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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jesus aus einer ganz anderen Perspektive, 27. März 2007
Das versucht Osho mit diesem Buch zu vermitteln. Die Kirchen haben immer ein ganz bestimmtes Bild von Jesus Christus gezeichnet, haben ihn zum Zentrum eigener Glaubensideologien gemacht. Bei allen christlichen Kirchen ist dieses Zentrum, Jesus nachzueifern und es seinem Beispiel völliger Nächstenliebe gleichzutun. Natürlich unter der Bedingung, die entsprechende Institution zu besuchen und durch die Predigt oder die Sündenvergebung dem näher zu kommen.
Osho ist, das sei vorweg gesagt, absolut nicht kirchlich. Für Osho zeichnet die heutige Institution Kirche ein materialistisch verbrähmtes, verfälschtes Bild Christi. Dem entgegen setzt er eigene Interpretationen und Erkenntnisse, die Jesus in einem völlig neuen Licht erscheinen lassen. Er behandelt 10 Jesusworte und geht mithilfe seiner reichen Erfahrung auch aus der Sicht des Zen darauf ein. Soviel objektiv dazu.
Zu meiner ganz persönlichen Ansicht: für mich ist Osho überzeugend. Ein Beispiel: Jesus behauptete, man solle das Böse mit Gutem überwinden. In vielen Fällen löst aber Aggression beim Durchschnittsmenschen nicht das Gute, sondern Gegenaggression aus. Wie also damit umgehen? Verdrängt man die Wut, sammelt sie sich immer weiter an und explodiert irgendwann - kann das im Sinne Christi sein?
Osho argumentiert hier mit dem eigentlichen "Sein" im Sinne des Zen. Wer an dieser Stelle angelangt ist, also innerlich absolut still ist (mehr Informationen hierzu etwa im Buch: "Meditation: die erste und letzte Freiheit" von Osho), ruht so sehr in sich selbst, dass ihn die Aggressionen nicht mehr berühren - er kann Gutes zurückgeben. Diese Erklärung ist für mich viel überzeugender, als in der Kirche die Sündenvergebung zu erlangen. Aber das ist selbstverständlich rein subjektiv und soll niemanden diffamieren.
Dennoch, ich finde es sehr lesenswert, für den, der offen für einen Jesus Christus jenseits von katholischer oder protestantischer Lehre ist.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Reißerischer Titel, was steckt dahinter?, 29. April 2008
Um dem Buch gerecht zu werden bedarf es einigen genauen Hinsehens. Es ist die Transkription von Diskursen von Osho. Es werden 10 Logien (Jesusworte) vorgestellt und dann in Form einer Textinterpretation mit reichlich Kommentaren genutzt, um die (sehr spezielle) Weltsicht des Verfassers zu stützen. Leider sind von den insgesamt 114 Logien nur 10 behandelt. Auch erfährt man nichts über den Hintergrund des Thomasevangeliums und dessen vermutliche Entstehungsgeschichte.
Es werden Ungenauigkeiten verbreitet um den Verkauf des Buches voranzutreiben. Auf dem Buchrücken wird behauptet, das Thomasevangelium sei die Quelle der kanonischen Evangelien, dies wird jedoch von kaum einem Bibelforscher gleich welcher Konfession gestützt. Viele der Jesusworte in dem Buch finden sich in ganz ähnlicher oder nur leicht abgewandelter Form auch in den Kanonischen Evangelien, beziehungsweise in den gnostisch geprägten Schriften des Urchristentums und sind somit weder verboten noch geheim und schon gar nicht revolutionär, viel mehr ist es die teils gewagte Auslegung der einzelnen Textstellen, oft ohne den Zusammenhang der Sätze zu berücksichtigen. Wer sich für die Reden, die Meinungen und das Weltbild von Osho interessiert, der hat mit diesem Buch bestimmt eine interessante Zeit: Das Buch ist voller kleiner und größerer Anekdoten und Analogien und als solches leicht zu lesen.
Wer jedoch daran interessiert ist, sich ein gründliches Bild von dem Thomasevangelium zu machen, dessen Geschichte, den Hintergründen des oder der Verfasser(s), den Analogien und auch Unterschieden zur kanonischen Bibel, der sollte seine Euros besser in ein anderes Werk investieren.
Was mich gewaltig stört ist die Aufmachung, mit der bewusst falsche Erwartungen geweckt werden und die zum Kaufen verleiten sollen. Die über 300 Seiten Reden von Osho halten leider nicht, was nach dem Lesen des Rückeneinbands erwartet werden könnte. Schade.
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54 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Heuchelei - der Grundstein jeder Kirche, 29. Mai 2004
Hier räumt Osho gnadenlos auf mit allen religiösen Vorstellungen über Gott und die Welt. Er bringt Licht in die heuchlerischen Versuche der Kirche, Jesus so zu präsentieren, wie es für sie selbst am günstigsten erscheint, um uns weiter in Abhängigkeit und "Glaubenmüssen" gefangen zu halten. Dadurch wird Jesus jedoch nicht in ein schlechtes Licht gestellt - er bleibt weiter der Prophet des Christentums. Jesus wird nur tiefgründiger und ehrlicher "aufbereitet" und damit verliert er den ranzigen Geschmack einer überholten kirchlichen Institution. Ich glaube, Jesus hat vom Himmel freudig Oshos Worten gelauscht und sich im Stillen gesagt: "Das wurde ja auch endlich einmal Zeit! Zweitausend Jahre hat die Menschheit gebraucht, um das zu erkennen! Bravo Osho!" Nichts für Menschen, die weiter am Glauben festhalten wollen - nur etwas für RELIGIÖSE Menschen - Menschen, die Gott erfahren wollen - jenseits von allen Glaubensvorstellungen. Danke Osho!
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