Ein schönes Beispiel für korrekte Label Politik liefert uns Atlantic im Falle Sean Pauls, und das will was heissen. Der Mann dürfte in absehbarer Zeit sein Gewicht in Gold wert sein, im wahrsten Sinne...
In Jamaika schon lange Superstar, in Mittelamerika und den Hip Hop Metropolen der Ostküste Dauergast in den Charts und der Rotation. Durch einen Deal mit Atlantic, der aber das astreine Reggae Label VP Records weiter mitspielen lässt, das ihn schon länger betreut, kann Sean Paul seine Interpretation von Dancehall endlich weltweit präsentieren, verdient hat sie das schon lange. Seinen Style definiert er als "Sohn des Reggae, Bruder des Hip Hop", und wo Shaggy mit seinen Gute Laune Hymnen gern mal ins Beliebige abrutscht, kriegt Mr. Paul jedes Mal die Kurve. Das Geheimnis: er ist sehr vorsichtig, welche Einflüsse sich in seinen Sounds durchsetzen dürfen, und er schielt nicht nach L.A. Also bleibt das thematische, musikalische und spirituelle Zentrum, um das sich Dutty Rock entfaltet, felsenfest in Jamaika und versucht gar nicht erst, in Hollywood zu landen. Fazit: Purer Dancehall, sauber und liebevoll produziert und mit mehr als einem Track, der im nächsten Sommer noch sein Hitpotential unter Beweis stellen dürfte, auf den West Indies genau wie hier...zum Durchstarten braucht der Sound nun mal Sonne...