dachten viele im Dritten Reich.Aber nur wenige fanden den Mut, für ihre Überzeugung einzustehen und den braunen Diktator zu beseitigen.
Nicht nur der frühe militärische Widerstand um Generaloberst Beck, der den Tyrannen bereits während der Sudetenkrise 1938 ausschalten wollte, zeigte, dass das eigene Gewissen Vorrang gegenüber militärischem Gehorsam haben muß.
Wenn der schwäbische Schreinergeselle Georg Elser am 08.November 1939 bei seinem Attentatsversuch Erfolg gehabt hätte, wäre Deutschland und wäre der Welt ein schreckliches Blutbad erspart geblieben.
Millionen Zivilisten und Soldaten hätten nicht für den Größenwahen einer widerlichen Ideologie ihr Leben geben müssen.
Wäre dem Bombenattentat von Tresckows im Führerflugzeug im März 43 auf dem Rückflug eines Frontbesuchs bei Smolensk Erfolg beschieden gewesen, Dutzende deutsche Städte hätten nicht in Rauch und Trümmer versinken müssen.
Diese Reihe läßt sich weiter fortsetzen, insgesamt gab es 42 Versuche, die braune Bestie zu töten, diese scheiterten aus den verschiedensten Gründen. Der "Führer" verließ vor der Zeit eine Veranstaltung, dann zündete eine Bombe nicht, oder die SS-Spürhunde hatten einen Tipp bekommen und so kam es schließlich zum Kulminationspunkt 20.Juli 44.
Claus Graf Schenk von Stauffenberg wagte den großen Wurf, den Tyrannenmord.Leider hatte er auch keinen Erfolg und jetzt ging das braune Regime mit den erkannten Widerständlern gnadenlos um.In den frühen Morgenstunden des 21.Juli beendete eine Gewehrsalve den Putsch.
Den anderen Verschwörern ging es teilweise noch schlimmer. Sie wurden entwürdigt, gefoltert und entehrt.
Wer aber die ehrlosen waren, zeigte sich in den Volksgerichtshöfen mit dem Geifern eines Roland Freislers.
Wie das NS-Regime mit seinen Gegnern nach dem 20.Juli umging, zeigt seine empörende Grausamkeit.
Sie waren Deutschlands Gewissen in einer schecklichen Zeit.Auch wenn alle Attentatsversuche schließlich scheiterten, sie zeigten, dass es das "andere" Deutschland noch gab, in dem sich Männer von Ehre bereit fanden ihr eigenes Leben zu geben.
Guido Knopp verstand es hier sehr gut, die einzelnen Attentatsversuche darzustellen. Er verfällt nicht wie so oft in Schuldzuweisungen, wie die Deutschen haben ihr Schicksal verdient.
Denn gerade hierum ging es ja, dass sich standhafte Männer gegen das Regime stemmten.
Die Randbemerkungen machen das Buch authentisch und das Bildmaterial ist umfangreich.
Einzig die "Weiße Rose" wird nur sehr marginal geschildert.
Fazit; absolut lesenswert und informativ