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Kundenrezensionen

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Format: TaschenbuchÄndern
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am 16. Januar 2013
Lown ist ein Fachmann oder alter Hase in der Medizin. Er weiß, wovon er spricht, wie es mal gewesen ist, wie die Gegenwart aussieht und die Zukünft sein könnte. Ein Warner, der eindringlich auf die verlorene Kunst des Zuhörens hinweist, weil gerade diese Eigenschaft schon das Einfallstor für eine gute oder weniger gute Behandlung sein kann.
Medizin heute sollte sich wieder auf diese alte Tradition besinnen und offen sein für alles, was Patienten zu berichten haben.

Ob Lown nun von seinen Kollegen oder Kollegen gehört wird oder nicht, spielt im Grunde keine große Rolle. Wir als evtl. Patientientinnen und Patienten haben es mit in der Hand, wie die Ärzteschaft sich uns gegenüber verhält. Wir sollten diese Zeit der Anamneseerhebung einfach einfordern und uns nicht sofort in diverse diagnostische - nach Außen gerichtete Handlungen verwickeln lassen.

Ein Buch also, dass sowohl Kranke, Gesunde und die im Medizinbereich Tätigen aufhorchen lassen muss hoffentlich mit dem Wunsch und Ziel nach einer wieder menschlichen Medizin, in der allein schon die Begegnung ein gesund machender Faktor ist.
K.Schramm
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TOP 500 REZENSENTam 20. Oktober 2013
Wer dieses Buch anfängt zu lesen wird zuerst ganz verblüfft und dann mit zunehmender Begeisterung feststellen, daß es Ärzte gibt, die ihren Beruf in idealtypischer Weise ausüben. Der Kardiologe Bernard Lown beeindruckt durch seine profunde fünfzigjährige klinische Erfahrung in der Diagnostik und durch seine ganzheitliche Erkenntnis des Menschen. Er hat eine gute Intuition für das Zusammenwirken von Leib und Seele oder, wie man heute eher sagen würde, von Körper und Geist.

SEELE UND HERZ
Lown erklärt sein Interesse an allem Psychischen und erzählt, daß Bericht in einer indischen medizinischen Zeitschrift mit dem Titel »Von der Imagination getötet« (N. S. Yagwer: Emotions as a cause of rapid and sudden death. Archives of Neurology and Psychiatry 1936; 36: 875) einen prägenden Eindruck hinterließ. In dem indischen Gefängnisexperiment mit einem zum Tode verurteilten Verbrecher, überzeugte der Arzt den gesunden jungen Gefangenen, ihm zu erlauben, ihn verbluten zu lassen. "Der Verurteilte wurde ans Bett gebunden und mit einer Augenbinde versehen. Mit Wasser gefüllte Gefäße wurden an allen vier Bettpfosten aufgehängt und so angebracht, daß das Wasser in Becken auf dem Fußboden tropfte. Die Haut des Verurteilten wurde an allen vier Extremitäten angeritzt, und das Wasser begann, in die Behälter zu tropfen, zunächst rasch, dann immer langsamer." Der Gefangene wurde zunehmend schwächer und schien am Ende in Ohnmacht gefallen zu sein, obgleich er überhaupt kein Blut verloren hatte. Bei der Untersuchung fand man, daß er bereits tot war. Lown ist überzeugt, daß nervale Aktivität jeden Teil des Körpers beeinflussen kann.

DER KARDIOLOGE ALS PSYCHOLOGE
Wenn man als Leser schon weiß, daß für Jacqueline Kennedy während ihrer Ehe mit John F. ihr Kardiologe Frank Finnerty als Gesprächstherapeut auch in sexuellen Fragen fungierte (s. Posener John F. Kennedy: Biographie), dann wundert man sich weniger über die intimen Geschichten, die auch Lowns Patientinnen ihm als Kardiologen anvertrauten.
• Eine 85jährige erzählte das erste Mal in ihrem Leben davon, daß sie als 19jährige ihr Neugeborenes in einen alten Brunnenschacht geworfen hatte. Sie stammte aus einer angesehenen, wohlhabenden Bostoner Familie, hatte sich gegen den Widerstand der Eltern mit einem älteren Mann Mitte dreißig angefreundet, wurde schwanger, nahm eine Stelle auf einer Vermonter Farm an, gebar ihr Kind ohne jede Hilfe und tötete es. Sie war die "sanfte, geisterhafte alte Jungfer", bis zu jenem Augenblick, als sie bei ihrer Untersuchung in Lowns Praxis preisgab, die Mörderin ihres Kindes zu sein.
• Eine Brasilianerin aus bestem Hause, die zur Untersuchung bei Lown extra in die USA gereist war, fragte ihn während einer Fluoroskopie (die damals in Dunkelheit durchgeführt wurde), ob man durch Masturbieren einen abnormen Herzrhythmus bekommen könne. Dann erzählte sie, daß sie dreiundvierzig Jahre zuvor geheiratet hatte. Ihre Hochzeit sei eine der spektakulärsten in Rio de Janeiro gewesen, aber nach der Zeremonie sei ihr Mann verschwunden, um seine Geliebte zu besuchen, was sie ihm nie verziehen hatte.

STERBEN
Lowns Überlegungen zum würdevollen menschlichen Sterben haben auch eine sehr persönliche Komponente, wenn er den Leser an dem gräßlichen Schauspiel teilhaben läßt, das sich ihm bot, als seine sterbende Mutter, gegen alle seine Vorkehrungen und Anweisungen reanimiert wurde: "Der Anblick, der sich mir bot, war unglaublich gespenstisch. Meine Mutter lag vollkommen nackt auf dem Fußboden. Eine Trachealkanüle steckte in ihrem Mund, ihr Kinn war mit weißem Schaum bedeckt, ihr purpurrot verfärbtes Gesicht war aufgedunsen und blutunterlaufen. Beide Hände waren durch intravenöse Infusionen, die danebengegangen waren, angeschwollen. Ihre Haut zeigte bereits die wächserne Blässe des Todes. Muskulöse, robuste Männer drückten ihren Brustkorb zusammen und bearbeiteten ihr nicht mehr schlagendes Herz mit einem Defibrillator. Es war ein Schauspiel von äußerster Obszönität, ein »Kafkaesker Alptraum«. Ich schrie und versuchte, die Männer zur Seite zu drängen. Aber sie schoben mich, ohne auf mein Schreien zu achten, einfach aus dem Raum."

UNZULÄNGLICHKEITEN
Die Übersetzung der Medizinerin Helga Drews aus dem Amerikanischen ist zufriedenstellend, aber kleinere Schwächen könnten in einer neueren Ausgabe vielleicht einmal ausgemerzt werden. Sie sagt "Textbuch der Medizin", obwohl es Lehrbuch heißen muß. Und anstatt die amerikanische Maßeinheit Pfund gleich ins metrische kg umzurechnen, überläßt sie es dem Leser den Taschenrechner zu holen. Des weiteren verwendet sie den etwas verharmlosenden älteren Ausdruck "Kristallnacht" statt Progrom-Nacht.

FAZIT
Nicht ohne Grund habe ich einige anekdotische Patientengeschichten zitiert. Neben der Botschaft, die Lown mit ihnen verbindet, beinhalten sie nämlich auch einen kleinen Kritikpunkt. Bei aller wissenschaftlicher, klinisch diagnostischer und psychologisch-empathischer Exzellenz, die Bernard Lown auszeichnen, kann er doch den aufkeimenden Verdacht nicht zerstreuen, daß die menschliche Medizin, für die er plädiert, sich womöglich nur für den Teil vergleichsweise vermögender Patienten realisieren läßt, an deren Geschichten er den Leser in seinem Buch teilhaben läßt.
Dessen ungeachtet ist das ein großartiges Buch, das noch nachdrücklicher als das des amerikanischen Onkologen Siddhartha Mukherjee (Der König aller Krankheiten: Krebs - eine Biografie) den "guten Arzt" und dessen psychologische Kunst zum Thema macht.
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am 29. Juli 2013
Mit dem aller Ortens hoch gepriesenen Buch des bekannten amerikanischen Kardiologen hatte ich so meine Probleme, denn ich wartete auf eine Darstellung der verlorenen Kunst . Statt dessen wird man entlang einer gewiss interessanten öfter mal auch langatmigen Arzt-Biographie geführt, die sich meist von Erfolg zu Erfolg hangelt, und durchaus Ähnlichkeiten mit zahlreichen Erfolgsgeschichten von Künstlern hat. Was das Buch in meinen Augen allerdings wertvoll macht, ist die Darstellung wie der technisch orientierte Schulmediziner Lown für sein ärztliches Handeln mehr und mehr die Alternativmedizin entdeckt. Denn es gibt eben mehr Dinge zwischen Himmel und Erde als unsere Schulweisheit sich träumen lässt. Darüber mag man die Bescheidenheit anerkennen, mit der der Kardiologe Lown wegweisende Kenntnisse & Therapieverfahren von Herzrhythmusstörungen entwickelt hat. Juli 2013 JEG
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am 10. Juli 2005
dieses Buch hat mich nachdenklich gemacht. Leider beschreibt es die Situation, in der sich die Ärzte heute befinden. Zwar sind wir in Deutschland soweit noch vor klagewütigen Patienten sicher, aber lange wird es nicht mehr dauern, bis wir auch in diesem Punkt amerikanische Standarts erreicht haben. Nichts desto trotz geht die Kunst des Heilens im Zeitalter der High Tech Medizin immer mehr verloren.
Dieses Buch sollten sich mehr Ärzte zu Herzen nehmen und drüber nachdenken, ob sie nicht vielleicht ein Stück mehr zum Heilen zurückkehren wollen.
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am 16. April 2012
Lown beschreibt in eindrücklicher Weise das Wichtigste bei der Arzt-Patientenbeziehung: Offenheit, Authentizität und Klarheit helfen den Menschen oftmals mehr als ein Medikament und schaffen Vertrauen, die Grundlage jeden ärztlichen Handelns.
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am 26. April 2015
Das Buch thematisiert den menschlichen Umgang mit Patienten in der technisierten, apparatisierten Medizin der Moderne und beruft sich auf die Kraft von Sprache und Empathie! Äußerst lesenswert, nicht nur für Mediziner!!
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am 17. Dezember 2015
Ein interessantes Buch. Was mir bei diesen Büchern auffällt, dass einige Ärzte, oder auch Politiker, im Ruhestand Meinungen vertreten die sich manchmal nicht ganz ihren Lebenswerk entsprechen.
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am 2. Juli 2015
Diese Buch sollte generell allen Ärzten zum Lesen empfohlen werden. Es zeigt, woran es an unserer Medizin krankt. Aber auch Patienten erhalten viele Informationen.
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am 7. Februar 2013
.... beurteilen den: das Buch ist inhaltlich toll!
Doch leider läßt die Qualität des Buches ansich zu wünschen übrig.
Sehr klein geschrieben, geringer Zeilenabstand und nach dem ersten
Durchblättern geht die Bindung bereits etwas aus dem Leim!
- Inhalt *****
- Qualität **
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am 27. September 2011
Ein Buch welches an ALLE Bürger zwischen 14 bis 99 Jahren kostenlos verteilt werden müsste.
Gesellschaftsanregend, ein MUSS für einen bewussten Bürger.
Auf jeden Fall müsste das Buch ALLE Abgeordneten des Bundestages und der Länder bekommen. Leider wird dies, auch aus Zeitmangel, nicht geschehen.
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