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Chopin


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1-25 von 32 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 3. November 2009 23:27 CET
 Christian Busch meint:
Chopin wurde hier noch gar nicht besprochen. Woran liegts?

Höchste Zeit, dies nachzuholen... 2 Klavierkonzerte, die Préludes, die Nocturnes, die Walzer, die Scherzi, Fantasien und Impromptus und und und....immer bleibt auch die Frage:
Wer kanns am besten?

Außerdem noch:
Warum spielt Brendel (so gut wie) keinen Chopin?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 4. November 2009 01:07 CET
 T. BERGMANN meint:
Soweit ich weiß, hat sich Alfred Brendel auf ein bestimmtes Repertoire festgelegt. Dass Chopin nicht dabei ist, kann heißen, dass bei ihm kein Interesse vorliegt oder er festgestellt hat, dass Chopin ihm nicht so liegt. Hören werden wir ihn in Konzerten jedenfalls nicht mehr. Leider. Es sei denn, wir gehören zum Kreis seiner Familie und Freunde.

Veröffentlicht am 4. November 2009 18:50 CET
Guten Abend Herr Busch,
es gibt eine Chopin-CD von Alfred Brendel, enthaltend:
Polonaisen op. 40/2, op. 44, op. 53, op. 61
Andante spianato et Grande Polonaise op. 22.
Aufnahme: Wien, 1968 (Vanguard).
Wahrscheinlich gibt es weitere Aufnahmen, die ich aber nicht kenne. Ich nehme an, dass Brendel sich aus persönlichen Gründen mehr auf die Wiener Klassiker, Schumann, Liszt, Brahms konzentriert hat und Chopin anderen, die er für prädestinierter hielt, überlassen hat.
Ihre Frage: Wer kanns am besten? ist schwer zu beantworten.
Ich nenne mal meine Favoriten:
Artur Rubinstein (alles von Chopin)
Horowitz, Dinu Lipatti (14 Walzer u.a., unerreicht!), Stefan Askenase, Magaloff, Argerich, Pollini, Moravec (Nocturnes!), Arrau, Gilels, Ashkenazy.
Mit Chopin-Aufnahmen dieser Künstler/innen können Sie nicht viel falsch machen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 4. November 2009 22:03 CET
 T. BERGMANN meint:
Hallo Herr Friedgen,

welche Aufnahme der Nocturnes können Sie empfehlen? Ich persönlich kenne keine. Eventuell hatte ich daran gedacht, sie mir mit Daniel Barenboim zu holen.
Herzlichen Gruß
T.Bergmann

Veröffentlicht am 4. November 2009 22:21 CET
 IP meint:
Na, die billigste. Adam Harasiewicz auf Brilliant, in einer wunderbar klingende Philips Aufnahme. Moravec ist auch sehr hohe Klasse.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 4. November 2009 22:22 CET
Hallo Herr Bergmann,
nehmen Sie die 2 CD-Box (RCA) mit Rubinstein, die ist großartig. Aber beachten Sie, es gibt verschiedene Ausgaben. Ruben Sie mal hier bei amazon unter Klassische Musik "rubinstein chopin nocturnes" auf, so erscheint die mir vorliegende Edition an 6. Stelle für z.Zt. ¤ 4,98. Ein Schnäppchen, deshalb schnell zugreifen! Der Klang ist ausgezeichnet (Stereo!), die Interpretation große Klasse.
Moravec ist ebenfalls herausragend, aber z.Zt. nur für über 40 ¤ zu haben, und das ist schon ein bisschen happig.
Wünsche Ihnen alles Gute.
K.H.F.

Veröffentlicht am 4. November 2009 23:36 CET
 Christian Busch meint:
Lieber Herr Friedgen,

vielen Dank für Ihre Empfehlungen und den Hinweis auf die Chopin-Aufnahme von Brendel! Geht es Ihnen auch so, dass es eigentlich einleuchtet, dass Brendel offensichtlich keine Affinität zu Chopin entwickelte?

Der Name Rubinstein ist mir natürlich ein Begriff, aber ich kenne leider noch keine seiner Aufnahmen. Warum schätzen Sie seine Einspielungen so?

(Auch) die Nocturnes habe ich von dem auch von Herrn Friedgen erwähnten Claudio Arrau und finde sie phantastisch! Daher meine Empfehlung an Herrn Bergmann! Sie kosten in der DUO-Serie zwar 17,95 Euro, aber es sind m. M. nach zeitlose Deutungen, mit großer Ruhe und langem Atem, die einen einfach staunen lassen... oder gleich die ganze Arrau-Box (Philips), 7 CDs für 60 Euro.

Veröffentlicht am 5. November 2009 11:01 CET
Zuletzt vom Autor geändert am 5. November 2009 22:23 CET
 Stefan Steinecke meint:
http://www.amazon.de/Nocturnes-Maria-Joao-Pires/dp/B000001GPN/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1257414721&sr=8-1
Mit ganz viel Pedal.

http://www.amazon.de/Nocturnes-1-20-Ga-Maurizio-Pollini/dp/B000B8ISNM/ref=sr_1_9?ie=UTF8&s=music&qid=1257414805&sr=1-9
Exakt wie ein Uhrwerk. Mechanisch, ein wenig.

http://www.amazon.de/Chopin-Maria-Joao-Pires/dp/B001J662OW/ref=pd_bxgy_m_img_b
Wirklich wunderschön. Traumhaft.

http://www.amazon.de/Klavierkonzerte-Mari-Kodama/dp/B0000CDLE4/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=music&qid=1257415138&sr=1-1
Die Frau ist eine Hexe und eine Fee. Hat großartige Beethoven-Sonatas veröffentlicht. SACD - läuft aber auch auf Stereo.

Ich muß anmerken, daß ich zu den Menschen gehöre, welche auf Analograuschen allergisch reagieren und im stumpfen Klang von Mono keine versteckten Zauber erahnen. Prinzipiell bevorzuge ich weibliche Interpreten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 5. November 2009 18:53 CET
Zuletzt vom Autor geändert am 5. November 2009 19:08 CET
Lieber Herr Busch,
dass Brendel ein Weltklasse-Pianist war, steht wohl außer Frage. Doch Chopin scheint nicht unbedingt "sein Ding" gewesen zu sein. Die von mir genannte Vanguard-CD ist gut, aber es gibt Besseres. Man muss sie m.E. nicht unbedingt haben.
Dagegen Artur Rubinstein: Wohl kein Pianist des 20. Jhdts. hat sich Chopin so verbunden gefühlt wie sein Landsmann Rubinstein. Ich besitze die kompletten Nachkriegsaufnahmen von RCA, und es gibt darunter keinen einzigen Ausfall. Ich kenne von Rubinstein ohnehin keine einzige misslungene Aufnahme, und das will bei einem Künstler, der über 50 Jahre Aufnahmen gemacht hat, schon etwas heißen. Ob Beethoven, Brahms, Schumann, Liszt, alles ist erstklassig!
Und die Klangqualität der Aufnahmen (der meiste Chopin stammt aus dem 1960er Jahren) ist hervorragend. Natürlich gibt es hin und wieder leichtes Bandrauschen, aber diese Analogaufnahmen sind mir lieber als manche neueren Digitalprodukte mit ihrem Hochglanz und ihrer kalten Perfektion.
Doch wie heißt es so schön? "Dem einen sein' Uhl ist dem anderen sein' Nachtigall", und jeder sollte das kaufen, woran sein Herz hängt. Mir jedenfalls ist eine technisch nicht vollendete, dafür aber musikalisch spannende Aufnahme eines klassischen Werkes allemal lieber als eine mit vollendeter Digitaltechnik, aber dafür spannungsloser und langweiliger Interpretation.
Noch ein Wort zu Arrau: Die von Ihnen gelobten Nocturnes mit ihm kenne ich leider nicht, kann deshalb auch nicht urteilen. Mir liegen die Konzerte und sonstigen Stücke mit Orchester von Chopin in Arraus Auslegung vor, und die sind durchweg empfehlenswert.

Veröffentlicht am 5. November 2009 20:47 CET
 gemi-b meint:
chopin oder brendels 'ding' ? - hin und her -
geht es eigentlich um chopin oder brendel, den 'weltklassepianisten' ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 5. November 2009 20:54 CET
Gemi's Ding?
Wenn Sie richtig gelesen hätten, wäre Ihnen nicht entgangen, dass ich in Bezug auf Brendel lediglich eine Frage von Herrn Busch beantwortet habe.
Im übrigen geht es hier um Chopin, aber ohne Pianisten wie z.B. Brendel läge seine Musik tot in den Archiven. Oder wie wollen Sie über Chopin diskutieren, ohne Pianisten zu nennen?

Veröffentlicht am 5. November 2009 21:40 CET
 Stefan Steinecke meint:
Aber klar. Wo doch Brendel solch ein Chopin-Spezialist ist, gelt?

Veröffentlicht am 5. November 2009 22:20 CET
 Christian Busch meint:
Lieber Herr Friedgen,

Ihre Empfehlung hat mich wirklich neugierig gemacht und ich habe die Chopin-Box bei RCA von Rubinsteni für 22,95 Euro entdeckt. Meinen Sie diese Aufnahmen?
Schade, dass man da nicht 'reinhören kann, aber ich wahrscheinlich finden sich andere Beispiele bei Amazon oder woanders, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Was Brendel angeht, denke ich, dass er eher ein analytischer, intellektueller Pianist ist, dem das träumerisch-verspielte, mitunter auch etwas melancholische von Chopin tatsächlich nicht so liegt.

Einen schönen Abend

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 6. November 2009 00:03 CET
 gemi-b meint:
fiedgen(')s ding, oder?

wenn sie richtig formuliert hätten, hoch-verehrter herr friedgen, wäre auch ihnen nicht entgangen, dass ich brendel im kontext mit chopin, nie ! - wie busch - erwähnt hätte,
wenn sie!- wie auch immer 'profund' - ihn nicht ins spiel gebracht hätten.
ich darf verweisen, dass brendel sich als chopin-interpret nie ernsthaft ins spiel gebracht hat,
allenfalls als defizitäres interpretations-vermögen und -wollen.
sonst wollte ich meinerseits auf ihre chopin-interpreten-diskussion keinen einfluss nehmen, oder
sollte ich solches mir angemasst haben ?
das pianisten-nennen möchte ich den so berufenen, wie ihnen, nicht vorenthalten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 6. November 2009 18:35 CET
 T. BERGMANN meint:
Hallo Herr Friedgen,

herzlichen Dank für Ihren Tipp. Vom Namen her kenne ich Rubinstein natürlich. Ich hatte mal eine Aufnahme von ihm, die ich an einen guten Freund von mir verschenkt habe.
Was halten Sie von den Einspielungen von Barenboim, Pollini, oder Pires?
Auch Ihnen alles Gute und herzliche Grüße
T.Bergmann

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 6. November 2009 20:09 CET
Guten Abend Herr Busch,
mein Internet klappt nur sporadisch, deshalb melde ich mich jetzt erst.
Ja, diese RCA-Box enthält auf 11 CDs die wesentlichen Nachkriegseinspielungen Rubinsteins, fast alles stereophon aufgenommen. Die Aufnahmen sind sämtlich uneingeschränkt empfehlenswert.
@Herrn Bergmann
Rubinstein war ein anerkannter Chopin-Spezialist.
Die Chopin-Aufnahmen von Pollini, Pires und Barenboim kenne ich nicht (bzw. kaum) und kann mir deshalb kein Urteil erlauben.
Im übrigen ist mal wieder bemerkenswert, wie hier von einigen Leuten die Fakten verdreht werden. Wenn ich nicht von Ihnen auf Brendel als Chopin-Interpret angesprochen worden wäre, hätte ich ihn bestimmt nicht erwähnt. Und ich habe in meiner Antwort lediglich die einzig mir bekannte Chopin-CD mit Brendel genannt und als weniger empfehlenswert bezeichnet. Chopin stand nie im Zentrum von Brendels Wirken, das weiß ich auch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 7. November 2009 01:20 CET
 T. BERGMANN meint:
Hallo Herr Friedgen,

zu beunruhigen brauchen Sie sich denke ich nicht. Ich vermute, dass jedem, der Alfred Brendel kennt und auch Chopin mag, weiß, dass Herr Brendel in der Öffentlichkeit und im Studio Chopin kaum gespielt hat. Was er privat spielt, wissen wir nicht. Dies ist seine Sache.
In absehbarer Zeit werde ich mir sicher die Nocturnes kaufen. Chopin gehört zwar zu den Komponisten, die ich selten höre. Aber ich interessiere mich trotzdem für ihn. Allerdings kann ich mich schwer überwinden, Stücke von ihm auf dem Klavier selber zu üben. Was einige meiner Bekannten schade finden.
Herzliche Grüße
T.Bergmann

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 7. November 2009 08:57 CET
Keine Sorge, Herr Bergmann, ich bin nicht beunruhigt.
Über die Arroganz gewisser Leute kann ich nur staunen, mich aber bestimmt nicht ärgern.
Ihnen wünsche ich einen schönen Tag.

Veröffentlicht am 8. November 2009 14:05 CET
 Fidelio meint:
[Vom Autor gelöscht am 11. November 2009 00:00 CET]

Veröffentlicht am 8. November 2009 23:19 CET
Zuletzt vom Autor geändert am 8. November 2009 23:21 CET
 Bernd Stremmel meint:
Der libanesische Pianist Abdel Rahman El Bacha, er hat seinen Wohnsitz in Frankreich, konzertiert aber auch (leider zu selten) in Deutschland, hat beim französischen Label forlane das gesamte Klavierwerk von Chopin (ausgenommen Konzerte) der Entstehungszeit folgend auf 12 CDs eingespielt. Es sind CDs mit hoch/höchstkarätigen Interpretationen, die ich nur jedem Freund Chopinscher Klaviermusik ans Herz legen kann.
P.s. Der auch von mir bewunderte Rubinstein hat zwar sehr viel/fast alles von Chopin auf Tonträger gebannt, allein dies legetimiert ihn jedoch nicht zum non-plus-ultra in Sachen Chopin!

Veröffentlicht am 9. November 2009 09:59 CET
 Fidelio meint:
[Vom Autor gelöscht am 11. November 2009 00:00 CET]

Veröffentlicht am 9. November 2009 20:46 CET
Zuletzt vom Autor geändert am 9. November 2009 20:48 CET
 gemi-b meint:
@ für die chopin-buchhalter -

ohne allgemeine verunsicherung, pardon, beunruhigung, möchte ich nur soweit erinnern, dass nicht alle wirklich relevanten, bedeutsamen chopin-interpreten bei amazon oder sonstwo - hopplahopp - net-wide noch zu finden sind.
chopins erster sonaten-versuch wurde von andsnes (virgin) reaktiviert, warum?, und rubinstein hat nie mehr die preludes, geschweige denn komplett die etudes neu-eingespielt:
einfach deshalb, weil er sich an andrem orientierte.
ein ganz ernsthafter, wenn auch z.t. zu gewichtiger interpret wurde noch nicht genannt: claudio arrau.
und ivan moravec (nocturnes, preludes, ballades) scheint auch nicht sehr bekannt zu sein (lebt und konzertiert noch!)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 9. November 2009 20:59 CET
[Vom Autor gelöscht am 13. November 2009 21:46 CET]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10. November 2009 21:43 CET
Zuletzt vom Autor geändert am 10. November 2009 21:46 CET
 gemi-b meint:
pardon, herr friedgen,

ich bitte um nachsicht, ich habe ihren beitrag zu moravec, den sie (auch wie ich) so schätzen, offenbar übersehen, da sie sich so wortreich auf rubinstein kaprizierten. (völlig d'accord)

leider diskreditieren sie mit einer süffisanten beleidigtsein-attitüde (@ überheblich-arrogant) gegen-
über (mir) anders denkend formulierenden, den, meinen, wesentlich-inhaltlichen anspruch,
nicht im schwung bequemen konsens-denkens und beifallheischend einfach so mitzutun.
also: dann sprechen sie es doch auch und 'ehrlich' so aus:
nicht 'für manche', sondern für gemi gilt: 'auffallen um jeden preis' - frage: aber um welchen denn ? -
etwa, dass ich mich hier stilistisch non-konform eher unbeliebt mache ?
dies ist mir doch völlig schnurz, solang ich noch plausibel argumentiere, oder ?
herr friedgen, in meinem fortgeschrittenen alter, muss ich mich andern
gegenüber nicht mehr 'auffallend' beweisen, glaubens mir.
p.s. übrigens, als 'chopin-buchhalter' hatte ich sie überhaupt nicht im sinn.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10. November 2009 23:09 CET
 Bernd Stremmel meint:
@gemi-b
Sollte dies ein Link zum Inhalt des Brahms-Sinfonien-Threads sein? Einige Diskutanten glauben da immer Umleitungen einrichten zu müssen, die leider in Sackgassen führen.
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