeugend: Galor baut seine Argumente akribisch auf, wobei er seine Annahmen stets mit Beweisen abgleicht, ohne den Eindruck zu erwecken, dass er eine bestimmte Agenda verfolgt. ― The Guardian Published On: 2022-05-02
›The Journey of Humanity‹ zeichnet sich vor allem durch seinen Optimismus aus. Wenn Sie ein evidenzbasiertes Gegenmittel gegen Schwarzmalerei brauchen, hier ist es. ― The Guardian Published On: 2022-05-02
›The Journey of Humanity‹ – ein hinsichtlich Gegenstand und Anspruch einzigartiges Buch – erklärt die gesamte Menschheitsgeschichte als eine unvermeidliche Fortentwicklung von den ersten primitiven Werkzeugen bis hin zu Supercomputern in jeder Tasche. ― The Washington Post Published On: 2022-04-29
Dies ist ein inspirierendes, gut lesbares, jargonfreies und fast unmöglich gelehrtes Meisterwerk, der kühnste mögliche Versuch, die Wirtschaftsgeschichte der Menschheit zu schreiben. ― NEW STATESMAN Published On: 2022-04-20
Ein höchst lesenswertes Buch. -- Tillmann Neuscheler ― Frankfurter Allgemeine Zeitung Published On: 2022-04-19
Der Ökonom Oded Galor entwirft ein spannendes Panorama der Geschichte der Menschheit: Wirtschaftlichen Erfolg haben Gesellschaften, die Vielfalt akzeptieren, ohne den Zusammenhalt zu verlieren. ― Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung Published On: 2022-04-16
Oded Galors inspirierende Erkundung der Menschheitsgeschichte macht große Lust, neue Zusammenhänge zu entdecken. Und lüftet das Geheimnis von Wohlstand und Ungleichheit. (...) Es macht schlichtweg Spaß, von ihm zu neuen Betrachtungen inspiriert zu werden. Man staunt dabei über seine Begabung, große wissenschaftliche Themen zugänglich, fast schon plaudertonhaft zu vermitteln. -- Sylvie-Sophie Schindler ― Galore Magazin Published On: 2022-04-01
Galor verschmilzt Ideen aus den Wirtschaftswissenschaften mit Erkenntnissen aus Anthropologie, Geschichte und den Naturwissenschaften und liefert erstmals eine allumfassende, evidenzbasierte Theorie. -- Claudia Panster ― Handelsblatt Published On: 2022-01-07
This readable, yet deeply argued book brilliantly weaves the threads of global economic history – technology, demography, culture, trade, colonialism, geography, institutions – to deconstruct the rich tapestry that is the modern world. A tour de force! -- Dani Rodrik, Harvard University
Big Science at its best. It grapples with some of the broadest questions in social science, integrating state-of-the-art economic theory with a rich exploration of a wide range of empirical evidence. -- Stephen N. Durlauf, University of Chicago
The resulting book is a powerful mixture of fact, theory and interpretation. -- Robert Solow, Nobel laureate in economics
What's more, ›The Journey of Humanity‹ is beautifully written, in elegant and accessible prose. It's a page-turner, a suspense-filled thriller full of surprises, mind-bending puzzles and profound insights. -- Glenn C. Loury, Merton P. Stoltz Professor of the Social Sciences
"The Journey of Humanity – Die Reise der Menschheit durch die Jahrtausende“ von Oded Galor ist ein großartiges Wirtschaftsbuch. ― Business Insider Published On: 2022-08-17
Der Ökonom Oded Galor hat die historischen Quellen von Wohlstand und Ungleichheit aufgespürt. ― Wirtschaftswoche Published On: 2022-07-13
Weil Oded Galor viel zu sagen hat, kann er es klar sagen: Mehr Verständnis für die wirklich langfristigen Entwicklungen ist in einem Buch kaum zu haben. -- Wolfgang Schneider ― Der Tagesspiegel Published On: 2022-05-11
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Dr. Bernhard Jendricke arbeitet seit Jahren als freier Übersetzer von Sachbüchern und Belletristik im Kollektiv Druck-Reif.
Thomas Wollermann ist langjähriger freier Übersetzer von Sachbüchern und Belletristik im Kollektiv Druck-Reif.
Product details
- Publisher : dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 2. edition (13 April 2022)
- Language : German
- Hardcover : 384 pages
- ISBN-10 : 3423290064
- ISBN-13 : 978-3423290067
- Original title : The Journey of Humanity
- Dimensions : 14.7 x 3.2 x 21.7 cm
- Best Sellers Rank: 42,660 in Books (See Top 100 in Books)
- 14 in Anthropology of Science & Technology
- 36 in History of Economics (Books)
- 40 in Social Justice
- Customer reviews:
About the author

Oded Galor is Herbert H. Goldberger Professor of Economics at Brown University and the founding thinker behind Unified Growth Theory, which seeks to uncover the fundamental causes of development, prosperity and inequality over the entire span of human history. He has shared the insights of his lifetime's work in this field at some of the most prestigious lectures around the globe and has now distilled those discoveries into The Journey of Humanity, which is being published in twenty-eight languages worldwide.
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Insgesamt ein sehr gelungenes Buch mit sehr wichtigen und diskussionswerten Aussagen. Nach meiner Meinung sollte Galor mindestens ein Kandidat für den Wirtschaftsnobelpreis sein.
Es weicht in vielen Aussagen zwar vom leider letzten Buch von David Graeber ab, aber beide Bücher zusammen stellen einen unverzichtbaren Betrag zum Verständnis unserer heutigen Welt dar.
Nämlich woher sich der „Wohlstand“ generiert und wie das ist mit der „Ungleichheit“, die wohl als „Geburtsprägung der Menschheit“ bereits zu Beginn das Feld des menschlichen Lebens mitbetreten hat.
Nicht nur als wirtschaftliches oder politisches „Primat“ erkennt Galor dabei zum einen das „Wachstum“, sondern eher als eine Art Rätsel mit weitreichenden Folgen, vor allem aber als eine Form der genuinen Befindlichkeit der menschlichen Gesellschaft (die immer mehr an Fahrt aufgenommen hat und inzwischen wohl den Menschen fast „abhängt“ in ihrer Dynamik) und zum Zweiten, en damit verzahnt, wendet ich Galor einem zweiten „Befindlichkeitsmerkmal“ der Gattung Mensch zu allen Zeiten zu, der „Ungleichheit“ der Lebensverhältnisse. Was, folgt man seiner fundierten Argumentation, nicht als Zufall“ oder „zur rechten Zeit am rechten Ort dagewesen“ alleine begründet werden kann, sondern tiefe Hintergründe in vielfacher Hinsicht in sich trägt.
Vor allem aber, erstaunlich zu lesen, weist Galor entgegen der üblichen Einschätzung, darauf hin, dass dieses Wachstum und diese Ungleichheit in ihren klar erkennbaren Folgen erst in der Neuzeit immens an Geschwindigkeit zugenommen haben.
„Die erstaunliche Steigerung der Lebensqualität in den vergangenen zwei Jahrhunderten ist in Wahrheit das Ergebnis eines plötzlichen Wandels“.
Nämlich der Entkoppelung von Ressourcen und Geburtenrate. Während zu früheren Zeiten Phasen des Wohlergehens mit steigender Bevölkerungszahl einherging, bis die Ressourcen verbraucht waren und die Bevölkerung umgehend wieder schrumpfte (schrumpfen musste), ist es ein Kennzeichen der Moderne, dass beide Faktoren sich entkoppelt haben. Dass die Ressourcen sozusagen steigen, auch wenn die Bevölkerung schrumpft und bei Wachstum der Bevölkerung der technische Fortschritt (bis dato) ein „Verhungern“ zumindest deutlich abbremst, wenn auch nicht ganz verhindert.
„Unterströmungen“, wie Galor sie nennt, die leicht aus dem Blick geraten ob der Vielfalt historischer Ereignisse und Fakten, aber von Galor überzeugend nun in den Blick des Betrachters gerückt werden. Unterströmungen, die wichtig sind, gerade in der Grundfrage, wie sich die Zukunft der Gattung Mensch auf dem Planenten Erde noch darstellen lassen könnte angesichts der massiven Probleme der Gegenwart.
Dass nun der Lebensstandard sich in der letzten, recht kurzen Zeit der Geschichte intensiv erhöhte, die Lebenserwartung weitgehend weltweit stieg, führt Galor grundlegend auf die industrielle Revolution zurück, damit die Anforderung an den ;Menschen, sich technisch immer mehr zu entfalten, um diesen Fortschritt bewältigen zu können, mithalten zu können. Mit dem Fokus auf „Bildung“ als zunehmende Kernressource statt der „natürlichen Verfügbarkeiten“ und zugleich sorgte ein Rückgang der Geburtenraten in den entwickelten Bereichen der Welt zu einer Verminderung des „Populationsdrucks“ und damit zu seiner Dauerhaftigkeit der Sicherung der erreichten Standards.
Unter Umständen aber ist nun eine Zeit angebrochen, an der die Ressourcen doch wieder das Wachstum in Frage stellen.
Was mit der zweiten Betrachtungslinie im Werk eng verknüpft ist. Der Ungleichheit. Denn während in den technisch hoch entwickelten Gegenden der Welt die Geburtenrate drastisch seit Jahren und Jahrzehnten sinkt, erhöht sich diese weiterhin in weniger entwickelten Bereichen des Planeten. Sich gegen die Ungleichheit zu stellen, so logisch und folgerichtig sich diese aus bestimmten Ursachen heraus entwickelt hat im Lauf der Geschichte, so klar ist auch, dass erst die Angleichung der Lebensumstände und der inneren Ausrichtung auf Bildung, Erhöhung des Lebensstandards und Absicherung der Ressourcen für die jeweiligen Gesellschaften zu einem ähnlichen Effekt weltweit führen würden. Und damit der Planet „entlastet“ werden würde von einer immens gewachsenen Zahl an Menschen.
Das kann und wird nicht über Nacht geschehen. Das benötigt Unterstützung und Verzicht auf der „stark verbrauchenden“ Seite der Menschheit, das bedarf einer Haltung des Teilens, nicht aus altruistischen Beweggründen, sondern aus der Einsicht in die Sicherung der eigenen Zukunft überall auf dem Planeten. Galor plädiert für ein Erkennen überhaupt der „Asymmetrie der Welt“ und eine Verringerung ebenjener. Diversität und Förderung entlang der individuellen Möglichkeiten von Gesellschaften sind dabei die Schüsselbegriffe, in denen Galor, durchaus optimistisch gestimmt übrigens, die Zukunft der Menschheit sieht.
Ein spannendes Werk, ein gut zu lesender Stil, ein fundiertes Wissen und so manche Überraschung erwarten Leser und Leserinnen in der Begegnung mit dieser sehr empfehlenswerten Lektüre.
Während vorherrschende Theorien sich auf die westliche Welt, die Neuzeit oder die Zeit seit der industriellen Revolution beschränken, präsentiert Galor eine allgemeine und umfassende Betrachtung der gesamten Menschheitsgeschichte aus wirtschaftlicher Sicht. Die deutsche Übersetzung „Die Reise der Geschichte durch die Jahrtausende“ hat den Untertitel „Über die Entstehung von Wohlstand und Ungleichheit“. Dieser vollumfassende Erklärungsversuch erinnert in seinem universellen Anspruch an epochale Manifeste wie „Die Entstehung der Arten“ von Charles Darwin oder „Das Kapital“ von Karl Marx. Der Darlegung des Modells, das sich zeitlich über mehrere zehntausend Jahre erstreckt, werden gerade mal knapp über 300 Buchseiten eingeräumt, unterteilt in die zwei Oberkapitel „Odyssee der Menschheit“ (hier geht es um Wachstum und Entwicklung) und „Ursprünge von Wohlstand und Ungleichheit“.
Der erste Teil des Buches beschreibt die Anfänge der Zivilisation. Galor geht hier klassisch aus von der Idee der Wiege der Menschheit in Ostafrika und dem Exodus hin nach Nord-Osten. Im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, östlich des Nils erfolgt durch etliche günstige Faktoren der Übergang nomadischer Stämme von Jägern und Sammlern zu Verbänden sesshafter Bauern, die Viehzucht und Pflanzenanbau kultivieren, was schließlich zu einer Gesellschaft mit immer mehr Reichtum und Bildung führt, die sich in Dörfern, Ortschaften, Städten, Ländern und Nationen zusammenschließt. Der vermeintliche wirtschaftliche Aufstieg wird jedoch immer wieder zurückgeworfen durch einen Mechanismus, den Galor die malthusianische These nennt. Bessere Versorgung führt zu verbesserten Lebensverhältnissen, was zu größerem Bevölkerungswachstum führt, was wiederum zu schlechterer Versorgung und somit zu schlechteren Lebensverhältnissen führt. Die Erträge steigern sich, die Bevölkerung wächst, das Wachstum pro Kopf sinkt, ein teuflischer Kreis, die Bevölkerung wächst, aber die Lebensverhältnisse des einzelnen verändern sich über Jahrtausende nicht. Das ändert sich erst in der Neuzeit. Die Idee der malthusianischen Falle stammt nicht von Galor, sondern von dem britischen Ökonom Thomas Robert Malthus (1766-1834) und Galor macht sie zum eigentlichen Kern seiner Schrift. Nachdem er sie einmal ausgeführt hat, wird sie nach akademischer Manier über das ganze Buch hinweg immer wieder erwähnt, herangezogen und erläutert. Als Leser hat man diverse Déjà-vus und den Eindruck, dass Galor während des Schreibens das bereits geschriebene nicht mehr ganz parat hatte bzw. Bücher schreibt, die im akademischen Umfeld nur Ausschnittsweise gelesen werden. So viele Wiederholungen und Redundanz kann man sich im regulären Publikationen als Autor nicht erlauben, zumal, wenn die grundlegende Idee nicht einmal von einem selbst und auch nicht neu ist.
Der zweite Teil über Wohlstand und Ungleichheit ist da schon vielseitiger und interessanter, zieht auch in Betracht wie Kolonialisierung, Sklaverei, Ausbeutung, Raub, Völkermord und massivste Zerstörung von natürlichen Ressourcen zu vermeintlichem Wohlstand oder gar Reichtum geführt haben. Bereicherung des einen ist selbstverständlich immer auch ein oftmals schmerzlicher Verlust eines anderen. Dies wird nicht verschwiegen, aber in seiner gnadenlosen Brutalität über die Geschichte der Menschheit hinweg zu wenig ausgeführt. Als Faktoren für Wachstum sieht Galor Institutionen, Kultur, Geografie und den Grad der Diversität. Ausbeutung ist für ihn erstaunlicherweise kein wesentlicher Faktor. Die Lösung für Ungleichheit sieht er in mehr Bildung für alle und einer geringeren Geburtenrate.
Fazit: Eine im Grunde erhellende, universelle Betrachtung, leider sehr akademisch und langatmig erzählt mit zu vielen Wiederholungen und zu wenig eigenen Ideen. Hätte Galor bestimmt gut getan mal aus seiner akademischen Blase auszubrechen. Immerhin ist das aktuelle Buch ein erster Versuch.








