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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
53 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine würdige Umsetzung eines TV-Klassikers der Nachkriegszeit,
Von
Rezension bezieht sich auf: So weit die Füße tragen - 50 Jahre Jubiläums-Edition (4-Disc-Boxset) [4 DVDs] (DVD)
Auf eine DVD-Umsetzung dieser ersten Großproduktion des deutschen Fernsehens habe ich seit Jahren sehnsüchtig gewartet - Und jetzt gibt es sie nicht nur, sondern es gibt sie in exzellenter Qualität!Was hier aus 50 Jahre altem Material herausgeholt wurde ist wirklich erstaunlich! Ja, es gibt gelegentlich Verschmutzungen und Archivmaterial das nicht sehr gut ist, aber der Großteil ist in wirklich bester Bildqualität. Knackige Schärfe in Schwarz-Weiß, so gut haben die Bilder wohl nie ausgesehen, wenn man die Qualität des Fernsehbildes in den späten 50ern bedenkt... Auch die Ausstattung hat mich sehr angenehm überrascht: Ein kleines, aber liebevoll gestaltetes Booklet, und eine kommentierte Karte, die einem die geradezu unglaubliche Strecke begreiflicher macht, die der "Held" auf seiner jahrelangen Flucht zurück legen mußte. Die vierte DVD bietet noch eine Fülle an informativen Extras, ich habe den Eindruck, dass das zuständige Team hier wirklich mit großer Liebe zum Detail gearbeitet hat. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein echter Klassiker des Deutschen Fernsehens in Top-Qualität,
Von
Rezension bezieht sich auf: So weit die Füße tragen - 50 Jahre Jubiläums-Edition (4-Disc-Boxset) [4 DVDs] (DVD)
"So weit die Füße tragen" war zunächst einmal der Titel eines Romans von Josef Martin Bauer, der auf der Grundlage des Erlebnisberichtes von Cornelius Rost, einem Offizier der Wehrmacht, dessen Identität der Autor vertragsgemäß geheim hielt, entstanden ist. Im Januar 1955 erzählte Cornelius Rost dem Autor Josef Martin Bauer die ganze Geschichte, die dieser auf Tonband festhielt. Diese Tonbandaufnahmen stellten schließlich für Bauer die Basis für die Verfassung seines Romans dar.Zum Wahrheitsgehalt einiger Details der von Cornelius Rost in den Tonbandaufnahmen gemachten Äusserungen, bestehen heute allerdings erhebliche Zweifel. Umfangreiche Nachforschungen sollen zum Beispiel ergeben haben, dass sich im geschilderten Zeitraum noch kein Kriegsgefangenenlager am Kap Deschnew befunden haben soll. Darüber hinaus soll bei Recherchen des Stadtarchiv München festgestellt worden sein, dass Cornelius Rost bereits am 28. Oktober 1947 nach München zurückgekehrt ist, nachdem er aus sowjetischer Kriegsgefangenenschaft entlassen wurde. Somit kann er unmöglich erst zwei Jahre später die drei Jahre andauernde Flucht aus einem ostsibirischen Lager angetreten haben. Der Roman von Josef Martin Bauer allerdings wurde auch unabhängig davon, ob die Geschichte nun auf Tatsachen beruht oder nicht, ein echter Welterfolg. Bis heute wurde "So weit die Füße tragen" in über 15 Sprachen übersetzt und blieb der größte Erfolg und zugleich der berühmteste Roman seines Autors. Einen großen Teil zum Bekanntheitsgrad trug sicher auch diese im Jahr 1959 für den Nord- und Westdeutschen Rundfunkverband (NWRV) entstandene sechsteilige TV-Verfilmung von Regisseur Fritz Umgelter bei, der auch das Drehbuch auf Grundlage des Romans verfasste. Der NWRV war übrigens eine Vereinigung des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und Westdeutschen Rundfunks (WDR) mit dem Zweck ein gemeinsames Fernsehprogramm auszustrahlen, nachdem sich zum Jahresende 1955 der Nordwestdeutsche Rundfunk (NWDR) aufgelöst hatte, um ab 01. Januar 1956 in den beiden neuen Sendeanstalten NDR und WDR aufzugehen. Inhalt: Im Herbst 1945 wird Oberleutnant Clemens Forell (Heinz Weiss) mit 3.000 weiteren deutschen Kriegsgefangenen nach Sibirien verschickt - für 25 Jahre Zwangsarbeit. Nur 1.200 Männer werden diese Reise überleben und müssen fortan unter unmenschlichen Bedingungen in einem Bleibergwerk schuften. Angetrieben von der Liebe zu seiner Frau und seinen beiden Kindern gelingt Forell nach mehreren erfolglosen Versuchen endlich die Flucht. Zu Fuß macht er sich auf den Weg nach Hause - über 14.000 Kilometer in drei Jahren. 1. Teil: (Erstsendung: 12.02.1959, Laufzeit: 82 min.) Die Ankunft in einem sibirischen Bergwerk, nach langer Zugfahrt und einem quälenden Fußmarsch, benutzt der zu 25 Jahren Zwangsarbeit verurteilte Clemens Forell zu einem ersten Fluchtversuch, der jedoch misslingt. 2. Teil: (Erstsendung: 24.02.1959, Laufzeit: 63 min.) Der an Krebs erkrankte deutsche Lagerarzt Dr. Stauffer (Wolfgang Büttner) verhilft Forell zur Flucht. Nachdem das Vorhaben geglückt ist, trifft Forell nach Wochen im Schnee auf Renhirten, die ihm wohl gesonnen sind. 3. Teil: (Erstsendung: 10.03.1959, Laufzeit: 66 min.) Reich bepackt mit Vorräten bricht Forell nach einigen Wochen bei den Rentierjägern wieder auf. Er schließt sich nur ungern drei ebenfalls auf der Flucht befindlichen, aus einem Straflager entflohenen Gefangenen an. 4. Teil: (Erstsendung: 24.03.1959, Laufzeit: 48 min.) Die vier Männer mißtrauten einnander. Als sich die Spannung schließlich entlädt, setzt Forell seine Flucht alleine fort. Er trifft auf Kolka, einen Hundezüchter, der ihm einen Hund schenkt. 5. Teil: (Erstsendung: 07.04.1959, Laufzeit: 55 min.) In einem Waldarbeiter-Lager trifft Forell auf einen staatlichen Kontrolleur. Er kann zwar die Schergen Stalins erfolgreich abhängen, aber sein Versuch, die mongolische Grenze zu überschreiten, scheitert. Er muß sich völlig verarmt als Bettler und Dieb durchschlagen. 6. Teil: (Erstsendung: 21.04.1959, Laufzeit: 58 min.) Forell ist am Ende. Er lebt von der Hand in den Mund und stielt, was er zum Leben braucht. Durch die Hilfe des Juden Igor, dem Forell zunächst mißtraut, gelingt ihm schließlich die Flucht nach Persien. Da die dortigen Behörden ihn für einen russischen Spion halten, kann erst mit Hilfe eines Verwandten, der in der Türkei arbeitet, seine wahre Identität geklärt werden und seiner Heimkehr steht nun nichts mehr im Wege. "Ich habe dich nicht erkannt. Ich habe nichts von allem geglaubt und ich kenne dich jetzt auch nicht. Du bist ein völlig anderer Mensch." Diese Sätze, in der Schlußszene des Films von Forells Onkel gesprochen, können Symbolisch, aber auch Symtomatisch für die damalige Generation der Menschen stehen, die als Angehörige zwar Jahrelang auf die erhoffte glückliche Heimkehr ihres Mannes, Vaters, Bruders oder Sohnes gewartet hatten, sich jetzt aber irgendwie auch als Fremde gegenüber standen. Denn während ihre Angehörigen fasst schon wieder ein Leben in scheinbarer Normalität gelebt hatten, konnten die Heimgekehrten mit dieser Art von normalen Leben, zumeist nichts mehr anfangen. Im Gegenteil: Sie waren mitunter als seelisch und körperlich gebrochene Menschen heimgekehrt, die noch Lange unter dem im Krieg und Gefangenschaft erlebten gelitten haben. So gesehen ist dies natürlich auch ein Film, der als Plädoyer gegen den Krieg und seine Folgen zu verstehen ist. Bildbewertung: "So weit die Füße tragen" wurde auf 35 mm Film gedreht. Das Original-Negativ dieser Produktion ist leider nicht mehr verfügbar. Deshalb gab es Anfänglich die Idee, lediglich nur das Beta-Videomaterial aus den 70er Jahren zu restaurieren. Glücklicherweise wurde diese Idee wieder verworfen und stattdessen die "große" aufwendigere Variante der Komplettabtastung des noch vorhandenen Filmmaterials der gebrauchten 35 mm Sendekopien, mit allerneuester digitaler Technik und anschließenden Handkorrekturen gewählt. Das vorliegende Bild ist zwar nicht "klinisch rein", was auch gar nicht zum Thema passen würde, aber es ist zweifellos die beste Bildqualität, die "So weit die Füße tragen" jemals hatte. Die Restauration ermöglicht einen Einblick in die Fernsehproduktion der 1950er Jahre. Die Bildqualitäten von einigen eingeschnittenen Außenaufnahmen und Rückprojektionen basieren auf anderem, qualitativ deutlich schlechterem Material. Darunter auch Archivmaterial, welches von 16 mm auf 35 mm hochkopiert wurde. Trotz umfangreicher Bearbeitung konnte dieses nicht mehr auf einen heutigen Bildstandard gebracht werden. Hier werden die Kompromisse der damaligen Produktionstechnik und des Budgets deutlich. Trotzdem kann man als Zuschauer mit dieser "50 Jahre Jubiläumsedition" voll und ganz zufrieden sein. Das beiliegende achtseitige Booklet enthält Informationen zum Hintergrund der Produktion, Inhaltsangaben der sechs Folgen, Biografien vom Autor Josef Martin Bauer, Regisseur Fritz Umgelter und Schauspieler Heinz Weiss. Dazu einen Auszug aus einer Rede zum 30-jährigen Jubiläum des Buches und einen kompletten "SPIEGEL"-Artikel vom 29. April 1959, der eine Fernsehkritik zu dieser damals aktuellen TV-Produktion darstellt. Auf einer ebenfalls beiliegenden Landkarte ist der Weg vom Kap Deschnew bis nach Teheran nachgezeichnet. Diese Veröffentlichung enthält vier DVDs. Die ersten drei geben jeweils zu zwei Folgen aufgeteilt die sechs Teile der Verfilmung mit einer Gesamtlaufzeit von 371 Minuten wieder, während DVD 4 mit äusserst interessanten Bonusmaterial glänzen kann. In einem 21 minütigen Interview befragte 1973 der WDR-Reporter Wolf Schmidt, Regisseur Fritz Umgelter und Schauspieler Heinz Weiss, genau 14 Jahre nach der Erstsendung zu ihren Erinnerungen an die Dreharbeiten zu "So weit die Füße tragen". Die 2002 produzierte ZDF-Sendung "History" mit Guido Knopp wirft anschließend einen 30 Minuten langen Blick, auf die Geschichtlichen Hintergründe der Filmthematik. Desweiteren gibt es ein 41 minütiges Interview mit dem Historiker Andreas Hilger zu sehen. Den Abschluß bilden zwei je 5 minütige Bonusbeiträge zum Thema digitale Bildrekonstruktion. Der erste Beitrag gibt einen kurzen Einblick in die dafür notwendige, in jeder Hinsicht aufwendige Arbeit bei der Firma Gürtler Multimedia. Der zweite Beitrag zeigt speziell die Schwierigkeiten der digitalen Bildbearbeitung im Fall von "So weit die Füße tragen". Tonbearbeitung: Der Ton konnte ebenfalls in einer überraschend sehr guten Qualität im Format Dolby Digital 2.0 aufgespielt werden. Er wirkt kraftvoll im Klang und ist ansonsten jederzeit sauber und klar verständlich. Gesamturteil: Diese DVD-Box ist eine Qualitativ rundherum gelungene Veröffentlichung zum 50 jährigen Jubiläum dieser Verfilmung, die in keinem gut sortierten Privatarchiv fehlen sollte. Fazit: Diese Limitierte Sonderauflage ist im einschlägigen Fachhandel schon fasst nicht mehr erhältlich. Wer also sein Interesse für diesen legendären TV-Klassiker nicht verleugnen... Lesen Sie weiter... › Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Lange ersehnt und nun endlich erhältlich,
Von
Rezension bezieht sich auf: So weit die Füße tragen - 50 Jahre Jubiläums-Edition (4-Disc-Boxset) [4 DVDs] (DVD)
Durch Zufall bin ich vor langer Zeit auf diese Serie im Fernsehen aufmerksam geworden. Da sie mich begeistert hat, hatte ich sämtliche Teile auf Video. Nun hat die Qualität der Kassetten stark nachgelassen und Bild- und Tonqualität waren miserabel. Immer wieder habe ich im Internet nachgeforscht ob es denn irgendwann mal eine DVD Edition dieser sensationellen Serie gibt. Mein Warten wurde belohnt. Heute nun ist die tolle DVD Box bei mir eingetroffen und ich bin begeistert. Super Qualität (wenn man bedenkt, dass die damaligen Originalbänder nicht mehr zu finden sind) und eine mit Liebe zum Detail ausstaffierte Box. Preis-Leistungs-Verhältnis ist in diesem Fall unschlagbar. Uneingeschränkte Kaufempfehlung!
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