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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wunderschön!, 10. November 2009
Die neunzehnjährige Sophie begegnet auf dem Weg zu einem Fest auf der Straße zufällig Soldaten. Voller Angst steht sie vor den Männern, die sie ungeniert anstarren. Ein wunderschöner junger Mann tritt hinzu und rettet sie. Kaum schaut sie in die Augen dieses Mannes, quellen aus Ritzen und Spalten, Nischen und Ecken gummiartige Monster hervor und bedrohen sie. Sophie und der junge Mann, der sich als der Zauberer Hauro entpuppt, schweben davon. Kaum hat er Sophie auf einem Balkon abgesetzt, ist er auch schon verschwunden. Sophie aber soll diesen kurzen Moment bitter bereuen. Kaum ist Sophie im Hutmachergeschäft, wo sie arbeitet, angekommen, betritt eine hässliche alte Frau die Geschäftsräume. Die Hexe aus dem Niemandsland ist auf der Suche nach Hauro, und Sophie hat in ihren Augen verhindert, dass sie seiner habhaft werden konnte. Sie belegt die hübsche Sophie mit einem schrecklichen Fluch: Sie muss von Stund an als neunzigjährige alte Frau ihren Weg durchs Leben gehen. Voller Entsetzen und Scham über ihr Aussehen flieht Sophie ins Niemandsland und sucht das Tal des Zauberers. Dort will sie Hauro bitten, den Fluch von ihr zu nehmen.
Sie findet ein seltsames, riesiges Schloss, das auf Beinen durch die Landschaft wankt und wird wider Erwarten eingelassen.
Sie lernt den Feuerdämon Calcifer und Markl, den Gehilfen des Zauberers, kennen. Die Räume quellen über vor Schmutz und Unrat und die alte Sophie beginnt, die Räume gründlich zu säubern. Plötzlich betritt der Zauberer Hauro das Haus und voller Entsetzen muss Sophie mit ansehen, wie er wund an Körper und Seele in seinen Räumen verschwindet. Doch es soll noch schlimmer kommen. Der überall ausbrechende Krieg greift auch auf Sophies Stadt über und die Königin will den Zauberer Hauro an ihrem Hofe sehen. Doch auch die Hexe aus dem Niemandsland ist auf dem Weg zur Königin. Da beschließt Hauro, Sophie zur Königin zu schicken.
"Das wandelnde Schloss" ist, ob Sie es glauben oder nicht, einer der erfolgreichsten Filme der Welt - in Japan. Nach "Chihiros Reise ins Zauberland" und "Titanic" konnte kein Film in der Geschichte des japanischen Kinos so viele Zuschauer anlocken. Dieser Film muss also einfach gut sein.
Und genau das ist er. Erstens ist er einfach. Die Zeichnungen sind liebevoll und schlicht, die Bilder fast kitschig und sehr bunt. Einzig das wandelnde Schloss, mehr ein Schrotthaufen als ein Haus, ist im Computer entstanden. Alles andere wirkt wie ein Zeichentrickfilm der 70er Jahre. Einfach und doch effektvoll, fantasiereich und brillant erzählt. Woraus sich zweitens ergibt, dass der Film gut ist. Nicht sehr gut, dafür sind die Geschichte zu einfach, die Bilder zu simpel, die Charaktere zu eindimensional. Einzige Ausnahme ist Sophie. Diese junge Frau, die auch als neunzigjährige alte Frau wundervoll positiv und ungebrochen von ihrem schrecklichen Schicksal durch das Leben geht, ist beeindruckend gemacht und als Charakter absolut einmalig. Sie verkörpert die Moral und Sichtweise des Regisseurs und Altmeisters des japanischen Animes, Hayao Miyazaki. Er hat die wundervolle Geschichte des Zauberers, der seinen Gefühlen nicht traut und seiner Verantwortung nicht nachkommen will, den zauberhaften Büchern der britischen Autorin Diana Wynne Jones entnommen. Selten ist eine Melange aus Fantasie und Liebesgeschichte, Zeichentrick und japanischer Anime-Tradition so gut gelungen wie in diesem Film. Allenfalls Chihiro und Prinzessin Mononoke sind besser und dramatischer.
Das Manko der Geschichte ist der seltsame Krieg. Weder die Kämpfe noch die Kriegsparteien, geschweige denn die Ziele dieses Krieges sind erläutert oder greifbar. Obwohl die Kämpfe furchtbare Zerstörungen anrichten und flächendeckend Bombenteppiche zu fallen scheinen, gibt es keine Konsequenzen, geschweige denn wird die Lösung am Ende des Films plausibel. Schade, denn die Ursache allen Übels erscheint dadurch beliebig und vordergründig.
Fazit: Dieser Film ist wunderschön. Seine Heldin Sophie ist ein wunderbarer Charakter, und mitzufiebern, wie es ihr ergeht, ein tolles Erlebnis. Der Film hat zwar fast nichts mit seiner Buchvorlage gemein, erreicht aber durch Bild und Ton die Herzen seiner Zuschauer.
Nur für Anime-Fans ist die Deluxe-Edition zu empfehlen. Für das zusätzliche Geld bekommt man einige Sammelkarten, Interviews und das komplette Storyboard des Films.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wunderschön!, 20. Oktober 2006
Kaum ein anderes Filmstudio ist so bekannt für seine rührenden und wunderschönen Zeichentrickfilme wie das japanaische Studio Ghibli.
Schon "Chihiros Reise ins Zauberland" und "Prinzessin Mononoke" haben mich unglaublich fasziniert und teilweise zu Tränen gerührt.
"Das wandelnde Schloß" ist abermals ein ganz großer Wurf von Hayao Miyazaki und er beweist einmal mehr sein unglaubliches Können.
Die junge Sophie arbeitet als Hutmacherin in einer kleinen Stadt und ist mit ihrem Leben zwar nicht unbedingt zufrieden, aber auch nicht wirklich unglücklich.
Eines Tages begegnet ihr der Zauberer Hauro und fliegt mit ihr über die Stadt. Von diesem Augenblick an ist es um sie geschehen und sie verliebt sich unsterblich in ihn. Doch noch am selben abend wird Sophie von einer eitlen, alten und gekränkten Hexe mit einem Fluch belegt, der sie zu einem alten Mütterchen von 90 Jahren werden läßt.
So beschließt Sophie zu fliehen und läuft geradewegs in Hauros Arme...
Die Welt, in der die Geschichte spielt, wird vom mittelalterlichen Europa beeinflußt. So gibt es zahlreiche Städte mit typischen Fachwerkhäusern, den alten Pflastersteinen und den für diese Zeit üblichen Gewändern. Aber ein Film des Studio Ghibli wäre nicht ohne die magische Komponente. So gibt es in dieser Welt wundersame Flugmaschinen und Zauberei und vieles andere.
Die ganze Welt ist wieder so herrlich detailliert gezeichnet und extrem liebevoll geschmückt und ausstaffiert; dazu noch die gewohnt wunderschöne Musik - so macht das Abtauchen in eine andere Welt wirklich Spaß!
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zauberhaft, 13. Februar 2006
Nun habe ich mir das neuste Werk von Hayao Miyazaki gestern im Kino mit meinen kleinen Geschwistern zu Gemüte gezogen. Ich habe einen guten Film im Stile von Chihiros Reise ins Zauberland erwartet aber keinen Film der an das Meisterwerk Prinzessin Mononoke heran kommt. Ich wurde überrascht der Film hat meine guten Erwartungen weit übertroffen und ich wurde absolut verzaubert. Ich fühlte mich paar schöne Stunden wieder wie ein 3 Jähriges Kind das mit riesigen Augen die wundervolle Atmosphäre des Films genoss. Hier ist einfach alles dabei von Hexen, geheimnisvollen Magiern, Dämonen und vieles mehr. Wer hier Chihiros Reise ins Zauberland Nummer 2 erwartet der wird positiv überrascht den der Film ist von seiner Geschichte komplett anders und sehr witzig aber regt zu gleich zum denken an. Das Thema Krieg wird hier sehr schön für Kinder aufbereitet um zu zeigen wie schlecht er ist aber ohne diese zu erschrecken. Sprüche wie „Freunde oder Feinde.. das ist doch egal sie sind doch alle Mörder“ machen klar das der Film mit absolut kompromisslosen Pazifismus gestrickt ist, aber das ist O.K. Das jüngste Werk von Hayao Miyazaki ist zugleich von der Thematik her einer der ernsteren aber auch der witzigste von all seinen Werken. Lustige Gestalten zu Haufe, Situationcomic und Dialoge über die man einfach nur noch lachen kann heitern einen richtig auf. Das ganze hat auch einen sehr epischen Tatsch ala Prinzessin Mononoke und kommt so Märchenhaft rüber wie bis her kein anderer Film von Hayao Miyazaki. Ein Meisterwerk!!!!!! Nach Prinzessin Mononoke Hayao Miyazaki bester Film und auch der beste Anime der letzten Zeit (Walt Disney und Dreamworks machen da ja nix mehr).
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