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Die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane (Prädikat: Besonders wertvoll) [Blu-ray]
 
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Die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane (Prädikat: Besonders wertvoll) [Blu-ray]

Rupert Murray    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   Blu-ray
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Regisseur(e): Rupert Murray
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 7.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: SUNFILM Entertainment
  • Erscheinungstermin: 8. Oktober 2010
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 86 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003VYCIKM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 27.042 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

In den letzten Jahrzehnten hat die Kombination aus steigenden Bevölkerungszahlen in den Entwicklungsländern, zunehmender Popularität von Fischgerichten in westlichen Ländern sowie Entwicklung von High-Tech-Methoden für den Fischfang dafür gesorgt, dass zahlreiche Fischsorten vom Aussterben bedroht sind und das Gleichgewicht in den Weltmeeren verloren gegangen ist. Als bedrohliche Konsequenz daraus postuliert der Journalist Charles Glover, dass Ende der vierziger Jahre dieses Jahrhunderts die großen und populären Fischsorten ausgestorben sein werden.

Video.de

Sehenswerter Dokumentarfilm von Rupert Murray, der auf einem Buch des Journalisten Charles Clover beruht und diesen bei der Recherche zum Thema Überfischung zeigt. Bemüht, das Thema von allen Seiten zu beleuchten und auch mögliche Konsequenzen eines radikalen Fangstopps für die Angehörigen der Fischindustrie aufzuzeigen, lassen Murray und Clover dennoch keinen Zweifel daran aufkommen, welche Folgen die derzeitige Praxis in ungebremster Weiterführung haben wird. Zu den prägnanten Beispielen zählt der Thunfisch, dessen Aussterben durch die steigende Popularität von Sushi im Westen bereits absehbar ist.

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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der Mensch, das Raubtier, 26. Oktober 2010
Von 
SkyShootZ - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Sogar im Meer hat der Mensch den Hai als größtes Raubtier seit langem abgelöst!

Beginnend mit der Kabeljau Abfischung 1992 in Kanada, bei der die größte Population der Erde endgültig zur Strecke gebracht wurde und 40000 Menschen über Nacht ihren Job verloren, hält uns diese Dokumentation gnadenlos den Spiegel vor unser Gesicht!

Was der Mensch nicht alles tut für den schnöden Mammon! Als 2007 ein Forschungsschiff zwei Leinen mit je 1500 Haken auswarf um zu sehen, inwieweit sich die Population des Kabeljau erholt hat, musste man feststellen, dass dieser soweit dezimiert wurde, dass eine Erholung ausgeschlossen ist! Es wurden an Leine 1 lediglich ein Fisch und Leine 2 ein kleines Eimerchen voll gefangen und das bei insgesamt 3000 Haken und knapp 15 Jahren Zeit der Erholung der Population!

Die Blauflossen - Thunfische sind die wohl begehrtesten der Welt. So wird ihnen jedes Jahr in der Straße von Gibraltar beim Wechsel vom Atlantik ins Mittelmeer eine Falle gestellt. Das sich die Fangquote in den letzten 10 Jahren um 80% verringert hat, gibt den Beteiligten anscheinend nicht zu denken! Laut einer Statistik ist der Bestand großer Fische von 1952 bis 2010 um 90% gesunken! Wenn man dann sieht, mit welchen Mitteln heutzutage abgefischt wird, braucht man sich darüber nicht wirklich wundern! Ob nun mit einem Schleppnetz, in dem 13 Jumbojets Platz finden oder aber Leinen, bestückt mit 1,4 Millionen Haken und so lang, dass man sie 550 mal um unseren Planeten wickeln könnte! Dann kommen halt unglaubliche Quoten zusammen! Da wird z.B. auf einem Schiff 56 Tonnen Thunfisch gefangen, was dann tatsächlich schon mehr ist, als Taiwan für eine ganze Saison deklariert!

Auch die Politik tut ihr übriges!

Wenn denn Experten auf einem eigens dafür einberufenen Kongress dazu raten, maximal 15000 Tonnen zur Vermeidung eines Kollapses, besser aber 10000 Tonnen zur Erholung bzw. Aufbau der Population zu fangen, die Herren dennoch ein Limit von knapp 30000 Tonnen beschließen, fasst man sich schon an die Stirn und fragt sich, was diesen Eu - Ministern dort durch den Kopf geht! Dass diese Rechnung nicht aufgeht, erkennt selbst ein Schwachsinniger! Das die tatsächliche Menge dann aber 61000 Tonnen und somit 33% der Gesamtpopulation beträgt, zeigt mal wieder, wie ernst solche Gesetze genommen oder politische Entscheidungen ad absurdum geführt werden, bzw. wie groß der politische Durchsetzungswille in diesem Fall ist!

Dann sind da noch goße japanische Firmen, die das große Geschäft wittern! Eine von Ihnen bestreitet nahezu 60% des Thunfisch - Imports! Nun stellen einige Leute die Vermutung an, dass man sich Tiefkühllager einrichtet, dort bis zu 70000 Tonnen des Blauflossen - Thunfischs lagert, um bei zurückgehenden Fängen, die es zweifelsohne in naher Zukunft geben wird, mal ordentlich an der Preisschraube zu drehen! Ein Schelm wer böses dabei denkt!

Dann ist da noch die Tatsache, dass 7 Millionen Tonnen Fisch jährlich tot zurück ins Meer geworfen wird, weil er sich schlichtweg nicht so rentabel verkaufen lässt! Experten sagen, dass, wenn alles beim heutigen Stand der Dinge bleibt, wir im Jahr 2050 keinen Fisch mehr haben. Aber da wir uns ja weiter entwickeln und nicht alles so bleibt, werden wir Menschen wohl gar nicht mehr bis 2050 warten müssen, um die größte natürliche Nahrungsquelle endgültig zum versiegen zu bringen!

Fazit: Das vergebene Prädikat Besonders Wertvoll ist nicht im geringsten übertrieben! Das ist eine Dokumentation, die zur Pflichtlektüre für Politiker weltweit auserkoren werden sollte!

Dieser Film soll nicht unbedingt durch atemberaubende HD - Aufnahmen glänzen, sondern vielmehr Aufklärungsarbeit leisten!

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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Die unbequeme Wahrheit über "die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane", 12. November 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die unbequeme Wahrheit über unsere Ozeane (Prädikat: Besonders wertvoll) [Blu-ray] (Blu-ray)
Der Film klärt auf, in welch riesigen Dimensionen wir Menschen das Meer um ihre Bewohner berauben, töten, verarbeiten und verspeisen. Etwa die Hälfte von dem was gefangen wird, landet dann auch in unsere Bäuche, denn der Beifang, der die andere Hälfte ausmacht, wird wieder tot oder verstümmelt zurück ins Meer geworfen, wie Abfall. Dabei geht der Film auch auf die sozialen und kulturellen Konsequenzen und Hintergründe ein, die das leerfischen der Ozeane mit sich bringt.

Leider vernachlässigt er aber auch um so mehr das Aufklären über die Biologie und Psychologie dieser Tiere. Die Biologie wird nur ansatzweise kurz erläutert, aber es wird nicht näher darauf eingegangen. Man bekommt mehr und mehr den Eindruck, als bestünde nur die Angst, dass irgendwann kein Fisch mehr da sei "als Nahrungsmittel", nicht aber, weil es ethisch falsch wäre überhaupt Fische auf solch grausamer Weise und in solch riesigen Dimensionen zu fangen. Natürlich geht die Doku aber auch wiederum auf den Kollateralschaden ein, den die Treibnetze verursachen und auf das biologische Ausmaß. Dieser Schaden ist weit höher, als der "Ertrag".

In aller Bilderpracht mit sehr schöner musikalischen Untermalung wird dem Zuschauer die blutige und zerstörerische Ausrottung gezeigt. Dabei sehen wir auch sehr viele schöne Bilder und Unterwasseraufnahmen von geschützten Gebieten. Anhand von sehr zutreffenden Grafiken wird auch die Dimension des Ausmaßes dem Betrachter verständlich gemacht. Ob das aber nachhaltig Wirkung zeigt bezweifle ich.

Denn nun kommen wir zum größten Kritikpunkt dieser Dokumentation, die doch so toll anfing aber in meinen Augen völlig unsinnig endete. Denn tatsächlich wird McDonalds und Walmart als Positivbeispiel genannt, als zwei Megakonzerne, die die nachhaltige Fischerei mit dem Verkauf von Fischprodukten, welche das MSC-Siegel tragen, unterstützen. Dieses Siegel soll für den nachhaltigen und kontrollierten Fischfang stehen. Meiner Meinung nach ist das völliger Unsinn. Nun verkaufen alle Discounter mittlerweile Fisch mit MSC-Siegel und das zu einem sehr annehmbaren Preis (siehe TK-Theke bei Aldi) in MASSEN - täglich. Wie soll das denn nachhaltig sein, wenn gerade die größten Konzerne, Tag für Tag zig Tonnen Fisch verarbeiten lassen und verkaufen?

Im Übrigen wurde das MSC (Marine Stewardship Council) Siegel von UNILEVER und dem ebenfalls zwielichtigem WWF hervorgebracht. Unilever ist nach Nestle eines der größten Lebensmittelkonzerne, Menschenrechtsverletzer, Tierquäler und Unmweltsünder.

"So weist die Artenschutzorganisation Pro Wildlife anlässlich der zweiten 'European Fish Week' daraufhin, dass dieses Siegel umweltfreundlichen Fischkonsum signalisiert, der längst nicht mehr möglich ist. Durch die Überfischung sind inzwischen 82 Prozent der kommerziell genutzten Fischbestände nach Angaben der Welternährungsorganisation FAO maximal ausgeschöpft."

Aber genau das wird in dieser Doku empfohlen: "Kauft nur Fisch aus nachhaltigem und kontrollierten Fang mit MSC-Siegel".

Nach dem man all diese brutalen und traurigen Bilder gesehen hat und einem die Wissenschaftler erklären, dass es in 50 Jahren keinen Fisch mehr geben wird, sollte der Aufruf eigentlich heißen: "Esst keinen Fisch mehr!"

Noch mal kurz zur Erklärung, warum ich den WWF als zwielichtig bezeichnet habe: Der WWF behauptet ebenfalls, dass er sich für den nachhaltigen Anbau von Palmöl einsetzen würde. Tatsächlich gibt es diesen nachhaltigen Anbau ebenfalls nicht. Denn WWF kooperiert mit dem Konzern Monsanto (Pflanzenschutzmittelhersteller und Gentechnikverfechter), der verantwortlich für einen Großteil des Raubbaus ist und nebenher noch die Menschen, die dafür arbeiten unterdrückt und ausbeutet. WWF schüttelt die Verantwortung ab und verweist auf den Staat und den Konzern, was so ziemlich erbärmlich und lächerlich für eines der größten Umweltorganisationen ist, die im übrigen "Regenwaldholz" für ihre Sticker verwendet. So schüttelt auch Mansanto die Verantwortung ab und schiebt sie dem Konsumenten zu. Klingt für den einen oder anderen unglaublich, aber ihr könnt das alles nachlesen. Das ist die traurige Tatsache.

Und da der Film am Schluss mit diesem Siegel wirbt, gehe ich stark davon aus, dass auch hier eine Kooperation mit dem WWF, Unilever und Nestle stattgefunden hat. Denn wenn man schon Walmart und McDonalds (der mit Nestle und Unilever kooperiert) als Positivbeispiel nimmt und im gleichen Atemzug über die Überfischung der Meere dokumentiert, weiß ich nicht was diese Doku denn mehr sein soll: Ein Werbefilm oder Kritik? Soll uns McDonalds und alles was mit dem MSC-Siegel zu tun hat suggerieren, dass viel Fisch essen doch noch gut ist aber eben nur mit diesem Siegel? Nun dann ab zum Aldi, da bekommt man diesen Fisch zu einem sehr guten Preis! Mcdonalds, da können wir weiterhin mit gutem Gewissen den Fisch essen. Wir essen weiterhin viel aber aus nachhaltiger Fischerei. Auch die bedrohten Arten, alles mit Siegel erhältlich, welch ein Traum. Ist das die Logik?

Genau diesem Siegel hätte die Doku vielleicht auch mal kritisch auf den Grund gehen können. Andersherum zeigt uns aber der Film nicht die Vorgehensweise dieses Siegels und wie diese Kontrollen belegt werden. Das geht auch schlecht, denn der weltweite Bedarf an Fisch ist zu groß. Und die Konzerne versorgen den weltweiten Bedarf. Aus meiner Sicht soll dieses Siegel mehr oder weniger die Angst nehmen und ein gutes Gewissen beim Kauf vermitteln. Denn das ist das Spiel mit der Psychologie des Verbrauchers.

Technische Seite:

Die Bildqualität ist sehr gut, bis auf einige SD-Aufnahmen von älterem Material. Sonst sind die HD-Aufnahmen sehr detailreich mit gutem Kontrast und Farbwiedergabe.

Fazit:

Der Film geht zwar kritisch mit dem Thema "Fischfang" um, aber hält sich dann doch etwas zu gemächlich an der Wasseroberfläche.

Bis auf den leider miesen Schluss mit Walmart und McDonalds kann ich eine Empfehlung zumindest für die Bilder und die eigentlich sehr gute Aufklärungsarbeit des Films aussprechen, jedoch nicht uneingeschränkt. Der Film klärt sehr verständlich auf, widerspricht sich aber gerade wegen des Aufrufs am Schluss der Doku. Ob das eventuell irgendwelche Hintergründe haben könnte von denen wir nichts wissen? Es passt einfach nicht hinein. Schade und traurig.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ozeane, 20. Januar 2011
Diese "unbequeme Wahrheit" sollte zur Pflicht-DVD von sämtlichen Weltpolitikern werden, die noch immer nicht kapieren, daß wir Menschen NICHT so weitertun dürfen mit der Ausrottung der Meereslebewesen und damit der katastrophalen Veränderung diffiziler Ökosysteme. Reicht es denn nicht, daß alle paar Stunden andere Umweltkatastrophen über die Welt verstreut massive Zerstörungen anrichten oder wir im Meer im Plastikmüll schwimmen müssen, wo sich Fische verhängen und elend eingehen??
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