Ein Althippie begegnet der Ära Helmut Kohl/ Margaret Thatcher! Hellsichtiger kann man es gar nicht auf den Punkt bringen, wie sehr eine Intellektuellenschar den Anschluß an den Zeitgeist verpasst. Matthias Horx erlebte die Postachtundsechziger- Ära mit - und sieht sich mit einem Jahrzehnt konfrontiert, in dem die alten Kategorien versagen: Das Model wählt grün, der Madonna-Verschnitt ist emanzipiert, die Punks sitzen biertrinkend vor dem Fernseher, der Hippie brennt mit der blassen Angestellten durch... Alles geht, anything goes in den Achtziger Jahren. Matthias Horx diskutiert Lebensentwürfe und Familienmodelle. Er fragt, was haben die Achtziger Jahre von den Siebzigern übernommen, was machen sie besser. Wie lebt man so als Twen oder Dreißiger in dieser Zeit. Dazu erzählt er anekdotische Geschichten über Personen, die er auf seiner Zeitgeistreise quer durch die Bundesrepublik kennenlernte. Da ist die Studentin, die es mit reichen Daddies treibt und davon gut lebt, der New Age-infizierte Politiker, der Muskelmann und die alte kommunistische Kampfgefährtin, die nun doch ganz gerne Kinder hat. Und er vergißt nicht sich selber gnadenlos kritisch ins Visier zu nehmen. Ein Lesevergnügen der süffisanten Art...