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4.0 von 5 Sternen
Paulus aus jüdischer Sicht,
Rezension bezieht sich auf: Paulus zwischen Damaskus und Qumran. Fehldeutungen und Übersetzungsfehler (Broschiert)
Der deutsch-jüdische Theologe und Religionswissenschafter Pinchas Lapide (1922-1997) erweist sich auch mit dieser Schrift als ausgezeichneter Kenner des Neuen Testaments. Er folgt der Frage, ob und inwieweit Paulus das Wort Jesu, dem er persönlich nie begegnet war, richtig verstanden habe. So untersucht in vielen wichtigen Einzelheiten etwaige und tatsächliche Fehldeutungen und Übersetzungsfehler der Paulinischen Briefe einschließlich der Paulinischen Jesus-Deutung und kommt zu der Entdeckung, dass Paulus den "Glauben Jesu" in einen "Glauben an Jesus" umgewandelt habe. Den Christus als Gegenstand oder Ziel des Glaubens schließt er aber leider grundsätzlich aus. So wird auch der Titel "Sohn Gottes" nicht gänzlich geklärt. Nach jüdischem Verständnis ist jeder nach Gottes Weisung gerecht lebende Mensch ein "Sohn Gottes". Demnach war Jesus nur "ein" Sohn Gottes unter vielen. Den CHRISTUS als den Einen Sohn eröffnet Lapide leider nicht. Trotzdem ist das Buch spannend und lehrreich!
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