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Das wahre Leben des Johann Sebastian Bach
 
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Das wahre Leben des Johann Sebastian Bach [Taschenbuch]

Klaus Eidam
2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Piper (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492230687
  • ISBN-13: 978-3492230681
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 741.879 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Klaus Eidam
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Klaus Eidam verfolgt mit seinem Buch das Anliegen, Bach-Bilder zu korrigieren, die aus zahlreichen älteren und neueren Bach-Biografien und aus Forschungsarbeiten zu einzelnen Aspekten von Bachs Leben und Werk entstanden sind. Indem Eidam Bach als Person, als Komponisten und als Musiker von solchen Bach-Bildern befreit, will er die Lücken in unserem Wissen über Bach aufdecken und sie mithilfe eigener Recherchen füllen. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Bach weder ein "musizierender Gottesmann" gewesen sei, noch ein Komponist der Aufklärung, als welcher er besonders in der Bach-Forschung der ehemaligen DDR dargestellt wurde. Er sei kein Gelehrter und kein Theoretiker, sondern ein forschender Autodidakt gewesen, für den Musik "jener Kontinent war, dessen Erforschung ihn sein Leben lang so in Anspruch nahm wie den großen Amundsen die Erforschung der Arktis". Während der Ausübung aller seiner Ämter -- weltlicher ebenso wie kirchlicher -- habe Bach sich mit größter Geduld und Zähigkeit für die Verwirklichung seiner Ideen als Musiker eingesetzt. Eidam führt materialreich vor, mit welchen Widerständen seitens der Obrigkeit Bach beispielsweise als Thomaskantor in Leipzig zu kämpfen hatte, wo er "gemobbt", ja "zur Unperson gemacht" wurde. Dass der kontrapunktische Stil Bachs schon zu dessen Lebzeiten als antiquiert gegolten hätte, bestreitet Eidam. Bach habe als Meister des harmonischen Kontrapunkts und als Entdecker der temperierten Stimmung ohnehin immer eine Sonderstellung in seiner Epoche eingenommen.

Eine Spurensuche, bei der "Lücken zu Fenstern" gemacht werden, wie Volker Hagedorn es in der ZEIT der Bach-Biografie Johann Sebastian Bach von Christoph Wolff anerkennend bescheinigt hat, ist Eidams Buch leider nicht. Eidam ist kein Musikwissenschaftler und will es auch nicht sein. Musikwissenschaftlern spricht er pauschal jeden Kunstverstand ab: "Woher er den Lehm geholt hat, darüber zerbrechen sie sich die Köpfe. Aber was er daraus gemacht hat, darüber wissen sie nichts zu sagen." Was Eidam selbst zu diesem Thema zu sagen hat, muss der Leser aus dem äußerst polemisch geschriebenen Buch herausfiltern, das eher den Titel "Klaus Eidam, ein Leben gegen die Bach-Forschung" verdiente, wenn es denn überhaupt eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Bach-Forschung wäre. Eine sinnvolle Gliederung, Anschaulichkeit der Darstellung und jeder Ansatz von Reflexion fallen der Polemik zum Opfer. Am allermeisten die gemessen am Umfang des Buches sehr dünn ausfallenden Aussagen über Bachs Musik. Der Schlusssatz des Buches lautet: "Tatsächlich: Er verbindet uns mit dem All." Das mag wohl sein. Doch zu unserer Verbindung mit Bach trägt Eidams Buch nur wenig bei. --Dorothee Lieberknecht

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.11.1999
Der Verlag preist das Buch als "die erste große Bach-Biografie seit Jahrzehnten" an, aber da möchte der Rezensent Thomas Fischer doch nicht so ganz folgen. Er ärgert sich über Eidams flapsigen Stil, das "miserable" Literaturverzeichnis und die "nervtötende Verwendung des bestimmten Artikels bei Eigennamen" ("der Bach"). Neuere Literatur zu Bach sei nicht ausreichend verarbeitet. Trotzdem findet Fischer auch einiges Interessante bei Fischer, vor allem was er zu Bachs Wirkung nach seinem Tode herausgefunden habt: Hier mache Eidam mit dem Mythos Schluss, dass Bach bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts völlig vergessen worden sei, und zeige etwa den über die Bach-Söhne vermittelten Einfluss auf den jungen Mozart. Auch über die Zahlen- und Symbolmystik vieler Bach-Forscher mache sich Eidam auf amüsante Art lustig.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kein einfaches Buch 15. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die deutlich auseinandergehenden Reszensionen ueber dieses Buch sind vielleicht darin begruendet, dass es nicht gefaellig ist. Eidam wendet sich vornehmlich an den mit Wissen Vorbelasteten, somit findet der Neuling manches zu knapp abgehandelt. Wer sich aber in der Musikwissenschaft und Bach-Forschung ein wenig auskennt, wird sein Vergnuegen haben, die teilweise sarkastischen und scharfzuengigen Aeusserungen Eidams zu lesen. Wenn auch nicht alle seine Thesen gut belegt oder wahrscheinlich sind, weist er doch vielen etablierten Bach-Forschern handwerkliche Maengel nach. Es lohnt sich unbedingt, dieses und andere Bach-Buecher einmal parallel zu lesen. Ich musste oft Eidam Recht geben. Zudem finde ich, dass Eidam dem Phaenomen Bach unterm Strich deutlich gerechter wird als viele, insbesondere zeitgenoessische Bach-Forscher. Also unbedingt ein guter Tipp fuer den fortgeschrittenen Bachfreund.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Klaus Eidams Buch über das wahre Leben" von Johann Sebastian Bach stellt trotz sprachlich-stilistischer Mängel einen wichtigen Beitrag zur Bach-Forschung dar. In seinem Buch hat sich Eidam zum Ziel gesetzt, falsche Schlüsse und Fehlinterpretationen aus verschiedenen Bach-Biographien richtig zu stellen. Es verdient durchaus Anerkennung, wenn Eidam, gestützt auf sorgfältiges Studium der Archive, z.B. nicht nachvollziehbare Schlussfolgerungen von Albert Schweizers Bach-Biographie korrigiert. Insgesamt trägt Eidams Buch zu einem realitätsnäheren Bild von Johann Sebastian Bach bei und räumt dabei mit vielen Irrtümern und Vorurteilen auf. Mendelssohn mag zwar Bachs Matthäus-Passion gerettet haben. Es stimmt aber nicht, dass Bachs Werke bis dahin vergessen waren. Eidam weist darauf hin, dass z.B. das Wohltemperierte Klavier" bei Haydn, Mozart und späteren Komponisten in hohen Ehren stand.

Aus der Zielsetzung des Buches heraus ist es durchaus nachvollziehbar, wenn Eidam seinen Schwerpunkt nicht auf die musikalischen Werke von Bach legt, sondern sich hauptsächlich auf die Stationen seines Wirkens und den damit verbundenen Schwierigkeiten konzentriert. Besonders gelungen ist hier die Darstellung von Bachs Kindheit und Jugend zu bewerten. Nach Eidams These beruht Bachs Genie unter anderem auf der Tatsache, dass Bach seit frühester Kindheit einen ausgeprägten Wissensdurst für die Musik an den Tag legte. Auch Eidam arbeitet die herausragende Position Bachs in der europäischen Musikgeschichte heraus, wenn er feststellt, dass Bach zwar nicht Höhepunkt und Endpunkt des Barock" (Schweizer) darstellt, sondern in seiner Zeit unerreicht und einzigartig war. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Melodik und Harmonik als auch hinsichtlich der handwerklichen Solidität von Bachs Werken.

Es ist schade, dass Eidams Buch in weiten Teilen stilistisch recht flapsig geschrieben ist. Das ist sicherlich unangemessen. Außerdem ist dieses Buch nicht frei von Polemik, die sich gegen Ende fast ins Unerträgliche steigert. Ein wenig mehr Nüchternheit wäre in jedem Falle angebrachter gewesen.

Fazit: Ein inhaltlich sehr lesenswertes Buch, stilistisch gleichwohl mit Mängeln behaftet.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
DAS Bach-Buch des Jahres!!! 21. Januar 2001
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Klaus Eidam nähert sich Johann Sebastian Bach - einem Mythos! - mit großer Kenntnis seiner Musik und herzerfrischender und absolut gerechtfertigter Respektlosigkeit der etablierten Musikwissenschaft gegenüber. Damit bringt er das Kunststück fertig, seine eigene These zu widerlegen ( die ich voll unterstütze und die mir aus dem Herzen spricht!), daß man über echte Musik eigentlich nicht reden kann, sondern daß nur Musik Musik ausdrücken kann!!! Ihm gelingt es - allein im Widerlegen von Fehlurteilen und biographischen Irrtümern - wirklich, mit seinem Buch dazu beizutragen, daß Bach entmystifiziert und damit heute wieder ganz neu lebendig wird, wenn er gespielt und gesungen wird! Was wollte er denn auch mehr?
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Scheinbarer Großangriff auf Musikwissenschaft ist heiße...
Eidams Buch verleitet beim ersten Durchblättern aufgrund seines unkonventionellen und jedenfalls nicht langweiligen Sprachstils zum Kauf, zumal der erste Eindruck einen neuen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. September 2007 von flu
Auweia!
Es mag ja sein, dass er die ein oder andere neue Erkenntnis hinzugewinnt. Aber dass man Absatzweise Zitate aus Bach-Büchern um die Ohren gehauen bekommt, die nach Meinung des... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Juli 2007 von Peter Schnur
Besserwisser
Diese Biographie ist wohl so ziemlich das Überflüssigste, derzeit zu Habende auf dem Buchmarkt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. April 2007 von Gerhard Pülhorn
Belanglose Polemik
Eidams Beschreibung Bachs ist ein anachronistiches Echo des "Geniekults" des 19. Jahrhunderts. Ein Genie also, dass seiner Zeit voraus war und sich stets gegen sein... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juni 2006 von Rivi
Hervorragend
Wer sich intensiver mit Musikwissenschaft auseinandergesetzt hat, weiß, wie praxisfern einige (natürlich nicht alle) Musikwissenschaftler sind. Lesen Sie weiter...
Am 18. Februar 2004 veröffentlicht
Informativ, direkt, interessant
Eignet sich hervorragend als Geschenk für neue Bachfreunde
Am 9. Juli 2000 veröffentlicht
Überflüssiges Buch
Als musikhistorischer Laie suchte ich das "wahre Leben des Johann Sebasian Bach" leider vergebens in diesem Buch. Lesen Sie weiter...
Am 9. April 2000 veröffentlicht
Abzuraten, eines der schlechtest möglichen Bücher über...
Eine erstaunliche Schlappe für Verlag und vor allem Lektorat des Verlages, ein solch schlecht gearbeitetes, mit Fehlern behaftetes Buch auf den Markt zu geben. Lesen Sie weiter...
Am 5. Dezember 1999 veröffentlicht
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