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Die zehn (10) Globalisierungslügen. Alternativen zur Allmacht des Marktes.
 
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Die zehn (10) Globalisierungslügen. Alternativen zur Allmacht des Marktes. [Taschenbuch]

Gerald Boxberger , Harald Klimenta
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Taschenbuch: 245 Seiten
  • Verlag: Dtv; Auflage: 2.Auflage (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423360852
  • ISBN-13: 978-3423360852
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 803.934 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Globalisierung und die daraus resultierende schlechte Position Deutschlands in der internationalen Wirtschaft -- dieses Schreckgespenst muß fast immer herhalten, gilt es harte wirtschaftliche oder sozialpolitische Entscheidungen zu rechtfertigen. Ob Arbeitsplatz- oder Sozialstaatsabbau, ständig wird der Drang zur Kostenreduzierung betont, um Deutschland international konkurrenzfähig zu machen.

Das Buch enttarnt diese Argumentation als falsch, gar schädlich für Deutschland. Globalisierung ist keine unabänderliche Entwicklung, sondern das Resultat der fehlgeleiteten Ideologie von Freihandel und Deregulierung. Dies machen die Autoren in einer schonungslosen Bestandsaufnahme der heutigen Wirtschaftsdiskussion deutlich, der sie die zehn großen "Globalisierungslügen" folgen lassen.

Kritik etwa an den Kosten des Sozialstaates oder am Lohnniveau widerlegen Boxberger und Klimenta anhand klarer Argumentationslinien und mit Hilfe sinnvoller statistischer Vergleiche. So ist ein umfassender Sozialstaat sehr wohl zu finanzieren, ja er trägt sogar zum Standortvorteil Deutschlands bei, indem er den sozialen Frieden sichert.

Überhaupt liegt die Stärke des Buches darin, soziale Aspekte in der ihnen gebührenden Weise zu berücksichtigen. Eine ansonsten nur auf ökonomische Gesichtspunkte ausgerichtete Diskussion wird so wieder auf den Boden der Realität heruntergeholt, nämlich auf die Ebene der betroffenen Menschen.

Boxberger und Klimenta belegen, wie mit falschen Aussagen Politik gemacht und der Bürger für dumm verkauft wird. Doch nicht der Aufdeckung dieser Fehlinformationen allein haben sich die Wissenschaftler verschrieben, sie bieten mit steuerpolitischen Vorschlägen Alternativen zur fehlgeleiteten Globalisierungsdiskussion. Zusammen mit einer nachfrageorientierten Politik können so die ökonomischen, sozialen und ökologischen Globalisierungsfolgen gemindert werden.

Die Autoren liefern Anregungen zu einer Diskussion, die, wenn sie so unkritisch wie bisher weitergeführt wird, uns US-Verhältnisse bescheren dürfte. Und die Zustände dort sehen sie zu Recht mehr als Warnung denn als Vorbild. --Joachim Hohwieler

Kurzbeschreibung

Die Globalisierung ist heute in aller Munde. Wenn es darum geht, Massenentlassungen und Kürzungen im Sozialetat zu rechtfertigen, wird sie gerne als unser aller unausweichliches Schicksal beschworen. Doch diese »schicksalhafte« Globalisierung der Weltmärkte ist das Ergebnis einer zielgerichteten Industrie-Politik. Die Autoren entlarven die zehn gängigsten Lügen in der aktuellen Debatte, wie z.B. »Die Globalisierung ist nicht steuerbar« oder »Hohe Löhne gefährden den Standort Deutschland«. Sie widmen sich vor allem der innerdeutschen Problematik, liefern neueste Daten und stellen mögliche politische Alternativen zur Diskussion.

Gerald Boxberger ist promovierter Volkswirt. Derzeit ist er freier Dozent und Publizist für Wirtschafts- und Sozialpolitik. Harald Klimenta ist Diplom-Physiker. Er ist Initiator von Seminaren und Vorträgen zum Thema Globalisierung.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Globalisierung und Standortdebatte sind in aller Munde: Die Globalisierung wird für alles mögliche verantwortlich gemacht. Arbeitslosigkeit, niedrige bzw. zu hohe Löhne, USA und Großbritannien als Vorbilder für Deutschland und und und ... Die Autoren Boxberger und Klimenta versuchen, einige gängige Aussagen aus der Globalisierungsdebatte zu widerlegen und andere zu bestätigen. Leider schlagen sie dabei in die Kerbe vieler anderer Globalisierungskritiker: Globalisierung wird als Ursache vieler innerdeutscher Probleme gesehen und der kritische Standpunkt wird das ganze Buch über deutlich. Der Markt sehen die Autoren im Gegensatz zu vielen Wirtschaftswissenschaftlern nicht als Heilmittel, sondern eher als Bedrohung und Gefahr an

Die Autoren gehen recht anschaulich auf die theoretischen und historischen Grundlagen der Globalisierung ein. Außerdem zeigen sie einige „realistische Alternativen" zur Allmacht des Marktes auf. Selbst politisch andersdenkende können hieraus sicher einige Ideen und Vorschläge für die zukunftsfähige Gestaltung von Wirtschaft und Politik ziehen. Ein insgesamt interessantes Buch, das schnell in die Materie einführt und einige gute Argumente für die Diskussion des Globalisierungsthemas liefert. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Das Buch der beiden Autoren Boxberger und Klimenta ist eine wahre Wohltat für all diejenigen, die das neoliberale Trommelfeuer der Angebotstheoretiker in sämtlichen Medien nicht mehr ertragen können und nach alternativen Stimmen suchen. Die Argumente gegen das neoliberale Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell sind sauber und logisch herausgearbeitet und in klar verständlicher Sprache beschrieben, was das Ganze zum Lesevergnügen macht. Boxberger und Klimenta beschränken sich jedoch nicht auf die Kritik der Angebotspolitik, sondern entwerfen bzw. skizzieren auch eine ganze Reihe von alternativen Ansätzen (z.B. Kapitalkontrollen, Öko-Steuern, nachfrageorientierte Sozialpolitik) im Bereich von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Der geneigte Leser des Buches würde sich am Ende der Lektüre wünschen, daß die SPD sich aus diesem originär sozialdemokratischen Fundus an Ideen bedienen würde anstatt dem neoliberalen Zeitgeist hinterherzuhecheln.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Euro-Skepsis bestätigt 9. Februar 2010
Gerade habe ich dieses vor Jahren gekaufte und damals mit einer Mischung aus Skepsis und Zustimmung gelesene Buch noch einmal hervorgeholt, und zwar wegen der aktuellen Euro-Krise.

S. 118, Edmund Stoiber im Herbst 1997: »Einige meiner Länder-Kollegen wie Lafontaine oder Simonis werden sich noch über den durch den Euro ausgelösten härteren Wettbewerb wundern. Die sind überhaupt nicht gerüstet. Diese unreflektierte Euro-Begeisterung kann ich nicht nachvollziehen. Auch die Gewerkschaften müssen umdenken. Im Euro-Land werden völlig unterschiedliche Kosten-, Lohn- und Sozialstrukturen ungeschützt aufeinanderprallen. Wenn heute schon 70 bis 90 % aller Bauarbeiten des Münchner Messebaus von Subunternehmern aus Irland, Portugal und Spanien gemacht werden, dann ist das ein Vorgeschmack des Euro-Wettbewerbs.« - Und damit habe er recht, fügen die Autoren des Buches an. Nur hat sich Herr Stoiber leider dann später doch wieder in den »staatstragenden« Pro-Euro-Konsens einbinden lassen und den Protest gegen den Euro Rechtspopulisten überlassen. (Und mit dem geplanten EU-Beitritt der Türkei wird's ähnlich laufen, wetten wir? Einige Politiker werden dagegen reden, um Stimmungen zu bedienen oder aus Überzeugung - dann werden sie einschwenken, und die Sache wird gelaufen sein ...)

Jetzt sieht es jeder: Wenn man so unterschiedliche Strukturen wie Portugal und Griechenland auf der einen Seite und Deutschland oder die Niederlande auf der anderen Seite in ein gemeinsames Währungs-, Kurs- und Zinskorsett stopft, dann quietscht's. Zehn Jahre lang ging's gut, jetzt knirscht es an allen Enden. Die Bevölkerung in Griechenland oder Spanien wird sich die harten Einschnitte nicht gefallen lassen. Es war ja auch früher so bequem, die eigene Währung abzuwerten ... Zwingt man gering produktiven Ländern (DDR, Argentinien) eine Hartwährung auf, verlieren sie die Möglichkeit, durch den nachgebenden Kurs einer Weichwährung Exportförderung zu betreiben. Das führt zu Arbeitslosigkeit und sozialen Unruhen. Ist das so schwer zu verstehen? Die gegenwärtigen Ereignisse bestätigen die Skepsis der Euro-Skeptiker der 90er Jahre. Allein schon deswegen lohnt es sich, dieses zehn Jahre alte Buch wieder hervorzuholen und neu zu lesen, auch wenn man nicht allem zustimmen mag, was darin steht.
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