Kurzbeschreibung
Der Autor versucht, zwei Stränge der sozialwissenschaftlichen Systemforschung zu verbinden: die Luhmannsche Systemtheorie und die systemische Familientherapie. Sein Ziel ist es, das in der Familientherapie entwickelte Verfahren des "zirkulären Fragens" als Forschungsmethode zur soziologischen Systemtheorie vorzuschlagen. Die Systemtheorie in der Tradition Luhmanns kann gegenwärtig als das größte und umfassendste Theorieangebot in der Soziologie betrachtet werden. Dieser Erfolg der Theorie fand aber im Methodenkanon der Disziplin bisher keinen Niederschlag. Methodologische Interpretationen systemtheoretischer Konzepte fehlen in der Soziologie. Andererseits verfügt aber die systemische Familientherapie mit dem zirkulären Fragen über eine Forschungsmethode, die geeignet erscheint, diese Lücke zu füllen.
Über den Autor
Thomas Pfeffer, arbeitet in Wien am Institut für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) in der Abteilung Hochschulforschung/Higher Education Research. Sein Forschungsinteresse gilt der Virtualisierung von Universitäten, den organisatorischen Besonderheiten von Wissenschafts- und Hochschuleinrichtungen, sowie dem internationalen Vergleich von Hochschulsystemen.