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Produktinformation
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Oberleutnant Clemens Forell (überzeugend: Bernhard Bettermann) wird im August 1944, als seine Frau ihr zweites Kind erwartet, zum Fronteinsatz abkommandiert. Nur knapp ein Jahr später wird er mit mehreren Tausend deutschen Soldaten zu 25 Jahren Zwangsarbeit in einem sibirischen Kriegsgefangenenlager verurteilt. Unter unmenschlichen Bedingungen werden sie nach Kap Deshnev gebracht, wo sie Sklavenarbeit in einem Bleibergwerk leisten müssen und der Willkür ihrer Bewacher unter dem Kommando von Oberleutnant Kamenew ausgeliefert sind. Die Todesrate unter den Gefangenen ist hoch, so dass Forell seine einzige Chance zu überleben in der Flucht sieht. Mithilfe des deutschen Lagerarztes Dr. Stauffer (Michael Mendl) gelingt ihm diese schließlich 1949: Eine dreijährige Odyssee voller Entbehrungen und Gefahren durch die russische Tundra bis nach Persien liegen vor ihm, unerbitterlich gejagt vom fanatischen Kamenew. Doch Forell, der selbst unter lebensgefährlichen Bedingungen noch hilfsbereit ist, erhält auch unerwartet Hilfe von den ehemaligen Feinden, bis er endlich Weihnachten 1952 seine Familie wieder in die Arme schließen kann.
Martins hat die wahre Begebenheit als actionreiche Verfolgungsjagd durch ein beeindruckendes landschaftliches Panorama in Szene gesetzt. Der historische Kontext spielt eher eine untergeordnete Rolle, im Vordergrund steht der persönliche Zweikampf zwischen Kamenew und Forell, der einzig und allein vom Glauben an das Gute und seine Familie aufrecht gehalten wird. Manchmal moralisiert das Drehbuch allzu sehr, zusätzlich betont durch den melodramatischen Soundtrack, der ausgiebig auf Streicher und pathetische Chöre setzt. Freunde dramatischer Action-Kost mit ordentlichen Schauwerten sind bei Martins gut aufgehoben. Wer ein ernsthaftes Drama erwartet, sei auf den Roman bzw. die Fernsehserie verwiesen. --Birgit Schwenger
Menü:
Animiert und mit Musik hinterlegt und 16:9 optimiert.
Bild:
Voll des Lobes bin ich da was die Qualität anbelangt. Klasse Schärfe, kein Rauschen und auch sonst alle Werte im dunkelgrünen Bereich. Selten so ein tolles DVD-Bild gesehen, welches da in 1,78:1 anamorph daherkommt. Im Kino war das Format allerdings 2,35:1. Ich konnte bis dato nicht klären (hab einen Brief an Eurovideo geschrieben!) ob es sich hier um ein akzeptables „Open matte" oder gar doch um eine Kastrierung handelt. Den Film hab ich jetzt zweimal geguckt. Nur ganz wenige Stellen sind leicht (leicht!) unausgewogen. Immer dann wenn zwei Personen kommunizieren und die Kamera eine Person dabei von hinten erfasst. Diese jenige ist dann nur so halb (von hinten) sichtbar, sein Gegenüber natürlich immer vollständig. Ich liebe Scope-Filme (und im Kino war's wohl so), noch dazu bei so einem Streifen. Trotzdem kann man hier eigentlich kaum meckern und man sollte vor allem meine ersten drei Sätze zum Bild noch mal beachten.
Ton:
Saubere DD 5.1 Abmischung, auch hier gibt's nichts zu bemängeln. Sprache ist einzig und allein Deutsch, wenn man mal von den russischen (natürlich deutsch untertitelten) Sequenzen absieht. Die russische Sprache wird allerdings nicht konsequent durchgezogen. Etwa von der gelungenen Flucht an, sprechen die Russen und Jakuten Deutsch. Als Extra auf Disk 1 gibt's einen sehr interessanten Audiokommentar mit bzw. von Regisseur und Produzent. Man kommt kaum von der Glotze weg!
Extras:
Das DigiPak enthält zwei DVD's. Alle Extras (bis auf den vorstehen erwähnten Audiokommentar) befinden sich auf der zweiten Scheibe. Die Extras sind abendfüllend. Allein das Making Of dauert 60 Minuten, wieder mit Audikommentar. Deleted Scenes, Filmvergleich mit der TV-Version (und das nicht zu knapp!), Trailer und vieles vieles mehr.
Ich hab zwar schon das meiste gesichtet aber auch noch nicht alles.
Sonstiges:
Wie gesagt es ist ein DigiPak - ein 16seitiges Booklet liegt bei. Dieses beinhaltet hauptsächlich eine Zeittafel über die Ereignisse im zweiten Weltkrieg. Also eher keine weiteren Infos zum Film selbst. Kleiner Kritikpunkt, der äußere Karton ist oben leicht schief zusammengeklebt. Korrekte Schreibweise lautet „Füße"!
Fazit:
Der Film bzw. die DVD hat es absolut verdient, drei bis acht Stunden dafür zu opfern. Er ist hervorragend gelungen und in seiner Machart absolut auch auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten. Allerdings nicht effekthascherisch und die Hauptfigur heißt weder John Rambo (zur Klarstellung: First Blood wird von mir fast verehrt) noch James Bond sondern schlicht Clemens. Clemens Forell ist ein Mensch und hat offensichtlich einiges zu erzählen gehabt. Die DVD selbst tut ihr übriges, den geneigten Käufer in allen Bereichen zufrieden zustellen. Bild und Ton und Extras sind hervorragend bzw. an Quanti- und Qualität kaum mehr zu überbieten - das ist nicht übertrieben! Die Formatfrage beim Bild (siehe oben) kann auch von mir nicht definitiv beantwortet werden.
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