Ein sehr schönes und gut geschriebenes Buch aus den Untiefen der "Helfer"-Literatur!
Anhand exemplarischer öffentlicher und privater Fallbeispiele, wird Peinlichkeit - im Rahmen individueller und anerzogen-kulturimmanenter Bezüge - dargestellt.
Klingt langweilig und nach Wissenschaftsjargon - ist es aber nicht!
Hilfreich für die Anhänger des "Sozialkaters". Die beiden Autorinnen wissen vowon sie schreiben, tun dies mit einer amüsant-nachvollziehbaren "Schreibe" und so wird das Buch, nicht zuletzt ob seiner 100-Prozent-in's-Schwarze-treffend!-Beispiele, ein Gewinn.
Nebenbei erfährt man, ganz und gar ohne moralinsauren Zeigefinger und in's Ethnologische abdriftend, einige ganz passable Erklärungsansätze für die sozio-kulturellen Zusammenhänge, warum man / frau "etwas peinlich" findet.
Es gilt stets:
BÜCHER OHNE LAMENTO SIND GUTE RATGEBER!
Und es werden auch noch Auswege aus peinlichem Verhalten aufgewiesen (wer's braucht ;o)) ) und eine Typisierung der Peinlichkeitscharaktere versucht. Immer mit einem Lächeln im Knopfloch, immer gut.