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Über die Freiheit Gebundene Ausgabe – 30. August 2009

4.7 von 5 Sternen 13 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

John Stuart Mill (1806-1873) war einer der bedeutendsten politischen Philosophen und der vielleicht bedeutendste angelsächsische Philosoph des 19. Jahrhunderts. Als Hauptvertreter des Utilitarismus widmete er sich in seinem Werk vor allem Fragen der politischen Freiheit, des Allgemeinwohls und den Grenzen des Staates. Er verfasste darüber hinaus eine Frühschrift des Feminismus sowie eine Erörterung der Grundfragen der politischen Ökonomie. Er war vertrat seine liberale Position auch politisch aktiv und war Parlamentsmitglied für die Whigs. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe.


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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
John Stuart Mill (1806-1873) war ein englischer liberal denkender Philosoph und der letzte große Nationalökonom Englands. Mill zählte zu den führenden Intellektuellen Europas in der Viktorianischen Ära.
Sein Vater James Mill begründete zusammen mit Jeremy Bentham die von seinem Sohn dann übernommene und ausgebaute Strömung des "Utilitarismus" dessen Motto es ist, das größtmögliche Glück für die größtmögliche Menschenanzahl anhand konkreter Handlungen zu erreichen.
Angespornt von seiner Frau Harriet Taylor, trat John Stuart Mill für soziale Reformen und eine gerechtere Verteilung des Reichtums ein. Er versuchte die Forderung nach individueller Freiheit und sozialer Gerechtigkeit zu verbinden.
Durch sein Werk "Die Hörigkeit der Frau" (1869) setzte er sich für die Gleichberechtigung der Frauen ein und wurde somit zu einem Vorreiter der Frauenemanzipation.
Er setzte sich Zeit seines Lebens für das Recht auf freie Meinungsäußerung ein mit der Begründung, dass jede Meinung angehört und toleriert werden sollte damit die einzelnen Menschen ihre eigenen Meinungen anhand anderer Meinungen überprüfen können.
Was ist Wahrheit? Die Wahrheit ist Nichts feststehendes, sie wandelt je nach Blickwinkel und Zeitströmung.
Beeinflusst von Auguste Comte, John Locke, Francis Bacon und David Hume übernahm er den französischen Gedanken des Positivismus und führte ihn in England ein. Für ihn konnten wissenschaftliche Erkenntnisse und ethische Regeln nur aufgrund von Beobachtung und eigener Erfahrung gewonnen werden.
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Format: Taschenbuch
In einer Zeit, in der der Begriff der "Freiheit" sehr flexibel interpretiert wird, ist diese Abhandlung wertvoller denn je. Sie erläutert den Grundgedanken der Freiheit des Individuums sowie deren zwingend notwendige Grenzen. Sie zeigt den unbedingten Glauben an die positiven Effekte der freien und offenen Meinungsäußerung. Das aus jeder Meinung, und sei sie noch so offensichtlich falsch, noch etwas wertvolles für die Allgemeinheit herausgefiltert werden kann. Und sei es nur das Schulen des eigenen Verstandes für die offene Diskussion.
Diverse geschichtlich bedingte Verbote hierzulande wären aus Sicht von Mill also als hinderlich zu beurteilen. Nur wer sich intensiv mit allen Aspekten eines Themas befassen kann und befasst kann sich überhaupt eine ehrliche Meinung bilden. Die Wahrheit wird durch ausführliche öffentliche Diskussionen ohnehin ersichtlich - eine Zensur oder Verbote von politischem, religiösem oder anderweitigem "unerwünschtem" Material ist daher an und für sich kontraproduktiv.
Es gilt aber erneut zu beachten, ab wann ein Eingriff in die Rechte anderer vorliegt. Ein Buch angefüllt mit Vorurteilen ist hierbei als Objekt von Studien und der Diskussion interessant. Ein Redner vor einem Gebäude, welcher Vorurteile über den Besitzer schürt oder gar zu Gewalttaten (direkt oder indirekt) aufruft macht sich hingegen strafbar.
Den "Kopftuch"-Hinweis des vorherigen Rezensenten kann ich so auch nicht stehen lassen, da Mill sich sehr deutlich über die Erziehung und das Schulsystem äußert. Dieses sollte Wissen und Fakten frei von Wertungen und religiösen Anschauungen vermitteln.
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Von Timo Brandt TOP 500 REZENSENT am 1. Juni 2011
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
"Die Urteilskraft ist den Menschen gegeben, damit sie sie gebrauchen. Sollen wir sie darum nicht anwenden, weil wir uns irren können?"

John Stuart Mill, Utilitarist, Humanist und Ökonom, hat mit "Über die Freiheit" eine eher dünne Schrift vorgelegt. Doch kaum ein Philosoph und Denker hat sich nach oder vor ihm so bescheiden und doch so erfolgreich an das Thema (soziale/gesellschaftliche) Freiheit gewagt (auch wenn die Konkurrenz von Rousseau Gesellschaftsvertrag bis zu Wilhelm von Humboldt reicht.)

Es gibt hier schon ein, zwei wirklich umfassende Rezensionen.
Deshalb möchte ich hier nur noch einmal bekräftigen, dass mich dieses Buch in seinen Bann gezogen hat. Mills unerschütterlicher Glaube in die Individualität und außerdem die Tatsache, dass viele seiner Ideen in der heutigen Zeit über Umwege verwirklicht wurden, machen dieses Werk zu einer kleinen Offenbarung auf dem Gebiet der Philosphie der Freitheit; eine geradezu physische Kraft des Guten, des Humanen liegt in dieser Schrift.

Mill ist einer dieser Geister, die, weder Genie noch Dilettant, einen menschlichen Zug in ihren Büchern sprechen lassen und trotzdem übergreifende Ideen zu prägen verstehen, sodass man gewillt und in der Lage ist, ihren Gedankengängen seine ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen - man "erfährt" ihre Philosophie, nicht nur als Konstrukt, sondern als eine Form gedanklicher Auseinandersetzung.

Ich würde die Schrift jedem empfehlen, der die Ursprünge des Liberalismus kennenlernen und sich gerne jenseits des Schlagwortes Freiheit einmal mit dem räumlichen, sozialen Wesen dieser Idee auseinandersetzen will.
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