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Brahms 1-4 Symphonien CD Set's


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1-25 von 89 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 9. September 2008 17:59 MEST
 ne kölsche meint:
Zur Auswahl stehen:

* Berliner Philharmoniker mit Nikolaus Harnoncourt auf TELDEC
* NDR Sym. Orch. mit Günter Wand auf RCA
* Wiener Philharmoniker mit Leonard Bernstein auf DGG
Wie unterscheiden sich die Einspielungen?
Ich mag es eher melodiös aber nicht breiig.
Da ich eine rech passable Anlage habe, bevorzuge ich schon ein gutes Klangbild.

danke schon vorab für eure Einschätzungen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10. September 2008 09:22 MEST
 Sebastian Andrae meint:
Liebe(r) kölsche,

nach meinem Wissen sind zumindest zwei der drei in die Vorauswahl genommenen Gesamteinspielungen empfehlenswert, und "melodiös" sind sie wegen der aufgenommenen Werke und ihrer förmlich überquellenden Melodien-Fülle selbstverständlich auch.

Während Bernstein mit den Wienern den "großen Ton" und das große Gefühl bietet, Wärme, Melancholie (wie häufig in seinen späten Jahren breit, aber durchaus nicht breiig ausgespielt), kann Harnoncourt dem konkurrierenden Eliteorchester aus Berlin seine Erkenntnisse aus der Originalklang-Praxis vermitteln - die für ihn nach eigenem Bekunden nie Dogma-Wert hatten, sondern aus der Suche nach den Intentionen der Komponisten resultierten, die ihm allzu oft von selbstherrlichen Kapellmeistern und der Wagnertradition verschüttet schienen. Das Ergebnis klingt nicht weniger leidenschaftlich als bei "Lennie", aber oft ein wenig kühler, harscher, vielleicht sogar norddeutscher. Sie haben also gewissermaßen die Wahl zwischen dem geborenen Hamburger und dem Wahlwiener Brahms.

Wand war ein großer Brahms-Dirigent, wie ich u.a. aus Münchner Konzerten weiß, seine Aufnahme kenne ich nicht - stattdessen noch eine Empfehlung, die sicher nicht als Brahms-Erstausstattung taugt, wohl aber zum Weiterhören:

Arturo Toscanini nahm 1952 mit dem Philharmonia Orchestra alle vier Symphonien live in der Londoner Royal Festival Hall auf (Mono, gutes Klangbild). Das Set ist bei Testament erhältlich und überrascht vor allem diejenigen, die in dem Italiener einen trockenen Strukuralisten sehen, mit einer späten Blütenfülle und einem sich durch die Werke ziehenden Herzschlag, die unnachahmlich sind - Orchestermitglieder sprachen später davon, der 85jährige habe ohne ein Wort, ohne eine einzige Geste ihren ganzen Zugang zu den Partituren geändert und ihnen ein Tempo vermittelt, das sie auch später noch als ideal empfanden.

Viel Spaß!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14. September 2008 14:51 MEST
Entschuldigung, wenn ich von Ihrer Vorauswahl abschweife, aber in jeder Hinsicht ganz oben steht die Gesamtaufnahme mit Otto Klemperer, Philharmonia Orchestra, EMI, auch tontechnisch sehr gut trotz des Alters. Bei so wichtigen Werken ist es m.E. aber angezeigt, die jeweils besten Einzelaufnahmen getrennt zusammenzustellen. Empfehlung: Nr.1: Szell/Cleveland/CBS-Sony
Nr.2 Karajan 1964/BPO/DGG Nr.3: Böhm 1976 WPO/DGG Nr.4: Carlos Kleiber/WPO/DGG. Bis auf Nr.4 gibts natürlich Alternativen, im Übrigen alle Aufnahmen inzwischen als mid- oder low-price-CDs. Viele Grüße EC

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14. September 2008 20:06 MEST
 Bernd Stremmel meint:
Böhms 3. mit den Wiener Philharmonikern gefällt mir nun garnicht, bleiben wir beim selben Orchester und Label und wechseln den Dirigenten aus: James Levine gefällt mir hier viel besser!

Grüße B.Stremmel

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14. September 2008 20:50 MEST
 Jan Bechtel meint:
Hallo,

also von den von Ihnen genannten Einspielungen kenne ich lediglich die mit Günter Wand und diese Einspielung stellt für mich eine absolute Referenz dar. Ich habe diese Einspielung vor kurzem gekauft und war mehr als überwältigt. Diese Aufnahme ist nicht nur melodiös, sondern monumental, dabei aber äußerst differenziert im Ausdruck! Ein Muss für jeden Brahms - Liebhaber. Auch für Einsteiger ist sie bestens geeignet!

Ansonsten kann ich Ihnen persönlich noch folgende Gesamtaufnahmen empfehlen:

a) Karajan (DGG; 2Cd-Serie): eine Aufnahme aus dem 70er Jahren, die Karajan wunderbar gelungen ist. Sie ist kraftvoll und differenziert zugleich und gehört in jedes Cd-Regal.

b) Jochum (DGG; The Originals): diese Aufnahme stellt für mich eine absolute Überraschung dar und zählt zum Schönsten was ich je in Sachen Brahms gehört habe. Dabei lässt sich Jochum niemals auf eine Rolle festlegen und "singt" die Symphonien regelrecht aus! Grandios! Ein absoluter Geheimtipp!

c) Abbado (DGG): dies war meine erste Einspielung dieser Werke, die durch WErke für Chor und Orchester, sowie bekannte ORchesterwerke (z. B. die Ouvertüren op. 80 und 81) ergänzt wird. Eine gute und betonte Einspielung, die auch vermeintlich unbekannteres bietet (z. B. Gesang der Parzen, Schicksalslied; Nänie ...) Einige der wichtigsten Werke von Brahms auf vier CDs zu einem annehmbaren Preis.

Ich hoffe ich habe Ihnen helfen können. Wenn sie noch Fragen oder Anregungen haben sollten, dann schreiben Sie mir doch an jan_bechtel@yahoo.de

Ihr Jan Bechtel

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14. September 2008 23:01 MEST
Zuletzt vom Autor geändert am 14. September 2008 23:14 MEST
 vully meint:
Gefragt war hier ja glücklicherweise nicht nach Karajans zweiter Version (wenn, bitte die erste) oder Jochum, auch nicht nach dem etwas zu langsamen Böhm (gerade in der dritten Sinfonie) oder Klemperer (in seiner Strenge beeindruckend, aber mir zu statisch), leider auch nicht nach Kleiber, weil der nur die vierte aufgenommen hat, sondern konkret nach Harnoncourt, Bernstein, Wand.

Also:
Bernstein war meine erste Gesamtaufnahme der Sinfonien. Sehr klangüppig, sehr extrovertiert, und auch sehr langsam - nicht wirklich das, was ich mir unter Brahms vorstelle, aber wie immer bei Bernstein sehr spannend und in sich schlüssig.

Harnoncourt ist mein Favorit: Lebendige Tempi, schroffe Kontraste, große Innenspannung. Mein einziger Einwand betrifft das Klangbild - eine Live-Aufnahme, die nicht ganz die Präsenz einer Studio-Einspielung hat oder die Brillanz der Bernstein-Mitschnitte aus dem Goldenen Saal des Wiener Musikvereins.

Und Wand: Eine transparente, strukturorientierte, vorwärts strebende Auffassung, nicht ganz so emotional wie Bernstein und Harnoncourt, dafür allgemeingültiger, und von der Tonqualität direkter als Harnoncourt. Was der 70-jährige Wand hier an jugendlicher Frische entwickelt, ist beeindruckend. Und das NDR-Symphonieorchester schlägt sich im Vergleich zu den Kollegen aus Wien und Berlin sehr beachtlich.

Und wenn sie, wie Sie sagen, Ihren Brahms "melodisch, aber nicht breiig" mögen, könnte das Ihre Aufnahme sein.

Man könnte verkürzt sagen, dass Wands Brahms von Mendelssohn her kommt, Harnoncourts von Schumann und Bernsteins von Mahler.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14. September 2008 23:23 MEST
 Bernd Stremmel meint:
Es freut mich, dass hier auch Eugen Jochum erwähnt wird, die Serie gipfelt in der 4. Sinfonie. Jochum hat auch später nochmals alle 4 mit dem London Philharmonic Orchestra bei EMI eingespielt, die klanglich besser, klar, aber nicht mehr diese unbedingte Draufsicht der 4 Sinfonien bietet, gleichviel hat Jochum auch da noch viel zu sagen.
Zu Schluss noch einen Hinweis auf eine "neuere" digitale Aufnahme der Brahms-Sinfonien mit dem Cleveland Orchester unter Leitung von Christoph von Dohnanyi, erschienen bei Teldec, sehr empfehlenswert!
Grüße B.Stremmel www.klassik-prisma.de

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16. September 2008 20:31 MEST
 Rautho meint:
Wand und das NDR-SO sind auf alle Fälle Referenzeinspielungen, weil unerreicht in ihrer sachlich und doch leidenschaftlichen Interpretation - aber bitte nur die neueren Aufnahmen, welche auch aufnahmetechnisch hervorragend sind. Alternativ möchte ich Sie noch auf zwei Gesamtaufnahmen hinweisen - Otmar Suitners mit seiner herrlichen, weil dunkel timbrierten Staatskapelle Berlin und Riccardo Chaillys leidenschaftliche Interpretation mit dem Concertgebouw Orkest Amsterdam. Beide Gesamtaufnahmen sind zudem in sehr preiswerten Ausgaben erhältlich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23. September 2008 17:15 MEST
Hallo Zusammen,
kurzer Einwurf nur: Brahms' Vierte muss man von George Szell gehört haben, neben dem die berühmte Einspielung Kleibers zwar nicht unbedingt verblasst, die aber ganz ohne Zweifel die gleiche interpretatorische Tiefe erreicht und einen wunderbaren Klang bietet. Den zweiten Satz habe ich nie schöner, nie lichtdurchfluteter gehört. Das Bild des "Wandelns in idealer Landschaft eines Sonnenuntergangs", mit dem die Brahms-Freundin Elisabeth von Herzogenberg den Satz einmal beschrieben hat, ist selten besser umgesetzt worden. Kostet glaube ich fünf Euro und ist doch so viel mehr wert...!
Beste Grüße
Wolfgang-Armin Rittmeier

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23. September 2008 22:47 MEST
Zuletzt vom Autor geändert am 23. September 2008 22:54 MEST
 haydnfan meint:
Hallo,für mich persönlich ,werden langweilige,kommerzorientierte Dirigenten:(Harnoncourt,für mich ,völlig unbegabt,Jochum,Karajan,Bernstein,oh,Gott,mit den Wienern,oh Dio,da trinke ich zum Einschlafen besser den Dornfelder aus der Kur-Pfalz,Wand ist im nachhinein für mich,ein,langweiliger Technokrat,Szell,zwar präzise,aber,langweilig,wie ein Abziehbild,--------genannt:für mich gibt es zB.bei der 3.Brahms , Böhm,der oft ein Langweiler war,aber hier erfaßt er,die Linien der schwierigen 3.grandios,was haben Sie bei Ihren vorher genannten überpromoteten Langweilern,gegen Klemperer,und gegen Furtwängler?,in seinen Livemitschnitten,ich behaupte nichts,wer will einen solchen Langweiler,wie Jochum gegen Klemperer ausspielen,pfui!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21. Oktober 2009 11:11 MEST
Eine (zu Unrecht) viel zu unbekannte Gesamtaufnahme kann ich besten Gewissens empfehlen, die überhaupt noch nicht genannt wurde: diejenige der EMI aus den späten 1960er Jahren mit den Wiener Philharmonikern unter Sir John Barbirolli - übrigens einer meiner persönlichen Dirigenten-Favoriten. Wenn man "seinen" Brahms gerne richtig "norddeutsch-gewittrig", also im besten Sinne "brahmsisch" haben möchte, dann kann ich nur zum Erwerb raten. Darstellung: wie beschrieben und keinesweges "breiig", Klangbild: wunderbar durchsichtig. Leider ist die Komplett-Ausgabe, soweit ich das verfolgen kann, momentan nicht erhältlich, nur Einzel-Ausgaben, aber zum Teil zu sehr hohen Preisen.

Veröffentlicht am 21. Oktober 2009 14:37 MEST
 IP meint:
Hat niemand ein gutes Wort für Mackerras?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21. Oktober 2009 17:21 MEST
 sanktrabus meint:
hallo IP,
habe ich an anderer stelle schon getan, aber gerne hier noch einmal: der versuch, die meininger hofkapelle nachzubilden mit kleiner besetzung also und das sco z.t. mit historischen bläsern ergänzt, ist m.m. nach sehr gelungen. brahms mit authentischen instrumenten oder einfach nur "schlank" zu spielen ist allemal ein versuch wert und zeitigt bei mackerras erstaunliche ergebnisse. bezeichnenderweise sind ihm mit gleicher besetzung die beiden serenaden noch besser gelungen. denn die historische aufführungspraxis hat bei brahms die schwierigkeit, dass ihr vor allem bei der 1. und 3. leicht die luft ausgeht. daher ist auch das harnoncourt'sche brahms-projekt so sehr daneben gegangen. ähnliches kann man jetzt bei gardiner erleben: eine dünne erste und eine phänomenale zweite sinfonie, bei der dritten (gerade erst herausgekommen) muss ich mich erst noch weiter hineinhören. für die erste würde ich doch eher zu cantelli raten. insgesamt bin ich schon gespannt, welcher "originale" den ersten vollkommen gelungenen brahms-zyklus erreicht.

Veröffentlicht am 21. Oktober 2009 17:58 MEST
 Stefan Steinecke meint:
Man braucht schon eine recht ordentliche Dosis Koffein im Blut, um ohne wiederholten Sekundenschlaf durchzukommen, durch alle Brahms-Symphonien, beim Nikolaus Harnoncourt. Man verliert das Zeitgefühl auf eine völlig falsche und unglückliche Art und Weise. (Das liegt allerdings auch an der Komposition.) Besaß diese Teldec-Aufnahme mal; wir schieden in Feindschaft.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23. Oktober 2009 16:42 MEST
Zuletzt vom Autor geändert am 23. Oktober 2009 16:43 MEST
 Martin Gumpert meint:
Von Brahms habe ich eine recht vernachlässigte Supraphon-Box mit den gesamten Orchesterwerken (incl. Serenaden) auf 4 CDs mit der Tschechischen Philharmonie und Jri Belohlavek, Aufnahmen, die zwischen 1987 und 1993 im wunderbaren Prager Rudolfinum enststanden sind. Sie sind zwar aufnahmetechnisch keine Spitzenklasse (guter Standard der 80/90er) und doch hört man sehr wohl den wunderbaren Klang der Tschechischen Philharmonie, den ich so liebe (mit wunderbaren Hörnern und warm tönenden Streichern) und eine von Ernst und Schwung getragene Interpretation des Dirigenten, der sich an einigen Stellen auch Zeit lässt (z.B. Orgelpunktbeginn der 1.Sinfonie, 1.Satz), ohne zu schleppen oder zu langweilen (haydnfan: Achtung!).
Dass diese Interpretationen nie langweilen, dafür sorgt schon dieses wunderbare Orchester, das ich in Prag wiederholt habe erleben dürfen.

Veröffentlicht am 24. Oktober 2009 10:41 MEST
Eine der beeindruckendsten Aufnahmen der Brahms Symphonien, die mir in letzter Zeit begegnet sind, ist diejenige mit dem - meiner Erachtens - viel zu wenig beachteten Semyon Bychkov und dem WDR Sinfonie Orchester. Glänzender SACD-Klang, beachtliche Durchhörbarkeit, insgesamt an der eher kammermusikalischen Denkweise Brahms' orientiert (Bychkov: “The music of Brahms is always intimate, no matter how loudly it’s talking.” “For me, this is the great paradox: the monumentality of Brahms is in its intimacy.”) und überzeugend durchinterpretiert.
Leider im obersten Preissegment angesiedelt. Man kann nur hoffen, dass sich Bychkov, jetzt da er den WDR verlässt und - so meine Info - erst einmal frei dirigieren wird - wieder an ein großes Label bindet, sodass seine Aufnahmen wieder etwas erschwinglicher werden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24. Oktober 2009 19:04 MEST
 gemi-b meint:
@ kölsch-ne,
hallo, ich würde ihnen von ihren genannten gesamtaufnahmen allesamt abraten und die superb restaurierte aus den 50er-jahren vorschlagen:
complete brahms symphonies, overtures, haydn-variations
bruno walter - new york phil. by united archives, ASIN: B000J3FC38
da diese preisgünstige, wertig publizierte und interpretatorisch erstrangige
aufnahme aber leider nur gutes 'mono' ist, werden sie sich wohl mit einer zweitrangigen, aber in hi-tec verlustieren müssen.

Veröffentlicht am 25. Oktober 2009 23:45 CET
 Fidelio meint:
[Vom Autor gelöscht am 29. Oktober 2009 03:48 CET]

Veröffentlicht am 26. Oktober 2009 02:04 CET
 gemi-b meint:
[Vom Autor gelöscht am 26. Oktober 2009 02:18 CET]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26. Oktober 2009 17:47 CET
Hallo liebe Leute,
man sollte in diesem Forum mit Meinungsäußerungen vorsichtig sein, denn meist werden sachliche Beiträge von einigen Leuten hier gnadenlos niedergebügelt. Man braucht sich nur die Diskussion im jüngst eröffneten Tschaikowsky-Forum anzuschauen, welches als abschreckendes Beispiel dienen kann.
Trotzdem wage ich es, der Einschätzung von gemi-b deutlich zu widersprechen.
Die alte Walter-Ausgabe in Mono (mit den New Yorker Philharmonikern) liegt mir vor; sie ist ausgezeichnet. Doch zu schreiben, wenn man sie besäße, brauche man sonst keine Aufnahmen mehr, halte ich für eine ungerechtfertigte Aussage.
Ich nenne hier ein paar herausragende Brahms-Aufnahmen, die es mit Walter New Yorker Versionen musikalisch mühelos aufnehmen können und sie klanglich deutlich übertreffen:
1) Otto Klemperer / Philh.Orch. (EMI): alle Symphonien
2) George Szell / Cleveland O. (Sony): alle Symphonien
3) John Barbirolli / Wiener Philh. (EMI): alle Symphonien (leider z.Zt. vergriffen)
4) Hans Swarowsky / Südd.Philh. (Membran): alle Symphonien
Hinzu kommen jede Menge herausragender Einzelaufnahmen, ich nenne als beispielhaft:
1. Symphonie: Karajan / Berliner Philh. (DGG, 1963)
1. Symphonie: Wand / Chicago SO (RCA, live), noch spannender als die bekannten NDR-Aufnahmen.
2. Symphonie: Monteux / Wiener Philh. (Decca), z.zt. nicht erhältlich
4. Symphonie: C.Kleiber / Wiener Philh. (DGG)
4. Symphonie: Rudolf Kempe / RPO (EMI), für mich eine der besten Versionen, aus 1960.
4. Symphonie: Markevitch / Lamoureux O. Paris (DGG), eine wunderbare Aufführung.
Sämtliche von mir genannten Aufführungen sind in Stereo und damit allein schon klanglich den alten Walter-Aufnahmen überlegen (von Walter gibt es auch eine gute neuere Stereo-Gesamtaufnahme mit dem Colombia SO). Diese ist vielleicht nicht so konzentriert wie die alte mit dem New York PO, ihr aber technisch klar überlegen.
Brahms sinfonisches Werk gibt Raum für viele Auffassungen, eine allein - so gut sie auch sein mag - kann nie alle Facetten abdecken.

Veröffentlicht am 26. Oktober 2009 20:45 CET
 Christian Busch meint:
Bei mir stehen die digitalen Aufnahmen von Abbado und den Berlinern im Regal, mit denen ich sehr zufrieden bin. Ich würde mich allerdings nicht unbedingt als fanatischen Brahms-Anhänger sehen, als Experten schon gar nicht. Auf die Aufnahmen von Günter Wand, den ich sehr schätze, bin ich neugierig. Auch Karajan hatte m. M. ein Händchen für Brahms. Von Bruno Walter besitze ich die famose Einspielung der Dritten.
Claudio Abbado hat die Symphonien schon früher bei DG eingespielt, auch mit den Berlinern. Ich habe sie vor langer Zeit mal gehört und fand sie phantastisch, leider gibt es heute davon nur die Zweite in der Eloquence-Reihe. Vielleicht werden die andern auch neuaufgelegt.
Die neuesten Einspielungen stammen von J. E. Gardiner und dem Orchester Revolutionnaire et Romantique, also auf authentischen Instrumenten. Kennt die jemand?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26. Oktober 2009 21:30 CET
 Bernd Stremmel meint:
Hallo Herr Busch,
Abbado hat Anfang bis Mitte der 70er Jahre die 4 Brahms-Sinfonien zum erstenmal für die DGG eingespielt, mit den Berliner Philharmonikern jedoch nur die 2., die 1. mit den Wiener Philh., die 3. mit der Staatskapelle Dresden und die 4. mit dem London Symphony Orchestra.
Zu den neuen Einspielungen mit Gardiner habe ich mich im Klassik-Forum-Instrumentalmusik-die vier Sinfonien von J.Brahms geäußert, bitte dort nachlesen.
Grüße B.Str.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27. Oktober 2009 05:32 CET
Zuletzt vom Autor geändert am 27. Oktober 2009 06:36 CET
 haydnfan meint:
Hallo,Herr Friedgen,ich will garnicht "plätten",womit auch?,es gibt bald nichtmal mehr ein Versandhaus,wo man unter dem Label "privileg",das Privileg hatte ,z.B. von der sehr guten,oft getesteten,geprüften AEG-Electrolux (Zanussi) ein "Plätteisen",oder kostengünstige Waschmaschiene zu erwerben das hohe Privileg hatte, zum sehr günstigen Preis,ein Glücksfall?,heute bekommen Sie für 250 Euro eine Haier(China),oder Gorenje(Slowenien) Waschmaschiene dafür im Baumarkt,wie furchtbar!!!!!!!,wie grausam,----- ---tempi leider passati,------aber hier doch keine Empfehlung,ohne Furtwängler?,dies kann es nicht sein,---liebe Freunde,wenn Ihr sie bekommt,vielleicht in "Schwarzpressungen",die 1. Brahms mit dem NDR-Sinfonieorchester im Jahre 1951 unter Furtwängler,da "schmeißen" Sie manch einen vorgenannten Dirigenten in den Mülleimer!Auch wenn ich ihn nur teilweise genießen kann,-Herr Friedgen,keine Empfehlung a la Toscanini?,sehr ungerecht,zwei der größten Dirigenten ungenannt,dafür der "Hilfsdirigent"Swarowsky.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27. Oktober 2009 10:38 CET
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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27. Oktober 2009 11:53 CET
Zuletzt vom Autor geändert am 27. Oktober 2009 12:08 CET
 Falstaff meint:
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