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wortSPIEGELwort: Dreissig Gedichte und eine Erzählung [Broschiert]

Mario Metzler
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

20. August 2009
"Man sieht Zweifel und Stärke, Unverständnis und Aufbegehr, Fragen und Antworten, Spiegel und Spiegelungen.Jedes Gedicht zeigt eine dieser Facetten, die wieder eine weitere Facette in einem anderen Gedicht berührt, so dass eine ganze Welt von spiegelnden Gedanken um den Leser herum tanzt, flimmert und scheint - man reibt sich die Augen und staunt ob dieser Leuchtkraft."Aus dem Vorwort

Produktinformation

  • Broschiert: 60 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 2 (20. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839117275
  • ISBN-13: 978-3839117279
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 0,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.133.758 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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4.0 von 5 Sternen Ein literarisches Talent stellt sich vor..... 27. August 2009
Format:Broschiert
Alltäglich
will ich
nicht sein
denn
das sind nur
die Ahnungslosen

Vor zwanzig Jahren wurde der Autor dieses Gedichtbandes geboren und wenn man ihm eines bescheinigen kann, dann ist es das, dass er alles ist, aber eben sicher nicht alltäglich. Und auch die Gedichte des Mario Metzler sind nicht alltäglich ' ganz im Gegenteil. Gedankenanstöße, manchmal auch nur Gedankenfragmente fordern den Leser geradezu auf, sich mit eigenen Gedanken und Überlegungen einzubringen. Und kein Leser wird sich dieser Aufforderung wohl entziehen können. Mario Metzler macht es dem Leser aber nicht leicht, kommt ihm teilweise nicht einmal auf halben Weg entgegen ' den Gedankenweg müssen die Leser allein gehen, suchend nach der helfenden Hand ' die aber nur zögernd gereicht wird. Mario Metzler ist nicht bereit für seine Leser die Gedankenarbeit zu übernehmen ' ihm war es wichtig die eigene Gedankenarbeit zu präsentieren, ihr einen Weg nach 'Draußen' zu ebnen.

Sind diese Gedichte jetzt gut oder schlecht? Keine Ahnung! Nach welchen Kriterien beurteilt man diese Gedichte? Keine Ahnung! Mario Metzler liefert Anstöße, wertet nicht, fordert vielmehr zum Mitdenken auf, lässt Raum für mehr als nur kurzzeitiges Überlegen ' die Frage 'gut oder schlecht' wird zur Marginalie, ist nicht wichtig ' ist vielmehr höchst überflüssig.

Aber ob gut oder schlecht ist nicht wichtig. Wichtig ist, dass diese Gedichte nun einer ' hoffentlich ' breiten Öffentlichkeit vorliegen; denn sie sind es wert von vielen Menschen gelesen, bedacht und interpretiert zu werden.

Sicher hat Mario Metzler einen steinigen, einen nicht leichten Weg vor sich, aber das Potential welches er mit diesem seinem ersten Gedichtband offenbart ist mehr als erstaunlich ' ein Potential das fordert, im Laufe der Zeit ausgeschöpft zu werden.

Es ist schon erstaunlich, welche Gedanken diesen jungen Menschen beschäftigen und wie er es schafft, diese Gedanken, die manchmal durchaus auch sehr düster sind, in Worte zu kleiden ' Worten die berühren, die aufrütteln, die betroffen machen, die aber auch immer einige Tropfen Hoffnung beinhalten.

Die Erzählung ist Mario Metzler gut gelungen. Er bezieht Stellung, bleibt nicht im Nebulösen hängen, ist bereit auch hier unbequeme Wahrheiten beim Namen zu nennen. Eine Erzählung die nicht zuletzt auch aufgrund ihres politischen Kerns aufhorchen lässt.

60 Seiten eines wirklich gelungenen Debüts liegen hinter mir. Was kann ich noch machen? Ja ' ganz einfach vielleicht nur DANKE sagen. DANKE an ein junges literarisches Talent, in einer doch leider talentarmen Literaturzeit.

Zurück
bleibt er
und gleicht sich an

Man hängt sich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man sagt, dass diese Gedichtzeilen auf Mario Metzler unter Garantie nicht zutreffen werden. Er wird sich weiterentwickeln ' und wir die Leser freuen uns, ihm dabei über die Schulter schauen zu können.
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5.0 von 5 Sternen Spieglein, Spieglein an der Wand... 20. August 2009
Von Leserin
Format:Broschiert
"Dreissig Gedichte und eine Erzählung", so lautet der Untertitel dieses Bandes und
damit drängen sich natürlich gleich Assoziationen zu "1001 Nacht" auf. Die Frage ist
also, kann ein Nachwuchsliterat ebenso unterhalten, belehren und nachhaltig sein?

Die 30 Gedichte tragen sehr schlichte Titel, die aber vielleicht aus diesem Grund
gleich die Nähe zum Leser und seinen Erfahrungen zulassen. Der "Zeitgeist" führt
den Lyrikreigen an und stellt auch gleich schonungslos die Sicht des lyrischen
Ichs zur gegenwärtigen Zeit, und damit auch sich selber, dar.

Dieses Wechselspiel zwischen Innen- und Außensicht ist es, das mir gefällt, weil
die Gedichte so nicht nur für sich stehen, sondern immer von "Ich" zu "uns", von
"euren" zu "mir" wandert, man also immer auch selbst die individuelle Haltung und
auch Position in der Gesellschaft hinterfragen muss.

Wie der Titel des Bandes sagt, liegt ein Fokus auf "Spiegel" bzw. "Spiegelungen",
so dass man hierzu auch viele Gedichte findet, die aber wiederum alle unterschied-
liche Facetten aufweisen. Mal ist es ein Spiegel der birst, dann ein verzerrtes
Spiegelbild oder ein Portrait. Als Leser muss man also selbst die unterschiedli-
chen Nuancen entdecken, hinter verschleiernde Begriffe, scheinbare Gegebenheiten
schauen und wird erstaunt sein, wie oft man sich selbst dabei ertappt, das eigene
Zerrbild zu sehen.

Obwohl jedes Gedicht anders ist, lässt sich rein strukturell und stilistisch die
Handschrift des Verfassers ausmachen. Oft dreigeteilt, wird ein Thema ansteigend
bis hin zum prägnanten Schluss dargeboten. Es beginnt mitunter leise, fast harm-
los und simpel, doch bereits im Mittelteil merkt man, dass hier weit mehr zu ent-
decken ist. Die finalen Aussagen sind für mich eine der großen Stärken des Verfas-
sers, denn hier schafft er es oft, eine überraschende Wendung einzubauen, so dass
man die ersten Deutungen und Ansichten revidieren muss. Der Stil ist recht ein-
fach, es gibt keine verschleiernden Metaphern ohne Sinn, keine Symbolschlacht,
sondern die "nackten" Aussagen schaffen durch ihre Zusammenstellung, syntaktische
Anordnung und mitunter Ambiguität eine interessante Wirkung, die vom reinen Nach-
denken, hin zu Ergriffenheit und stillem zustimmenden Nicken geht.

Der Band wird durch eine Erzählung abgerundet, die scheinbar unspektakulär "J."
heißt, aber gleich zu Beginn zeigt, sie ist alles andere außer unspektakulär. Ge-
waltige Gedanken zum freinen Willen interagieren mit historischer Coleur und fik-
tiver Aufbereitung. "Wer ist diese J.?", fragt man sich, man liest weiter, kurz-
zeitig hält man inne, ein Gedanke schleicht sich ein, der am Schluss aber nicht
nur bestätigt, sondern schonungslos düster offengelegt wird. Diese Erzählung ist
wohl der erste Versuch des Autors, auch in einem anderen Genre sein Können zu
versuchen und ich kann mir gut vorstellen, dass "J." ein Herantasten ist, das zu
einem späteren Zeitpunkt ausgebaut wird. Interessant wäre es allemal.

Zusammengefasst würde ich sagen, wir haben es hier mit einem abwechslungsreichen,
interessanten und aussagekräftigen Debut zu tun, das seine Leser finden wird. Ich
habe mich unterhalten und nicht selten ertappt gefühlt, habe geschmunzelt und viel
reflektiert - die Stücke sind also mehr als nur spontane Notizen. Wer Gefallen an
neuer Lyrik hat, gerne in den Spiegel sieht und auch dahinter, der wird hier auf
seine Kosten kommen.
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