Mineko kommt als kleines Kind in das Kyoto-Viertel Gion, waechst ab da in einem Geisha-Haus auf. Sie wird zur "Erbin" des Hauses herangezogen und alle Bemuehungen sind auf ihr Debüt als Maiko und spaeter Geisha gerichtet. Sie ist ehrgeizig, will unbedingt die beste Taenzerin von Gion werden und hat nach ihrem Debüt (mit 15!) sehr grossen Erfolg, sie ist bis zu anderthalb Jahren im voraus ausgebucht. Zunehmend erschoepft von dieser Arbeit - sie schlaeft 3 Stunden pro Nacht - und enttaeuscht darueber, dass sie im streng reglementierten System nichts aendern kann, gibt sie mit nur 29 Jahren den Beruf der Geisha auf. Soweit zur Geschichte.
Das ist nun das dritte Geisha-Buch, welches ich gelesen habe und ich hab es nicht bereut. Sicher, Arthur Golden's Schreibstil ("Die Geisha") ist einfach besser, hier aber schreibt jemand ueber sein eigenes Leben - allein diese Tatsache bringt mir die Geschichte schon näher. Die Foto's im Buch unterstuetzen das noch. So, nun noch ein paar Schwachpunkte... Mir fehlte manchmal so etwas wie ein roter Faden, kleine Geschichten werden an- aber nicht wirklich zuende erzaehlt. Auch hatte ich mir mehr ueber ihre persoenlichen Beziehungen in der Gion Gemeinschaft erwartet. Da Mineko aber, wie sie selbst sagt "am liebsten fuer sich war", kann es natuerlich gut moeglich sein, dass ihren Beziehungen zu anderen genau diese Tiefe fehlte. Manche Episoden bleiben daher etwas oberfaechlich.
Trotzdem - eine Autobiographie muss ja auch kein literarisches Gesamtkunstwerk sein - kann man fuer die Dauer des Roman's mal wieder in diese spannende Welt abtauchen und erfähr viel Neues. Das Lesen lohnt ich auf jeden Fall.