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Produktinformation
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Dieter Hallervorden hat speziell mit seiner Fantasiefigur Didi einiges an undifferenzierter Kritik ausgelöst, die ihn über die Jahre verfolgt hat und ihm das Image des Blödeldödels oder des Klamauk-Komikers einbrachte. Dabei war Hallervorden eigentlich immer auch ein bisschen Autorenfilmer mit gesellschaftskritischem Anspruch. Ganz sicher trifft diese Feststellung auf einen der erfolgreichsten Hallervorden Filme überhaupt zu. Der 1986 unter der Regie von Wigbert Wicker und nach einem Drehbuch von Tatort-Vielschreiber Felix Huby und Hallervorden selbst entstandene Didi auf vollen Touren, erzählt die Geschichte des gewissenhaften Lagerarbeiters Didi, der sich mit ehrlicher Maloche seinen Traum finanziert. Er kauft sich einen LKW, motzt ihn mit eigenen Händen zu einem rot-metallic farbenen Ungeheuer auf um damit fröhlich nach Frankreich zu gondeln. Was der brave Didi nicht weiß: seine Ladung besteht aus Altölfässern auf dem Weg in eine französische Mülldeponie, deren Entsorgung lediglich dazu dient die Umweltsünden des kriminellen Verursachers zu vertuschen.
Wie so oft bei Hallervorden dreht es sich also um den Kampf zwischen David und Goliath, zwischen einer ehrlichen Haut und den skrupellosen Anzugträgern. Und natürlich ist die Umweltthematik der Entstehungszeit des Filmes geschuldet, einer Zeit in der Demonstrationen gegen AKWs und Endlagermethoden den Diskurs bestimmten. Tatsächlich verbirgt sich jedoch hinter diesem als Gesinnungskino lesbaren Aspekt des Films ein ganz spannender Ansatz. Hallervorden und Felix Huby bauen einen vielschichtigen Konflikt zwischen Konsumbegierde auf der einen und dem Drang nach persönlicher Freiheit auf der anderen Seite auf, der am Ende visuell aufgelöst wird. Didi reitet auf seinem Sattelschlepper wie ein Cowboy der Postmoderne in den Westen, in die französische Provinz nämlich, in der sich schließlich der Endkampf zwischen Gut und Böse vollzieht. Dass sich Hallervorden im wirklichen Leben seit vielen Jahren in seinen Schaffenspausen auf ein Anwesen in der wildnatürlichen Bretagne zurückzieht überrascht dabei nicht wirklich. Und dass Didi durch Humor und Spontanität jede Macht der Welt aushebelt erst recht nicht. Hallervorden hat in Didi nicht etwa ein Blödelimage gefunden, sondern einen Weg seine persönlichen Überzeugungen in ein massenkompatibles Format zu verpacken. Darüberhinaus überzeugt Didi auf vollen Touren als Zeitdokument, das die ästhetische Alltagswelt der 80er Jahre einfängt und damit auch für die an Oberflächenstrukturen interessierte Retro-Generation interessant ist. --Thomas Reuthebuch
Zunächst ist da der Hauptfilm, in neuer vom Original-UFA-Negativ getätigten Abtastung, d.h. die beste Bild und Tonqualität. Weiterhin gibt es die englische und spanische Tonspur.
Besonders hervorzuheben ist das Bonusmaterial. Der Audiokommentar mit Dieter Hallervorden persönlich und einigen Verantwortlichen des Film sowie Jungregisseur Tobi Baumann (Der Wixxer). Sehr informativ und amüsant.
Weiterhin gibt es Teil Drei der alten TV-Serie "Zelleriesalat & Gitterspeise", einfach königlich !!
Dazu die Werbeauftritte von Diether Hallervorden bei "Na sowas" und "Wetten daß..", wo er den Film vorstellte.
Die Filmographien und die Hallervorden Trailer-Show runden diese tolle DVD ab.
2003 haben sich einige Hallervorden-Fans zusammengetan, und haben das DVD-Label Turbine Medien gegründet mit dem Ziel, würdige DVD-Umsetzungen für die Didi-Filme zu gestalten. Dieses Vorhaben ist bisher ein voller Erfolg, und verdient die volle Unterstützung der Fans.
Die Jungs von "Turbine Medien" haben wieder ganze Arbeit geleistet - TOP DVD mit super Bild und solidem Ton sowie maßenhaften Extras (SE wieder mit Soundtrack in limitierter Auflage).
Zum Film lässt sich anmerken, dass Didi beweist wie unterhaltend eine Komödie sein kann, die Anspruch (Thematik) und Humor (Dialoge wie Situationen) mit einerander verbindet.
Der Film war einer meiner Liebingsfilme von Didi in meiner Jugendzeit. Mittlerweile gefallen mir andere besser (z.B. der Doppelgänger...) Ich denke aber, dass dies daran liegt, dass "Auf vollen Touren" einer der Action- und temporeichsten Didi-Filme ist und natürlich auf seine Art rundum gelungen ist !
KURZWERTUNG:
Film ****, DVD-Umsetzung *****, Ausstattung (insbesondere Limited Edt.) *****
Das Bild, der Ton ist Super! Das animierte Soundmenü ist Exzellent: Der Betrachter findet sich in einem virtuellen Führerhaus eines Trucks wieder!
In wenigen Wochen geht es bereits in der Dieter Hallervorden Collection weiter ("Der schnüffler", "Der Experte", "Ach du lieber Harry" und "Alles im Eimer" folgen bald), man darf gespannt sein...
Die Dioxinhaltigen Giftfässer aus dem Sevesounglück (Italien) sind z.B. auch einfach "Weggekommen" - immerhin 193 Fässer.
Jahre später wurden Sie in Frankreich unter Heu versteckt in einem alten Schlachthof gefunden - viele Stimmen sprechen allerdings dafür das das nicht die echten Fässer waren - schon vom Aussehen waren sie ganz anders - und die echten statt dessen auf der Deponie Schönberg (Ihlenberg) in der DDR vergraben wurden.
Nachdem ich das (heute) gelesen hatte musste ich sofort wieder an Didi auf vollen Touren und die vielen parallelen denken. Auch er weiss nicht was er Transportiert, auch der Zuschauer teils nicht.
Ich muss zugeben das ich durch den doch recht realen Hintergrund gehörigen Respekt vor der Leistung habe so etwas unterhaltend und witzig umzusetzten gleichzeitig bei entsprechendem Background des Zuschauers aber auch zum Nachdenken anregen zu können.
Als Jugendlicher gehörten die Didi-Filme zu meinen absoluten Favoriten und jetzt mit entsprechendem Hintergrund würde ich ihn am liebsten sofort wieder sehen.
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