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Buchnotiz zu : Frankfurter Rundschau, 18.08.2001
Trotz der traurigen Handlung vergnüglich zu lesen und eine gelungene Satire auf die gesellschaftlichen Mechanismen ist dieser brasilianischer Klassiker, findet der Rezensent Fritz Rudolf Fries. Dieser Roman gilt heute in seiner Heimat sogar als "Bibel der Nation" und das erstaunt Fries, wo doch das wiederkehrende Motiv der Erzählung das Scheitern ist. Lima Barreto beschreibt, wie ein kleiner brasilianischer Beamter um die Jahrhundertwende versucht, sich einen Reim auf die Welt und die Gedanken der Aufklärung zu machen und daran kaputt geht. Der Rezensent nennt das Buch "eine Entdeckung" und lobt ausdrücklich das Glossar und das Nachwort, das dem Leser die Rahmenbedingungen dieses Romans nahe bringt. So erlaubt sich Fries auch gleich eine Einordnung seiner Einschätzung nach ist der Autor eine Art "brasilianischer Fontane".
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Kurzbeschreibung
Ende des 19. Jahrhunderts. Policarpo Quaresma, Unteramtmann im Heereszeugamt des Kriegsministeriums, wo er seit dreißig Jahren gewissenhaft seinen Dienst verrichtet, träumt unablässig davon, Wege zu finden, die wirtschaftliche und kulturelle Rückständigkeit seines Landes zu überwinden. Wie Don Quijote erschließt er sich seine Welt aus Büchern. Er versenkt sich so in seine Träume, dass er zum Gespött seiner Kollegen wird und schließlich in ein Irrenhaus eingewiesen wird. Das traurige Ende des Policarpo Quaresma ist ein Roman, der meisterhaft zwischen Satire, Humor und Tragik changiert.