Kurzbeschreibung
Packender Gegenwarts-Thriller über die Zustände in Afghanistan, Pakistan und Indien, über die Ausbildungscamps der Al-Qaida, die Rolle des BNDs und der Medien.
Elias ist ein Junge aus dem afghanischen Norden. Während des Abzugs der Sowjetarmee überlebt der Dreijährige als einziger seines Dorfes. Er wird von Zaim gefunden und in die Berge Pakistans gebracht. Unter dem Namen Haydar (Der Löwe) wird Elias zu einem Kämpfer ausgebildet. In unserer Zeit trifft der deutsche Journalist Paul auf Zaim. Der Kommandeur erlaubt Paul, mehr über Elias erfahren zu dürfen, darf dessen Leben hautnah miterleben. Auch Paul hat Geheimnisse, die eines Tages von Zaim durchschaut werden. Elias rettet Pauls Leben, eine haarsträubende Flucht durch Pakistan und Indien folgt. Hemmanns Thriller ist eines der wenigen deutschsprachigen Antikriegsbücher zum laufenden Afghanistankrieg.
Der Verlag über das Buch
Der in Leipzig geborene Autor Tino Hemmann empfahl sich der großen Leserschaft vor allem durch sein bedrückendes Werk "Der unwerte Schatz", in dem vom Schicksal eines Leipziger Jungen während der NS-Zeit erzählt wird. Nicht weniger rührend und anklagend sind seine drei Kriminalromane, in denen die sozialen Zustände in unserer Stadt und zuletzt in "Vogelgrippe" auch die Profitgier und die Korruption in unserer Gesellschaft angeprangert werden. Da in den letzten Wochen die deutsche Gesellschaft wachgerüttelt wurde, da doch Politiker endlich die wachsende Armut im Osten erkennen (ohne dass sie zu erkennen geben, derer Ursachen jemals Herr zu werden), da gerade in den letzten Wochen über die Medien bekannt wurde, dass etliche Kinder in unserem fortschrittlichreichen Land sterben mussten, unsere gewählten Vertreter zwar mit Fußballweltmeisterschaft, teurem Citytunnel und prunkhaftem Bildermuseum mehr schlecht als recht glänzen können, doch das Wohl derer, die unser Land dereinst beleben und bewirtschaften sollen, wenig unterstützen. Ein Kind ist nicht förderfähig, demzufolge ... Hemmann sozialkritische Krimis nehmen sich solcher Schicksale leidenschaftlich an. Im ersten Buch "Nomenclatura" steht ein abdriftender Amtsleiter der ehemaligen Buchstadt im Mittelpunkt um das Verschwinden einiger Kinder. In "500 Stufen über Leipzig" erzählt Hemmann eine Oliver-Twist-ähnliche Geschichte eines Straßenkindes unserer Stadt und in "Vogelgrippe" erlebt Kripo-Oberkommissar Hinrich, Chef der Leipziger K1, ein ungewolltes Treffen im Mecklenburgischen, muss erkennen, dass es in Deutschland Mächte gibt, für die Profit zählt und nicht das Leben eines Kindes. Die realistisch beklemmende Atmosphäre, die Hemmann in seinen Büchern schafft, könnte problemlos Grundlage einiger ordentlicher Fernsehfilme sein. Mit Spannung darf man auf das für Ende des Jahres angekündigte Buch "Und weil die Stunde kommt" warten, in dem sich Hemmann mit einem afghanischen Waisenkind auseinandersetzt, dessen Familie von sowjetischen Truppen ermordet wurde, das sich in der heutigen Zeit in Pakistan in einem Ausbildungscamp für Söldner wieder findet, eine brisante Handlung zwischen Demokratie, Islam, Besatzern und dem, was man heute Al-Qaida nennt.