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In unseren grünen Jahren
 
 
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In unseren grünen Jahren [Taschenbuch]

Robert Merle , Andreas Klotsch
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 456 Seiten
  • Verlag: Aufbau Tb; Auflage: 8., Aufl. (September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746612144
  • ISBN-13: 978-3746612140
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (11 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 464.018 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Robert Merle
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Kurzbeschreibung

Das dramatische Jahrhundert der französischen Religionskriege: Es ist der Sommer 1566 und die Bartholomäusnacht noch weit, aber der Bürgerkrieg zwischen Katholiken und Reformierten schwelt schon seit Jahren. Der Heißsporn Pierre de Siorac, Student der Medizin, braucht alle seine Begabungen - Edelmut, gepaart mit List, gewandter Umgang mit Degen und Pistole, nicht zuletzt seine unwiderstehliche Ausstrahlung auf Frauen -, um in so mörderischen Zeiten am Leben zu bleiben. In diesem actionreichen und dabei genau recherchierten historischen Roman erzählt Robert Merle mit dem ihm eigenen feinsinnigen Humor eine Geschichte, die Alexandre Dumas nicht besser hätte ersinnen können.

Über den Autor

Robert Merle, geb. 1908 in Tébessa/Algerien, war nach Schule und Studium in Frankreich von 1940-43 in deutscher Kriegsgefangenschaft. Robert Merle starb im März 2004 in seinem Haus in Montfort-l'Amaury in der Nähe von Paris.

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Glaube - Medizin - Amouren, 28. Juli 2003
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: In unseren grünen Jahren (Taschenbuch)
1567 flammen überall in Frankreich erneut Kämpfe zwischen Hugenotten und Katholiken auf, die schließlich zum zweiten von insgesamt acht Religionskriegen führen sollten. Während auf der einen Seite die "Ketzer" auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden, kommt es auf der anderen Seite u. a. in der Nacht zum 30. September in der Stadt Nîmes zur "Michelade", einem Massaker, das die Hugenotten an den ihnen verhassten "papistischen Götzendienern" verüben.
Die eigentliche Herrscherin Frankreichs ist die Königin-Mutter, Katharina von Medici. Ihr war es gelungen, ihren kranken und degenerierten Sohn (Karl IX.) von den Regierungsgeschäften fernzuhalten. Sie versucht sich in einer wechselhaften Schaukelpolitik zwischen den nationalen religiösen Parteien einerseits und deren realen und potentiellen ausländischen Verbündeten andererseits zu lavieren.

Zu Beginn des bereits 1979 in Erstauflage erschienenen zweiten Teils der "Fortune de France"-Romanreihe befinden sich der Protagonist Pierre de Siorac, sein Halbbruder Samson und ihr Diener Miroul auf ihrem erlebnisreichen Weg durch das Lanquedoc, der sie über Carcassonne und Narbonne schließlich zur Universitätsstadt Montpellier führt. Dort nehmen sie Quartier bei dem Apotheker Sanche, einem zwangsgetauften und aus Spanien geflohenen Juden. (König Ludwig XI. hatte den gelehrten und verfolgten "Anusim"= gezwungenen (Christen) in Frankreich Aufnahme gewährt.)Während Pierre als Scholar das Studium der Medizin aufnimmt, beginnt Samson nicht wie ursprünglich beabsichtigt mit dem der Jurisprudenz, sondern erlernt den Beruf des Apothekers. Zusammen mit auszubildenden Chirurgen nehmen die Brüder an den Universitätslesungen teil. Sie müssen sich gegen Standesdünkel und Initationsrituale der Studenten älterer Semester, die Apotheker als "Pillendreher" und Chirurgen als "Barbiere" verunglimpfen, behaupten. Von Calvinisten in Montpellier gegründet hat sich das "theatrum anatomicum", entgegen päpstlicher Verbote der freien medizinischen Forschung verschrieben......

Die Handlung von "In unseren grünen Jahren" bewegt sich in einem Dreieck, das durch Wechselwirkungen zwischen den Eckpunkten Glaube - Medizin - Amouren bestimmt wird. Exhumierung und Autopsie, Liebe und Sünde sowie (dezent dargestellte) Leidenschaft und "neapolitanische Krankheit" sind hierbei nur einige Kristallisationspunkte möglicher Spannungsfelder. So sich intolerante katholische und reformierte Fanatiker auch bekämpfen mögen, zeigen sie jedoch Einvernehmen darüber, wie mit Atheisten, Satanisten usw. zu verfahren ist. Mit Pierre de Siorac hat Robert Merle jedoch einen Protagonisten geschaffen, der (als Sohn eines Hugenotten und einer katholischen Mutter) oftmals zwischen die Fronten gerät. Mit calvinistischem Credo, Marienmedaillon und häufiger Erwähnung des "Heiligen Antonius" gelingt es ihm jedoch mäßigend, vernünftig und vor allem human seinen Weg in einer von Not und Armut, Rache, Hass, Beutegier und Blutrausch bestimmten Zeit mittels Courage und Witz zu gehen. Der Roman, der das Attribut "historisch" uneingeschränkt verdient, ist mit der Höchstwertung von 5 Amazonsternen zu bewerten und zwingt den gespannten und leicht süchtig gewordenen Leser geradezu, auch den dritten Teil des Epos „Die gute Stadt Paris" zu lesen....

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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Herrvorragend, 27. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: In unseren grünen Jahren (Taschenbuch)
Der zweite Teil der Romanreihe "Fortune de France" . Man erlebt die Zeit der Religionskriege in Frankreich auf eine lebendige Art und Weise mit, indem man die Hauptpersonen (die Mitglieder der Adelsfamilie Siorac) durch die Wirren der Damaligen Zeit begleitet. Bei dieser Romanreihe ist man gefesselt bis zum letzten Satz. Merle stellt sich mit seiner Art zu Erzählen auf eine Stufe mit Alexandre' Dumas, ein Lekkerbissen für alle Fans.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Schwächster Teil der Serie, 19. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: In unseren grünen Jahren (Taschenbuch)
Man kann dieses Buch nicht beurteilen ohne den ganzen Zyklus zu sehen.

Merles Hugenottenzyklus unterscheidet sich von Dumas' Werken durch seine historische Genauigkeit. Da die Geschichte Preußens und damit die Geschichte Deutschlands undenkbar wäre ohne Hugenotten, stellt dieser Zyklus auch einen wichtigen Teil deutscher Geschichte dar, und das spannend und unterhaltsam geschrieben.

Leider ist dieser Band der schlechteste Teil der Reihe. Zuviele Fehler hat wohl schon Merle gemacht. Zu schlampig ist die Übersetzung. "Bras de Fer" wird auf einmal gar nicht mehr übersetzt. Nimes heißt da "Nismes" und Lendrevie "Landrevie".
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