...liegen Greg Focker(Ben Stiller) einige Steine im Weg. Dabei hat sein pedantischer, leicht psychotischer Schwiegervater Jack Byrnes(Robert de Niro) ihn genau für diese Rolle vorgesehen. Nachdem Jacks Herz mal wieder rebellierte, ist er sich sicher, dass er einen Nachfolger braucht. Greg, seines Zeichens Krankenpfleger, nimmt das Angebot an. Obwohl er gerade ziemlich im Stress ist. Die Zwillinge von Pam(Teri Polo) und ihm steuern auf den fünften Geburtstag zu. Die attraktive Pharmavertreterin Andy(Jessica Alba) will Greg nicht nur als Werbepartner sondern noch ein bisschen mehr. Und Gregs alter Kumpel Kevin(Owen Wilson) kommt von einer Weltreise zurück und interessiert sich mehr für Pam, als es Greg lieb ist. Wie gut, dass da noch Jack ist, der alles überwacht, kontrolliert und im Hintergrund die Fäden zieht...
Paul Weitz schickt die Filmfamilie Focker wieder einmal ins Rennen. Das Ganze in Hollywood-Bestbesetzung und mit der Gewissheit, dass es demnächst eine weitere Fortsetzung geben wird. Allerdings sollte sich Weitz das gut überlegen, denn die Focker-Saga hat eine Menge Schwung eingebüßt. Der Film braucht lange, bis er in die Erzählspur findet. Dann steigert er sich zwar, aber irgendwie wirkt ein Großteil der Gags zu flach, glatt und manchmal überzogen. Es fehlen neue, zündende Ideen, die den Fockers wieder Leben einhauchen. Es gibt grandiose Momente, wie den Bauchklatscher-Gag, die Anspielung auf den Weißen Hai oder den Besuch in der Human Earth School, aber auch eine Menge peinlich schwacher Momente.
In der Besetzung ist es vor allem Robert de Niro, der mit seiner Präsenz große Teile des Plots rettet. Wer auf die Idee gekommen ist, mit absolut genialen Darstellern wie Barbra Streisand und Dustin Hoffman zweidimensionale, komplett flache Charaktere zu besetzen, will sich mir nicht erschließen. Das ist für mich fast so, als würde man Champagner zum Abwaschen benutzen.
-Meine Frau, unsere Kinder und ich- ist, jedenfalls meiner Meinung nach, nicht mehr als eine durchschnittliche US-Komödie geworden. Sollten sich dem Team um Paul Weitz für eine Fortsetzung nicht grundlegende, neue Ideen erschließen, ist eine Weiterführung der Geschichte, nach meiner Meinung, fruchtlos. Lassen wir uns also überraschen. Aber wer weiß, vielleicht sehen sie die "Fockers" ja auch in einem ganz anderen Licht als ich. Das müssen sie wieder einmal für sich selbst entscheiden.