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Produktinformation
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Beruflich bringen ihm seine Geistesabwesenheit und seine Unbeherrschtheiten zusätzlichen Ärger ein. Zu allem Überfluss bekommen er und seine Kollegen einen neuen Polizeichef vorgesetzt, der wild entschlossen ist, seine Abteilungen mit eisernem Besen auszukehren. Der reibt Mat denn auch umgehend sein Übergewicht und seine Nikotinsucht unter die Nase. Das beschert ihm nicht nur eine ärztliche Tauglichkeitsprüfung, sondern zudem eine Ernährungsberatung und den Gang zur Psychologin.
Ausgerechnet jetzt wird Mat mit einer mysteriösen Mordserie konfrontiert, deren Tatmuster eine frappierende Ähnlichkeit aufweisen und Teil eines Rachefeldzugs zu sein scheinen. Wo jedoch ist die Verbindung zwischen den Opfern? Auch der Fall um einen Gentleman-Bankräuber, der in den Medien für viel Furore sorgt, trägt nicht wirklich zur Vereinfachung der Situation bei. Notgedrungen beginnt Mat seine Angelegenheiten neu zu ordnen. Als schließlich eine zarte Verliebtheit zu seiner Psychologin aufkeimt, kommt nicht nur sein Leben, sondern auch die Ermittlungen zu den beiden komplizierten Fällen richtig in Fahrt.
Der südafrikanische Autor Deon Meyer ist mit seinen zwei jüngst erschienenen Kriminalromanen Das Herz des Jägers und Der traurige Polizist eine der positiven Überraschungen der Krimisaison. Insbesondere letzteres Werk verspricht eine Krimiserie mit viel Potenzial zu werden. Vordergründig mag dies daran liegen, dass Südafrika hierzulande mehr oder minder Krimi-Neuland darstellt. Meyers Schilderung aktueller südafrikanischer Verhältnisse ist schnörkellos und bleibt dezent im Hintergrund. Dies wirkt unaufgeregt und angemessen.
Störend wirkt in Deon Meyers Polizeiroman allein die Überbetonung der erotischen Neigungen und der sexuellen Leidenschaften seiner Figuren. So erscheint das Ermittlungsteam um Mat Joubert stellenweise als nachgerade notgeile Polizeitruppe, was mitunter unfreiwillig komisch anmutet. Glücklicherweise behält jedoch Meyers eigenständige Erzählkunst die Oberhand. Alles in allem bietet Der traurige Polizist dank atmosphärischer Dichte und ironischem Humor beste und frische Unterhaltung. --Christian Koch
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der Mauser-Mörder geht um in Kapstadt,
Rezension bezieht sich auf: Der traurige Polizist: Kriminalroman (Taschenbuch)
Mat Joubert, Captain bei der Südafrikanischen Polizei, hat es schwer getroffen. Seine Frau wurde im Dienst getötet, er trinkt zuviel und hat Übergewicht. Seine neuer Chef will, dass er abnimmt und zu einem Psychiater geht, ansonsten droht die Kündigung. Dann übernimmt er die Ermittlungen im Fall eines ermordeten Mannes, und hat es bald mit einer ganzen Mordserie zu tun. Der Fall ist kompliziert: Alle wurden mit einer Mauser ermordet, mehr Gemeinsamkeiten gibt es nicht.Um es vorweg zu nehmen, es gibt spannendere Kriminalromane als Der traurige Polizist", und doch entwickelt schon der erste Satz einen Sog, der einem gnadenlos in das Buch hineinzieht. Trotzdem ist es ein anspruchsvoller Krimi, viel viel besser geschrieben als die Durchschnittsware. Außerdem hat er viel psychologische Tiefe. Deon Meyer zeichnet starke Charaktere und legt viel Wert auf ihr moralisches Handeln. Die politischen Zustände Ende der neunziger Jahre in Südafrika spielen eine große Rolle und bestimmen ein Stück weit die Handlung. Deon Meyer ist ein Autor zum Entdecken. Der traurige Polizist" ist sein erster Roman, doch Meyer wird sicherlich von Roman zu Roman besser. Einfach mal spontan sein und Deon Meyer lesen, man wird es nicht bereuen. Der traurige Polizist Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
"Dead before dying" trifft den Inhalt besser als "Der traurige Polizist",
Von Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Der traurige Polizist: Kriminalroman (Taschenbuch)
"Der traurige Polizist" (Aufbau-Taschenbuch 2170 - "Dead before dying", 1999) von Deon Meyer ist ein Kriminalroman mit einem durchaus konventionellen Plot: Es geschehen eine Reihe von grausamen Morden. Ein Serienmörder tötet mit einer (ur)alten Mauser eine Reihe von weißen Männern. Der Ermittler, Mat Joubert, findet bald heraus, daß es sich um keine Morde mit zufälligen Opfern handelt, und versucht mit seinem Team den gemeinsamen Berührungspunkt, das Motiv, zu finden. Schlußendlich gelingt das und der Fall ist geklärt. Was ihn aber zu einem Kriminalroman der besseren Sorte macht ist einerseits die Art, wie Deon Meyer schreibt. Sie hat ihn nicht zu Unrecht zu Südafrikas bekanntestem Autor von Kriminalromanen werden lassen, dessen Bücher in aller Welt mit Erfolg herausgegeben werden. Andererseits ist es die Darstellung der Hintergründe, warum Mat Joubert so ist wie er ist und so handelt wie er handelt. Denn der Kriminalist wird nach dem tragischen Tod seiner Frau, auch Polizistin, in den er indirekt involviert war, von einer schweren Depression heimgesucht ("dead before dying"), die ihn bei seinen Ermittlungen massiv beeinflußt. Das führt so weit, daß ihn sein neuer Chef dazu zwingt, entweder zu einem Psychologen zu gehen oder den Dienst zu quittieren. Insgesamt machen diese zwei Faktoren sowie das Land der Handlung - Südafrika nach Ende der Apartheid - die Qualität von "Der traurige Polizist" aus, wenngleich die deutsche Titelgebung nicht den Kern der Sache trifft.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erinnerungen an Cape Town auffrischen...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der traurige Polizist: Kriminalroman (Taschenbuch)
...wollte ich genau wie eine meiner "Vorschreiberinnen". Ein legetimes Motiv, aber nicht Grund genug, um dieses Buch zu lesen! Ein - für mich - ungewöhnlicher Krimi mit einem sympatischen, in der Tat traurigen Polizisten mit einem furchterregenden Kriminalfall biete dieses! Die persönliche Ebene ist aus meiner Sicht gekonnt mit dem Fall verwoben. Nach der Lösung des Falls blieb mir jedenfalls vor Entsetzen der Mund offen stehen - was vermutlich im Zug, wo ich das Buch ausgelesen habe, seltsam aussah. Das macht nichts! Bücher, bei denen mir der Mund offen stehen bleibt, lohnen m.E. jeden Cent. Lesen!
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