Neben Ergänzendem zum Thema Manstein scheint mir vor allem die persönliche Sicht des Alexander Stahlberg auf die Entwicklung in Deutschland zwischen 32 und 45 wichtig. Von seiner Familie, die ihn als persönlichen Referenten dem zwielichtigen Franz von Papen vermittelte und aus der bedeutende Widerständler hervorgingen, erfährt man denkbar viel und kann sich so ein Bild vom Leben unter dem Hakenkreuz machen. Eindrucksvoll und bewegend sind Momente geschildert, in denen dem Autor selbst durch Oster, von Tesckow und andere über deren Kenntnis über Greueltaten der Sondereinsatzkommandos von SS und SD berichtet wird. Auch der Sittenverfall im zivilen Leben wird stellenweise beleuchtet, rühmliche Ausnahmen finden ebenso ihre Erwähnung. Stahlberg ist ein Zeitzeuge, wie man ihn sich nur wünschen kann. Darüberhinaus schreibt er hervorragend, so daß dieses Buch auch für jüngere und ungeduldige Menschen und Schüler packend zu lesen und informativ ist.