- Taschenbuch: 128 Seiten
- Verlag: Trias (1999)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3893735291
- ISBN-13: 978-3893735297
- Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 14,7 x 0,9 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 675.124 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
Produktinformation
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"Umfragen und Studien beweisen es: Gut zwei Drittel aller Krebspatienten wünschen sich heute eine zusätzliche, das Immunsystem aufbauende Behandlung, und weitaus die meisten greifen dabei auf eine Misteltherapie zurück", erläutert der Biologe und Phytopharmakaexperte Günther Stoll in seinem Buch "So wirkt die neue Misteltherapie bei Krebs" (TRIAS, Stuttgart. 1999). Viele Krebspatienten erhoffen sich von einer Misteltherapie zum einen eine immununterstützende Wirkung, zum anderen eine Verbesserung der Lebensqualität.
Schon der Druide Miraculix musste auf Eichen klettern, um den für seinen Zaubertrank so wichtigen Parasiten zu schneiden. Denn der immergrüne Strauch benötigt das Wasser und die Mineralien seiner Wirtsbäume zum Überleben. Der Mistel wurde schon früh eine ungewöhnlich starke Heilkraft zugeschrieben. Die "alles Heilende" rückt nun wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Besonders in der Krebstherapie kann eine begleitende Behandlung mit Mistelpräparaten dem Krebspatienten von "enormen Nutzen" sein, weiß Stoll.
Studien, die an Patienten der Neurochirurgischen Abteilung der Städtischen Klinik Köln durchgeführt wurden, belegen, dass die an Hirntumoren schwer Erkrankten bereits nach etwa acht bis zehn Wochen eine Verbesserung ihrer Lebensqualität erfuhren. Das lag vor allem daran, dass sich das Immunsystem nach dem neurochirurgischen Eingriff rascher erholte. Zeigte sich bei der Kontrollgruppe erst im Verlauf von drei bis sechs Monaten eine Stabilisierung des Immunsystems, so konnten die mit Mistelpräparaten Behandelten bereits nach drei Monaten eine Besserung spüren.
Kann eine Misteltherapie operative Eingriffe ersetzen?
Das Dilemma der Misteltherapie lag viele Jahre darin, dass man sie überschätzt und wahre Wunderheilungen erwartet hat. "Heute wissen wir, dass man zunächst die Tumormasse erheblich verringern muss, ehe eine Misteltherapie zum Einsatz kommen kann", erklärt Stoll. Als begleitende Therapie zu Operation, Chemo- oder Strahlentherapie kann sie jedoch von großem Nutzen sein. Greifen die konventionellen Therapiemethoden häufig das Immunsystem an, steigern verabreichte Mistelpräparate die Zahl sowie die Aktivität spezifischer Immunzellen.
Dadurch dass Mistelpräparate die Nebenwirkungen, wie sie zum Beispiel bei der Chemotherapie auftreten, lindern können, erhöht sich auch die "gesundheitsbezogene Lebensqualität" der Krebspatienten. Peptide wie das Endorphin, das im Nervensystem gebildet wird und dem Morphin ähnelt, können bei einer Behandlung mit Mistelmedikamenten ebenfalls aktiviert werden. Als körpereigenes Schmerzmittel trägt es zur Schmerzlinderung bei und löst "euphorische Zustände" beim Patienten aus. Der Vorteil: die "Stimmungsaufhellung" durch das körpereigene Opiat Endorphin macht, im Gegensatz zu den künstlich hergestellten, nicht süchtig. Die Enzympolizei inaktiviert sie nach ihrer Freisetzung und baut sie ab!
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