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Das unerwünschte Jagdverhalten des Hundes
 
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Das unerwünschte Jagdverhalten des Hundes [Gebundene Ausgabe]

Clarissa von Reinhardt
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
  • Verlag: Animal Learn Verlag (19. August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3936188238
  • ISBN-13: 978-3936188233
  • Größe und/oder Gewicht: 27,2 x 20,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (39 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 146.486 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Clarissa v. Reinhardt, Hundetrainerin, Ausbilderin von Hundetrainern, Verlegerin kynologischer Fachliteratur - ist eine gefragte Dozentin im In- und Ausland, die sich auf ihren Vorträgen und Seminaren für einen gewaltfreien und fairen Umgang mit Hunden stark macht. Ihre Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

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139 von 152 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Man suche mit einem Husky oder Galgo einen "Würstchenbaum"?!?, 27. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Das unerwünschte Jagdverhalten des Hundes (Gebundene Ausgabe)
Als ich das Buch für unser Hundeverhaltenszentrum kaufte, versprach ich mir nach dem fantastischen Buch "Stress bei Hunden" von derselben bekannten Autorin sehr viel, zumal wir nicht nur selber drei nordische Hunde unser eigen nennen, die einen ausgeprägten Jagdinstinkt haben, sondern auch im Hundeschulenalltag haben wir stets mit jagenden "Schnöseln" zu tun, wie Günther Bloch es ausdrücken würde. Die ersten Seiten beschreiben in kurzer prägnanter Form den vom Wolf stammenden und bei (fast) allen Hunderassen in unterschiedlicher Stärke vorhandenen Jagdinstinkt und dessen Jagdverhalten - soweit, so gut. Danach folgen allgemeine Lernregeln, die noch einigermaßen, zwar nicht so gut wie bei anderen Autoren, wie z.B. Barbara Schöning ("Hundeverhalten"), gut erklärt werden. Aber schon bei den "Antijagdübungen" schlägt's beim dritten Vorschlag mindestens dreizehn, wenn nicht vierzehn: Man soll, um seinen Hund jagdlich bzw. jagdsubstitutiv auszulasten einen "Würstchenbaum" suchen lassen, ich war sprachlos, sowas untaugliches und realitätsfernes habe ich noch nie gehört. Ich stelle mir nur gerade unsere eigenen Huskies und Samojeden bei der Suche nach einem Würstchenbaum vor. Ist klar, dass Kaninchen oder Wildschwein ist natürlich nicht so interessant, wie ein Würstchenbaum, der in der Natur auch sonst überall wächst und gedeiht, nicht wahr? Hinter den Bergen bei den sieben Zwergen, möchte man geradezu herausschreien! Die Idee ist ja noch absurder als seinem Hund a'la Natural Dogmanship einen Futterbeutel zu schmeißen und das ganze auch noch als gemeinsame Jagd zu verkaufen (Siehe Günther Bloch, Der Wolf im Hundepelz, S. 155)! Ferner ist das Schleppleinentraining überhaupt nicht vernünftig erklärt, die Autorin beschränkt sich auf allgemeine Ausführung und ihr Lieblingsthema, dass Hunde, was richtig und sinnvoll ist, stets ein Brustgeschirr tragen sollen, wenn sie eine solche Leine anhaben, um Schmerzen und Verletzungen im Rückenbereich zu vermeiden (siehe Anders Hallgren "Rückenprobleme beim Hund"). Schließlich ist die Autorin ernsthaft der Ansicht, dass man sich vor dem Hund, der zur Jagd gestartet ist, nicht weglaufen und verstecken darf. Bei diesem "äußerst dummen Tipp" (Reinhardt) würde man unfairer Weise mit den Verlassensängsten des Hundes Spielen. Kompletter Unsinn, kann man da nur sagen! Denn zum einen widerspricht sich die Autorin selber, da sie Richtungswechsel bei Unaufmerksamkeit befürwortet, was faktisch nichts anderes ist und zum anderen ist kein Grund ersichtlich, weshalb dieses Verhalten unfair sein soll, zumal Günther Bloch an freilebenden Wölfen, Strassenhunden, verwilderten Haushunden wie Haushunden nachgewiesen hat, dass es keine Verplichtung der Leittiere gibt auf einen juvenilen oder sonst rangniedrigeren Wolf bzw. Hund zu warten, wenn dieser einen kleinen Jagdausflug unternimmt (siehe "Der Wolf im Hundepelz" und "Timberwolf Yukon & Co."! Wer nicht aufpasst - auf die Leittiere -, den bestraft das Leben! Unsere eigene Husky-Hündin erleidet jedenfalls dadurch in keinster Weise Schäden, sie hat eine ungebrochen gute und innige Bindung zu uns, trotz solcher "Versteckspiele". Unerklärlich ist ferner, dass die Autorin pauschal gegen jeglichen Einsatz von Wasserstoffgeräten, wie Master Plus, ist, da natürlich nicht jeder Hund drauf reagiert, so ist das bei jeder Methode, und selbstverständlich auch unsichere oder gar ängstliche Hunde damit nicht trainiert werden dürfen, aber nicht nur wir bereits unzählige Hunde damit vom Jagen dauerhaft abgehalten haben. Ein selbstbewusster und ordentlich geprägter Hund erleidet dadurch keinen längeren Stress und behält auch keine bleibenden Schäden, wie die Autorin einfach nur dahinredet, ohne dies belegen zu können. Oder glaubt etwa jemand ernsthaft, dass ein gefestigter Hund, der sich bspw. über einen knallenden, weil heruntergefallenen Topfdeckel o.ä. erschreckt einen bleibenden Schaden erleidet? Wer ein besseres Buch zum Jagdverhalten lesen will, das nicht an der Realität vorbei geht und jegliche Einwirkung auf den Hund unsachlich verteufelt, der sollte die genannten Bücher von Günther Bloch und speziell zur Jagdkontrolle das Buch von Pia Gröning u.a. mit dem Titel "Antijagdtraining" lesen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Teilweise nett, teilweise unrealistisch und praxisfern, 27. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Das unerwünschte Jagdverhalten des Hundes (Gebundene Ausgabe)
Ich muss leider den meisten negativen Kritiken dieses Buches zustimmen und bin ebenfalls der Meinung, dass das "Antijagdbuch" besser ist.

Den hier teilweise belächelten Würstchenbaum finde ich ganz gut, aber mein Hund kann ja riechen, dass ich dort mit den Würstchen zugange war, daher war er nicht grade überrascht und auch nicht begeisterter, als bei anderer Leckerchengabe.

Den Befehl "Auf den Weg" finde ich nicht so schlecht, wie andere hier. Ich setze ihn nicht ein, wenn der Hund schon auf Fährte ist, sondern verbiete ihm eigentlich grundsätzlich sich außerhalb der Wege zu bewegen, genauso wie er in der Stadt immer auf dem Bürgersteig laufen soll (außer zur Straßenüberquerung ;-). Er versteht dann auch was ich meine und ich habe den Eindruck, so die Jagdreize vermindern zu können.

Was mir an dem Buch gefiel, war die schlüssige Erklärung des hündischen Jagdverhaltens. Sehr sympatisch fand ich, wie sehr sich von Reinhardt für die Leckerchen als Belohnung eingesetzt hat. Einige Tipps waren auch ganz nützlich, aber insgesamt ist das Erziehungsprogramm zu mager und wie schon von vielen anderen hier angemerkt, nicht ausreichend, um einen wirklich jagdmotivierten Hund erziehen zu können.

Was mich extrem gestört hat am Buch:

(1) Ich muss den Hund in jedem Fall von allem Jagdverhalten abhalten, soll ihm aber trotzdem täglichen Freilauf zum Abarbeiten von Energien möglich machen. Wie soll das gehen?

Die Autorin macht den lächerlichen Vorschlag sich mit Platzwarten von Fußballplätzen zu einigen, was völlig unrealistisch ist: entweder ist der Platz so wertvoll, dass er gut eingezäunt wird, sodass kein Platzwart jemals einen Hund auf den teuren Rasen ließe oder der Platz ist nicht besonders wertvoll, dann gibt es auch im Zaun genügend Lücken von Kindern und Kaninchen. Abgesehen davon: Was ist, wenn der Hund Vögel jagt? Die kommen auch auf einen eingezäunten Sportplatz...

(2) Dann die schon anderweitig kritisierten Vorschläge nicht in der wildaktiven Zeit spazieren zu gehen. 1. Welcher berufstätige Mensch kann das schon verwirklichen? 2. Gibt es mehr als genug Tiere, die nicht nur frühmorgens und bei Abenddämmerung unterwegs sind und trotzdem gejagt werden können, wie z.B. Vögel, Eichhörnchen...

(3) Es werden einem alle möglichen Arten der Beschäftigung mit dem Hund verboten, weil sie das Jagdverhalten angeblich fördern. So darf man nach von Reinhardt dem Hund keine Leckerchen werfen, nur weil mal irgendein Terrier so zum Hyperjäger geworden ist. Mein Hund macht das aber sehr gern und lässt sich so von Hasen, Vögeln und Co. ganz gut ablenken. Außerdem ist mir ehrlich gesagt ein ballsüchtiger Hund immer noch lieber, als ein jagdsüchtiger.

(4) Völlig abwegig ist der Vorschlag, wie man den Hund vom Essen fremder Gegenstände abhalten soll... Es gibt immer wieder Situationen, wo das funktioniert, insbesondere wenn der Hund ein tolles Aas gefunden hat und noch damit rumspielt, aber bei allen Funden, die sofort runtergeschlungen werden, ist dieser Tipp richtiggehend daneben.

Insgesamt hat mir das Buch wenig geholfen und mich dafür total verunsichert und in meinem Leben mit dem Hund für einige Wochen ganz schön eingeschränkt, da ich versucht habe nach von Reinhardts Methode zu erziehen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen Viel Optik, kaum Inhalt, 21. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Das unerwünschte Jagdverhalten des Hundes (Gebundene Ausgabe)
Bei Clarissa von Reinhardts "Das unerwünschte Jagdverhalten des Hundes" geht es dem Leser schnell, wie bei ihrem "Calming Signals Workbook", überwältigt von dem ersten optischen Eindruck der großformatigen Hochglanzfotos und dem Versprechen, gewaltfrei das Leben mit Mitgeschöpf Hund zu erleichten, greift man schnell zu dem teuren Hardcover.

Auf den zweiten Blick stellt man dann jedoch fest, dass man für sein Geld zwar eine Menge Design und Optik bekommt, der verwertbare Inhalt und die neuen Informationen und Erkenntnisse halten sich jedoch in Grenzen. Es ist lobenswert, dass Frau von Reinhardt darauf hinweist, beim Schleppleinentraining ein Brustgeschirr zu verwenden, wie man die Schleppleine jedoch richtig einsetzt und handhabt, wird nirgendwo erklärt. Auch der Ausfbau eines sinnvollen Schleppleinentraings kommt nicht wirklich zur Sprache.

Die Idee mit dem Würstchenbaum ist für jagdlich wenig ambitionierte Hunde mit Sicherheit eine nette Idee und kann das tägliche Spiel bereichern, ob es einen echten Jäger beeindruckt, wage ich zu bezweifeln. Mit Sicherheit würden Viszla, Podenco & Co den Würstchenbaum ganz schnell links liegen lassen, wenn ein Hase aus dem gebüsch flitzt.

Ratschläge, den Hund in wildreichem Gebiet eben nicht abzuleinen, helfen auch nicht umbedingt das Jagdproblem in den Griff zu bekommen. Denn genau aus diesem Grund hat man sich das Buch ja eigentlich gekauft, um den Hund auch dort kontrolliert von der Leine lassen zu können.

Hinzu kommen ein paar beliebige Beispiel-Geschichten, die eher Unterhaltungs- als Lehrwert haben und nach vielen Fotos und ein wenig Text ist das Buch aus dem animal learn Verlag auch schon wieder zu Ende und man hat weiter nichts gelernt, als dass die Autorin eben für gewaltfreie Erziehung ist.

Ein schönes Motto, das dem Besitzer eines jagenden Hundes aber eben an dieser Stelle einfach nicht weiterhilft und deshalb gibt es für diesen netten Bildband, der Clarissa von Reinhartd beim Spazierengehen mit den eigenen und fremden Hunden zeigt, auch nur einen Stern.
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