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4.0 von 5 Sternen
..., 17. Februar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die unbeachteten Genies. Das Schicksal hochbegabter Kinder. (Broschiert)
Mit ihrem fünfjährigen Sohn Benjamin radelt Helene Wagner über den Friedhof. Die Mutter hört, wie er immer wieder Zahlen aufsagt: 86, 22, 64, 80, 3, 77 -, bis sie begreift, daß der kleine Schlauberger das Lebensalter der Verstorbenen ausrechnet. Mit einem Schlag wird Helene Wagner bewußt, daß sie ein hochbegabtes Kind hat. Der kleine Benjamin ist kein Einzelfall: Zwei bis fünf Prozent eines jeden Jahrgangs gelten als hochbegabt. Doch bei vielen Kindern wird die überdurchschnittliche Intelligenz gar nicht erkannt. Die Konsequenz: Sie scheitern in der Schule - und oft auch im Leben. Sie sind objektiv unterfordert und ziehen sich zurück oder werden verhaltensauffällig und aggressiv. Nicht selten landen hochbegabte Kinder in der Sonderschule, weil sie in der Regelschule nicht klarkommmen. Michael Hollenbach berichtet über hochbegabte Kinder, ihre außergewöhnlichen und oft kuriosen Fähigkeiten und ihre Schwierigkeiten, damit zu leben. Er setzt sich mit der Frage auseinander, wann und warum ein Kind hochbegabt ist, mit welchen Problemen die Kinder, deren Eltern, Geschwister und Lehrer zu kämpfen haben, welche Beratungsangebote es gibt, wie die bislang einzige Kindertagesstätte für Hochbegabte in Hannover funktioniert und wie sich Schule dieser Kinder annehmen könnte. Das Buch bietet Eltern und Lehrern Hintergrundwissen, das es ermöglicht, hochbegabte Kinder ernst zu nehmen und zu verstehen sowie Tips für den Umgang mit ihnen.
Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
- Wie hochbegabte Kinder sich selber sehen: „Das ist manchmal wie eine Behinderung" - Die Jahre im Kindergarten: „Wenn das Schreiben, Lesen und Rechnen verboten wird" - Die Grundschule: „Wenn Hochbegabte eine Woche lang Katze buchstabieren" - Intelligenztest: „Es gibt wichtigeres als den IQ eines Menschen" - Mädchen werden oft zufällig entdeckt: „Sammelstelle für ehemalige Ritzer" - Die Zeit auf dem Gymnasium: Nicht die Kinder, die Schulen müßten in die Therapie" - Die Lehrer: „Hochbegabt? Von denen habe ich doch zehn in meiner Klasse" - Das Überspringen von Klassen: „Warum das Springen vielen Schülern so schwer gemacht wird" - Beratungsstellen für Hochbegabte - Adressen und Kontakte
Für die erew-BIBLIO-KOM: Christiane Bottermann
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hochbegabung-was nun?, 10. April 2006
Von Ein Kunde
Dieses Buch habe ich beim Stöbern in einer Bücherei entdeckt.Da mir niemand sagen konnte,was mit meinem - damals 9 jährigen Sohn
"los war"- griff ich zu diesem Buch.Viele Berichte bestätigten ,was der Test aussagte.Dieses Buch vermittelt Hoffnung und verleiht zugleich Trost.Es gibt aber auch Mut,sich dem immer noch
schwerfälligem Schulsystem entgegenzustellen und neue Perspektiven zu suchen.Ich empfehle es allen Eltern,deren Kind nicht in in eine "Schublade" passt.Hochbegabte Kinder - sensibel,auch in vielen Bereichen des Lebens auf Hilfe und Anleitung angewiesen, aber doch kreativ und herausfordernd.Nur Mut!
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5.0 von 5 Sternen
(Traurige) Schicksale verkannter Genies, 29. Dezember 2000
Rezension bezieht sich auf: Die unbeachteten Genies. Das Schicksal hochbegabter Kinder. (Broschiert)
Hochbegabung - hierzulande immer noch ein Tabu-Thema. Doch endlich scheint sich, wenn auch sehr langsam, ein breitere Öffentlichkeit sich dieses bislang nur sehr verschämt zur Kenntnis genommenen Phänomens anzunehmen. Viele der in diesem Buch beschriebenen teils tragischen Lebensläufe solcher Kinder wären ansonsten wohl zu verhindern gewesen, hätten sich Eltern, Pädagogen und auch Politiker über ideologische Grenzen hinweggesetzt und diesen Menschen die Förderung zukommen lassen, die sie auch verdient hätten. In diesem Zusammenhang sollte insbesondere Elke Rosemeiers schockierender Tod als eine sehr eindringliche Mahnung aufgefasst werden!
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