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Der verletzte Mensch
 
 
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Der verletzte Mensch [Gebundene Ausgabe]

Andreas Salcher
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 279 Seiten
  • Verlag: Ecowin Verlag; Auflage: 8., Aufl. (6. März 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3902404698
  • ISBN-13: 978-3902404695
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 15,2 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 90.439 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Andreas Salcher
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im Laufe unseres Lebens werden wir alle zu Experten: Ausgrenzung, Verrat, Demütigung, Vertrauensbruch, Gleichgültigkeit.
Jeder hat schon verletzt. Jeder wurde schon verletzt. Ein unbedachtes Wort kann eine Kindheit zerstören. Eine kleine Unachtsamkeit zu einem Wundbrand in der Seele des anderen führen. Manchmal verletzen wir uns auch selbst, indem wir uns aus mangelndem Mut oder falschem Stolz von unserem Ursprung und unseren eigenen Bedürfnissen trennen.Mit viel Einfühlsamkeit und ohne Scheu vor Tabus entfaltet Andreas Salcher eine Landkarte der verborgenen Verletzungen und fragt: Was unterscheidet Menschen, die an ihren Wunden zerbrechen, von jenen, die sogar daran wachsen? Wie können wir verhindern, dass die Angst vor weiteren Verletzungen unsere Sehnsucht nach Liebe erstickt?
Langzeitstudien zeigen, welche Schutzfaktoren Menschen dabei helfen können, auch die schmerzhaftesten Prüfungen des Lebens zu bewältigen. Diese Ergebnisse stimmen in verblüffender Weise mit den Erkenntnissen einiger der bedeutendsten Denker, spirituellen Lehrer und Wissenschaftler überein, die an diesem Buch mitgearbeitet haben. Versöhnen Sie sich selbst und mit der Welt. Denn in Ihrer tiefsten Verletzung liegt Ihr größtes Talent.

Über den Autor

Dr. Andreas Salcher hat Betriebswirtschaft studiert und ein Executive Program an der Harvard-Universität absolviert. Mit seinen innovativen Beratungskonzepten ist er ein gefragter Vortragender in Europa und in den USA. 1987 wurde er zum jüngsten Mitglied des Wiener Landtags gewählt, dem er insgesamt 12 Jahre angehörte. Nach einem persönlichen Treffen mit Sir Karl Popper im Jahr 1993 in London gründete er gemeinsam mit Dr. Bernhard Görg die erste österreichische Schule für besonders begabte Kinder. 2004 initiierte Andreas Salcher die Waldzell Meetings im Stift Melk, an denen sieben Nobelpreisträger, moralische Autoritäten wie der Dalai Lama, Künstler wie Christo und Jeanne-Claude, Paulo Coelho, Frank Gehry und Isabel Allende sowie einige der bedeutendsten Wissenschaftler unserer Zeit teilgenommen haben. Sein erstes Buch Der talentierte Schüler und seine Feinde wurde zum Nummer-1-Bestseller und hat eine breite öffentliche Debatte über den Umgang mit den Talenten in unserem Schulsystem ausgelöst.

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42 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Schule des Herzens, 11. März 2009
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der verletzte Mensch (Gebundene Ausgabe)
In seinem Bestseller "Der talentierte Schüler und seine Feinde" hat Andreas Salcher eindrucksvoll belegt wie unser Bildungssystem anstatt junge Talente zu fördern diese lieber aufgrund ihres Abweichens von der Norm vernichtet. In "Der verletzte Mensch" geht Salcher einen Schritt weiter und führt seine Arbeit konsequent fort, denn nicht nur die Lehrer und Bildungsverantwortlichen können etwas tun, sondern auch wir selbst.

Worte können verletzen und unbedachte Äußerungen von Eltern, Lehrern oder "Respektspersonen" oft eine ganze Kindheit zerstören. Was bleiben sind traumatische Erinnerungen, die obgleich meist heruntergespielt, doch sehr bewusst bleiben, manche seelische Wunden scheinen einfach nicht zu heilen. Als Schüleranwalt der Tageszeitung Kurier (zu manchen Zeiten erreichen ihn in dieser Funktion bis zu 200 E-Mails am Tag) ist Andreas Salcher längst nicht mehr nur ein profunder Kenner des österreichischen Schulsystems, sondern auch bestens mit den Debatten um Kindererziehung vertraut. Nun, hat man sicher so seine Vorbehalte gegenüber Ombudsmännern und Reform-Propheten, doch Andreas Salcher ist anders. Er ist ein scharfsinniger Beobachter und hat nicht bloß einige Dossiers studiert, sondern verstanden worum es geht, nicht zu vergessen dass er seine Ansichten allgemein verständlich vorträgt.

"Der verletzte Mensch" ist zweifelsfrei aus Salchers ehrenamtlicher Tätigkeit hervorgegangen und erzählt von der emotionalen Verletzbarkeit der Menschen. Irgendwann wurden wir alle schon einmal tief verletzt und selbst Jahrzehnte später kann uns so manche Kränkung noch derart präsent sein, dass sie in Verbindung mit Stress sogar Auslöser psychosomatischer Erkrankungen werden kann. Eine tiefe emotionale Wunde muss, wie Salcher berichtet, jedoch noch längst nicht ausschlaggebend sein, dass jemand in seinem Leben "versagt", sondern es gibt viele Beispiele für erfolgreiche Erwachsene denen in ihrer Kindheit emotional oder auch durch Missbrauch übel zugespielt wurde. Salcher lässt auch solche Leute zu Wort kommen, etwa einen etablierten Firmenchef, der ihm unter Tränen von seinen Kindheitserinnerungen berichtet hat.

Schlussendlich ist entscheidend wie wir mit Kränkungen und Verletzungen umgehen. Allerdings garantiert auch das keinen beruflichen Erfolg, doch darum geht es auch nicht. Jeder Mensch ist ein verletzter Mensch, doch auch wenn jeder für sein eigenes Schicksal selbst verantwortlich ist, heißt das noch lange nicht, dass wir die Kränkungen die wir erlebt haben, auch weitergeben sollen. Andreas Salcher entwirft daher sein Modell einer "Schule des Herzens", die dem Prinzip der leistungsunabhängigen Liebe entspringt. Wählen wir Worte also mit Bedacht, nehmen wir uns Zeit mit unseren Kindern und Mitmenschen zu sprechen und verzichten wir auf emotionalen Terror, lieben wir uns weil wir einfach wir sind und nicht weil wir dieses oder jenes vor jemand anderem erreicht haben.

Die Botschaft von "Der verletzte Mensch" ist einfach und doch entspringt sie einer tiefen spirituellen und emotionellen Erfahrung, die Andreas Salcher eindrucksvoll zu vermitteln mag. Man kann in einer Millionenvilla unglücklich sein, aber im Schälen einer Orange Glückseligkeit finden. Hinter dieser Erkenntnis verbergen sich neben dem aktuellen Stand der Forschung auch die Erkenntnisse des Benediktiner-Mönchs David Steindl-Rasts, der Lehren Buddhas und Jesus. Und dieser Mix funktioniert hervorragend, er bietet eine Hilfe zur Selbsterkenntnis und motiviert eine Diskussion über ein Tabuthema in Gang zu bringen, über das zu sprechen bereits helfen kann, es zu bewältigen und sich gegenseitig aufzubauen, Rückhalt zu geben und auch verlorenes Glück zurückzugeben.

Fazit:
Berührend, bewegend, augenöffnend und vor allem äußerst empfehlenswert!
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40 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Helden beeinflussen, 8. März 2009
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der verletzte Mensch (Gebundene Ausgabe)
Leser aus Österreich mögen es mir verzeihen, dass ich vor diesem Buch noch nie etwas von Andreas Salcher gehört habe. Aber wer alles in Betriebswirtschaft promoviert, im Wiener Landtag sitzt, stellvertretender Landesparteiobmann der ÖVP ist und den Vorsitz des Kulturausschusses der Stadt Wien inne hat, interessierte mich offenbar nicht besonders. Möglich ist aber auch, dass Andreas Salcher sich in den letzten Jahren so gewandelt hat, dass seine Gedanken nun an meine Glaubensmodelle andocken können. Wenn ich bedenke, wie holzschnittartig und laut Bücher von Autoren mit ähnlichen beruflichen Laufbahnen daherkommen, überraschte mich die Feinfühligkeit und Tiefe dieses Buch sehr. Es scheint so, dass dem Autor Ähnliches widerfuhr, was er seinen Lesern wünscht, nämlich Begegnungen mit starken Persönlichkeiten.

Der Titel gibt das Thema klar vor. Und nach einem Blick auf das Inhaltsverzeichnis erwartete ich eigentlich ein durchstrukturiertes Buch, das dem Leser Antworten auf die zahlreichen Warum-Fragen gibt. Zumal jedes Unterkapitel wiederum in kleine Häppchen aufgeteilt ist. Doch persönliche Betroffenheiten und Anliegen des Autors lösen die angekündigte Systematik immer wieder auf. Interessanterweise störte mich dies aber herzlich wenig, da Andreas Salcher so engagiert zur Sache geht, dass ich ihm immer wieder verzieh, wenn eingeschobene Gedanken und geistige Ausflüge den roten Faden unterbrachen. Und auch einige Fragezeichen bei theoretischen Begründungen seiner Thesen konnte ich bestens stehenlassen. Habe ich die Wahl zwischen einem nach Lehrbuch konstruiertem psychologischen Ratgeber und den schriftlich festgehaltenen Gedankengängen eines guten Beobachters mit gesundem Menschenverstand, bleibt der neunmalkluge Ratschläger liegen.

Da kein Mensch das Erwachsenenalter ohne Verletzungen erreicht, wird sich jeder Leser in den Geschichten von Andreas Salcher wiederfinden. Wer sich allerdings gerne als das ewige Opfer der eigenen Biographie sieht, wird sich oft nicht verstanden fühlen. Denn obwohl es durchaus traumatische Erlebnisse gibt, die ohne therapeutischen Beistand kaum zu verarbeiten sind, geht es in diesem Buch vorwiegend um eine Schule des Herzens, in die jeder Leser ohne Begleiter mit psychoanalytischem Berufsausweis eintreten darf. Den Berufsheilern verweigert der Autor sogar ausdrücklich das Recht, für alles und jeden zuständig zu sein. Wie er eindrücklich aufzeigt, können wir unsere Verletzungen auch oft heilen, wenn wir einem Menschen begegnen, der uns liebevoll an der Hand nimmt und von ausgetretenen Pfaden wegführt. Ich fand es deshalb schön, dass der Autor immer wieder von solchen Begegnungen berichtet und seine Leser daran erinnert, dass Vorbilder und Helden nicht zwingend aus Fleisch und Blut sein müssen. Gerade weil diese Hommage an Figuren aus der Literatur und Kunst einigen aufstoßen mag, ist sie so wichtig. Denn inzwischen gibt es genügend Belege für die Wirkungskraft einer guten Geschichte. Harry Potter ist nur eines von vielen Beispielen.

Mein Fazit: Ein lesenswertes und einfühlsames Buch, das einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann, der positiven Psychologie mehr Ansehen und Wirkung zu verschaffen. Statt den x-ten Ratgeber einer lähmenden Defizitkultur zu schreiben, macht Andreas Salcher allen Lesern Mut, die von ihren erlittenen Verletzungen kaum wegkommen und immer wieder hören müssen, wie sie ihre Schwächen angehen sollen. Schön, dass mir Andreas Salcher nun ebenfalls ein Begriff ist.
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36 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Leicht zu lesen, schwer in Ordnung., 12. März 2009
Von 
Alexander W. Doepel (Eichgraben) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der verletzte Mensch (Gebundene Ausgabe)
So genannte Lebensratgeber werden ausnahmslos von Autoren verfasst, deren hervorragende Charaktereigenschaft Anmaßung ist. Gelesen werden sie von Menschen, die besser zu richtiger Literatur greifen sollten. Bei Hesse und Hemingway, Woolf und Wolfe, ja sogar bei Irving (John) und Konsorten findet man mehr Rat, Trost, Hilfe, Orientierung und vor allem Verständnis, als in allen Sachbüchern der Welt.

'Der verletzte Mensch' ist keiner von den papierenen Placebos aus dem Regal 'Ratgeber' und der Autor Andreas Salcher ist keiner von den anmaßenden Halbalphabeten, die dieses Regal zuverlässig füllen. Salcher spinnt Anekdoten, das Buch lesend wähnt man sich im Kaffeehaus. Es ist wie ein Picknick am Redefluss eines charmanten Geschichtenerzählers. Da gibt es Schlechteres. Besser noch: Salcher erzählt aus persönlichen Begegnungen mit Menschen, die zu treffen ' und wenn auch nur zwischen den Seiten seines Buches ' berührend und inspirierend ist.

Wer das Glück hätte, Bill Strickland in Pittsburgh, David Steindl-Rast in einem Kloster, Mihály Csíkszentmihályi in seinem Arbeitszimmer und Martin Scorsese bei den Five Points selbst zu begegnen, der müsste Salchers Buch nicht lesen. Oder vielleicht doch. Denn Salcher gelingt es, aus diesen Begegnungen das Essentielle zu destillieren und dann, gut verdünnt und leicht bekömmlich, zu kredenzen.

Die Menschheit teilt sich in die ewig Verletzten und die dauernd Verletzenden. Für beide ist 'Der verletzte Mensch' Pflichtlektüre. Eine Pflicht, die keine Last, sondern ein Vergnügen ist. Das Kapitel über das Vergeben als Therapie der Selbstheilung sollte man manchen Menschen tatsächlich aufzwingen dürfen (ich denke dabei an eine Zwangslesung, so wie Alex in 'Clockwork Orange' - wenn Sie nicht wissen wovon hier die Rede ist, dann wissen Sie jetzt wenigstens, welche DVD Sie als nächstes bestellen müssen).

Der Autor und seine eigenen Erfahrungen begegnen einem in diesem Buch oft und das ist erstaunlicherweise nicht unangenehm. Salcher ist ein sensibler Mensch, das legt er auch beim Schreiben nicht ab. Er ist engagiert, aber nicht aufdringlich; präsent aber nicht penetrant.

Was ist das für ein Buch? Wie schon oben gesagt, ist es ein Buch wie ein langes, sehr interessantes Gespräch. Ein Gespräch, für das man Zeit und Ort selbst wählen kann. Es hilft, dass Salcher ein blendender Stilist der Leichtfüßigkeit ist. Seine Schreibe ist dem Leser nie im Weg. 'Der verletzte Mensch' ist jede Minute wert, die man mit ihm verbringt.
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