Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nicht nur schnell, sondern auch gut gesegelt und geschrieben, 9. Dezember 2005
Von Ein Kunde
„Wie ich allein die Welt umsegelte“ (Untertitel) ist eine gelungene Untertreibung für den äußeren Umstand, dass auf der „Vendée Globe“, der wohl härtesten Regatta der Welt, tatsächlich die Erde umrundet wird. Allerdings ständig am Limit von stahlhartem Kevlar-Tauwerk und federleichten Kohlefaser-Bauteilen. Und mit einer Hand voll Stunden Schlaf täglich – verteilt auf zehn Häppchen. Und vollkommen allein. Genau das richtige für Ellen MacArthur, jüngste Teilnehmerin an diesem Rennen. Die briefkastengroße Ellen MacArthur ist eine segelbegeisterte, talentierte und außergewöhnliche Frau. Wer ihre Atemlosigkeit teilen möchte, sich anstecken lassen will von ständiger Zeitnot, gerne nachts hochschreckt: „Ich muss das große Vorsegel wegnehmen!“ fühlt sich bei ihr gut aufgehoben und versteht womöglich, warum sie ihren zweiten Platz kaum genießen kann.Aber wie schrieb die pausenlos arbeitende und hauptsächlich auf Wettfahrten segelnde Ellen MacArthur die 350 Seiten? Der Löwenanteil entstand wohl bei einer großen Regatta, bei welcher der Veranstalter wegen Sturm den Start drei mal verschob und die Zeilen wurden wohl im Hotelzimmer heruntergetippt, dass der Laptop glühte. Durchaus nicht oberflächlich oder dilettantisch – zwei Eigenschaften, die Ellen MacArthur jederzeit weit umschiffen würde. Alles an ihr ist zielstrebig, durchdacht und ausgefeilt. Meeno Schrader – ihr persönlicher Wetterrouter und Berater in Windfragen – kann diese Arbeitsweise gut nachvollziehen: Auch er widmete sich beinahe empathisch ihrem (nicht im Buch enthaltenen) Angriff auf den Jules Verne Rekord von 66 Tagen (Mit dem riesigen Katamaran „Kingfisher II“. Auch er hat mit seiner Wetterberatungs-Firma mittlerweile 13 Angestellte und ist sicher: „Ellen MacArthur könnte dies heute überhaupt nicht mehr alleine schaffen.“ Was bei der MiniTranssat – einem Rennen mit nur 6,5 Meter langen Booten über den Atlantik – noch als Ein-Frau-Unternehmen durchführbar war, wuchs inzwischen zu ihrem ebenfalls ein dutzend Mitarbeiter zählenden „Offshore Challenges“. Ihrem Betrieb, der die umfangreiche Landarbeit mit einem „shore team“ erledigt. Der Roman gibt Einblick in den Tagesablauf einer unglaublich effizient und ausdauernd arbeitenden Frau. Persönliche Ansichten oder reflektierte Gedanken bleiben jedoch meist verborgen. Zumindest fehlt der Abdruck eines ihrer gemalten Bilder, die (natürlich?) Rennsegelboote darstellen, mit denen sie sich vor dem Kingfisher-Vertrag ihr karges Essen aus abgelaufenen Lebensmitteln verdiente. Der britische Lebensmittel-Riese „Kingfisher“ (in Deutschland z.B. Woolworth) investierte eine Unsumme, um den verärgerten Franzosen die Übernahme des französischen Discounters „Castorama“ zu versüßen. Ihre Fans werden diese tiefen Einblicke kaum vermissen und vermutlich steht sie gerade am Beginn eines herausragenden Seglerlebens – so bleiben die Innenansichten noch späteren Büchern. Trotzdem „Ich wollte das Unmögliche“ gerade erschien, wurde es dennoch von den Ereignissen eingeholt: Der am Buchschluss angesprochene Plan, die schnellste Umrundung der Erde im Rahmen der Jules Verne Trophy (mit Mannschaft) zu absolvieren, scheiterte durch einen Mastbruch vor Südafrika. Selbstverständlich steckt sie schon während des Anlaufens von Kapstadt unter Notrigg in der nächsten Idee: Sie wird einen 75 Fuß langen Trimaran bauen, in welchem sie den Rekord „einhand & nonstop“ aufstellen möchte. Vermutlich wird der Mast etwas dicker laminiert als üblich. Nils Theurer
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kurzweilig und Inspirierend, 6. März 2004
Ellen MacArthur beschreibt in diesem Buch ihre Seglerkarriere von Kindheit an. Schon sehr früh bestimmt die Faszination für das Segeln ihr Leben. In jungen Jahren sparte sie eisern für ihr erstes Boot, aber auch später nahm sie große Entbehrungen in Kauf, um ihr Hobby zum Beruf machen zu können. Sie geht in ihrem Buch auf ihr Privatleben, ihre Familie und wichtige Ereignisse ihrer Karriere ein, ohne zu langatmig zu werden. Die Erzählform ist angenehm emotional, aber nicht sentimental. Deutlich ist zu erkennen, wie unbeirrbar sie ihrem Ziel entgegenstrebt. Das Segeln selbst wird - im Gegensatz zu vielen anderen Büchern dieser Art - kaum beschrieben, ausufernden Passagen über Segelführung, Wetter, oder ähnliches haben keinen hohen Stellenwert. Dadurch dürfte das Buch auch für Nicht-Segler interessant sein. Das Buch ist natürlich keine Weltliteratur, stellt aber eine gute Lektüre dar. Die Entschlossenheit und Beharrlichkeit von Ellen MacArthur liefert aber auch Impulse und Motivation, die eigenen Ziele wieder stärker ins Auge zu fassen und zu verfolgen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lesenswert!, 28. November 2009
Wer erfahren will, wie "Dame McArthur" dahin gekommen ist, wo sie ist, für den ist das Buch ein Must-Read. Ohne großartigen Voraussetzungen, aber mit unglaublicher Entschlossenheit und einer starken Vision setzt Ellen McArthur ihren Lebenstraum um und ist bereit, alle erforderlichen Entbehrungen auf sich zu nehmen.
Natürlich geht es auch ums Segeln, aber nicht so, wie es in vergleichbaren Büchern zu erfahren ist. Das Buch beschreibt die Lebensgeschichte der damals noch sehr jungen Ellen McArthur bis zu dem Höhepunkt der damals 24-jährigen: die Teilnahme an der Vendee Globe, der härtesten Einhandhand-Regatta um die Welt.
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