( in meine Überschrift haben sich leider Tippfehler eingeschlichen, die sich nicht mehr ändern lassen, sorry).
Hallo , liebe Mitleser, immer wieder stoße ich beim Lesen auf Textstellen, die mir richtig gut gefallen. Oft schreibe ich diese dann in ein kleines Notizbüchlein - natürlich nicht, um damit im realen Leben herum zu posaunen ;) - gibt es Stellen in Büchern, die Ihr gerne zitieren würdet, die ein Aphorismus sind? Da ich gerne meine Sammlung solcher Aphorismen erweitern würde, wäre eine rege Teilnahme ausgesprochen schön. (Ich werde sicher auch ab und zu mal meinen Senf dazu beitragen ;)...). Von mir aus müssen es auch nicht unbedingt tiefschürfende, psychodelisch und weltenschmerzangehauchte Aphorismen sein, gerne auch in der Art: "Ein Flügelvetter ist kein Holzohr" (Hermann Kant, "Die Aula"), erschließt sich zwar besser im Kontext , aber egal...;). Über eine fröhliche, ernsthafte, sensible, humorvolle, nostalgische, moderne - eben über eine rege und vielfältige Teilnahme würde ich mich sehr , sehr freuen.
PS.: UNBEDINGT die QUELLENANGABE machen, wir wollen ja keinen geistigen Diebstahl begehen...
Ich mache mal den Anfang:
- ..."jedes große Erbe ist gleichzeitig eine Last" (Thomas R.P. Mielke, "Das Sakriversum") -...schade, daß man nicht dabei sein kann, wenn die andern über uns sprechen - man bekäme dann einigermaßen die richtige Meinung von sich (Kurt Tucholsky, "Schloß Gripsholm")
Antwort auf den Eintrag von leser1und2 (nur echt mit der blauen Brille):
"Wenn Dir einer vorwirft, du hättest einen Furz im Hirn, ist es nicht einfach, mit Papier und Bleistift zu antworten." (K. Kesey, "Einer flog über das Kuckucksnest")
Antwort auf den Eintrag von leser1und2 (nur echt mit der blauen Brille):
"Ich habe festgestellt, dass sich ganz in der Nähe des Lebens, in dem man zufällig gelandet ist, ein anderes befindet, das man genauso gut hätte führen können." Margriet de Moor: "Erst grau dann weiß dann blau"
"Was du verschenkst, bleibt immer dein eigen; was du behältst, ist für immer verloren." (Eric-Emmanuel Schmitt, "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran")
"In einem totalitären Staat beherrscht eine Minorität die Majorität, ohne sich um die Meinung der Öffentlichkeit zu kümmern. Wohingegen in der Demokratie die herrschende Minorität die öffentliche Meinung mit allem Ernst zur Kenntnis nimmt, wenn sie sich auch nicht im mindesten darum schert." (E. Kishon , Satiren)
Antwort auf den Eintrag von leser1und2 (nur echt mit der blauen Brille):
Hallo, ehe ich hier scheinheilig tue: ja, ich möchte iesen Tread oben sehen ;), ich bitte um's Ausschimpfen und Negativ-Bewertungen - oder aber um neue Zitate . Danke für Letzteres :) Und hier natürlich nun eines von mir: "Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten" (O.Wilde)
Antwort auf den Eintrag von leser1und2 (nur echt mit der blauen Brille):
"Man soll eine Möwe, die in der Sonne ihre Schwingen putzt, auf sich beruhen lassen und nicht 'also' zu ihr sagen, sie leidet darunter." (aus: Hugo Ball: Tenderenda der Phantast)
Literatur ist, wie Musik auch, der Beweis, dass es einen Gott geben muss." (Eva-Maria-Altemöller - Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt Oder: Warum das Glück zwischen zwei Buchdeckeln wohnt)
Die Menschen sind leicht zum Licht oder zum Dunkel zu bringen, aber am glücklichsten sind sie, wenn man sie einfach sie selbst sein lässt.(aus:Sergej Lukianenko - Wächter der Nacht)
"Da dürfen Sie ... nicht erschrecken, wenn eine Traurigkeit vor Ihnen sich aufhebt, so groß, wie Sie noch keine gesehen haben; wenn eine Unruhe, wie Licht und Wolkenschatten, über Ihre Hände geht und über all Ihr Tun. Sie müssen denken, daß etwas an Ihnen geschieht, daß das Leben Sie nicht vergessen hat, daß es Sie in der Hand hält; es wird Sie nicht fallen lassen. " aus Briefe an einen jungen Dichter von Rilke
"Zu stark geschminkt, zu leicht bekleidet - das ist bei Frauen immer ein Zeichen von Verzweiflung" aus Kleiner Seitensprung von Wilde
Freudestrahlend sitze ich hier und schreibe ab!! Da ist ja richtig viel zusammengekommen, danke an alle, die so fleißig zitiert haben. Mein Büchlein ist nun fast voll.
Ich setze mal noch ein Zitat, um nicht mit leeren Händen die Sache zu beenden (...reimt sich...) :)
"Bei den Frauen gibt es zwei Möglichkeiten: entweder sie sind Engel oder sie leben noch." - C. Baudelaire -
Antwort auf den Eintrag von leser1und2 (nur echt mit der blauen Brille):
"Der Frieden wird Terror sein und die Freiheit Kampf". Weiß leider nicht mehr von wem geschrieben und wo. Es ging um jene schöne neue eine Welt(ordnung).