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Wer weint schon um Abdul und Tanaya? Die Irrtümer des Kreuzzugs gegen den Terror. [Taschenbuch]

Jürgen Todenhöfer , Hans-Dietrich Genscher
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2004
Wer über der Rache die Gerechtigkeit aus dem Blick verliert, wer den einzelnen Menschen nicht mehr sieht, verspielt unsere Zukunft. Jürgen Todenhöfers Buch ist die brillante politische Analyse verfehlter, gefährlicher Strategien in einer Schlacht der Lügen. Ein spannendes, ein farbig erzähltes, ein menschliches Dokument. Und ein leidenschaftliches Plädoyer gegen sinnlose Kriege.
Der Autor war selbst etliche Male vor Ort und hat über Jahrzehnte lang den Menschen in Afghanistan geholfen. Er hat viele Geschichten voller Hoffnungslosigkeit gehört und klärt jetzt die Welt darüber auf, was er gesehen hat. Er gibt den schwächsten und unschuldigen Opfern eine Stimme: den Kindern von Bagdad und Kabul.
Erweiterte Taschenbuchausgabe mit einem Geleitwort von Hans-Dietrich Genscher und einem Bericht über die Reise Jürgen Todenhöfers mit seiner Tochter nach Bagdad im Januar 2003.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Herder; Auflage: 2. (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3451054205
  • ISBN-13: 978-3451054204
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (45 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 342.123 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Dieses Buch ist ein flammender Appell für den Frieden und eine Abrechnung mit dem bisher geführten "Kreuzzug gegen den Terror": Jürgen Todenhöfer hält "die Idee, den internationalen Terrorismus mit einem konventionellen Krieg zu bekämpfen, für eine katastrophale intellektuelle Fehlleistung". Krieg mache immer Unschuldige zu Opfern, schreibt der Politiker. Gegen fanatische Gewalttäter sei dieses Mittel hingegen wirkungslos.

Jürgen Todenhöfer ist kein berufsmäßiger Friedensaktivist. Im Gegenteil: Der promovierte Jurist saß fast 20 Jahre lang für die CDU im Bundestag und war dort Experte für Entwicklungs- und Rüstungskontrollpolitik. Heute steht er als stellvertretender Vorstandschef an der Spitze des Medienkonzerns Burda. Dass jemand wie er ein solch leidenschaftliches Buch schreibt, mag überraschen. Gleichzeitig macht es Wer weint schon um Abdul und Tanaya? um so lesenswerter.

Als die Amerikaner nach dem 11. September 2001 afghanische Städte und Dörfer bombardierten, seien dort keine Terroristen getötet worden, sondern Zivilisten, schreibt Todenhöfer. Die meisten Al-Qaida-Kämpfer entkamen, Bin Laden wurde nicht gefasst. Ungerechtigkeit aber ist für Todenhöfer der fruchtbarste Nährboden für neuen Terrorismus. Und er verweist darauf, dass die Zahl blutiger Anschläge weltweit -- von Djerba bis Bali -- seit Beginn des Anti-Terror-Krieges dramatisch gestiegen sei. "Wenn so Siege gegen den Terrorismus aussehen, wie sehen dann erst Niederlagen aus?", fragt Todenhöfer bitter.

Eindringlich warnt Todenhöfer davor, im Irak nun all diese Fehler noch einmal zu wiederholen. Für ihn hätte ein solcher "vorbeugender Angriffskrieg" nicht nur völkerrechtlich unabsehbare Konsequenzen, sondern auch politisch, wirtschaftlich, militärisch -- und vor allem, was die Opfer unter der Zivilbevölkerung angeht. Todehöfer fragt: "Wie viele schuldlose Männer, Frauen und Kinder darf man töten, um einen Diktator aus dem Amt zu jagen?" In packenden Reportagen berichtet der CDU-Mann von seinen Reisen nach Afghanistan und in den Irak, wo er jene Menschen getroffen hat, die in den Planungen der Militärs allenfalls als Zahlen auftauchen.

Todenhöfer formuliert persönlich, emotional und voller Engagement. Der Vater dreier Kinder verweist immer wieder auf die menschliche Dimension des Krieges. Er ist ein Mann mit Idealen, keine Frage. Zugleich argumentiert der ehemalige Unionspolitiker realpolitisch, so dass man seine Forderungen nicht als naiv beiseite wischen kann. Zudem ist der Burda-Manager kein Pazifist, und schon gar kein Anti-Amerikaner. Resultat: ein eindrückliches Buch von aktueller Brisanz. --Christoph Peerenboom -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Wer dieses Buch mit offenem Herzen liest, wer sich auf die Schicksale irakischer und afghanischer Kinder einlässt, wird mit Abdul und Tanaya weinen. Und er wird Krieg als Mittel des Antiterrorkampfes nie mehr akzeptieren." (Jürgen Todenhöfer)

"Ein bemerkenswertes Buch, in dem an die Bedeutung unserer Grundwerte - auch für unser Handeln gegenüber anderen Völkern - erinnert wird." (FAZ)


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtiges Buch und sehr überzeugend! 22. Februar 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist packend geschrieben und überzeugend durch die Hintergrundfakten, die glaubwürdig beschrieben sind. Insbesondere, da der Autor mehrmals sein Leben aufs Spiel setzt, um Fakten für seine Argumentationen liefern zu können.

In Bezug auf Afghanistan bekommt man wichtige Informationen, die den Angriff und die Befreiung des Landes von den Taliban in anderem Licht sehen lassen, als aus der Presse bekannt.

Nach der Lektüre dieses wichtigen Buches ist man überzeugt, dass ein Angriff auf den Irak 1. nicht das vordergründig angegebene Problem beseitigt (da es das wohl faktisch gar nicht mehr gibt) und 2. den USA hauptsächlich zu anderen Zielen verhelfen soll, wobei diese Ziele ganz und gar "antiamerikanisch" im Sinne der US-Verfassung sind.

Nichtmilitärische Lösungen für die Terrorbekämpfung werden nachvollziehbar aufgezeigt (inklusive Gründe für die Nichtanwendung durch die USA), denen der eingeschlagene Weg der US-Politik absolut konträr entgegen steht und die Terrorgefahr täglich erhöht.

Der Autor schildert anhand von Einzelschicksalen eindringlich, die Auswirkungen der Kriege und der Sanktionen für die Zivilbevölkerung (ca. 500.000 tote irakische Kinder durch die Sanktionen) und vernichtet das in der Presse aufgebaute Bild vom sauberen kurzen punktgenauen Angriffskrieg auf rein militärische Ziele. Selbst irakische Gegner von Saddam Hussein befürworten andere friedliche Lösungsansätze, um das Land von dem Diktator zu befreien.

Auf jeden Fall sieht man nun die Aussagen der Politiker, insbesondere der USA kritischer, da in diesem Buch strategische Lügen, Vertuschungen, Geheimdienstfehler und Beschönigungen schonungslos aufgedeckt werden....

Unentbehrliche Lektüre in der Diskussion um den Feldzug gegen den Terror, insbesondere die drohende Eskalation im Irak! Da das Buch von einem CDU-Mitglied geschrieben wurde, räumt es auf mit Pauschalverurteilungen "Pazifist", "Antiamerikanismus", womit viele Diskussionen gleich im Keim erstickt werden.
Sollte jeder gelesen haben! Lesen Sie weiter... ›

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48 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein faszinierendes Buch das einem die Augen öffnet 29. Januar 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe seid langem kein solch faszinierendes Buch mehr gelesen. Man wird richtig gefangengenommen von den Gefühlen und Gedanken, wenn man an das Elend der Armen Bevölkerung denkt. Eine Bevölkerung die seid Jahrzehnten durch Kriege zermürbt ist und kein Verlangen hat auf weitere Kriege. Man darf doch kein Volk strafen bloss weil ein paar Fanatiker so ein Unheil angerichtet haben. Ein weiterer Grund dieses Buch zu kaufen ist, dass die gesamten Einnahmen einem guten Zweck zugeführt werden um den leidenden Kindern zuhelfen. Eines der besten Bücher unserer Zeit das einem zum Nachdenken annimmiert.
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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen You're not the only one! 15. Februar 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Faszinierend bedrückende Schilderungen eines kritisch denkenden Zeitgenossen zu den wohl heißesten Eisen in der politischen Gegenwart - so oder ähnlich müsste ein möglicher Untertitel zu Dr. Jürgen Todenhöfers Buch klingen.
Der Autor beschreibt schonungslos offen die Problemfelder der westlichen Außen- und Sicherheitspolitik an den aktuellen Beispielen Afghanistans und des Iraks, wobei seine persönlichen Erfahrungen und Ansichten das Buch jederzeit beleben und so eine dauerhaft hohe Spannung beim Leser erzeugen.
Die Bekämpfung des Terrorismus als politisches Handeln im Affekt ohne den notwendigen Weitblick auf die Folgen des eigenen Handelns beinhaltet immer die Gefahr, dass der zweifellos gute Willen eklatante und irreparable Folgen nach sich ziehen kann. Todenhöfer ist es in seiner sehr bescheidenen Schreibweise in ausgezeichneter Manier gelungen, diese Erkenntnis zu transportieren, seine humanistischen Anschauungen zu verdeutlichen und den Leser zum kritischen Nachdenken zu bewegen.

Kurz: ein Appell an die Vernunft der Politik!
Sehr empfehlenswert!

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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leider lesen es wohl nur die Kriegsgegner??? 25. Februar 2003
Von Ramakarma
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich habe Herrn Jürgen Todenhöfer in einem Fernsehinterview gesehen.Müde der vielen Nachrichten, müde der ständigen Diskussionen zwischen den Deutschen Parteien:"hat die SPD oder die CDU recht?" ,sah ich ihn sprechen über die Iraker, über dieses so liebenswerte kriegsgeschundene, boykottierte Volk. Er sprach mit soviel Gefühl,Vernunft und Glaubhaftigkeit das ich sehr beeindruckt war von diesem Mann.Ungläubig stellte ich dann fest das er ja CDU-Politiker ist..ich kann nur sagen wären die doch alle so.....Ich habe mir sofort das Buch gekauft und hätte am liebsten alle Exemplare aufgekauft und den Herren Bush,Rumsfeld,Powell und der Frau Reeze und den restlichen Kriegstreibern geschenkt.
Dieser Mann ist ein sehr mutiger Mann der unter Lebensgefahr mehrere Male in den 80igern nach Afghanistan gereist ist, um sich dort ein Bild von der katastrophalen Situation zu machen.Das Buch ist sehr spannend, ich habe es bis 4.40Uhr morgens zuende gelesen gehabt.Besonders gefiel mir auch, dass der Sohn des Autors mit auf der Reise in den Irak ging und dort schnell seine Meinung änderte...Das würde "Dabbelju" wohl auch wenn er nur mal eine Woche dortbliebe unter den Zivilisten.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach beeindruckend 13. Februar 2003
Von Auaweh
Format:Gebundene Ausgabe
Ich gehöre wirklich nicht zu den Leuten, die regelmäßig ein Buch lesen. Ich lese vielleicht ein bis zwei Bücher im Jahr. Auf dieses Buch bin ich durch Herrn Todenhöfers Auftritt bei Johannes B. Kerner aufmerksam geworden. Diese Investition hat sich auf jeden Fall glohnt. Das Buch hatte ich in zwei Tagen durchgelesen. Jürgen Todenhöfer beschreibt auf beeindruckende Art und Weise sein Erlebtes in Afghanistan und dem Irak. Man erlebt sein Erlebtes nocheinmal. Er stellt Probleme und vor allem Lösungsansätze dar. Dabei bleibt er jedoch immer objektiv.
Er stellt sich nicht auf die Seite des Westens oder der islamischen Welt. Er beschreibt die Welt,die er erlebt hat und nicht die, die uns tagtäglich von den Medien "vorgespielt" wird.
Diese Buch ist eines der besten die ich bis jetzt gelesen habe(mögen es auch nicht viele sein). Ich kann nur jedem emphelen sich dieses informative, kritische aber auch spannende Buch zuzulegen.
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5.0 von 5 Sternen Nur zu empfehlen
Ein Buch, welches uns einen völlig neuen Blick im Umgang mir der Thematik "Umgang des Westens mit der islamischen Welt".
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