Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Herausragender Titel zum Thema soziales Engagement, 11. August 2006
Die täglichen Nachrichten vermitteln ein Gefühl der Ohnmacht: Kriege, Hungersnöte, Naturkatastrophen, AIDS, Massenarbeitslosigkeit und kaum Besserung in Sicht. Ist angesichts der überwältigenden Probleme nicht jedes soziale Engagement nur ein Tropfen auf den heißen Stein? Nein, sagt David Bornstein und führt zur Begründung zehn Biografien von Sozialunternehmern an, die, jeder auf seinem Gebiet, Großes bewegt haben. Ob Elektrifizierung ländlicher Gebiete in Brasilien, ambulante Pflege von AIDS-Patienten in Südafrika oder Arbeitszentren für Behinderte in Ungarn: Bornsteins Sammlung wahr gewordener Märchen beweist, dass Menschen wie du und ich Unglaubliches leisten, wenn sie, ähnlich wie erfolgreiche Unternehmer, von einer guten Idee besessen sind. Nach jeder vorgestellten Lebensgeschichte wechselt der Autor vom Besonderen ins Allgemeine und leitet Muster und Regeln für erfolgreiches Sozialunternehmertum ab. Sein Stil ist so anschaulich und mitreißend, dass man am liebsten selbst unverzüglich loslegen möchte mit der Weltverbesserung. Wir empfehlen das Buch wärmstens allen, die entweder schon im Nonprofit-Sektor arbeiten, sich für diesen interessieren oder Geld an ihn zu vergeben haben.
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34 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein wunderbares Buch, 16. Juni 2006
Wunderbar ist das Werk von David Bornstein, weil es mich erreichte. Denn nach einer Überdosis Moralin getränkter Weltverbesserungsbücher musste ich meiner seelischen Gesundheit zuliebe längere Zeit auf alles verzichten, was nach „Du sollst…“ schmeckt. Und nun schreibt ausgerechnet ein in New York lebender Kanadier 410 Seiten über das Thema, wie „Social Entrepreneurs“ die Dinge in Bewegung bringen. Unverkrampft, voller Optimismus und auf jeder Zeile glaubwürdig. Wenn ich mit meiner Rezension zur Verbreitung seines Werks beitragen kann, hat sich mein Hobby einmal mehr gelohnt. Also kaufen, lesen, weiterempfehlen.
Das Buch hat mich begeistert, weil es einem Konzept folgt, das allen Schreibtischtätern die Tür vor der Nase zuschlägt. Hier kommen nur Menschen zu Wort, die etwas tun. Unternehmer eben. Bornstein berichtet von Überzeugungstätern, die mit ihrem Einsatz einer Idee folgen, rollende Steine zu Lawinen wachsen lassen, die sichtbare Spuren hinterlassen. Fünf Jahre recherchierte der Autor und führte weltweit Gespräche mit meist unbekannten Social Entrepreneurs. Die Berichte und Interviews allein sind von so hoher Qualität, dass sich die Anschaffung lohnte. Doch David Bornstein gibt sich damit nicht zufrieden. Er will zur Nachahmung anregen und ermutigen. Und das schafft er vor allem, indem er den bisher kaum wahrgenommenen Bürgersektor sichtbar macht und die Einzelbeispiele in einen übergeordneten Konztext einordnet. So können wir Leser das nachvollziehen, was Bill Drayton mit seiner Organisation „Ashoka: Innovaters für the Public“ erreicht. Wir erkennen die Muster, nach denen alle erfolgreichen Veränderer vorgehen. Auch wenn dies unbewusst geschieht. Die Mitarbeiter von Ashoka suchen in der ganzen Welt nach Menschen, die Theorien allenfalls für ein nützliches Werkzeug halten, aber in erster Linie handeln, kämpfen, überzeugen. Und was wir schon bald erahnen, wird immer mehr zur Gewissheit: solche Muster und Eigenschaften sind universell. Sie zu kennen und bei der Auswahl von Projekten anzuwenden, trennt die Spreu vom Weizen. Das gefällt mir. Und das werde ich übernehmen, um mich noch besser von lavierenden Ideologen abgrenzen zu können. Berücksichtigen, wie der Mensch denkt und sich verhält, ist das Geheimnis. Und weniger darauf hören, was jemand verbal zum besten gibt.
Mein Fazit: Klar mein Lieblingsbuch in der Abteilung „Welt verbessern“. Weil es erfolgreiche Beispiele anschaulich und unterhaltend illustriert. Weil es Instrumente zur Beurteilung von sozialem Engagement liefert. Weil es Optimismus ausstrahlt und dennoch immer auf dem harten Boden der Wirklichkeit bleibt.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wie man die Wirksamkeit von Hilfeleistungen maximiert, 25. Januar 2007
,,Was kann denn ich als Einzelner in der Welt schon bewirken? Wie werde ich ein entscheidender Akteur einer Gesellschaft, in der die Alarmstimmung zum Mainstream geworden ist?" Spannende Fragen, auf die David Bornstein Antworten gibt, indem er Menschen vorstellt, die dem ,,Clash of Civilizations", der ihnen in Form von widrigen Umständen, Sachzwängen oder stagnationsfördernden Strukturen widerfährt, entschlossen die Stirn bieten und Erstaunliches erreichen. Das Buch zeigt, wie Menschen in schwierigsten Umständen ihre Mitmenschlichkeit nicht aufgeben, sondern Liebe, Mut, und Glauben an das Gelingen ihrer Bemühungen heranbilden und das einzig Richtige tun: Sie werden zu Pionieren, die in zwangsläufiger Eigenregie Neues praktizieren, um so mildernde Umstände zum Wohle aller herbeizuführen.
Das Programm dieser Social Entrepreneurs lautet kurz und prägnant: (Gesellschaftliche) Probleme nicht lindern, sondern lösen. Dabei haben die Social Entrepreneurs vieles mit den erfolgreichsten Unternehmern der Welt gemeinsam: Eine innovative Idee, Kreativität, unbändigen Einsatz und Durchsetzungsvermögen. Beide beschreiten den gleichen Weg, jedoch bei divergierender Zielsetzung. Der Unternehmer wirtschaftet für sein eigenes Unternehmen, der Social Entrepreneur hilft durch eine Verbesserung gesellschaftlicher Zustände.
Im Laufe seiner fünfjährigen Unternehmung, deren Auswertung die Basis für dieses empfehlenswerte Buch bildet, suchte Bornstein in der ganzen Welt nach derartigen Menschen. Fündig wurde er zuhauf: Muhammad Yunus, Wirtschaftsprofessor aus Bangladesch, der gegen den Widerstand mächtiger Banken seine Vision, Kleinstkredite an Arme zu geben, in die Tat umsetzte und für sein Lebenswerk 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde; Agraringenieur Fabio Rosa, der die Produktion günstigen Stroms für brasilianische Kleinbauern realisiert; Gloria de Souza, deren Lernkonzept zunächst belächelt wurde, dann aber von der indischen Regierung zur landesweit verbindlichen Unterrichtsnorm gemacht wurde.
Global betrachtet verzeichnet dieser Bürgersektor sehr starkes Wachstum, wohingegen er in Deutschland unterentwickelt bleibt, herrscht doch hierzulande noch die Meinung vor, die Lösung wichtiger Probleme bedürfe nicht des zielstrebigen Engagements eines jeden von uns. Doch angesichts der fortwährenden Debatte um die Zukunft des Sozialstaates gewinnen Bornsteins Ausführungen auch für unser Land an Bedeutung, machen sie doch deutlich, dass sich soziales Engagement und Wirtschaftlichkeit durchaus miteinander verbinden lassen.
Die Kräfte der Zivilgesellschaft sind stark: Gemeinsam mit dieser ,,Graswurzelbewegung" wird jeder einzelne von uns als ,,Seele des Ganzen" gebraucht, gibt es doch tausende Geschichten, in denen beispielsweise Graswurzler und Christen Hand in Hand gehen, fast jede ist ein Abenteuer der Menschlichkeit, auch wenn sie im Licht der Öffentlichkeit oft unbeholfen wirken. Trotzdem erklimmen diese Menschen jeden Tag neue Gipfel.
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