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Zuvor war Adamsberg mit seinem Gehilfen Danglard in London gewesen, wo er vor dem sagenumwobenen Friedhof Highgate die Hinterlassenschaft eines nicht minder mysteriösen Verbrechens fand: Dort standen, fein säuberlich aufgereiht, alte Schuhe, in denen noch die verwesenden Füße ihrer Besitzer steckten. Mysteriös ist auch, dass Danglard in einem Schuhpaar die seines geliebten Onkels aus Serbien zu erkennen glaubt. Und ausgerechnet im Mordfall Vaudel weist ein geheimnisvoller Brief auf ein serbisches Dorf. In einer Welt aus Aberglauben und menschlicher Grausamkeit macht sich Adamsberg auf die Suche nach der Lösung...
Was in der Nacherzählung von Der verbotene Ort arg zusammengewürfelt und konstruiert klingt, erweist sich bei der Lektüre als fesselnde Basis eines erstaunlich literarisch geschriebenen Thrillers, der direkt hineinführt in die dunkle Seele menschlicher Existenz. Fred Vargas ist – wieder einmal – ein atmosphärisch dichter, kluger und spannender Krimi gelungen. Unbedingt lesen! -- Stefan Kellerer -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nichts für Vargas-Einsteiger - Alles für Vargas-Kenner,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der verbotene Ort. Roman (Kommissar Adamsberg ermittelt) (Gebundene Ausgabe)
Fred Vargas hat mit Kommissar Adamsberg eine einmalige Person in der Krimilandschaft geschaffen. Seine Herangehensweise basiert sehr stark auf Intuition und dem Beachten kleiner Zeichen und Veränderungen. Er ist häufig nicht wirklich von und auf dieser Welt, sondern "schaufelt Wolken" aber gerade das ist so wunderbar. Zusammen mit seiner rechten Hand Commandante Danglard ergibt sich ein congeniales Paar. (Quasi die rechte und die linke Gerhirnhälfte)Wer noch kein Buch von Vargas gelesen hat, dem empfehle ich dieses Buch nicht, denn man sollte die Entwicklungsgeschichten der Haupt- und Nebenpersonen schon kennen, sonst erscheint einem die Geschichte doch zu skurril. Für Vargas'sche Einsteiger empfehle ich die ersten Bücher "Die schöne Diva von Saint-Jacques", "Es geht noch ein Zug von der Gare du Nord" oder "Im Schatten des Palazzo Farnese". Für alle, die sich schon in der wunderbaren Welt von Fred Vargas auskennen, bietet dieses intelligente, mit hintergründigem Humor geschriebene Buch erneut alles, was das Herz begehrt. Wunderbar witzige Dialoge, skurrile Charaktere, viel Wärme (und Kälte) und diesmal ein Eintauchen in die Geschichte der Vampire. Spannung und wieder einmal eine doch recht überraschende Lösung runden diesen sehr gelungenen Roman ab. Die Reise geht dabei über London, Paris bis hin ins tiefe Serbien. Besonderes Leckerle am Rande ist die aufkeimende Beziehung zwischen dem diesbezüglich doch bisher arg vernachlässigten Danglard und einer Engländerin namens "Abstract". Einfach wunderbar! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
wie hat man das potenzial zum fred-vargas-liebhaber?,
Rezension bezieht sich auf: Der verbotene Ort. Roman (Kommissar Adamsberg ermittelt) (Gebundene Ausgabe)
den üblichen rezensionen zufolge, scheint fred vargas nicht jedermanns fall zu sein. wie könnte man also im vorhinein feststellen ob man wahrscheinlich ein fred-vargas-liebhaber werden könnte?wenn 1. man eine vorliebe für bücher mit gut gezeichneten hauptpersonen mit individuellem charakter hat (hier beispielsweise kommissar adamsberg - eher ein träumer, der kaum in der lage ist, einen gedanken festzuhalten und ihm zu folgen, der oft aus intuition handelt und es trotzdem schafft, spektakuläre fälle zu lösen; sein stellvertreter danglard - rationalist und wandelndes lexikon, der allerdings des öfteren ausgiebig dem alkohol zuspricht; sowie jedes einzelne mitglied von adamsbergs brigade, noel - der brutale, voisenet - der zoologe, mercadet - das stets schläfrige zahlengenie etc.) 2. man sich eventuell mit der hauptperson adamsberg (wie oben beschrieben) identifizieren kann 3. man auch krimis mag, die mehrere handlungsstränge aufweisen (es werden mehrere probleme behandelt, teils persönliche, teils "berufliche") 4. man es eventuell auch mal akzeptieren kann, dass eine handlung nicht 100prozentig aus dem wahren leben gegriffen ist (siehe "die dritte jungfrau") 5. einem ein bisschen mystik nichts ausmacht 6. man wert auf schöne sprache und elegante spannungsbögen legt 7. man bereit ist, das buch nicht ständig rational zu hinterfragen, sondern einfach in die welt dieses buches einzutauchen und sich mitunter auch von adamsbergs verwirrender gedankenwelt tragen zu lassen (also eher nichts für diejenigen, die immer sofort logische erklärungen und ein ständiges vorantreiben der handlung (sprich ermittlungen im mordfall) haben wollen), denn für diese art von krimi muss man sich treiben lassen ich sollte hinzufügen: "der verbotene ort" war mein erster fred-vargas-roman. ich bin ständig auf der suche nach guter literatur und dieses buch war eine art lichtblick am horizont. mittlerweile habe ich auch "die dritte jungfrau" gelesen und mit "es geht noch ein zug vom gare-du-nord" angefangen. ein nachteil bis jetzt war leider, dass ich in "die dritte jungfrau" bereits 300 seiten vor schluss erahnt habe, wer der mörder sein könnte und letztendlich recht hatte (zu einem kleinen teil auch, weil ich den nachfolgeband bereits gelesen hatte). also: die bücher eher in chronologischer reihenfolge lesen... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Überrissen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der verbotene Ort. Roman (Kommissar Adamsberg ermittelt) (Gebundene Ausgabe)
Die zweite Fred Vargas Enttäuschung innerhalb von zwei Monaten. Verziehen habe ich ihr den Ausflug in den Comicstrip (Das Zeichen des Widders) bei dem sie wohl einen ihr bekannten Zeichner, eine Art Kultursponsoring lieferte. Die Geschichte war knapp und unspektakulär. Sei` s drum. Hier geht es um den verbotenen Ort. Wie damals in Quebec (siehe "Der vierzehnte Stein") ist Kommissar Adamsberg mit seinem Commandanten Danglard auf einer Art Weiterbildung in London. Bei einem Ausflug stoßen sie vor dem berühmt - berüchtigten Friedhof Highgate auf siebzehn herrenlose Schuhe - allerdings mit abgeschnittenen Füßen drin. Eine gute Vargas Eröffnung. Was dann kommt, ist nicht die Fred Vargas meiner letzten Jahre. Es gibt zwar noch unglaubliche Verbrechen, Zerhackungen und Zerstückelungen, aber die Geschichte ist nicht rund. Wenn es dann im tiefen Serbien um Vampire geht, um Jahrhunderte alte Familienfehden, dann plötzlich aus dem nichts, noch ein naher Verwandter Adamsbergs auftaucht, der in Zukunft wohl noch eine wichtige Rolle in seinem Lebens spielt, so bleiben zwar die Dialoge gewohnt skurril, aber sie helfen dieser (fast bin ich geneigt zu sagen- hanebüchenen- Story) diesmal nicht weiter. Nein, das Buch strengt sogar an. Es fehlt mir die Leichtigkeit der frühen Jahre. Und im Willen, etwas noch Verrückteres zu schaffen, neue und seltsame Fäden in die Biographie von Adamsberg einzubauen, hat sie diesmal überzogen. Bloß nicht als Einstiegskrimi für kommende Vargas Freunde empfehlen. Am besten anfangen mit "Das Orakel von Port Nicolas". Und den verbotenen Ort vielleicht umfahren.
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