...geht es zu in diesem Krimi von der Nordsee. Der Autor beschreibt mit viel Liebe zum Detail das Millieu der ostfriesischen Sielhäfen und Inseln, wie sie vielleicht vor dreißig Jahren waren. Heiko Husmanns, ein alter Fahrensmann, ermittelt unspektakulär die Hintergründe eines Falles, und seine Ermittlungen führen ihn in die letzten Kriegstage zurück. Das liest sich alles sehr nett, ist auch recht spannend und bietet viel Lokalkolorit. Die Stimmung erinnert etwas an die Rahmenhandlungen der alten Erlebnisberichte der DGzRS, aber das tut dem nostalgischen Vergnügen keinen Abbruch. Einziges Manko: Real existierende Orte, werden unzutreffend beschrieben, auch da, wo es aus dramaturgischen Gründen nicht störend gewesen wäre, bei den Tatsachen zu bleiben, Beispiel: Langeoog hat nun einmal keinen Leuchtturm, also kann er auch nicht im Nebel verschwinden. da er ohnehin keine Rolle spielt, hätte man ja auch den real existierenden Wasserturm nehmen können.
Trotzdem: Ein empfehlenswertes Lesevergnügen für die Koje oder den Strandkorb.