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Alt, krank und verwirrt. Einführung in die Praxis der Palliativen Geriatrie
 
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Alt, krank und verwirrt. Einführung in die Praxis der Palliativen Geriatrie [Taschenbuch]

Marina Kojer
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Broschiert EUR 22,00  
Taschenbuch, Januar 2003 --  

Produktinformation

  • Taschenbuch: 400 Seiten
  • Verlag: Lambertus-Verlag; Auflage: 2., unveränd. A. (Januar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3784114555
  • ISBN-13: 978-3784114552
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 985.837 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Das Buch ist der fünfte Band der Reihe "Palliative Care", die im Universitätsinstitut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) in Wien entsteht. Im Schatten einer Wellnessgesellschaft der Starken, Gesunden und Kräftigen, mit Schwachen, Kranken, dahin dämmernden Frauen und Männern zu leben und zu arbeiten, das ist für viele das letzte. Tatsächlich geht es in diesem Band um Themen des menschlichen Lebens, um Schmerz, Leiden und Sinn, um Dankbarkeit und Liebe, um Gebrochenheit, Sterben und Tod, aber auch um Schmerztherapie, um Validation, um basale Stimulation und Physiotherapie - eben eine Einführung in das breite Feld der palliativen Geriatrie, eines neuen und immer wichtiger werdenden interdisziplinären Faches.Das Buch wendet sich nicht nur an Ärzte, Pflegende und Therapeuten, sondern ebenso an pflegende und begleitende Angehörige und nicht zuletzt auch an jedermann als Einführung in das eigene Altern.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
neue dimensionen 26. Mai 2003
Format:Taschenbuch
alt, krank und verwirrt. einfÃhrung in die praxis der palliativen geriatrie.

nach ausfÃhrlichem besuch im geriatriezentrum am wienerwald, gesprÃchen mit bewohnerInnen sowie ÃrztInnen und pflegepersonal empfand ich einerseits tiefe betroffenheit, jedoch andererseits auch leise hoffnung, dass menschen noch als wert und wichtig angesehen werden auch wenn diese "alt" sind.
sie sich in ihrer ausdrucksfÃhigkeit verÃndert haben, die betrachtung des lebens mehr auf die vergangenheit fokusiert ist und sich ebenso das wesen der beziehungsformen zu sich selbst und anderen menschen verschoben haben.

das buch lÃsst einen, fÃr jeden menschen interessanten, respektvollen einblick in das leben alter, oftmals dementer (werwirrter) und kranker menschen zu. neben einer grossen anzahl an fachliteratur erfÃllt das vorliegende buch nicht nur den aspruch nach kompetenz, sondern öffnet den horizont der diskussionen um das "alt-werden" um wichtige dimensionen.
dies sind vorallem die ethischen aspekte im umgang mit dem alten leben.

das aufzeigen der erfolge neuer und durch primaria ddr. marina kojer sowie der mitautorin stationsschwester ursula gutenthaler entwickelter methoden, den zugang fÃr alte menschen in ein lebenswertes "ist" zu schaffen, macht das buch zu einer wichtigen publikation im bereich der literatur zu themen der geriatrie.
vieles davon scheint am ersten blick selbstverstÃndlich. das gesamte team um primaria ddr. marina kojer hat jedoch Ãber jahre intensiver forschung und arbeit neue methoden entwickelt, ausfÃhrich in dem buch beschrieben, die weltweit fÃr beachtung und wertschÃtzung sorgten. auch ein zeichen dafÃr, dass der weg in eine ganzheitliche und lebenswerte betreuung von alten menschen noch lange nicht zu ende gegangen ist.

das aussergewöhnliche an der arbeit mit alten menschen kommt erst dann zu tage, wenn man sich den gesellschaftlichen strukturen und damit auch der unglaublichen ignoranz gegenÃber den bedÃrfnissen alter menschen annÃhert. was mir in dem informativen, motivierenden, gut strukturierten und hervorragend geschriebenen buch fehlt, ist eben dieser politische diskurs. die auseinandersetzung mit den immer deutlicher werdenenden tendenzen, die benötigten ressourcen fÃr die hohen anforderungen innerhalb geriatrischer medizin und pflege zu kÃrzen und das "alt" aus dem leben zu streichen.

"Alt, krank und verwirrt. EinfÃhrung in die Praxis der Pallativen Geriatrie" richtet sich nicht nur an fachmenschen, sonder ist auch ein wichtiges buch fÃr jene menschen, die in familie und freundeskreis mit den besonderheiten des alterns konfrontiert sind. das buch ist, aus meiner sicht, auch motivation sich persönlich einzubringen. sei dies durch zeit, die man mit menschen in geriatriezentren verbringt oder eine andere form findet, sich selbst in den prozess des altwerdens einzufÃhlen und fÃr besondere menschen etwas zu tun. nicht in angst und verzweiflung sondern in behutsamkeit und achtung des lebens.
ein buch, das nicht nur in bibliotheken der internationalen fachliteratur zu finden sein sollte, sondern auch in regalen jener menschen, die sich mit ihrem leben aktiv ausernandersetzen wollen.

rainer waigmann-angelus

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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
„Die Realitäten sind düster", schreibt Prof. Dr. Stein Huseboe im Vorwort. „Wer etwas über Reife und Ethik der heutigen Gesellschaft erfahren will, sollte sich in das nächste Alters- oder Pflegeheim begeben und dort ein paar Tage als Beobachter o-der noch besser in der Rolle einer Bewohnerin verbringen."

Dass es auch anders geht, wird in dem Buch „Alt, krank und verwirrt" sowohl fachlich kompetent als auch sehr einfühlsam, reflektiert und mitunter selbstkritisch geschildert.
An der Entstehung des Buches waren 24 AutorInnen (ÄrztInnen, diplomierte Pflege-personen, PflegehelferInnen, jeweils eine Ergo- und Physiotherapeutin, eine Med. Techn. Fachkraft sowie eine Patientin der Abteilung für Palliativmedizinische Geriat-rie im Geriatriezentrum am Wienerwald, Wien) maßgeblich beteiligt.
Alle beschreiben ihren Weg in eine neue Betreuungsform für schwerstkranke und/oder demente Hochbetagte am Ende ihres Lebens.

Über Hospizarbeit und Palliative Care gibt es eine umfangreiche Literatur. Gefehlt hat bisher ein von der ethischen Haltung her überzeugendes und fachlich fundiertes Buch über Palliative Care in der Geriatrie, vor allem für demente hochbetagte und sterbende BewohnerInnen einer Pflegeeinrichtung. Hier schließt das Buch endlich eine seit langem bestehende schmerzliche Lücke: Hospizliches Denken und professionelles Knowhow in Palliative Care werden praxisnah und anschaulich für den Bereich der Geriatrie erschlossen.
Diesem eklatanten Mangel an geeigneter Literatur mit einer ethischen Haltung, die den Menschen so annimmt, wie er (geworden) ist sowie mit fachlich kompetenten Konzepten entgegenzutreten, ist der eigentlich große Verdienst dieses Buches und der AutorInnen.

Die Herausgeberin, DDr. Marina Kojer ist in Österreich eine Pionierin in diesem Bereich, aber mittlerweile weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und geschätzt. Ihr und ihren MitarbeiterInnen ist es gelungen, in Wien die erste Station für palliative Geriatrie zu gründen.

In den zahlreichen Beiträgen werden behandelt: Fragen der Therapie, Pflege und Begleitung, z.B. in Hinblick auf Schmerzerkennung und Schmerztherapie, Begleitung sterbender Hochbetagter, Palliativbehandlung schwer Dementer und Ethik im ärztlichen und pflegerischen Alltag sowie die Einbindung und Begleitung der Angehörigen.
Die AutorInnen belegen mit Recht, dass alleinige Kompetenz in Schmerztherapie bzw. Symptomenkontrolle bei geriatrischen Patienten nicht genügen kann.

Palliative Geriatrie sieht sich hier mit Zielen konfrontiert, die sich z.T. grundsätzlich, manchmal nur im Detail von herkömmlichen Zielen der Palliativmedizin unterscheiden.
Zitat Marina Kojer „Das wesentlichste Bedürfnis aller Menschen ist es, andere zu verstehen und von ihnen verstanden zu werden. Hochbetagte sind durch physiologische Verlangsamung, durch Behinderungen und chronische Krankheiten oft weitgehend von der Kommunikation mit ihrer Umwelt ausgeschlossen. Erst wenn es gelingt, eine gemeinsame Sprache zu finden und so ihr Vertrauen zu erwerben, öffnen sich auch die medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Wege zur Verbesserung ihrer Lebensqualität. „

Dass dies vor allem durch Herstellen einer tragfähigen Beziehung und einer bewussten Ethik des persönlichen Verhaltens gelingt, wird sehr anschaulich in den verschiedenen Beiträgen dargestellt. Beeindruckend ist hierbei die Offenheit der AutorInnen und die vielen praxisnahen Beispiele, die für alle in diesem Bereich tätigen Professionen wertvolle Anregungen und Hilfestellung bieten kann.

Mit diesem Buch liegt nun erstmalig im deutschsprachigen Raum ein hervorragender Betreuungsansatz vor, dem man nur wünschen kann, dass er sich immer mehr durchsetzen wird.
Daher ist das Buch m.E. ein MUSS für alle, die im Bereich der Altenarbeit und Altenpflege sowie der Hospizarbeit und Palliative Care tätig sind. Ich denke nicht, dass ein als Fachbuch konzipiertes Werk ein noch besseres Lob erhalten kann.

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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
alt, krank und verwirrt. einführung in die praxis der palliativen geriatrie.

nach ausführlichem besuch im geriatriezentrum am wienerwald, gesprächen mit bewohnerInnen sowie ärztInnen und pflegepersonal empfand ich einerseits tiefe betroffenheit, jedoch andererseits auch leise hoffnung, dass menschen noch als wert und wichtig angesehen werden auch wenn diese "alt" sind.
sie sich in ihrer ausdrucksfähigkeit verändert haben, die betrachtung des lebens mehr auf die vergangenheit fokusiert ist und sich ebenso das wesen der beziehungsformen zu sich selbst und anderen menschen verschoben haben.

das buch lässt einen, für jeden menschen interessanten, respektvollen einblick in das leben alter, oftmals dementer (werwirrter) und kranker menschen zu. neben einer grossen anzahl an fachliteratur erfüllt das vorliegende buch nicht nur den aspruch nach kompetenz, sondern öffnet den horizont der diskussionen um das "alt-werden" um wichtige dimensionen.
dies sind vorallem die ethischen aspekte im umgang mit dem alten leben.

das aufzeigen der erfolge neuer und durch primaria ddr. marina kojer sowie der mitautorin stationsschwester ursula gutenthaler entwickelter methoden, den zugang für alte menschen in ein lebenswertes "ist" zu schaffen, macht das buch zu einer wichtigen publikation im bereich der literatur zu themen der geriatrie.
vieles davon scheint am ersten blick selbstverständlich. das gesamte team um primaria ddr. marina kojer hat jedoch über jahre intensiver forschung und arbeit neue methoden entwickelt, ausführich in dem buch beschrieben, die weltweit für beachtung und wertschätzung sorgten. auch ein zeichen dafür, dass der weg in eine ganzheitliche und lebenswerte betreuung von alten menschen noch lange nicht zu ende gegangen ist.

das aussergewöhnliche an der arbeit mit alten menschen kommt erst dann zu tage, wenn man sich den gesellschaftlichen strukturen und damit auch der unglaublichen ignoranz gegenüber den bedürfnissen alter menschen annähert. was mir in dem informativen, motivierenden, gut strukturierten und hervorragend geschriebenen buch fehlt, ist eben dieser politische diskurs. die auseinandersetzung mit den immer deutlicher werdenenden tendenzen, die benötigten ressourcen für die hohen anforderungen innerhalb geriatrischer medizin und pflege zu kürzen und das "alt" aus dem leben zu streichen.

"Alt, krank und verwirrt. Einführung in die Praxis der Pallativen Geriatrie" richtet sich nicht nur an fachmenschen, sonder ist auch ein wichtiges buch für jene menschen, die in familie und freundeskreis mit den besonderheiten des alterns konfrontiert sind. das buch ist, aus meiner sicht, auch motivation sich persönlich einzubringen. sei dies durch zeit, die man mit menschen in geriatriezentren verbringt oder eine andere form findet, sich selbst in den prozess des altwerdens einzufühlen und für besondere menschen etwas zu tun. nicht in angst und verzweiflung sondern in behutsamkeit und achtung des lebens.
ein buch, das nicht nur in bibliotheken der internationalen fachliteratur zu finden sein sollte, sondern auch in regalen jener menschen, die sich mit ihrem leben aktiv ausernandersetzen wollen.

rainer waigmann-angelus
radio-journalist

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