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Das wahre Leben des Johann Sebastian Bach Taschenbuch – April 2007

6 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2 (April 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492244351
  • ISBN-13: 978-3492244350
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 3,5 x 19,1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.108.836 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Abgesehen von seiner Fähigkeit der leicht fasslichen, ja spannenden Darstellung beeindrucken bei Eidam die große musikalische Kompetenz, die Fähigkeit, sich in Zeit und Umwelt Bachs zu versetzen, und die Bereitwilligkeit, die Originalquellen zu studieren.« General-Anzeiger

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Klaus Eidam, geboren 1926 in Chemnitz, war Dramaturg und Chefdramaturg unter anderem an Theatern in Dresden und Berlin sowie in zwei Musikverlagen und ist bis heute als Kirchenmusiker tätig. Er schrieb über Georg Friedrich Händel, Joseph Haydn und Carl Maria von Weber und ist der Autor eines vierteiligen Fernsehfilms über Johann Sebastian Bach, der in vierzig Ländern ausgestrahlt wurde. Heute lebt er in Oberbayern.

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Kundenrezensionen

2.3 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rudolf Kaiser am 17. April 2007
Klaus Eidams Buch über das wahre Leben" von Johann Sebastian Bach stellt trotz sprachlich-stilistischer Mängel einen wichtigen Beitrag zur Bach-Forschung dar. In seinem Buch hat sich Eidam zum Ziel gesetzt, falsche Schlüsse und Fehlinterpretationen aus verschiedenen Bach-Biographien richtig zu stellen. Es verdient durchaus Anerkennung, wenn Eidam, gestützt auf sorgfältiges Studium der Archive, z.B. nicht nachvollziehbare Schlussfolgerungen von Albert Schweizers Bach-Biographie korrigiert. Insgesamt trägt Eidams Buch zu einem realitätsnäheren Bild von Johann Sebastian Bach bei und räumt dabei mit vielen Irrtümern und Vorurteilen auf. Mendelssohn mag zwar Bachs Matthäus-Passion gerettet haben. Es stimmt aber nicht, dass Bachs Werke bis dahin vergessen waren. Eidam weist darauf hin, dass z.B. das Wohltemperierte Klavier" bei Haydn, Mozart und späteren Komponisten in hohen Ehren stand.

Aus der Zielsetzung des Buches heraus ist es durchaus nachvollziehbar, wenn Eidam seinen Schwerpunkt nicht auf die musikalischen Werke von Bach legt, sondern sich hauptsächlich auf die Stationen seines Wirkens und den damit verbundenen Schwierigkeiten konzentriert. Besonders gelungen ist hier die Darstellung von Bachs Kindheit und Jugend zu bewerten. Nach Eidams These beruht Bachs Genie unter anderem auf der Tatsache, dass Bach seit frühester Kindheit einen ausgeprägten Wissensdurst für die Musik an den Tag legte. Auch Eidam arbeitet die herausragende Position Bachs in der europäischen Musikgeschichte heraus, wenn er feststellt, dass Bach zwar nicht Höhepunkt und Endpunkt des Barock" (Schweizer) darstellt, sondern in seiner Zeit unerreicht und einzigartig war.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von I. Krämer am 30. Januar 2014
Ich will eine Lanze brechen für dieses Buch - was hier so inbrünstig von selbsternannten Fachleuten verrissen wird...
Ja - gerade dies bewog mich zu seinem Kauf! Und ich wurde nicht enttäuscht.
Es ist zwar ein eigenwilliger und emotionaler Stil in dem es geschrieben ist - doch gerade das macht seinen Charme aus.
Wie hier einer dazu geschrieben hat: Bach als menschliches Wesen !
Das war es, was mich interessierte.
Mit Infos über seine Taten und Werke wird man überall "zugeschmissen" - doch was "der Bach" für einer war - und mit welchen Problemen er kämpfen musste - das verschwindet hinter einem geradezu monströsen Personenkult.
Wer alles, was Quellen minutiös hergeben können, (z.B. wer den Abtritt der Bachs reinigte, etc!) wissen muss, kann ja andere Bücher lesen!
Es ist geradezu absurd, einem ausübenden Musiker und Drehbuchautor eines mehrteiligen Bach-Films mangelnde Sachkenntnis und mangelnde Recherche zu unterstellen! Der Mann MUSSTE gründlich recherchieren, damit sein Film glaubwürdig wird.
Und stieß dabei offensichtlich auf etliche Ungereimtheiten...
Da wäre ich auch sauer, wenn ich schließlich feststellen müsste, dass sogenannte Fachleute ihre eigenen Märchen über den GROSSEN Bach in die Welt setzen.
Allen voran mal die Kirchen, bzw. deren Protagonisten, die Bach gleich für sich vereinnahmt haben.
Einer der Orgel spielt, Kantaten schreibt und Thomaskantor ist, MUSS ja zwangsläufig ein Gottesmann sein...
Ein Glück, dass Bach nicht katholisch war - sonst hätte man ihn wohl heiliggesprochen..
Für Bach ging es einzig und allein um die Musik - und er war so fromm, wie man es damals eben war!
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von flu am 5. September 2007
Eidams Buch verleitet beim ersten Durchblättern aufgrund seines unkonventionellen und jedenfalls nicht langweiligen Sprachstils zum Kauf, zumal der erste Eindruck einen neuen und unverstellten Blick auf die Persönlichleit Bachs sugeriert. Leider entpuppt sich vieles als Allgemeinplatz oder stimmt so nicht (z. B. war Bach nicht der erste, der temperierte Stimmungen beschrieb, doch Eidam stellt es so dar, als wäre es so; zudem ist höchst umstritten, ob Bach für sein "Wohltemperiertes Klavier" tatsächlich mit der gleichstufigen oder vielleicht eben doch mit einer nichtgleichstufig-temperierten Stimmung rechnete). Noch ärgerlicher sind die fortwährenden Seitenhiebe auf andere Bach-Autoren; erstens sind die Zitate, mithilfe derer Eidam anderen Autoren Irrtümer oder gar fachliche Schwächen unterstellt, in keinem einzigen Fall sauber bibiographiert (mit Seitenangaben), und zweitens sind diese Zitate gar keine im eigentlichen Sinne, sondern es handelt sich um - wie konkrete Überprüfungen ergeben - verzerrte bis sinnentstellende sowie aus ihrem Kontext herausgerissene Scheinzitate. Alles in allem darf man daher diesem Buch keinen wissenschaftlichen und auch keinen populärwissenschaftlichen Rang zusprechen; in der Bachforschung der Zukunft wird dieses Opus wohl bestenfalls als Kuriosität überleben. Erstaunlich, dass es das Lektorat des Piper-Verlages, von dem man ganz andere Qualität gewohnt ist, passieren konnte.
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