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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen210
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am 31. Mai 2014
Alex Woods ist siebzehn, als er an der Grenze gestoppt wird. Obwohl er damit gerechnet hat, ist er geschockt und merkt, dass sich ein Anfall ankündigt, denn Alex ist Epileptiker.
Also macht er das Einzige was ihm hilft den Anfall aufzuhalten und stellt laut Musik an und meditiert. Kein Wunder das der Grenzbeamte geschockt ist. Der Verdächtigte hält zwar, reagiert aber nicht auf ihn, sondern hört Musik. Laut. Der Gedanke das Alex bekifft ist, ist da natürlich naheliegend, noch dazu, da jede Menge Marihuana im Auto und auf dem Beifahrersitz eine Urne mit der Asche seines Freundes Mr. Peterson ist.
Im Rückblick erzählt Alex, dass er am 3.7. 2004 mit 10 Jahren von einem Meteorit, der das Dach des Wohnhauses durchschlug am Kopf getroffen und dadurch sein Schädel gebrochen war. Seitdem leidet er an Epilepsie. Aber auch sonst ist Alex nicht wie die anderen Kinder der Schule und das macht ihn zum Außenseiter.
Mr. Peterson, auch ein Einzelgänger wird ihm ein Freund.
Ich habe nicht gewusst, dass es sich in diesem Buch vor allem auch um das Sterben und das Wie, also auch Sterbehilfe handelt und war überrascht, wie klug und sensibel der Autor über dieses Thema schreibt.
Respekt vor der Recherchearbeit.
Man erfährt nebenbei auch noch jede Menge über Meteoriten und den Unterschied zu Meteoroiden, Tarot, Homöopathie, den Unterschied zwischen Goth und Emo, sowie alles über die Bedürfnisse und den Anbau von Cannabis. Nicht zu vergessen die Regeln in der Mittelstufe ...
Ein einfühlsames Buch, das mir sehr gut gefallen hat, mit durchweg sympathischen Protagonisten, interessanten Dialogen und einer gleichbleibend spannenden Handlung.
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am 9. Juni 2014
Für mich gehört dieses Buch auf Platz 1 der Bestsellerliste. Weil es ein Feuerwerk an Originalität abfeuert, das mitten ins Herz trifft. Unfassbar, wie dieser wunderbare Autor mit seinen scheinbar nüchtern-kauzigen Figuren die ganze Klaviatur an Emotionen bespielt. Nie lag Weinen und Lachen näher beieinander. Mit Sätzen zum Niederknien, hervorragend übersetzt, leise und weise und komisch. Das ist wuchtige, anrührende Unterhaltungsliteratur im allerbesten Sinne. Mehr davon!
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Denn in dem Moment, als ich das Buch am Ende zugeschlagen habe, habe ich Alex Woods ja bereits erhört. Und vor allem sein Leben. Denn ich habe ihn ein stückweit darin begleitet. Und ich habe ihn von der ersten Seite an total ins Herz geschlossen!

Alex ist 17 im Verlauf der Geschichte. Doch sein größtes Abenteuer erlebte er bereits sieben Jahre zuvor. Und zwar an dem Tag, an dem ein Meteorit aus dem Weltall auf seinen Kopf fällt. Was hier jetzt skurril klingt und als wäre es eine haarsträubende Fantasy-Geschichte, ist gar nicht so verrückt, wie man im weiteren Verlauf der Geschichte erfährt. Denn es kommt zwar nur sehr selten vor, dass so eine Handlung passiert, aber dennoch ist es nicht unmöglich. Als Folge dieses Unfalls bekommt Alex Epilepsie, die sein Leben natürlich komplett verändert. Er zieht sich zurück, taucht ab in Bücher und ist nicht gerade glücklich über diese Situation.

Durch einen Zufall lernt er irgendwann Mr. Peterson kennen. Einen sehr zurückgezogen lebenden alten Herrn, der auf den ersten Blick vielleicht sehr schräg wirkt, doch genau dieser alte Mann schafft es, eine Freundschaft zu Alex aufzubauen.

Mit seinen 17 Jahren ist Alex äußerst klug und vielseitig interessiert. Nicht nur, was das Universum angeht (ich habe die Stellen im Buch geliebt, die quasi auch dem Leser die Welt erklärten!), sondern auch der Literatur fühlt er sich sehr hingezogen. Vor allem die Bücher von Kurt Vonnegut haben es ihm angetan und aus der Liebe zu seinen Büchern entsteht auch später eine ganz tolle Idee, die Alex wunderbar umsetzt und zu einem weiteren Sinn in seinem Leben macht.

Das Buch ist einerseits sehr locker und leicht geschrieben, doch wenn man all die Worte wirklich verinnerlicht, fängt man an, sich Gedanken zu machen. Nicht nur über Alex und Mr. Peterson, sondern auch über sein eigenes Leben. Und das Universum. Und all das, was das eine mit dem anderen verbindet. Ich habe für mich zwischenzeilig sehr viele Weisheiten entdeckt, die ich super interessant fand.

Die Geschichte von Alex ist keine, die man "mal eben so zwischendurch" liest. An manchen Stellen ist es lustig, doch an anderen möchte man einfach nur weinen. Für mich war es ein langsames Buch, das Seite für Seite genossen werden wollte und das mich einerseits traurig, aber andererseits auch glücklich und hoffnungsvoll zurücklässt.

Und am Ende komme ich wieder am Anfang an. Denn das Leben von Alex Woods ist nicht unerhört! Es wäre lediglich unerhört, dieses Buch nicht zu lesen!
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TOP 1000 REZENSENTam 3. März 2014
"Das unerhörte Leben des Alex Woods" stand schon lange auf meiner Wunschliste. Viel Gutes hatte ich über das englische Buch rund um den jungen Alex gelesen und war somit erfreut zu lesen, dass es nun auch auf Deutsch verfügbar ist.

In diesem Buch dreht sich alles um Alex Wood, einen leicht autistisch veranlagten Jungen, der in seinem eigenen Badezimmer von einem Meteoriten getroffen wurde. Seitdem leidet er an Epilepsie, was den sowieso sozial isolierten Jungen noch weiter beinträchtigt. Durch einen Zufall lernt er Mr. Peterson kennen, einen alleinstehenden Mann, der gerne ließt und Drogen konsumiert.
Die beiden verbringen mehr und mehr Zeit miteinander, reden über Bücher, Musik und über die Falschheit des Universums.
Bis ein unerwarteter Schicksalsschlag die Freundschaft der beiden auf eine harte Probe stellt...

Dieses Buch ist aus Alex Sicht geschrieben, zu Beginn lernt der Leser Alex in seiner "jetzigen" Situation in Gefangenschaft der Polizei kennen. Rückblickend erzählt er die Geschichte seines Lebens, kommentiert, bewertet und schätzt ab.
Die naive Erzählweise eines Kindes ist hierbei meiner Meinung nach etwas übertrieben dargestellt. Alex verfängt sich oft in unnötigen Details und lässt den Leser so sehr tief in seine Welt eintauchen, was von der ganzen Handlung ablenkt.
Und dass ein 17-jähriger (Alex Polizei-ich) in dieser Form reden würde, das wage ich stark zu bezweifeln.

Die Geschichte an sich ist wirklich herzergreifend. Alex hat es schwer genug mit seiner esoterisch angehauchtem Mutter, dem Vater der weggelaufen ist und absolut 0 Freunde. Und dann kommt noch ein Meteorid dazu und bringt ihn in's Koma.
Danach fängt er an, sich für Neurobiologie sowie Astrologie zu interessieren und verschlingt Bücher ohne Ende. Er gibt ein wirklich mitleiderregendes Bild ab, kein 13 jähriger sollte sich mit solchen Themen beschäftigen.
Auch die Freundschaft mit dem gut 50 Jahre älteren Mr Peterson ist so gar nicht das, was man dem sympatischen Alex wünschen würde. Aber so spielt das Universum.

Außer Alex geht für mich kein Charakter stark in die Tiefe. Die Mutter wird sehr oberflächlich behandelt und auch von mr Peterson erfährt der Leser wenig. Da wäre mehr potential gewesen, wie ich finde!

Die Geschichte an sich ist anders und könnte spannend sein, ist aber absolut langweilig geschrieben. Die knapp 500 Seiten hätte man ohne Verlust von wichtigen Geschichts-Puzzlestücken auf 300 Seiten einstampfen können und es hätte dem Buch absolut nicht geschadet. Einige Stellen zogen sich doch sehr stark und erst die letzten 100 Seiten nahmen etwas Fahrt auf.

FAZIT
"Das unerhörte Leben des Alex Woods" hat mich nicht vom Hocker gezogen. Die Story hat Potential, zieht sich aber stark in die Länge und auch die Charaktere werden nur oberflächlich behandelt. Ich vergebe 3 von 5 Sternen, zum Nachdenken und Philosophieren war doch eher wenig in diesem Buch.
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am 23. Mai 2015
Zunächst muss ich sagen, dass Gavin Extence, der im zarten Alter von 32 Jahren erst ist, ein fantastischer DEBÜTROMAN gelungen ist. Der erste Schritt für ein Buch ist immer schwer. Das was er hier gezaubert hat, war große Kunst.
Wieso ich den Titel meiner Rezension "Verkettung der Geschichten" benannt habe, hat einen ganz plausiblen Grund: Es erinnert mich an zwei bereits geschriebene Bücher. Zum einen "Ziemlich beste Freunde" zum anderen "Ein ganzes halbes Jahr". Beides Meisterwerke. Und dieses Buch reiht sich in diese Kategorie ein.
Es folgt dem selben Prinzip. Eine gebrechliche Person, die nicht mehr für sich selbst sorgen kann, wird durch die Verkettung von Zufällen, von einer komplett fremden Person betreut, und es entsteht eine phänomenale Freundschaft. Beim ersten Buch war es ein Gangster, der sich um einen alten Mann im Rollstuhl kümmerte, das zweite war eine junge Frau, die sich um einen jungen Mann im Rollstuhl kümmerte und bei diesem Buch kreierte Gavin Extence den allzu intelligenten Jugendlichen Alex Woods, der sich um einen alten Mann schließlich kümmert.
Wer die zwei anderen Bücher bereits kennt, wird sich nicht in der absoluten Euphorie wiederfinden, wie jemand, der diese Bücher nicht kennt oder zumindest nur eines davon.
Zwei mal kann man begeistert werden, bei einem dritten Mal eher weniger.
Dennoch finde ich die Geschichte sensationell keine Frage. Der Sterne Abzug, wie gesagt, ist nur deshalb ein Thema, weil es nichts absolut Neues ist.

Die Geschichte handelt von einem intelligenten Jungen, der von einem Meteoriten am Kopf getroffen wird. Er fällt für zwei Wochen ins Koma. Als er wieder erwacht, findet er sich im Mittelpunkt des Lebens. Jeder interessiert sich plötzlich für ihn. Zuvor fiel er eher kaum auf. Hatte keine Freunde und lebte ziemlich verschlossen. Dieser Einschnitt in sein Leben, bewegt ihn dazu, dass er anfängt sich für das Universum zu interessieren. Er macht ganz große Fortschritte und schraubt seinen IQ weit in die Höhe.
Als er eines Tages von brutalen Jugendlichen gejagt wird, versteckt er sich in einem Gewächshaus. Die Jugendlichen schlagen die Scheiben ein und hauen schließlich ab. Mr. Peterson, ein verwitweter alter Herr, erwischt Alex in dem Gewächshaus (welches seines ist) und er wird schließlich dazu verdonnert, jeden Samstag bei Mr. Peterson zu verbringen, um seine ethischen Grundbedürfnisse zu stimulieren.
Aus dieser zufälligen Begegnung entsteht schließlich eine ungewöhnliche, aber äußerst liebevolle Freundschaft.
Keine Angst. Es geht nicht nur um Freundschaft. Denn jede Freundschaft birgt auch Abenteuer und Hindernisse in sich.
Genau diese bieten auch den Stoff, aus dem dieses Buch ist.
Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter!
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am 28. April 2014
Alex Woods ist 10 Jahre, als er diesen Unfall hat, wenn man überhaupt von Unfall sprechen kann. Tatsache ist, dass er zu hause, mitten in England, genauer gesagt, in Somerset, von einem 2,3 kg schweren Meteoriten getroffen wurde, als dieser einfach so durch's Hausdach einschlug.
Seitdem ist er nur noch "der Alex", der Junge der nach dem Einschlag im Koma lag und tatsächlich wieder aufwachte.
Aber auch wenn er jetzt berühmt ist, hat er es trotzdem nicht gerade einfach. Seit dem Unfall leidet er an Epilepsie, bekommt also unkontrollierbare Krampfanfälle. Das hält ihn fast 1 Jahr von der Schule fern, bis er endlich soweit ist, mit der Situation zurecht zu kommen. Doch schnell ist er als Opfer abgestempelt. Bis er Mr. Peterson kennen lernt.

Meine Meinung

Erst dachte ich, wieder mal so ein Buch, das von allen in den höchsten Tönen gelobt wird. das ist für mich immer erstmal Grund genug, abzuwarten, wie es sich entwickelt. Um nicht allzu voreingenommen zu sein, habe ich mir keine Rezension durchgelesen, nicht eine.

Nun hab ich es gelesen und ich finde es ebenso wunderbar.
Alex hat den LoserStempel förmlich auf der Stirn, er ist der Prügelknabe in der Schule, hat keine Freunde, seine Mutter ist Esoterikern, und seinen Vater kennt Alex nicht.
Alex mag Mathe und er liest sehr gerne. Nichts was man mit 10 Jahren in den Augen der anderen gern mögen sollte. Aber er behauptet sich und er steht zu seiner Meinung.
Und so finde ich ihn absolut liebenswert. Es macht Spaß, ihn über den Zeitraum von insgesamt 8 Jahren zu begleiten. Dabei gibt es viele schöne Momente, zu sehen, wie Alex sich mit seiner Epilepsie auseinander setzt, sie schließlich akzeptiert und so eigentlich recht gut mit ihr leben kann.
Aber da sind noch so viele andere Sachen: Er gründet eine Lesegruppe, die sich mit den Büchern von Kurt Vonnegut befassen, er meditiert, um sich zu entspannen und so seine Epilepsie zu besänftigen. Und er verbringt sehr viel Zeit mit Mr. Peterson.
Dieser ist der "Grummel" im Buch. Ein alter Mann, der im Vietnamkrieg war, keine Kinder hat und seit dem Tod seiner Frau allein mit seinem Hund in seinem großen Haus lebt und dort Cannabis anpflanzt.

Das Buch geht in eine Richtung, mit der ich absolut nicht gerechnet hatte. Ich will nicht zu viel erzählen, das haben andere schon zur Genüge getan, aber es geht hier nicht nur um Freundschaft, sondern um mehr, über den Tod hinaus.
Sehr sensibel wird hier mit einem besonderen Thema umgegangen und es hat mich letztendlich nicht nur gefesselt, sondern auch berührt.
Ich finde es sehr gelungen, und trotz der Traurigkeit, die natürlich aufkommt, habe ich es sehr gerne gelesen.
Der Schreibstil ist besonders, Alex drückt sich immer sehr gewählt aus, ohne jedoch altklug zu klingen.

Unterm Strich

Eine berührende Geschichte über eine besondere Freundschaft
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am 27. Mai 2014
Das Cover finde ich einfach perfekt. Es ist wie auf die Geschichte zugeschnitten und stellt den Anfang des "unerhörten" (oder viel mehr äußerst ungewöhnlichen) Lebens von Alex Woods dar. Viel mehr will und kann ich auch nicht dazu sagen ohne den einzigartigen Leseprozess bei diesem Buch zu stören.

Das Buch beginnt mit dem Ende, weshalb ich auch nur bedingt etwas zum Inhalt des Buches sagen werde. Unser Protagonist ist der 17-jährige Alex Woods, der in einem Auto mit einer Urne voller Asche, viel Geld im Kofferraum und 113 Gramm Marihuana an der Grenze von Dover bei seiner Rückkehr aus der Schweiz zurück nach England am Zoll angehalten wird. Der Zollbeamte erkennt ihn an seinem Gesicht, das er in etlichen Suchmeldungen gesehen hatte und Alex dreht plötzlich die Musik-Anlage im Auto voll auf und starrt konzentriert geradeaus. Der Zollbeamte denkt sich natürlich, dass er es hier mit einem Wahnsinnigen zu tun hat. Wie es zu dieser abstrusen Situation kommt, erklärt Alex in den nächsten 455 Seiten, wobei er 7 Jahre in die Vergangenheit zurückgeht und mit seinem "Unfall" beginnt. Nach und nach klärt sich dann auf, wie er in diese verrückte Situation gelangt.

Auf unfreiwillige Art und Weise lernt Alex den alten, mürrischen und zurückgezogen lebenden Mann Isaac Peterson kennen. Was anfangs eine sehr zwanghafte und steife Beziehung war, wird zu einer einzigartigen Freundschaft, denn Mr. Peterson und seine unerschütteliche, direkte und sture Persönlichkeit erweitern mit jedem amüsanten Schlagabtausch Alex' Horizont.

Nicht selten habe ich mir gedacht: "Wie? Wie kann sich ein Autor so eine ungewöhnliche Geschichte ausdenken? Und wie schafft er es, sie so glaubwürdig klingen zu lassen?" Es ist interessant und und amüsant zugleich, wie skurril und absolut ungewöhnlich und eigenartig diese Geschichte ist - und zwar in jeglicher Hinsicht, sei es die Handlung, die Charaktere und vor allem (!) der Protagonist selbst. Jede einzelne Etappe in Alex Woods Leben hat mindestens einen Aspekt, der einfach verrückt klingt. Warum also las ich immer weiter?

Die Antwort lautet: der Schreibstil. Ich habe nur ganz selten so einen Schreibstil "erleben" dürfen und kann es einfach immer noch nicht fassen, dass dies der Debütroman des Autors sein soll. Einfach ganz große Klasse und großartig! Ich kann gar nicht beschreiben, was genau in seinen Worten steckt, dass es dem Leser erlaubt, so mühelos und fließend zu lesen. Es ist, als würde er einfach seine Gedanken direkt aufschreiben, dabei ist es kein chaotischer und zusammenhangloser Bewusstseinsstrom, sondern einfach eine Erzählung mit einem klaren, roten Faden. Die Erzählstimme ist sehr prägnant und ich hatte tatsächlich nicht den Eindruck zu lesen, sondern eher etwas vorgelesen zu bekommen.

Mir ist außerdem aufgefallen, dass er sehr wichtige Themen und ernste Lebensfragen (mit denen sich jeder früher oder später beschäftigen wird) auf eine sehr subtile und "nebensächliche" Art und Weise anspricht und den Leser dabei indirekt und ganz ohne Zwang zum Nachdenken anregt. Er schreibt über Gott und die Welt, das Leben und den Tod, den freien Willen eines Menschen, über Logik, über Richtig und Falsch, Gewalt und Pazifismus, den gesunden (und fragwürdigen) Menschenverstand, über Selbstmord, die Wissenschaft und über Gerechtigkeit. Und das alles mit einer solchen Leichtigkeit und Weisheit, sodass man als Leser gar nicht merkt, dass man sich gerade im Bereich der Philosophie befindet. Auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit Alex oder Mr. Peterson war, verstand ich ihre Einstellung und akzeptierte sie.

Am Ende fügt sich das Bild zusammen, als Alex sich in der Ausgangsituation wiederfindet. Als ich das Buch beendet hatte, überkam mich ein seltsames Gefühl der Klarheit. Es ist erstaunlich, was dieses Buch mit dem Leser anstellt und ich kann dieses ungewöhnliche (Wie oft habe ich dieses Wort schon in dieser Rezension benutzt?) Buch nur jedem empfehlen!

Fazit:
5 von 5 Punkten! :)
Eher, das "sehr ungewöhnliche" Leben des Alex Woods!
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Alex Woods ist 17 Jahre alt und wird von der Polizei gestoppt, mit Marihuana im Gepäck und einer Urne voller Asche.
Er erzählt eine Geschichte, die vor 7 Jahren begann, als er von einem Meteoriten gestreift wurde.
Aus dem anfänglich schüchternen und uninteressanten Jungen wurde eine Berühmtheit. Fernsehen, Zeitungen und viele andere wichtige Institutionen warfen ihn ins Rampenlicht.
Als er Mr. Petersen kennenlernt, einen alten missgelaunten Mann, beginnt über die gemeinsame Liebe zu Büchern eine Freundschaft, die ungewöhnlich ist und die späte weitreichende Entscheidungen zur Folge haben...

Alex war schon ein Außenseiter, bevor er Bekanntschaft mit einem Meteoriten gemacht hatte und ins Koma fiel. Seine Mutter, die einen Esoterikladen betreibt, tickt auch ein wenig anders als andere Mütter. Er wurde gemobbt und gemieden, was sich auch nach seiner Popularität nicht änderte. Alex interessierte sich für die Dinge, die sich um Meteoriten drehten und entwickelte sich zum Besserwisser, was auch nicht gut ankam.
So war es für ihn auch schwer, Freunde zu finden. Umso erstaunlicher war jedoch, dass er mit dem alten Mr. Petersen Freundschaft schloss, ein ebenso einsamer Mensch, der unleidlich war und nichts und niemanden leiden konnte. Bis eines Tages zu sehen war, dass Mr. Petersen schwer krank war und man nicht auf Heilung hoffen konnte. Der alte Mann wollte nicht den Rest seines Lebens dahinsiechen und fasste einen Entschluss, bei dem ihm nur Alex helfen konnte.

Ein wunderbares Debütwerk des Autoren Gavin Extence.
An den Protagonisten Alex Wood muss man sich gewöhnen, seine Art und seine wortgewaltigen Ausschweifungen. Aber er ist erst 10 Jahre, als man ihn kennenlernt und man begleitet ihn die kommenden 7 Jahre. Jahre, in denen er anfangs einsam ist und von seinen Klassenkameraden gemieden wird und in denen er Mr. Petersen kennen und schätzen lernt. Er wird ihm ein wahrer Freund und die beiden gehen einen Weg, der nicht ganz legal ist.

Mit diesem Buch hält man ein Buch in den Händen, in denen es um Freundschaft geht und das Einstehen für andere, ohne an die Konsequenzen zu denken.
Das Thema Tod spielt eine zentrale Rolle und die Art, wie das Leben zu Ende gehen soll oder kann. Hat man das Recht, dem Leben selbst ein Ende zu setzen oder andere Hilfe anzunehmen? Was ist erlaubt, was legal?
Ein Thema, was betroffen macht und zum Nachdenken anregt. Wie würde man selbst in einer solchen Situation entscheiden?

Das Buch hat mich zu Tränen gerührt, aber auch Stellen zum Schmunzeln ließen nicht auf sich warten. Ich habe mich mit Alex angefreundet und jeder wäre mit so einem Freund reich beschenkt. Wahre Freunde erkennt man eben wirklich erst an ihrem Handeln.

Ein Buch, das ich sehr gern weiterempfehle.
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am 14. September 2015
Alex Woods ist 17 Jahre alt, als er an der Grenze von Dover mit 113g feinstem Marihuana und einer mit Asche gefüllten Urne auf dem Beifahrersitz gestoppt wird.
So fängt diese wahnsinnige Geschichte an.
Aber wie kam es dazu?
Und warum ist sich Alex (wie auch ich als Leser) sicher, genau das Richtige getan zu haben?
Dieser Roman beginnt eigentlich mit dem Ende der Geschichte und Alex Woods erzählt dann aus seiner Sicht, wie es dazu kam.
Er ist als 10 Jähriger nicht unbedingt das, was man unter beliebt versteht. Um es ganz klar auszudrücken, er ist ein Nerd und ein Eigenbrödler. Seine Mutter hat hellseherische Begabungen und ist Kartenlegerin (was Alex auch nicht gerade zu mehr Coolness verhilft). Dann trifft ihn auch noch aus heiterem Himmel.. nee pssstt das sag ich nicht!
Zu seinen Freunden, oder eher Bekannten zählen eher Ärzte als Gleichaltrige.
Über Umwege lernt Alex dann den grummeligen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson kennen. Und so unwahrscheinlich es für beide zu Anfang aussah, es entwickelt sich eine Freundschaft und tiefe Verbundenheit zwischen den Beiden.
Ein so starkes Band, dass Alex eben genau das tut, was er tut.

Was ein Buch!
Zu Anfang musste ich mich etwas einlesen, da die Geschichte aus der Sicht von Alex Woods geschrieben ist. Er ist doch sehr speziell und seine Gedankengänge eher untypisch für einen 10 Jährigen. ABER es lohnt sich!
Ich wurde immer weiter in die Geschichte hineingezogen und habe mit Absicht Pausen eingelegt um das Ende hinauszuzögern.
Dieses Buch ist so warmherzig, so real und doch so abgedreht, dass man diese Kombi nie in ein und demselben Roman vermuten würde.
Für mich ein wirkliches Meisterwerk!
Hier kann ich nicht weniger geben als

10 von 5 Sternen

Und ich lege euch dieses Buch wirklich soo ans Herz!
Auf meiner Buch-Hitliste ganz ganz weit oben!
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am 4. Februar 2015
Das Cover

Das Cover des Buches finde ich nicht nur besonders schön, sondern auch so ungewöhnlich und einzigartig wie sein Titel und der Inhalt. Die Farbe ist einfach toll und auch das Cover selbst weckt in mir das totale Wohlfühlgefühl. Der Titel macht es ganz besonders und bleibt einem einfach – trotz seiner Länge – im Gedächtnis. Super genial.

Kurze Inhaltsbeschreibung

Die ungewöhnliche und sehr berührende Geschichte eines Jungen, der anders ist und es gerade deswegen in unserer Gesellschaft nie leicht hatte.
Alex Woods ist ein ganz besonderer Junge. Er erzählt uns von seiner außergewöhnlichen Freundschaft zu dem älteren Herrn mit Namen Mr. Peterson. Auch er ist etwas Anders als die meisten Menschen und so haben sich hier zwei Seelen gefunden, die zueinander passen. Ihre Freundschaft erzählt eine interessante, berührende und teils lustige aber auch traurige Geschichte, die kein herz unberührt lassen wird.

Schreibstil und Storyverlauf

Der Schreibstil des Autors ist einfach phänomenal. Es ist das erste Buch von Gavin Extence und hoffentlich nicht sein letztes Buch. Erst einmal die Idee und die Geschichte selbst ist schon genial gewesen, aber auch die Art, wie er sie uns erzählt ist einfach wunderbar. Der gelungene Wechsel aus schönen Worten, tollen Beschreibungen, Wortwitz und berührenden Momenten ist absolut gelungen. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich hier das ganze Buch zitieren können. Es gab so viele tolle Stellen, bei denen man nicht nur zwischen den Zeilen etwas lesen konnte, sondern die einem direkt ins Herz gingen. Es hat teilweise philosophische Züge, aber immer mit der nötigen Prise Humor und Herz, so dass man nicht anders kann, als die Worte aufzusaugen.

Die Charaktere und ihre Entwicklung

Die Charaktere sind neben der wunderschönen Geschichte und der bemerkenswerten Tiefe der wahre Schatz des Buches. Die Geschichte ist wunderschön, aber richtig berührend wurde es durch die lebendigen und tollen Charaktere.
Alex Woods, den ich nicht ohne Grund zu Mr. Book 2014 gekürt habe, ist ein wunderbarer Protagonist. Man lernt ihn als Jungen kennen und ich muss zugeben, dass ich mich ziemlich sofort in ihn verliebt habe. Er hat so eine ehrliche, aufgeweckte und humorvolle Art. Er ist mitfühlend und gerade seine Andersartigkeit hat mich beeindruckt. Zusammen mit Mr. Peterson entfaltete sich Alex wahrer Charakter und die beiden zusammen sind ein geniales Team. Sie waren in der Tat so toll, dass ich sie auch gut und gerne zum Dream Couple hätte ernennen können. Diese einzigartige Freundschaft wird durch ganz unterschiedliche Charaktere geprägt, die sich aufeinander einlassen, die sich gegenseitig sehen, wo andere nur weggucken und die füreinander nur das Beste wollen.
Sowohl Alex als auch Mr. Peterson sind Figuren, bei denen man dankbar ist, dass man ihnen begegnet ist und die man wohl nicht vergisst.

Fazit

Dieses Buch ist ein ganz besonderer Bücherschatz. Eine Geschichte, die sowohl der Geschichte wegen, als auch wegen des Schreibstils und der liebenswerten Figuren direkt ins Herz vordringt und dort sehr lange nachhallt und nachhallen muss.
Ein unerhört geniales, berührendes Leseerlebnis mit MUST READ Prädikat.
Empfehlenswert hier auch das Hörbuch zu hören. Genial gelesen.
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