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Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins

Daniel Day-Lewis , Juliette Binoche , Philip Kaufman    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,99 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Daniel Day-Lewis, Juliette Binoche, Lena Olin
  • Regisseur(e): Philip Kaufman
  • Komponist: Leos Janácek
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Isländisch, Norwegisch, Schwedisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 2. Oktober 2008
  • Produktionsjahr: 2003
  • Spieldauer: 165 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001DX9G2G
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.024 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

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Daniel Day-Lewis spielt Tomas, den vergnügten und unverantwortlichen tschechischen Liebhaber aus Milan Kunderas Bestseller. Die Geschichte spielt in Prag, kurz vor und während des russischen Einmarsches 1968. Lena Olin und Juliette Binoche verkörpern die beiden absolut gegensätzlichen Frauen, die seine Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen und die in gewisser Weise verschiedene Seiten seiner Werte und Persönlichkeit repräsentieren. Auf jeden Fall hat die Entscheidung von Tomas, mit der einen vor den russischen Panzern zu fliehen -- und dann zurückzukehren --, tiefgreifende Konsequenzen für sein Leben.

Unter der Regie von Philip Kaufman wird diese reiche, erotische und faszinierende Charakterstudie mit allegorischen Zwischentönen zu einem Prüfstein für den Filmfreund. Einige Schlüsselsequenzen -- wie die, in der Lena Olin einen Bowler trägt und sich sehr reizvoll bewegt -- bleiben im Gedächtnis, während Kaufmans sicheres Gespür für die Geschichte Garant für die überragende schauspielerische Leistung aller Beteiligten ist. --Tom Keogh

Produktbeschreibungen

Prag, Mitte der sechziger Jahre. Der Arzt Tomas und seine Freundin Sabina leben in einer recht lockeren Beziehung zusammen, beide pflegen ihre zahlreichen Affären. Kompliziert wird die Situation, als sich ein Mädchen aus der Provinz in Tomas verliebt und ihm bis in die Hauptstadt folgt. Doch die politischen Unruhen des "Prager Frühlings" verändern das Leben der drei von Grund

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verwirrend schwebende Gefühle 24. November 2009
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:DVD
Philip Kaufmans weltberühmtes Werk "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins" von 1988 ist ein Film über die Liebe. Der Regisseur betonte, dass "der Film von der Liebe handelt - für eine Philosophie möge man das Buch lesen". Dennoch bietet der Film auch die Möglichkeit, sich ein Bild vom Ende des "Prager Frühlings" und von den Lebensbedingungen nach der russischen Machtübernahme zu machen.

Wer den Geschichte noch nicht kennt, könnte dem Film, vor allem aber sich selbst, die Chance einer vorurteilsfreien ersten Begegnung lassen: Zunächst überhaupt nichts darüber lesen, nicht diese Kritik, auch nicht das Buch von Milan Kundera oder irgendwelche Inhaltsangaben. Den Film entspannt und ungestört anschauen. Nicht analysieren, sondern sich in die Zeit der "unerträglichen Leichtigkeit" zurückfallen lassen. Wem das gelingt, der hat möglicherweise eine erlebnisreiche Reise in eine andere, vergangene Welt vor sich.

WER WEITERLIEST, ERFÄHRT WESENTLICHE TEILE DER HANDLUNG

Regisseur Philip Kaufman zeigt nach dem Drehbuch von Jean-Claude Carriere feinfühlig und geduldig die Geschichte des renommierten, jungen Chirurgen Thomas (Daniel Day-Lewis, 31), der sich abseits der üblichen Zwänge des Lebens wähnt. Thomas, der an sich ernsthaft ist, hat es mit seiner direkten und schamlosen Art leicht bei Frauen und liebt das Abenteuer. Aber er ist - seinen Affären zum Trotz - eigentlich kein "Frauenheld", sondern eher ein ganz normaler Mann, dessen Vorstellungen über Partnerschaft in konventionellen Geschlechterrollen gefangen sind.

Zwei Frauen, die in gewisser Weise dem traditionellen, dualen Frauenbild von der Heiligen und der H*re genügen, sollen sein Leben bestimmen. Die sinnliche Sabina (Lena Olin, 33), Malerin mit allen Attitüden der Bohème, ist dem jungen Doktor wie auf den Leib geschnitten. Sie verbringen atemberaubend aufregende Stunden miteinander und dem Chaplin-Hut vom Großvater des Großvaters, den und mit dem Sabina so liebt. Das Leben scheint, noch in den von Hoffnung erfüllten Tagen vor der russischen Invasion, perfekt.

Eines Tages begegnet Thomas der Bedienung Tereza (Juliette Binoche, 24). Tereza ist jung, fast noch kindlich, voller Vertrauen und liebt rückhaltlos. Sie sucht Thomas in Prag auf und lebt bei ihm. Die Vereinigung ist für sie kein Kitzel, kein Spiel, keine Leidenschaft, sondern Hingabe aus Liebe. Das ist neu für Thomas. Er entdeckt seine Eifersucht, möchte Tereza ganz für sich haben: binnen kurzem heiraten sie. Doch Thomas kann und will auch nicht von Sabina lassen, die für seine Ideale einer ungebundenen und sinnlichen Liebe ohne Verpflichtungen steht.

Tereza entdeckt ihr Talent zur Fotografie. Sie entwickelt einen besonderen Blick für extravagante Posen von Frauen. Schließlich dokumentiert sie die Invasion und überlässt die Fotos der ausländischen Presse. Sabina floh bereits nach Genf, als die Panzer kamen. Doch den Panzern folgen die Spitzeleien und Denunziationen der Partei und der Geheimpolizei. Schließlich müssen auch Tereza und Thomas Prag verlassen und emigrieren nach Genf. Auch dort besucht Thomas Sabina. Tereza ist für die freie Liebe nicht gebaut. Sabina wird von einem verliebten Professor umworben.

In der ersten Schlüsselszene finden Tereza und Sabina zusammen und produzieren, gleichzeitig Fotografinnen und Modelle, Aktfotos für ein Magazin. Dieses ausgelassen und zugleich knisternde Shooting bildet in seiner liebevoll-fröhlichen Choreografie einen Höhepunkt der Filmgeschichte, quasi einen erotischen Tanz. Hier wird der Titel des Films in Szene gesetzt. "Femme fatale" und "Brave Frau" emanzipieren sich von ihren überkommenen Rollen und damit auch von jedem christlich- verklemmten Traditionen behafteten Mann oder Geliebten. Aber Tereza möchte nach Prag zurück - und Thomas folgt.

Zurück in Prag erleben die beiden leidvoll die Auswirkungen des nun wieder alles beherrschenden, repressiven Dateiapparates. Aber Thomas bemerkt auch die Veränderungen Terezas, er findet in einer zweiten Schlüsselszene die Fotos aus Genf: nun beginnt er in Tereza auch die sinnliche Frau zu erkennen - und Tereza beginnt, die Wonnen der Liebe zu entdecken. Nach einiger Zeit drängt Tereza wieder auf eine Flucht: Die Bespitzelung, die depremierende Atmosphäre, die Kälte der Menschen und vor allem die Seitensprünge ihres Mannes machen sie krank. Ausreisen dürfen sie nicht mehr - so fliehen sie aufs Land zu einem dankbaren früheren Patienten von Thomas.

Dort in der Abgeschiedenheit findet die Liebe von Tereza und Thomas endlich zur Erfüllung.

ENDE DER ANGABEN ZUM INHALT

Wer den Film als - zwar vom Buch angeregte, aber durchaus selbständige - Meditation über die Entwicklung der Liebe zweier Menschen sieht, wird auch von Besetzung und Umsetzung angetan sein.

Sehnsucht kommt auf beim Betrachter nach dieser gleichzeitig so schweren und doch auch gelösten Zeit. Man beneidet die Akteure um die Selbstverständlichkeit, mit der sie sich ihren persönlichen Problemen, aber auch den Auswirkungen der Umwälzungen stellen. Man sehnt sich nach der Chance und dem Talent zurück, die Wechsel des Schicksals lächelnd zu akzeptieren, sein Leben zu leben wie es kommt - bis über die Grenze der Erträglichkeit hinaus.

Die Bildqualität ist nicht mehr als durchschnittlich. Dialoge kommen gut verständlich, Musik wirkt etwas intransparent.

Im Original 171 Minuten, Format 1,85:1 auf 35 mm Film, Stereo (IMDB)

film-jury 5* A0849 17.1.2012eg Genre: Drama | Romanze

Lena Maria Jonna Olin (* 22. März 1955 in Stockholm)
-------------------- -------------------- --------------------
1983 -* "Fanny und Alexander"
....... R: Ingmar Bergman
1988 5* Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
....... R: Philip Kaufman D: Lena Olin, Juliette Binoche, Daniel Day-Lewis
1990 5* Havanna
....... R: Sidney P*llack D: Robert Redford, Lena Olin
1993 5* Romeo Is Bleeding
....... R: Peter Medak D: Gary Oldman, Lena Olin
1996 5* Nacht über Manhattan
....... R: Sidney Lumet D: Andy Garcia, Lena Olin
1999 4* Die neun Pforten
....... R: Roman Polanski D: Johnny D*pp, Lena Olin
2000 3* Chocolat
....... R: Lasse Halström D: Juliette Binoche, Lena Olin, Johnny D*pp
2010 5* Remember Me
....... R: Allen Coulter D: Robert Pattinson, Emilie de Ravin, Pierce Brosnan

Lena Olin ist seit 1994 mit dem schwedischen Regisseur Lasse Hallström verheiratet, mit dem sie "Chocolat" und "Casanova" drehte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Blicke hörbar werden ... 15. September 2012
Von dark swan
Format:DVD
Die folgende Besprechung entstand als Film-Review für "Sissy - Homosexuals Film Quarterly" in der Dezemberausgabe 2011 für die Rubrik "Der Moment - Schriftsteller sehen Filme." Vierteljährlich schreibt ein Schriftsteller/eine Schriftstellerin über einen (nicht-heterosexuellen) Filmmoment.
Ich habe, als ich gefragt wurde, einen Moment aus diesem, meinem Lieblingsfilm geschrieben.

-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich sehe meine Liebe das erste Mal im Sommer 1992. Ich bin in Dresden.
In hundertsechsundsechzig Minuten werde ich mein Herz verlieren. Ich bin nicht vorbereitet.

Der Tag war heiß. Ich bin ewig gelaufen. Meine Füße sind müde, ich hab genug Sonne gehabt, genug Stadt gesehen. Ich möchte sitzen, irgendwo im Dämmer. Möchte ausklingen.
Ich weiß nicht, wie ich dorthin gelangt bin, weiß nur, dass es eine Seitengasse ist, ein verschlissenes, von der Zeit zernagtes Eckgebäude.

Ein Kino. Ich werde es danach nie mehr finden. Nicht, weil es so versteckt wäre, sondern weil ich es nicht suche. Ich möchte keine Veränderung erleben, nicht sehen, dass aus der Bruchbude vielleicht ein Kino mit glitzerndem Tresen geworden ist, mit Popcorn in drei Geschmacksrichtungen und einem Saal, der nach Raumspray duftet.
Ich möchte die erste Begegnung so im Kopf bewahren, wie sie für mich war: unerhört.

Als ich in eintrete, riecht es nach Zwiebeln und zeratmeter Luft. Die Sitze sind hart, aus rohem Holz. Splittergefahr. Der Steinboden: warm. Er hat die Hitze des Tages gespeichert und wird sie im Laufe des Films abgeben. Er ist von kleinen, dunklen Flecken übersät, deren Ursprung mir ein Rätsel ist.

Das Kino ist zu einem Viertel gefüllt. Kurz bevor das Licht vergeht und der Film beginnt, drängt eine sich Katze durch die Sitzreihe, an meinem Fuß vorbei, gleich darauf eine zweite, die den Fuß einfach überspringt. Dann wird es dunkel, die Leinwand hell, und ich sehe sie zum ersten Mal.
Es ist ein Moment …

… in Prag. Wir haben 1968. Die Zeit des Prager Frühlings.

Tomas (Daniel Day-Lewis) ist Arzt, ein Charmeur, der die Frauen liebt. Sabina (Lena Olin), sirenenhafte Künstlerin, ist seine Geliebte. Teresa (Juliette Binoche) ist das Mädchen vom Land: fiebrig schön und wild entschlossen, dem Provinzmief zu entkommen. Als sie Tomas kennenlernt, der für einen Tag in ihren Dorfalltag hereinbricht, fasst sie einen Entschluss. Sie folgt ihm nach Prag, klingelt an seiner Tür. Und bleibt. Eine Ménage-à-Trois beginnt.
Der Moment …

… nein, er ist noch nicht da, denn zuerst entsteht die Ahnung: dass (neben der historischen Geschichte) nicht von zwei, sondern von einer Frau erzählt wird. Dass die schillernde Sabina und die pausbäckige Teresa, zu der Tomas sich ebenso hingezogen fühlt, Facetten einer einzigen Frau sind – aufgeteilt in zwei Figuren. Und in diesem Moment …

… gehen Flämmchen im Dunkel auf. Rechts und links von mir. Zigaretten werden angesteckt, Glut wird am Boden zertreten. Jetzt weiß ich, woher die dunklen Flecken stammen.
All diese Unerhörtheiten – Katzen, die sich unter den Sitzen jagen, Rauchschwaden vor der Leinwand, das Zischen, wenn eine Bierflasche mit dem Feuerzeug geöffnet wird – mischen sich mit dem Geschehen im Film: eine dumpfe Kurklinik, stickige Politbüros, Sabinas lichtes Künstleratelier, Sabina, nackt bis auf Hut und Strapse in Tomas’ Bett, das Dröhnen der Panzer auf den Straßen, Schreie, Teresa, die die Geschehnisse fotografiert, die Russen marschieren ein. Und dann …

… der Moment.

Nach der Flucht in die Schweiz. Nachdem die Katze sich an meine Wade drängt. Als Teresa sich beruflich auf Aktfotografie verlegt hat. Und ein Model sucht. Und zu Sabina geht: der Künstlerin, Freundin und Konkurrentin.
Dieser Moment, als der Film Sabina und Teresa, das Doppelporträt, zusammenbringt. Er ist pure Verführung.
Wie sie Wein trinken, um sich Mut zu machen. Wie Sabina aufsteht und sich hinter einem dünnen Vorhang auszieht.
Die Musik ist verstummt. Es gibt keine Geräusche mehr. Es gibt nur noch das Atmen. Und den Ton, der entsteht, als Teresa den Vorhang wegzieht. Der Blick durch den Sucher, dann das Klicken der Kamera.

Und jäh passt alles zusammen: der Vorhang quer durch das Atelier, der sich in der Leinwand wiederfindet, die hier draußen quer durch unseren Blick geht. Das Atmen im Film und das Atmen hier, vor dem Film. Und das Klicken der Kamera, das brutal ist. Weil es Blicke sind, die hörbar werden, Berührungen, Augenschüsse. Sabina, von Teresa sanft zu Boden gestoßen, in verschiedene Positionen, und Klick. Das Geräusch eines Fingernagels auf nackter Haut. Sabina, die Teresa die Kamera aus der Hand nimmt. „Jetzt bist du dran. – Zieh dich aus.“

Der Film ist Romantisierung und wird der Brutalität der realen Ereignisse nicht gerecht. Doch nicht selten – das ist paradox – ist die Schwäche einer Sache zugleich auch ihre Stärke.

Ich jedenfalls sitze in einer Bruchbude und sehe meine Liebe. Sie wirft Bilder aus, die an mir zupfen, Worte und Lieder, flirrend, wie ein Lasso.
Die nächsten zwanzig Jahre werde ich ihr folgen. Werde nicht müde, sie immer wieder zu sehen, ihren Stimmen zu lauschen. Und meinem Herzen hundertsechundsechzig Minuten lang hinterherzuwinken.
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52 von 63 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aus einer besseren Kinofilm-Ära! 21. September 2009
Format:DVD
Als dieser Film gedreht wurde ging es beim Kinofilmedreh nicht immer nur um schnell lebige Kost mit den neuesten Special Effects, neuem Rekordbudget und 30 Filmsequenzen pro Minute. Auch wurde nicht für die breite Masse gedreht, sondern für Filminteressierte, die sich vorher vielleicht sogar das Buch von Milan Kundera wenigstens schon mal ins Regal gestellt haben.

DIE GESCHICHTE: In diesem Fall sogar eine geschichtliche Geschichte, oder besser eine Filmhandlung mit geschichtlichem Rahmen, nämlich der Zeit des Prager Frühlings. In der Tschechoslowakei der Nachkriegszeit entspannt sich eine Liebesgeschichte zwischen dem sexuell leichtlebigen, in Prag arbeitenden Neurochirugen Tomas (Daniel Day-Lewis) und der vom Lande kommenden Kellnerin Teresa (Juliette Binoche). Sie lernen sich in einer Kurklinik kennen, in der Tomas eine Operaton durchführt. Tomas liebt die Frauen und den schnellen unkomlizierten Sex ohne Besitzansprüche. In Prag nutzt er gerne seine Stellung als Arzt und sein Charisma, um sich Befriedigung zu verschaffen. Seine einzige Vertraute und längerfristige Sexualpartnerin ist die Künstlerin Sabina (Lena Olin), die, wahrscheinlich auch in Tomas verliebt, seine Bindungsscheu akzeptiert. Teresa, die kleine Schüchterne vom Lande, folgt Tomas in die Stadt, und setzt Tomas Regel, nach dem Sex niemals bei einer Frau zu übernachten einfach ausser Kraft, indem sie bei ihm bleibt. Und Tomas lernt Teresa lieben, doch seine Spielereien kann er nicht lassen. Nach einer Zeit merkt auch Teresa die Untreue. Als sie vor dem Regime der russischen Besatzung und der damit einhergehenden Gängelungen in die Schweiz flüchten, beginnt Tomas fern der Heimat wieder eine sexuelle Beziehung mit Sabina. Teresa, die mit dem "leichten Leben" im freien Westen und Tomas "Freiheitsliebe" nicht mehr umgehen kann, kehrt Hals über Kopf in die unfreie Tschechei zurück. Da Tomas um die politische Gefahr weis, die von dem Land für Teresa ausgeht, kehrt auch er ihretwillen wieder nach Prag zurück und erlebt dort mit Teresa den Einmarsch der russischen Truppen. Da sich Tomas und Teresa politisch nicht dem Regime der russenfreundlichen Regierung unterwerfen wollen, verliert Tomas seine Stelle als Arzt und muß als Fensterputzer seinen Lebensunterhalt bestreiten. Schliesslich fliehen die beiden erneut vor den Schickanen der Partei aufs Land, wo sie für eine kurze Zeit das wahre Glück erleben und Teresa die ungeteilte Liebe von Tomas findet.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte mit bitter-süßem Beigeschmack und talentierten Charakterdarstellern. Ein Muß für jeden Kino-Fan.
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1.0 von 5 Sternen Eine unerträgliche Banalität
Widerlicher Schönling schaut Frauen tief in die Augen und bumst sich um die Welt. Mehr ist nicht drin. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Tagen von Edwin Kunz veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Naja
Das Buch war wesentlich besser, weil mein Kopfkino einen ganz anderen Film produziert hat als diesen.

Habe ihn nur wegen einer Darstellerin gekauft ;-)
Vor 11 Tagen von VITRIOL veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen *Klassiker*
alles perfekt. Wunderbarer Klassiker...
Ein wunderschöner, sehr sinnlicher Film mit sehr schönen Menschen. Leider ein tragisches Ende. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Brigitta Jese veröffentlicht
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ohne viel worte und erklärungen spricht die geschichte aus sich selbst. grossartige schauspieler, zeitgeschichte, liebe, schicksal... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Sabine Scharf veröffentlicht
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ein Klassiker für diejenigen, die nicht mit dem Strom schwimmen; das wundersame Prag und die Facetten der polygamen Beziehungen mit einem überaus traurigen Ende
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Vor 3 Monaten von Alfried Fischer veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Für den gemütlichen Abend zu zweit;)
Der Film ist gut. Es ist ein softer Erotikfilm mit Literaturhindergrund. Man (Frau auch) kann ihn sich auf jeden Fall ansehen.
Vor 5 Monaten von Markus veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Filmklassiker
tolle Schauspieler,eine gewisse Sinnlichkeit und noch der geschichtliche Bezug zum Umschwung in Prag,vielleicht etwas lang geraten aber in jedem Fall ein sehenswerter Film
Vor 5 Monaten von FraSe veröffentlicht
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Viele wissen, wie schwwer es ist, einem Buch filmisch auch nur annähernd nachzukommen. Hier wurde Milan Kunderas Klassiker eindrucksvoll umgesetzt, sehr schön, unbedingt... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Margot Sens veröffentlicht
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